DD287539A5 - Doppelhub-offenfach-jacquardmaschine - Google Patents
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Abstract
Bei einer Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine fuer Doppelfach-Webmaschinen mit einem Einlesemechanismus fuer Programmtraeger und einem Fachbildemechanismus mit nach jedem Einlesevorgang in drei Stellungen positionierbaren Doppelrollen mit jeweils einem Harnisch und mit zwei jeder Doppelrolle zugeordneten, in Reihen nebeneinander, uebereinander und in Kettrichtung hintereinander angeordneten Steuereinheiten (z. B. Stosznadeln, Hauptnadeln, Platinen) ist vorgesehen, dasz die Verteilung der Steuereinheiten in bezug auf die Breite und die Laengsrichtung so ist, dasz die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten gegenueber der bei herkoemmlichen derartigen Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen vorhandenen Anzahl nebeneinander angeordneter Reihen von Steuereinheiten wesentlich reduziert, vorzugsweise halbiert ist, und dasz die Anzahl der in Laengsrichtung der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine hintereinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten entsprechend erhoeht ist. Damit wird das Weben von Geweben mit groeszerer Webbreite bei hoher Webgeschwindigkeit und gleichzeitiger beliebiger, uneingeschraenkter Musterung ermoeglicht. Fig. 2{Doppelfach-Webmaschine; Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine; Einlesemechanismus; Programmtraeger; Steuereinheit; Fachbildemechanismus; Doppelrolle; Harnisch; Stosznadel; Hauptnadel; Platinen}
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Doppolhub-Offenfach-Jacquardmaschine für Doppelfach-Webmaschinen mit einem b'inlesemechanismus für Programmträger und mit einem Fachbildemechanismus mit nach jedem Einlesevorgang in drei Stellungen positionierbaren Doppelrollen mit jeweils einem Harnisch unti mit zwei jeder Doppelrollo zugeordneten, in Reihen nebeneinander, übereinander und in Kettrichtung hintereinander angeordneten Steuereinheiten (z. B. Stoßnadeln, Hauptnadeln, Platinen).
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Eine derartige Anordnung ist aus der FR-PS 1513410 bekannt. Derartige Einrichtungen werden zur Herstellung von Doppelflorgeweben, wie Teppichen, Plüschgeweben od. dgl., eingesetzt. Hierbei werden ein Obergewebo und ein Uniergowebe, welche mit Polkettfäden untereinander verbunden sind, gemeinsam gewebt, und anschließend werden Oborgewebs und Untergewebe durchtrennt, so daß die durchtrennten Polkettfäden dann den Flor bilden. Weiterhin kann mit derartigen
Einrichtungen auch sog. Rutenware hergestellt werden. Bei Doppelfach-Webmaschinen können gleichzeitig zwei Schußfäden bzw. ein Schußfaden und eine Rute eingetragen werden. Die Kettfaden müssen hierfür jeweils drei Positionen einnehmen können, eine Unterfachstellung, eine Mittelfachstellung und eine Oberfachstellung.
Bei aus der DE-PS 502645 und der DE-PS 674920 bekannten Jacquardmaschinen sind diese drei Stellungen erzielbar, jedoch nicht individuell nach jeder Einlesung, sondern dazu sind mehrere hintereinanderfolgende Hubbewegungen notwendig. Dies I idt den Nachteil, daß die erreichbare Webgeschwindigkeit gering ist.
