DD287482A5 - Verfahren zur herstellung von hydrochinonmono-alkylethern - Google Patents

Verfahren zur herstellung von hydrochinonmono-alkylethern Download PDF

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Konrad Schwabe
Joachim Redslob
Dagmar Breitfeld
Reinhard Zeisig
Bruno Tschiersch
Wolfgang Wohlrab
Klaus-Dieter Wozniak
Claus Beyer
Christian Nowak
Anne Projan
Wolfgang Krueger
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon-monoalkylethern. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Herstellungsverfahren fuer Hydrochinon-monoalkylether zu finden, das mit hoher Ausbeute wirtschaftlich arbeitet. Monoazylverbindungen des Hydrochinons werden mittels Alkylhalogeniden in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalikarbonaten verethert, und anschlieszend wird die Azylschutzgruppe durch Erhitzen mit alkoholischer Natron- oder Kalilauge in Stickstoffatmosphaere wieder abgespalten. Anwendung findet das Verfahren zur Herstellung von wertvollen Pharmazeutika, insbesondere Antimelanompraeparaten, Depigmentierungsmitteln fuer die Dermatologie und Kosmetik.

Description

in welcher
Az = Azyl, wie Benzoyl-, Benzyloxykarbonyl-, p-Nitrobenzyloxykarbonyl-, t-Amyloxykarbonyl-,
t-Butyloxykarbonyl-, Phthaloyl-, p-Toluensulfonyl- oder Benzhydryloxykarbonylbedeutet (R siehe Formel I), verethert werden und schließlich die Azylschutzgruppe durch Erhitzen mit alkoholischer Natron- oder Kalilauge in Stickstoffatmosphäre abgespalten wird.
Anwendungsgebiete der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hydrochinonmonoalkylethern. Anwendungsgebiete sind die pharmazeutische und chemische Industrie und die Dermatologie.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Die weltweite Zunahme maligner Melanome und die völlig unbefriedigenden Ergebnisse der derzeitigen adjuvanten Therapieverfahren erfordern zwingend die Entwicklung effektiverer und selektiv wirkender Medikamente zur Behandlung des malignen Melanoms. Die international als Standardtherapie des Melanoms eingesetzte DTIC-Monotherapie erreicht beim disseminierten Melanom eine Ansprechrate von nur 20%.
Als einen ersten Versuch, die spezifische biochemische Eigenschaft vieler Melanomzellen - den Gehalt an Tyrosinase- für eine selektive Melanomtherapie nutzbar zu machen, kann man die Behandlung von Melanompatienten mit dem Hydrochinonmonomethylether ansehen, da diese Verbindung als Substrat der Tyrosinase in den Melanomzellen enzymatisch zu zytotoxischen chinoiden Strukturen gegiftet wird (B. D. G. Morgan, T. O .Meill, D. L. Dewey, A. R. Galpino und P. A. Riley, Clin. Oncology 7 [1981), 227-234; Hydroxyanisole, recent Advances in Anti-Melanoma Therapy (Ed. P.A. Riley], IRL Press, Eynsham, Oxford 0X8 1JJ, UK (1984]).
Es ist bekannt, Hydrochinonmonoalkylether mittels Alkylhalogeniden in Gegenwart von Basen herzustellen. Nachteil dieses Verfahrens ist die gleichzeitige Bildung von Mono- und Diethern mit entsprechend niedrigen Ausbeuten an den gewünschten Monoethern.
Einfacher und einheitlicher verläuft die Synthese bei Verwendung einer Schutzgruppe (Europa-Patent 0017767). Man geht z. B. von Hydrochinonmonomethyl- bzw. -benzylether aus, verethert diesen an der freien Hydroxylgruppe und spaltet anschließend die Schutzgruppe wieder ab. Die Schwierigkeiten treten bei dieser Synthesefolge jedoch bei der spezifischen Abspaltung der Schutzgruppe auf. Die Entfernung des Methylrestes gelingt nur unter sehr drastischen Bedingungen, z. B. mit Essigsäure/ Bromwasserstoffsäure unter Rückfluß und mit Reaktionszeiten von mehreren Tagen. Auch eine Spal'.ung der zweiten Etherbindung tritt ein, so daß solche Verfahren unwirtschaftlich sind. Die Abspaltung der Benzylschutzgruppe geschieht durch katalytische Hydrierung mit Palladium auf Aktivkohle. Hierbei können Folgereaktionen eintreten und die Methodik ist aufwendig und unwirtschaftlich.
