DD287360A5 - Kabelführung zwischen einem feststehenden Unterbau und einem drehbarenOberbau, insbesondere bei Tagebaugroßgeräten - Google Patents

Kabelführung zwischen einem feststehenden Unterbau und einem drehbarenOberbau, insbesondere bei Tagebaugroßgeräten

Info

Publication number
DD287360A5
DD287360A5 DD287360A5 DD 287360 A5 DD287360 A5 DD 287360A5 DD 287360 A5 DD287360 A5 DD 287360A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
cable
superstructure
rotatable
substructure
saddle
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Publication date

Links

Abstract

Die Erfindung betrifft die Kabelführung zwischen einem feststehenden Unterbau 1 und einem drehbaren Oberbau 5, insbesondere bei Tagebaugroîgeräten. Ziel der Erfindung ist es, eine Möglichkeit der Energiezuführung zu finden, welche sich mit höherem Gebrauchswert und geringerem Materialeinsatz verwirklichen lässt. Dies geschieht dadurch, dass das Energiezuführungskabel 3 von einem festverlagerten Kabelsattel 2 im Unterbau 1 mittels einer Kabelschlaufe zu einem in Mitte Oberbau 5 drehbar verlagerten Kabelsattel 4 gefuehrt wird. Mittels einer zweiten Kabelschlaufe gelangt das Energiezuführungskabel 3 zum festverlagerten Kabelsattel 2 im drehbaren Oberbau 5. Beim Drehen des Oberbaues 5 um den Schwenkwinkel alpha wird der drehbare Kabelsattel 4 aufgrund des sich aufbauenden Seilzuges um einen Schwenkwinkel beta geschwenkt. Dadurch wird das Verdrillen des Energiezuführungskabels 3 auf beide Kabelschlaufen verteilt. Fig. 1{Kabelführung; Unterbau; Oberbau; Tagebaugroîgeräte; Schaufelradbagger; Energiezuführung; Kabelsattel; Kabelschlaufen; Seilzug; Schwenkwinkel}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Verlegung des Energiezuführungskabels von einem feststehenden Unterbau nach einem demgegenüber drehbar gelagerten Oberbau.
Diese Art der Verlegung kommt bei Tagebaugroßgeräten, vorzugsweise bei Schaufelradbaggern, bei deren nachgeschalteten Verladeanlagen bzw. bei Bandabsetzern usw. zur Anwendung. Diese Gewinnungsgeräte werden z. B. im Bergbau zum Abtragen von Abraum bzw. zum Abbau eines Kohleflözes oder anderer Mineralien eingesetzt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik In der Praxis sind Lösungen fürdie Energiezuführung von einem feststehenden Unterbau nach einem drehbaren Oberbau mittels
eines Schleifringkörpers, Kabeltraggerätes bzw. eines Kabelkorbes bekannt.
Der Schleifringkörper gemäß SU-EB1.280.090, E 02 F 9/00, besteht aus einem feststehenden Teil im Unterbau, der mit der
erforderlichen Anzahl von stromführenden Schienen versehen ist und einem im drehbaren Oberbau befestigten Teil, der mittels entsprechender Kontakte die Energie von den stromführenden Schienen abnimmt.
Aus sicharheitstechnischen Gründen und infolge der hohen Verschmutzungsgefahr ist es hier erforde. lieh, daß der gesamte Schleifringkörper eingehaust wird. Bei Tagebaugeräten, die zur Gewinnung von Kohle eingesetzt werden, ist die Gefahr der Verschmutzung besonders groß. Auf Grund des hohen Staubanteiles und der möglichen Funkenbildung bei der Stromabnahme ist eine hohe Brandgefahr gegeben. Deshalb wird der Schleifringkörper in den überwiegenden Fällen vom späteren Betreiber des Gerätes abgelehnt. Das Kabeltraggerät ist u.a. in der DD-PS 60.346, H 02 G 11/00, ausführlich beschrieben. Hier wird das Energiezuführungskabel beim Übergang vom feststehenden zum drehbaren Teil des Kabeltraggerätes über eine Umlenkrolle beim Schwenkvorgang des drehbaren Oberbaues fortlaufend auf Biegung beansprucht. Zum anderen erfordert das Kabeltraggerät aufgrund seiner Bauart einen Mindestdurchmosser vom feststehenden Unterbau und vom drehbaren Oberbau
des Gerätes.
Uas heißt, bei kleinen Gewinnungsgeräten läßt sich ein Kabeltraggerät aufgrund der erforderlichen Abmessungen nicht
unterbringen.
Der Kabelkorb hat die Form eines Kogelstumpfes und ist bei Schaufelradbaggern mittig im feststehenden Unterbau verlagert
und kann möglicherweise bis in den drehbaren Oberbau hineinreichen. Das Energiezuführungskabel wird im Unterbau eingeführt und auf dem Kabelkorb schalenförmig In mehreren Windungen abgelegt. Von dort gelangt das