Bei der aus der FR-PS 1513410 bekannten Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine der eingangs genannten Art sind die Kettfäden nach jeder Einlesung in drei Stellungen positionierbar. Hierbei sind Doppelrollen mit daran angeordneten Harnischen vorgesehen, wobei jeder Doppelrolle jeweils zwei Steuereinheiten, nämlich Hauptnadeln und Platinen, zugeordnet sind. Der Einlesemechanismus derartiger Einrichtungen ist üblicherweise zum Einlesen von Lochkarten ausgebildet. Diese Lochkarten weisen in Längsrichtung üblicherweise sechzehn Lochreihen auf und variieren in der Breite. Üblich sind in der Breite Lochanzahlen von 28,56 und 84. Da bei Einrichtungen der eingangs genannten Art jeder Doppelrolle zwei Steuereinheiten zugeordnet sind, wird bei der Steuerung einer Einrichtung der eingangs genannten Art mit einer herkömmlichen Lochkarte in Längsrichtung nur die Hälfte der für die Steuerung erforderlichen Steuerbefehle ausgegeben. Deshalb ist man dazu übergegangen, zusätzlich zu dieser ersten Lochkarte daneben eine zweite entsprechende Lochkarte zuzuführen und dementsprechend die Breite des Einlesemechanismus und die BYeite des dem Einlesemechanismus nachgeschalteten Fachbildemechanismus zu verkoppeln. Damit erreicht man die erforderliche Anzahl der Steuerbefehle. Dies führt aber bei der Realisierung zu Problemen, da in Abhängigkeit von der Art und der Breite des herzustellenden Gewebes ab einer bestimmten Webbreite die hierzu erforderlichen Steuereinrichtungen (Nadeln, Platinen) nicht nebeneinander untergebracht werden können, da dadurch die Breite der Jacquardmaschine mit dem Harnisch gegenüber der Webbreite zu groß und der Harnischwinkel insbesondere an den Außenseiten so ungünstig wird, daß eine zu große Reibung im Harnisch auftritt. Der Einsatz von Einrichtungen der eingangs genannten Art ist aus diesem Grunde auf kleine Webbreiten beschränkt, und man kann mit dieser Einrichtung keine großen Webbreiten, wie sie insbesondere für Teppiche wünschenswert sind, herstellen. Für die Herstellung von Teppichen mit größerer Webbreite braucht man daher beispielsweise Einrichtungen gemäß DE-PS 502 645 bzw. DE-PS 574 920. Diese Einrichtungen haben jedoch den bereits erwähnten Nachteil zu geringer Webgeschwindigkeit. Aus der Europäischen Patentveröffentlichung 0106974 ist eine Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine für Doppelfach-Webmaschinen bekannt, mittels welcher das Problem der erzielbaren Webbreite und das Problem der Webgeschwindigkeit gelöst ist. Diese bekannte Einrichtung ist jedoch in der erzielbaren Musterung eingeschränkt, da hierbei nicht die Möglichkeit besteht, bei jeder Einlesung eine der drei Stellungen der Kettfäden erzielen zu können. Bei dieser Anordnung sind pro Doppelrolle und pro Harnisch jeweils nur eine Platine und jeweils nur eine Steuereinheit vorgesehen. Der bei Einrichtungen der eingangs genannten Art der zweiten Platine zugeordnete Anhängepunkt für die Doppelrolle ist bei dieser Anordnung an einem beweglichen Boden angebracht. Dabei sind alle Anhängepunkte an jeweils einem gemeinsamen, über eine Steuereinrichtung vertikal beweglichen Boden angebracht. Der Boden kann über eine Exzenteranordnung in einem bestimmten Rhythmus bewegt werden, wodurch die dritte Stellung der Doppelrollen und des jeweiligen Harnischs und damit der jeweiligen Kettfäden erzielt wird. Da diese dritte Stellung jedoch nicht bei jeder Einlesung für jeden Kettfaden individuell erreichbar ist, ist somit die Musterungsmöglichkeit des herzustellenden Gewebes eingeschränkt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, durch Veränderung der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine, mit der Doppelfach-Webmaschine Gewebe beliebiger Breite bei hoher Webgeschwindigkeit und gleichzeitiger beliebiger uneingeschränkter Mustermöglichkeit herzustellen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, jede Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine so auszubilden, daß durch wesentliche Verkürzung ihrer Breite, eine Erhöhung ihrer Gesamtzahl über die Arbeitsbreite der Doppelfach-Webmaschine möglich ist. Diese Aufgabe wird orfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Verteilung der Steuereinheiten in bezug auf die Breite und die Längsrichtung derart ist, daß die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten gegenüber der bei herkömmlichen derartigen Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen vorhandenen Anzahl nebeneinander angeordneter Reihen von Steueieinheiten wesentlich reduziert, vorzugsweise halbiert ist, und daß die Anzahl der in Längsrichtung der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine hintereinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten entsprechend erhöht ist. Die uneingeschränkte Musterungsmöglichkeit bekannter Doppelhub-Offonfach-Jacquardmaschinon der eingangs genannten Art wurde-wie erörtert- dadurch erreicht, daß der Einlesemechanismus und der Fachbildomechanismus in der Breite- also quer zur Kettrichtung gesehen -verdoppelt wurden, was dann aber nur die Herstellung von Geweben bis zu einer bestimmten Breite zuließ. Demgegenüber liegt der Erfindung der Gedanke zugrunde, die erforderliche Anzahl der Reihen von Steuereinheiten