In der DE-OS 3151589 wird ein Verfahren zur Herstellung der Monoether von Diphenolen durch Einführung des tertiären Butylrestes als Schutzgruppe vorgeschlagen. Nach Umsetzung mit Halogenverbindungen in Gegenwart von Basen zu Diethern wird die Schutzgruppe durch verdünnte wäßrige anorganische Säuren bei Temperaturen von 30 bis 1000C wieder abgespalten. Nachteil dieses Verfahrens ist jedoch, daß die Veretherung des Diphenols mit dem tert. Butylrest nach eigenen Erfahrungen nur sehr niedrige Ausbeuten liefert (Klarmann et al., J. Am. Chem. Soc. 54 [1932) 303; v. Braun und Schwarz, Liebigs Ann. 481 (19301, 56; Marcinkiewics et al., J. Chromatogr. 10 (1963) 42; Pospisil und Taimr, Coll. Czech. Commun. 29 (2] (1964] 381). Monoalkylether des Hydrochinons wurden auch durch Umsetzung von Hydrochinon mit einem Alkohol in Gegenwart eines Übergangsmetallsalzcs im Autoklaven unter Druck und erhöhten Temperaturen hergestellt (Brit. Pat. 2087389). Als Nachteil dieses Verfahrens muß die Verwendung eines Autoklaven angesehen werden.
Die Monoazylgruppe als Schutzgruppe für die Herstellung von Monoalkylethern der Diphenole ist bisher nicht beschrieben. Bekannt ist lediglich die Monoazylierung von Diphenolen an sich (z. B. Darstellung des Hydrochinonmonobenzoats nach Witt u. Johnson, Ber. 26 [1893] 1909).
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Herstellung von Hydrochinonmonoalkylethem zu entwickeln, welches mit hoher Ausbeute wirtschaftlich arbeitet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Erfindungsgemäß worden Monoazylverbiridungen des Hydrochinons mittels Alkylhalogeniden in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalikarbonaten, bevorzugt Kalium- oder Natriumkarbonat, zu den Verbindungen der Formel Il verethert und schließlich die Azylschutzgruppe durch Erhitzen mit alkoholischer Natron- oder Kalilauge in Stickstoffatmosphäre unter Bildung der Monoalkylother der Formel I wieder abgespalten.
OR
Il I
Az = Azyl,z.B. Benzoyl-, Benzyloxykarbonyl-, p-Nitrobenzyloxykarbonyl-, t-Amyloxykarbonyl-, t-Butyloxykarbonyl-, Phthaloyl-, p-Toluensulfonyl-, Benzhydrylkarbonyl-;
R = Alkyl, ζ. B. Allyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, Crotyl-, Ethyl-, Isobutyl-, n-Amyl-, Propargyl-, η-Butyl-, Benzyl-, tert. Butyl-.
Überraschenderweise wird unter den erfindungsgemäßen Bedingungen der Veretherung die Azylschutzgruppe nicht angegriffen. Die Abspaltung der Azylschutzgruppe führt zu hohen Ausbeuten an Endprodukt.
Die Vorteile dieses neuen Verfahrens liegen in folgendem: Die Einführung der Azyl-Schutzgruppe am Hydrochinon erfolgt im Gegensatz zur Einführung einer Alkylether-Schutzgruppe mit hoher Ausbeute. Da die rohe Monoazylverbindung im allgemeinen rein anfällt, kann ohne Umkristallisation weiter gearbeitet werden.
Die Veretherung der freien Hydroxylgruppe am geschützten Diphenol erfolgt ebenfalls mit sehr guter Ausbeute. Dieses Zwischenprodukt Il kann im allgemeinen ohne Umkristallisation entazyliert werden.