Energiezuführungskabel zum drehboren Oberbau, wo fcs wieder fest verlegt ist. Je nach Schwenkrichtung des drehbaren Oberbaue» verringert bzw. vergrößert sich der Ablagedurchmesser des Energiezuführungskabols auf dem Kabelkorb. Dem Windungsdurchmesser entsprechend wandert das Energiezuführungskabel euf dem Kegelmantel des Kabelkorbes nach oben
bzw. nach unten. Dadurch tritt an der Ummantelung des Kabels ein Verschleiß ein.
Außerdem wird das gesamte auf dem Kabelkorb abgelegte Kabel auf Zug und Biegung beansprucht. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, für Tagebaugroßgeräte, wie z. B. Schaufelradbagger, eine Möglichkeit der Energiezuführung vom feststehenden Unterbau zum drehb aren Oberbau zu finden, welche den Anforderungen an die Funktionstüchtigkeit genügt, sich mit geringerem Materialeinsatz, PlMz-, Herstellungs- und Wartungsaufwand verwirklichen läßt, die erwähnten Nachteile der bekannton Lösungen vermeidet sowie einen höheren Gebrauchswert aufweist und damit die Geräteverfügbarkeit verbessert.
Darlegung des Wesens der Erfindung Es besteht deshalb die Aufgabe, das Energiezuführungskabel vom feststehenden Unterbau zum drehbaren Oberbau so zu
verlagern bzw. anzuordnen, daß das Schwenken des drehbaren Oberbaues gewährleistet ist und die aufgezeigten Nachteile der bekannten Lösungen ausgeschaltet werden.
Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß das Energiezuführungskabel am oberen Bereich des feststehenden Unterbaues
über einen festverlagerten Kabelsattel in den Unterbau eingeführt und mittels einer freihängenden Kabelschlaufe mit möglichst großem Radius auf den in Mitte Oberbau drehbar verlagerten Kabelsattel geführt und befestigt wird. Eine weitere freihängendo
Kabelschlaufe, welche, um eine möglichst große Verdrillänge zu bekommen, weit in den Unterbau eintaucht wird dann auf dem
im oberen Bereich des drehbaren Oberbaues wiederum festverlagerten Kabelsattel befestigt.
Damit das Energiezuführungskabel beim Schwenken des Oberbaues keiner Zugbelastung ausgesetzt ist, wird zusätzlich ein Zugseil, welches in seiner Länge kürzer sein kann, nahezu parallel zum Energiezuführungskabel angeordnet. Beim Schwenken
des Oberbaues wird der drehbare Sattel aufgrund des sich aufbauenden Seilzuges um einen Schwenkwinkel mitgeschwenkt, so daß sich das Verdrillen auf beide Kabelschlaufen verteilt und gegenüber einem in Mitte Oberbau fest angeordneten Kabelsattel wesentlich minimiert.
Der gleiche Effekt wird erreicht, wenn der drehbare Kabelsattel durch ein am Oberbau befestigtes Übersetzungsgetriebe, durch Mitnehmer oder Anschläge beim Schwenken um etwa den halben Schwenkwinkel α gegenüber dem Oberbau verdreht wird. Ausführungsbeispiel
In der Zeichnung ist die Anordnung der Kabelsattel und des Energiezuführungskabels schematisch dargestellt und in einem Ausführungsbeispiel beschrieben. Es zeigen die
Fig. 1: einen Schnitt durch den feststehenden Unterbau und den drehbaren Oberbau mit der Anordnung der Kabelsattel und des
Energiezuführungskabels Fig. 2: eine Draufsicht der Figur 1 Fig. 3: eine Draufsicht der Figur 1: jedoch der drehbare Oberbau im Winkel α geschwenkt.
Im oberen Bereich des feststehenden Unterbaues 1 ist der festverlagerte Kabelsattel 2 angeordnet, über welchen das Energiezuführungskabel 3 in den Unterbau 1 geführt wird. Mittels einer Kabelschlaufe gelangt das Energiezuführungskabel 3
auf den drehbaren Kabelsattel 4 im drehbaren Oberbau 5 und wird hier zweckmäßigerweise befestigt.
Mittels einer weiteren Kabelschlaufe, welche, um eine möglichst große Verdrillänge des Energiezuführungskabels 3 zu
bekommen, in den Freiraum des Unterbaues 1 eintaucht, gelangt das Energiezuführungskabel 3 zu dem im oberen Bereich des drehbaren Oberbaues 5 festverlagerten Kabelsattel 2.
Beim Schwenken des drehbar gelagerten Oberbaues 5 um den Schwenkwinkel α baut sich ein Seilzug auf, welcher vom
zusätzlich angeordneten Zugseil 6, welches kürzer als das Energiezuführungskabel 3 sein kann und nahezu parallel dazu angehangen ist, aufgenommen wird und bewirkt, daß der drehbare Kabelsattel 4 in Mitte Oberbau S um den Schwenkwinkel β mitgeschwenkt wird, so daß sich das Verdrillen des Energiezuführungskabels 3 auf beide Kabelschlaufen etwa anteilmäßig verteilt.
Anstelle dos Zugseiles 6 kann auch ein am drehbaren Oberbau 5 befestigtes Übersetzungsgetriebe, ein Mitnehmer 7 oder Anschlag das Schwenken des drehbaren Kabelsattels 4 bewirken.