in der Breite der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine so zu reduzieren, daß die entstehende Gesamtbreite für den praktischen Betrieb tragbar ist, daß also die Breite der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine im Verhältnis zur Webbreite in einein akzeptablen Verhältnis steht. Die in der Breite nicht unterzubringenden Reihen von Steuereinheiten werden in Längsrichtung der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine hintereinander angeordnet, was platzmäßig ohne weiteres möglich ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß bei einem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus mit hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln und übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln die Anzahl der hintereinander angoordnoten Reihen ν on Fallnadeln und der übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln gegenüoer einem herkömmlichen Vornadelwerk verdoppelt ist. Während beispielsweise bei einem herkömmlichen Vornadeiwerk jeweils 16 Reihen von Fallnadeln hintereinander und 16 Reihen von Stoßnadeln übereinander vorgesehen sind, und diese Anordnung in doppelter Form nebeneinander vorgesehen ist, um das gleichzeitige Einlosen von zwei parallel
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nebeneinander geführten Lochkarten zu ermöglichen, ist die Anzahl der bei dem Vornadelwerk gemäß der Erfindung vorgesehenen Reihen hintereinander angeordneter Fallnadeln 32 und die Anzahl der übereinander angeordneten Stoßnadel ebenfalls 32. Dies ermöglicht ein gleichzeitiges Einlesen von zwei hintereinander herangeführten Lochkarten. Im Vergleich zum Stande der Technik ergibt sich damit zwar die gleiche Anzahl von gleichzeitig zugeführten Informationen, aber der Unterschied besteht darin, daß die Informationen bei der bekannten Anordnung gleichzeitig von zwei nebeneinander herangeführten Lochkarten abgelesen werden (also große ,Breite"), während die Informationen bei der erfindungsgemäßen Anordnung bei halber Breite der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine von zwei hintereinander herangeführten Lochkarten gleichzeitig abgelesen werden.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß für die erfindungsgemäße Einrichtung nur eine Vorrichtung zur Aufhängung der Lochkarten (sog. Kartengang) erforderlich ist.
Es kann in Ausbildung der Erfindung auch vorgesehen sein, daß bei einem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus mit hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln und übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln die Anzahl der übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln gegenüber einem herkömmlichen Vornadelwerk verdoppelt ist und die Anzahl der hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln der Anzahl der hintereinander angeordneten Fallnadeln bei einem herkömmlichen Vornadelwerk entspricht, und daß jeder Fallnadel zwei Stoßnadeln zugeordnet sind, und die Fallnadeln entsprechend ausgebildet sind. Diese Ausführungsform ist bei bestimmten Bindungsarten des zu erstellenden Gewebes sinnvoll, und zwar beispielsweise bei einer Dreischuß-Bindung. Bei dieser Anordnung können durch die Zuordnung von jeweils zwei Stoßnadeln zu einer Fallnadel die auf dem Programmträger vorhandenen Informationen verdoppelt werden. In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Abdruckwirkungen der Stoßnadeln durch vertikal gegenüber den Stoßnadeln verschiebbar angeordnete Druckschienen umkehrbar sine'. Gemäß einer erfindungsgemäßen Ausbildung kann die Verschiebung für alle Druckschienen gemeinsam erfolgen. Es kann nach einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung auch vorgesehen sein, daß die Druckschienen gruppenweise verschiebbar ausgebildet sind. Zweckmäßigerweise kann vorgesehen sein, daß die Druckschienen gruppenweise für die Unterware und für die Oberware unterschiedlich .positiv" oder ,negativ" verschiebbar ausgebildet sind. In diesem Fall ist der Einlesemechanismus zum mehrmaligen aufeinanderfolgenden Einlesen der gleichen Lochkarte ausgebildet.
Die Verdoppelung der auf dem Programmträger vorhandenen Informationen bzw. deren Weiterleitung in „positiver" bzw. „negativer" Form ist dann vorteilhaft, wenn die Oberware und die Unterware des herzustellenden Gewebes von der Musterung her gleich sein soll. Um Oberwore und Unterware mit gleicher Musterung herzustellen, sind jeweils „umgekehrte" Steuerinformationen erforderlich. Diese gleichzeitig für die Herstellung der Oberware beispielsweise „positive" Steuerinformation und die entsprechend für die Unterware gleichzeitig erforderliche „negative" Steuerinformation (oder umgekehrt) kann mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf jeweils einer auf dem Programmträger (beispielsweise Lochkarte) vorhandenen Information erzeugt werden. Durch die Möglichkeit, die Abdruckwirkungen der Stoßnadeln durch vertikal gegenüber diesen verschiebbar angeordnete Druckschienen umzukehren, kann bei einem mehrmaligen aufeinanderfolgenden Einlesen der gleichen Lochkarte durch unterschiedliche Stellungen der Druckschienen die auf der Lochkarte enthaltene Information „positiv" oder „negativ" variiert weitergegeben werden.
Nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß bei einem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus für Lochkarten dieser zum gleichzeitigen Einlesen von zwei hintereinander zugeführten Lochkarten ausgebildet ist. In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, daß die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten etwa Va der Anzahl der von den Lochkarten gleichzeitig den Steuereinheiten zuleitbaren effektiven Steuerbefehle entspricht. Beispielsweise sei angenommen, daß eine Lochkarte 1344 mögliche Steuerbefehle enthält. Wenn entsprechend der Erfindung zwei derartige Lochkarten hintereinander dem Einlesemechanismus zugeführt und dann gleichzeitig gelesen werden, ergouen sich 2688 gleichzeitig zuleitbare Steuerbefehle. Teilt man diese Gesamtzahl durch die Zahl 32, so ergibt sich der Wert 84. Dies entspricht der auf einer bestimmten Lochkarte in der Breite enthaltenen Anzahl von Reihen. Die in der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine vorgesehene Anzahl nebeneinander angeordneter Reihen von Steuereinheiten würde dementsprechend 84 betragen. Bei einer anderen Lochkarte, nämlich einer Lochkarte mit 896 möglichen Steuerbefehlen, würde sich ergeben: 896 χ 2 = 1792 zuleitbare Steuerbefehle. Dieser Wert durch 32 geteilt, ergibt eine Anzahl von 56, so daß in diesem Falle die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten 56 betragen würde. Wenn entsprechend der oben beschriebenen Ausführungsform der Erfindung gegenüber einem herkömmlichen Vornadelwerk lediglich die Anzahl der übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln verdoppelt ist, und jeder entsprechend ausgebildeten Fallnadel zwei Stoßnadeln zugeordnet sind, ergibt sich für ein Beispiel folgendes: Wenn die Lochkarte 1344 mögliche Steuerbefehle enthält, so ist auch hier eine Verdoppelung dieses Wertes vorzunehmen (daher „effektive Steuerbefehle"), da in diesem Fall anstelle von zwei hintereinander zugeführten und gleichzeitig gelesenen Lochkarten mit jeweils 1344 möglichen Steuerbefohlen die Verdoppelung der Steuerbefehle durch die Zuordnung von jeweils zwei Stoßnadeln zu jeder Fallnadel erfolgt.
Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die Erfindung nachstehend näher erläutert werdne. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen
Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschineneinrichtung; Fig. 2: eine schematische Schnittdarstellung durch eine der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen gemäß Fig. 1, und zwar
otwa entsprechend der Schnittlinie H-Il in Fig. 1 ; Fig. 3: eine Draufsicht (in Richtung des Pfeiles A in Fig. 1) auf eine Doppelhub-Offenfach-Jacquardrnnschine nach dem Standeder Technik, bei der zwei Lochkarten nebeneinander der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine mit dementsprechendüber die Breite ausgebildetem Fachbildemechanismus zugeführt und gleichzeitig eingelesen werdon;
Fig.4: eine Darstellung entsprechend Fig. 3, jedoch für ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Doppelhub-Offenfach· Jacquardmaschine, bei der zwei Lochkarten hintereinander dem schmaler ausgebildeten Fachbildemechanismus zugeführt und gleichzeitig eingelesen werden;
Fig. S: eine Darstellung einer weiteren Ausführungsform des Einleremechanismus.