Die nach dem erfindungsgemäß beschriebenen Verfahren hergestellten Monoalkylether des Hydrochinons können zur Chemotherapie des Melanoms eingesetzt werden, da sie durch das in Melanomen in erhöhtem Maße enth; Itono Enzym Tyrosinase zu zytotoxischen chinoiden Verbindungen gegiftet werden. Im Vergleich zu dem bisher bekannten Antimelanompräparat Hydrochinonmonomethylether, das auch klinisch eingesetzt wurde (B.D.G.Morgan, T.O'Neill,
D. L. Dewey, A. R.Galpine und P.A. Riley, Clin. Oncology 7 (1981 ] 227-234), werden einige der hier beschriebenen Hydrochinonmonoalkylether durch Tyrosinase wesentlich schneller zu chinoiden Produkten gegiftet. Die dargestellten Hydrochinonmonoalkylether bewirken an Melanomzellkulturen im Vergleich zu Nichtmelanomzellen eine weitaus stärkere Hemmung der DNS-Synthese. Ebenso führen einige der hier dargestellten Hydrochinonmonoalkylether in Therapieversuchen an tierischen Melanommodellen zu signifikanten Tumorwachstumshemmungen, die gleich oder höher sind, als die durch das klinisch eingeführte Präparat DTIC (Dacarbazin) bewirkten Hemmungen. Vorteilhaft ist ferner bei dem hier vorgestellten Therapieverfahren das Fehlen einer Leukozytendepression.
Das erfindungsgemäße Herstellungsverfahren kann weiterhin zur Synthese von Depigmentierungsmitteln für die Dermatologie und die Kosmetik dienen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Depigmentierungsmitteln zeigen einige der hier dargestellten Hydrochinonmonoalkylether stärkere Depigmentierungen bei geringeren Nebeneffekten.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch folgende Ausführungsbeispiele veranschaulicht:
Ausführungsbeispiele
1. Beispiel
1.1. Benzoylhydrochinonallylether
5g rohes, bei 50°C getrocknetes Hydrochinonmonobenzoat (Darstellung z.B. nach Witt und Johnson, Ber. 26 [189311909; gründliches Waschen des Rohproduktes mit warmem Wasser ist ausreichend; die Rohausbeute beträgt 79% d. Th.) werden zusammen mit 7g trockenem Kaliumkarbonat in 100ml Azeton (getrocknet über Zeosorb 3Ä) eingetragen. Innerhalb von 8Std.
werden 10ml Allylbromid unter starkem Rühren und Kochen unter Rückfluß kontinuierlich zugetropft. Danach wird noch 2Std.
unter Rühren und Rückfluß erhitzt. Der Ansatz wird filtriert, das abgesaugte Salz mehrmals mit Azeton ausgewaschen und das Filtrat zur Trockne verdampft.
Rohausbeuto: 5,25g (86% d. Th.). R(: 0,7 (Laufmittel CHCI3/EtOH 95:5, Merck-Kieselgelplatte mit UV-Indikator F25<).
1.2. Hydrochinonmonoallylether
10g der nach 1.1. gewonnenen Verbindung werden in 100ml EtOH in der Wärme gelöst. Es werden 100ml 5% NaOH unter N2-Einleitung zugegeben. Man läßt 15 Min. unter Rückfluß kochen, kühlt ab und stellt die Lösung mit halbkonz. HCL auf etwa pH 5,0 ein. Man extrahiert mit 150ml CHCI3 aus und wäscht die CHCI3-Phase zweimal mit je 100 ml gesättigter Bikarbonat-Lösung, um die entstandene Benzoesäure abzutrennen. Die CHCI3-Phase wird über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne verdampft. Man erhält 5,5g Rohprodukt, das aus 180ml η-Hexan umkristallisiert wird. Ausbeute: 4,0g (67,8% d. Th.). F.36-37°C. R(: 0,46 (Laufmittel CHCI3/EtOH 95:5, Merck-Kieselgelplatte mit L|V-lndikator F264). Das Produkt ist rein weiß und watteförmig.