Claims (3)

1. Kabelführung zwischen einem feststehenden Unterbau und einem drehbaren Oberbau, insbesondere bei Tagebaugroßgeräten, dadurch gekennzeichnet, daß das Energiezuführungskabel (3) zwischen jeweils einem festverlagerten Kabelsattel (2) des Unterbaus (1) und des drehbaren Oberbaus (5) in Mitte drehbarer Oberbau (5) zusätzlich auf einem ebenfalls drehbar verlagerten Kabelsattel (4) aufgehangen ist und das freihängende Kabel in den Unterbau (1) hineinragende Schlaufen bildet.
2. Kabelführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Energiezuführungskabel (3) an ein dazu etwa parallel freihängendes und zweckmäßigerweise etwas kürzeres Zugseil (6) angehangen ist.
3. Kabelführung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß einen drehbaren Kabelsattel (4) ein Übersetzungsgetriebe, Zugseil (6), Mitnehmer (7) oder Anschlag um den Schwenkwinkel (β) verschwenkt, der etwa der Hälfte des Oberbauschwenkwinkels (α) entspricht und das Verdrillen des Energiezuführungskabels (3) auf beide freihängenden Kabelschlaufen verteilt.

Family

ID=

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9307743U1 (de) * 1993-05-21 1993-10-07 Krupp Fördertechnik GmbH, 45143 Essen Einrichtung zur Übertragung von Energie und/oder Steuersignalen bei relativen Drehbewegungen

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE9307743U1 (de) * 1993-05-21 1993-10-07 Krupp Fördertechnik GmbH, 45143 Essen Einrichtung zur Übertragung von Energie und/oder Steuersignalen bei relativen Drehbewegungen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60011811T2 (de) Überquerungsvorrichtung für eine horizontale sicherheitsleine
DE1918908A1 (de) Ladekran
DE597417C (de) Anordnung zum Aufhaengen eines aus mehreren parallel geschalteten Teilleitern gebildeten Buendelleiters
DE19732451C2 (de) Seilanordnung zur Aufhängung eines Anschlagmittels an einem Hubwerk, insbesondere für Laufkrane oder Laufkatzen
DE3303848C2 (de)
DE102011120698A1 (de) Anordnung eines Energiezuführungskabels zwischen einem feststehenden Unterbau und elnem darauf drehbaren Oberbau eines Tagebaugerates
DE19958734A1 (de) Sturzsicherungssystem und Trolley zur Anwendung in einem solchen System
DE3018560A1 (de) Traeger fuer seilscheiben am kopfende eines arms bzw. auslegers
DE69929711T2 (de) Aufhängungsvorrichtung mit einem integrierten kabelträger
DE3715118A1 (de) Versorgungsleitungsanordnung fuer einen roboter
DE1556476A1 (de) Auslegerkran
DE102022202584B3 (de) Mehrseiliger Laststangenzug
DE3511655A1 (de) Vorrichtung zum gleichmaessigen heben und senken einer langgestreckten last
DE10130466B4 (de) Wartungseinrichtung für eine Textilmaschine
EP0161437A2 (de) Seilkran
DE102022111813A1 (de) Hebezeug
DE3504977C2 (de) Kabelschacht für einen Kabelpflug
DE3931386A1 (de) Schienenanordnung fuer ein foerdersystem
DE2123419C3 (de) Mehrteilige Feuerwehrleiter
DE3608822C2 (de) Führungseinrichtung für Blindschächte
DE9406570U1 (de) Vorrichtung zur Leitungsführung
DE2936871C2 (de) Fütterungsvorrichtung für Vieh
DD287360B5 (de) Kabelfuehrung zwischen einem feststehenden Unterbau und einem drehbaren Oberbau, insbesondere bei Tagebaugrossgeraeten
DE102006026854B3 (de) Verfahren zur Montage eines Energieführungskettensystems
AT112476B (de) Anordnung zur Verhütung von Tragmastbeschädigungen durch Leiterbruch bei elektrischen Freileitungen.