In Fig. 1 ist eine schematisch dargestellte Doppelfach-Webmaschine 1 fest auf einem Untergrund 2 angeordnet. Auf einem Stahlgerüst, von welchem zur besseren Übersicht lediglich Horizontalträger 3 dargestellt sind, sind Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 nebeneinander angeordnet. Die obere Breite der gesamten Anlage wird durch die Breiten der nebeneinander angeordneten Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 bestimmt. Die Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 dienen in bekannter Weise zur Steuerung von schematisch dargestellten Harnischen 5, welche oben durch Harnischführungsroste 6 (beispielsweise Glasstäbe) geführt sind und im Bereich der Doppelfach-Webmaschine 1 durch ein Chorbrett 7 über die Webbreite geführt werden. Mit der Doppelfach-Webmaschine 1 werden Doppelflorgewebe, wie Teppiche, Plüschgewebe od. dergl., hergestellt. Hierbei werden ein über Polkettfäden miteinander verbundenes Obergewebe und Untergewebe gemeinsam gewebt. Nach dem Webvorgang werden in unbekannter Weise das Obergewebe und das Untergewebe derart durchtrennt, daß die durchtrennten Polkettfäden dann den Flor bilden.
Mittels der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 kann eine Steuerung derart erfolgen, daß die über die Harnische 5 gesteuerten Kettfaden jeweils drei Positionen einnehmen können, und zwar eine Unterfachstellung, eine Mittelfachstellung und eine Oberfachstellung.
In Fig. 2 ist für eine einzelne Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine 4 ein Einlesemechanismus mit 8 und ein Fachbildemechanismus mit 9 bezeichnet. Der Einlesemechanismus 8 weist in bekannter Weise über nicht näher erläuterte Führungseinrichtungen geführte Fallnadeln 10 sowie in diesen gelagerte, quer dazu verlaufend angeordnete Stoßnadeln 11 auf. Eine Lochkarte ist mit 12 bezeichnet. Sie wird über einen Zylinder 13 geführt und transportiert bzw. den Fallnadeln 10 vorgelegt. Wenn sich unterhalb einer Fallnadel 10 ein Loch befindet, fällt die Fallnadel 10 mit der zugeordneten Stoßnadel 11 nach unten. Durch eine horizontale Bewegung von Stoßschienen 14 in Pfeilrichtung des Doppelpfeiles B erfolgt dann eine Abdrückbewegung derjenigen Stoßnadeln 11 entsprechend der zeichnerischen Darstellung nach rechts, deren zugeordnete Fallnadeln 10 kein Loch in der Lochkarte 12 vorgefunden haben. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist es so, daß alle gezeichneten Fallnadeln 10 in ein Loch der Lochkarte 12 eingefallen sind und somit in dieser Position keine Abdrückbewegung erfolgen würde. Führungselemente für die Stoßnadeln 11 sind mit 15 bezeichnet. Mit 16 und 17 sind Führungselemente für Hauptnadeln 18 bezeichnet, welche in einer Richtung durch Druckfedern 19 vorgespannt sind. Über die Hauptnadeln 18 werden schematisch dargestellte Platinen 20 gesteuert. Ein oberei Hubmesserkasten ist mit 21, ein unterer Hubmesserkasten mit 22 und ein Arretiermesserkasten mit 23 bezeichnet. Die Platinen 20 können sich in Unterfachstellung auf einem Platinenboden 24 abstützen. Jeweils zwei Platinen 20 sind einer Doppelrolle 25 zugeordnet. Die Platinen 20 sind durch jeweils übor die obere Rolle der Doppolrollen 25 geführte Verbindungsorgane 26 miteinander verbunden. Über die jeweilige untere Rollo ist eine Strupfe 27 geführt, die an einem Ende ortsfest angebracht ist und an ihrem anderen Ende einen schematisch dargestellten Karabinerhaken 28 trägt, an der jeweils ein einzelner Faden des Harnischs 5 (Fig. 1) befestigt ist.
Bei der gemäß Fig. 2 links dargestellten Piatinenanordnung (Platinen 20) stehen die Platinen 20 beide auf dem Platinenboden 24 auf. Dies bedeutet für den am Karabinerhaken 28 angebrachten Harnischfaden und damit letztlich für den zugeordneten Kettfaden in der Webmaschine die Unterfachstellung. Die in Fig. 2 in der Mitte dargestellten beiden Paare Platinen 20'; 20d" entsprechen beide der Mittelfachstellung des Kettfadens. Unterschiedlich ist jedoch, daß bei den mit 20' bezeichneten Platinen die links dargestellte Platine 20' auf dem Platinenboden 24 aufsteht und die rechts dargestellte Platine 20' mit dem oberen Hubmesser des Hubmesserkastens 21 hochgezogen ist.