2. Beispiel
2.1. Benzyloxykarbonyl-hydrochinon-allylether
5g rohes Benzyloxykarbonyl-hydrochinon (Darstellung z.B. nach H.S.Oleott, J.Amer. Chem. Soc. 59 (1937) 392) werden in 130ml Azeton gelöst und dazu werden 5g Kaliumkarbonat in gepulverter Form gegeben. Nach Zusatz der ersten Teilmenge Allylbromid (3,2 ml) erhitzt man am Rückfluß und tropft dann während der nächsten 3Std. nochmals 3,2ml Allylbromid kontinuierlich zu. Nach Kontrolle auf quantitative Umsetzung (dünnschichtchromatografisch) wird der Feststoff abgesaugt, mit Azeton pcwa.-chen und die Azetonlösung eingedampft. Der Rückstand wird in CHCI3 aufgenommen, zweimal mit 10% NaOH und einmal mit W< sser gewaschen sowie über Natriumsulfat getrocknet. Nach Abdampfen des CHCI3 wird in MeOH aufgenommen und das Lösur gsmittel erneut abgezogen. Man erhält 5,49g Rohprodukt (Ausbeute 94% d. Th.). R,: 0,75 (Laufmittel CHCI3/EtOH 9:1, Merck-Kieselgelplatten mit UV-Indikator F2M). Eine kleine Probe wurde aus EtOH umkristallisiert. F. 123-125°C
2.2. Hydrochinon-monoallylether
1,9g des nach 2.1. erhaltenen Rohproduktes werden in 19ml EtOH in der Wärme gelöst. Dazu gibt man unter Einleitung von N2 19ml 5% NaOH. Man läßt 15Min. unter Rückfluß kochen, schüttelt die abgekühlte Lösung mit CHCI3 aus, um den entstandenen Benzylalkohol abzutrennen und stellt die wäßrige Phase mit halbkonz. HCI auf etwa pH5,0 ein. Man schüttelt erneut mit CHCI3 aus. Die CHCI3-Phase wird zweimal mit gesättigter Bikarbonatlösung (je 100ml) ausgeschüttelt. Danach wird die CHCI3-Phase mit Natriumsulfat getrocknet und zur Trockne verdampft. Der Rückstand wird aus η-Hexan umkristallisiert. Ausbeute: 0,76g (67,8% d. Th.). F.36-37"C. Das Endprodukt ist rein weiß und watteförmig.
3. Beispiel
3.1. Benzoylhydrochinon-n-propylether
10g rohes, bei 50°C getrocknetes Hydrochinonmonobenzoat (Darstellung vgl. Beispiel 1.1.) werden zusammen mit 14g trockenem Kaliumkarbonat in 200ml Azeton (getrocknet über Zeosorb 3Ä) eingetragen. Innerhalb von 8Std. werden 20,4 ml n-Propylbromi i unter starkem Rühren und Kochen unter Rückfluß kontinuierlich zugetropft. Danach wird noch 2 Std. unter Rühren und Rückfluß erhitzt. Der Ansatz wird filtriert, das abgesaugte Salz mehrmals mit Azeton ausgewaschen und das Filtrat zur Trockne verdampft
Rohausbeute: 10,1 g (84% d. Th.). Eine kleine Probe ergibt nach Umkristallisation aus η-Hexan einen F. von 95-960C.
3.2. Hydrochinon-n-propylether
10g der nach 3.1. gewonnenen Verbindung werden in 10ml EtOH in der Wärme gelöst. Es werden 100ml 5% NaOH unter N2-Einleitung zugegeben. Man läßt 15 Min. unter Rückfluß kochen, kühlt ab und stellt die Lösung mit halbkonz. HCL auf etwa pH 5,0 ein. Man extrahiert mit 150 ml CHCI3 aus und wäscht die CHCI3-Phase zweimal mit je 100 ml gesättigter Bikarbonat-Lösung, um die entstandene Benzoesäure abzutrennen. Die CHCI3-Phase wird über Natriumsulfat getrocknet und im Vakuum zur Trockne verdampft. Man erhält 5,7g Rohprodukt, das aus 190ml η-Hexan umkristallisiert wird. Ausbeute: 4,2g (71 %d. Th.). F.54°C.
An wondungsbel spiele
Die nach dem erfindungsgemäß beschriebenen Verfahren hergestellten Monoalkylether des Hydrochinons können zur Chemotherapie des malignen Melanoms eingesetzt werden. Melanomzellen enthalten im Gegensatz zu anderen Körperzellen ein spezifisches Enzym, die Tyrosinase, oftmals in erhöhter Aktivität, welches L-Tyrosin zu L-DOPA hydroxyliert, zu L-DOPA-Chinon oxidiert und über weitere Zwischenstufen Melanin bildet. Die intermediär entstehenden chinoiden Verbindungen sind zytotoxisch. Ebenso werden auch tyrosinanaloge Verbindungen zu chinoiden Produkten umgesetzt. Die hier dargestellton Hydrochinon-monoalkylether werden durch isolierte Tyrosinasen aus Melanomen (Harding-Passey-Melanom der Maus, melanotisches Goldhamstermelanom M Me11, humanes melanotisches Melanom 2080) weitaus schneller zu chinoiden Verbindungen umgesetzt als der bisher gegon Tyrosinase untersuchte Hydrochinon-mono-methylether (Tab 1-4). Einige der nach dem erfindungsgemäß beschriebenen Verfahren hergestellten Hydrochinon-monoalkylether hemmen den 3H-Thymidin-Einbau in die DNS von kultivierten Melanomzellen stärker als den 3H-Thymidin-Einbau in die DNS von Nichtmelanomzellen. Diese Hemmdifferenzen sind stärker als die durch Hydrochinon-monomethylether hervorgerufenen (Tab. 5).
In Therapieversuchen an tierischen Melanomzellen bewirken namentlich der Hydrochinon-monoallyl- und -n-propylether Tumorwachstumshemmungen, die etwa gleich (Tab.6) oder stärker sind als die du'ch Hydrochinon-monomethylether gefundenen (Tab.7-8). Tab.8 zeigt einen im Vergleich zu DTIC (Dacarbazin) stärkeren Tumorhemmeffekt der Hydrochinonmonoalkylether.
Tab. 1 Bildung chinoider Produkte aus Hydrochinonmonoalkylethern unter dem Einfluß von Tyrosinase (isoliert aus dem Harding-Passey-Melanom der Maus) in vitro
Extinktion (475nm)* Inkubationszeit: 240 Min.
Hydrochinon-monoallylether 0,330
Hydrochinon-monocrotylether 0,313
Hydrochinon-mono-n-propylether 0,262
Hydrochinon-monoethylether 0,202
Hydrochinon-monoisobutylether 0,182
Hydrochinon-monoamylether 0,148
Hydrochinon-monopropargylether 0,123
Hydrochinon-mono-n-butylether 0,110
Hydrochinon-monomethylether 0,102
* Versuchsansaü: Es werden 5 χ 10~7 Mole Substrat in 2,9ml Phosphatpuffer (pH 7,2) gelöst und 0,2ml Tyrosinaselösung hinzugegeben. Bei schwerer löslichen Verbindungen wurde das Substrat in 10% DMSO-haltigem Puffer gelöst.
Tab.2 Sauerstoffaufnahme bei der Einwirkung von Tyrosinase (Harding-Passey-Melanom der Maus) auf Hydrochinonmonoalkylether (Relativmessungen)
Inkubationszeit: 240 Min.*
ml O2-Aufnahme
Hydrochinon-mono-n-propylether 1,04
Hydrochinon-monoallylether 0,86
Hydrochinon-monoisohutylether 0,74
Hydrochinon-monomethylether 0,65
Versuchsansali: In einer WARBURG-Apparatur werden zu einer Lösung von 4 χ 10~5 Molen Substrat in 9ml Phosphatpuffer (pH7,2) 2ml Tyrosinaselösung gegeben.
Tab.3 Bildung chinoider Produkte aus Hydrochinonmonoalkylethern unter dem Einfluß von Tyrosinase (isoliert aus dem melanotischen Goldhamstermelanom M Me11)
Extinktion (475nm) Inkubationszeit: 240 Min.
Hydrochinon-mono-n-butylether 0,076
Hydrochinon-monoisopropylether 0,048
Hydrochinon-monoisobutylether 0,034
Hydrochinon-monoallylether 0,026
Hydrochinon-monomethylether 0,022
Tab.4 Bildung chinoider Produkte aus Hydrochinon-monoalkylethern unter dem Einfluß von Tyrosinase (isoliert aus humanem melanotischem Melanom 2080, gezüchtet auf der nude Maus)
Extinktion (475nm) Inkubationszeit: 240 Min.
Hydrochinon-mono-n-propylether 0,375
Hydrochinon-monoallylether 0,270
Hydrochinon-monomethylether 0,071
Tab.5 Signifikante Differenz (P = 0,05) zwischen der prozentualen H-Thymidin-Inkorporationshemmung von Melanom- und Nichtmelanomzellen in Kultur unter der Einwirkung von 10"* M Hydrochinon-monoalkylethern
B16-Melanom Harding-Passey-Mel.
Hydrochinon-monoisopropylether 43% 63%
Hydrochinon-mono-n-propylether 38% 74%
Hydrochinon-monomethylether nichtsig. 58%
Tab.6 Therapieeffekte an syngenen Melanommodellen- B 16-Melanom und Harding-Pass6/-Melanom
Substanz Dosis Therapieeffekt ILS« 3) 4) Nebenwir KGR61 Melanom-
mg/kg TVI" kungen + modell
10 0/10 0/10 LD51 +
Hydrochi- 14X150 66*· 24" 0/10 0/10 0 HPi.m.
non-mono- 9x250 62" 0 + B16i.m.
allylether 15 0/10 0/10 +
Hydrochi- 9x150 25» 0/10 0/10 + B16i.p.
non-mono- 9x150 55»' 0 B16i.m.
methylether
Erklärungen: 1 TVI = Hemmung desTumorvolumens.
2 ILS = Verlängerung der Überlebenszeil.
3 tumorfrei/Gessmttierzahl.
4 toxisch gestorben/Gesamttierzahl.
5 LD = Leukozytendepression
0 = keine Reduktion unter Normalwert + = Reduktion bis 4 χ lO'/L.
6 KGR = Körpergewichtsreduktion 0 = keine Reduktion
+ = Reduktionbis10%.
statistischer Vergleich gegenüber Kontrollen:
ohne » = nicht signifikant
♦ = signifikant, alpha 0,05 ·♦ = signifikant, alpha 0,01
Tab.7 Einfluß einer intratumoralen Behandlung des Harding-Passey-Melanoms der Maus mit Hydrochinonmonoalkylethern
Substanz
Dosis
mg/kg
KG/d
Behandlungstage
Tumorvolumenhemmung 17. Tag 22. Tag
nach Behandlungsbeginn
Hydrochinonmonoallylether 50
Hydrochinonmonomethylether 50 DTICfDacarbaz'n) 50
14.-17., 20.-24.Tag
nach i. m. Implantation des Tumors
14.-17., 20.-24.Tag
nach i. m. Implantation des Tumors
14.-17., 20.-24. Tag
nach i. m. Implantation dos Tumors
39% 34%
7%
11% 46%
Tab. 8 Einfluß von Hydrochinon-monoalkylethern auf die Tumormasse des A MeI 3 Goldhamstermelanoms
Substanz
Dosis rng/kg KG
(N)
Tumormasse (g) Kontrollen
(N)
Therapie"
Hydrochinon-mono-n-propylether Hydrochinon-monoallylether Hydrochinon-monoisobutylether Hydrochinon-mono-n-butylether Hydrochinon-mono-methylether DTIC(Dacarbazin)
75 (18) 9,01 ± 2,32 (12) 2,21 ± 1,47 76%
50 (8) 12,52 ±1,12 (12) 3,87 ± 2,75 69%
40 (11) 11,36 ±3,75 (3) 6,66 ±2,71 44 Vo
75 (18) 16,56 ±3,57 (12) 9,03 ± 3,01 46%
75 (18) 16,56 ±3,57 (12) 6,48 + 4,10 61%
50 (16) 8,65 ±1,54 (37) 6,17 ±2,61 29%
1 Therapie: Dosis in 0,2 bzw. 0,4 ml Lösungsmittel täglich i.p. für 2 Wochen, außer Samstag/Sonntag.
2 TVI: Tumormasseminderung gegenüber den Kontrollen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Hydrochinon-monoalkylethern der allgemeinen Formel I,
    HO-^\- OR ι
    in welcher
    R = Alkyl, wie Allyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, Crotyl-, Ethyl- Isobutyl-, n-Amyl-, Propargyl-, n-Butyl-, Benzyl-oder tert. Butyl-
    bedeutet, dadurch gekennzeichnet, daß Monoazylverbindungen des Hydrochinons mittels Alkylhalogeniden in Gegenwart von Alkali- oder Erdalkalikarbonaten, bevorzugt Kalium- oder Natriumkarbonat, zu den Verbindungen der allgemeinen Formel II,
DD27984385A 1985-08-21 1985-08-21 Verfahren zur herstellung von hydrochinonmono-alkylethern DD287482A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0589069A1 (de) * 1992-09-18 1994-03-30 Nippon Hypox Laboratories Incorporated Hydrochinonderivate und diese enthaltende Antioxydantien sowie Tumorinhibitoren

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