Die Verhältnisse bei den mit 20" bezeichneten Platinen ist genau umgekehrt, was letztlich zu der gleichen Fachstellung (Mittelfachstellung) führt. Bei der in Fig.2 rechts dargestellten Platinenanordnung der Platinen 20"' ist die Oberfachstellung gezeigt. Hierbei sind beide Platinen 20"' beispielsweise von den zugeordneten Hubmessern des oberen Hubmesserkastens 21 mitgenommen. Somit kann bei jeder Hubbewegung der Hubmesserkästen 21 bzw. 22 jeder Kettfaden so gesteuert worden, daß er eine der drei Positionen Unterfachstellung, Mittelfachstellung oder Oberfachstellung einnehmen kann. Die Unterfachstellung oder Oberfachstellung kann dann noch durch den Arretiermesserkasten 23 oder den Platinenboden 24 arretiert werden. Hierzu sei noch ergänzt, daß der Platinenboden 24 und der Arretiermesserkasten 23 ortsfest angeordnet sind. Bei zum Stande der Technik gehörenden derartigen Doppolhub-Offenfach-Jacquardmaschinon sind die die Stoßnadoln 11, die Hauptnadeln 18 und die Platinen 20 aufweisenden Steuereinheiten, welche jeder Doppelrolle 25 zugeordnet sind, in Reihen nebeneinander, übereinander und in Kettrichtung hintereinander angeordnet. Die Ansteuerung erfolgt beispielsweise über eine Lochkarte. Derartige Lochkarten weisen in Längsrichtung üblicherweise 16 Lochreihen auf und variieren in der Breite. Nach dem Stande der Technik ist «s bekannt, der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine neben bzw. parallel zu einer ersten Lochkarte 12a eine zweite Lochkarte 12b zuzuführen (Fig.3). Bei zwei parallelen und gleichzeitig zugeführton Lochkarten 12a und 12 bist jeder Lochkarte ein Einlesemechanismus 8a und 8b zugeordnet. Entsprechend der räumlichen Darstellung von Fig.3 ist hinter dem Einlesomechanismus 8a ein Fachbildemeclianismus 9a und hinter dem Einlosemechanismus 8b ein Fachbildemechanismus 9b angeordnet.
Wonn beispielsweise joder Deppolhub-Offenfach-Jacquardmaschino 4 gemäß Fig. 1 1344 Harnischfäden zugeordnet sind, werden 1344 Doppelrollen 25 bonötigt, wobei jeder Doppolrolle 25 jeweils zwei Platinen 20, Hauptnadeln 18, Stoßnadeln 11 und Fallnadeln 10 zugeordnet sind. Dementsprechend worden, um bei jeder Hubbewegung der 1344 Harnischfäden gesondert steuern zu können, 2688 Steuerbefehle bzw. 2688 Fallnadeln 10 benötigt, die über der gewünschten Musterung entsprechend gestanzte Lochkarten 12a; 12 b ansteuerbar sind. Nach dem Stande der Technik ist es üblich, jeder derartigen Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine 4 die Lochkarten 12a und 12b nebeneinander zuzuführen urJ dementsprechend die dahinter angeordneten Fachbildeeinrichtungen 9a und 9b auch nebeneinander anzuordnen. Wie Fig. 1 erkennen läßt, wird der Winkel, unter dem der Harnisch 5 von den äußeren Doppolhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 dem Chorbrett 7 zugeführt wird, immer ungünstiger, je größer die gewünschte Webbreite und damit die Anzahl der nebeneinander anzuordnenden Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 ist. Die Breite des Einlesemechanismus und des Fachbildemechanismus hängt direkt von der Lochkartenbreito ab. Ab einer bestimmten Webbreito ist dio in den äußeren
Harnischen 5 auftretende Reibung zu groß. Bei der Anordnung gemäß Fig. 3 sind in jedem Fachbildemechanismus 9a und 9 b 672 Doppelrollen über die Breite der Doppelfach-Webmaschino 1 gesehen nebeneinander angeordnet. Für 1344 Harnischfäden wird somit nach dem Stande der Technik beispielsweise die aus Fig. 3 ersichtliche Gesamtbreite (entsprechend der Gesamtbreite der Fachbildemechanismen 9a, dem erforderlichen Zwischenraum und dem Fachbildemechanismus 9b) benötigt. Dio sich damit pro Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine 4 ergebende Gesamtbreite ist in Fig. 3 mit C bezeichnet. Demgegenüber ergibt sich gemäß der in Fig.4 prinzipiell dargestellten Erfindung eine Gesamtbreite D, welche gegenüber der Breite C von herkömmlichen Maschinen wesentlich reduziert, vorzugsweise mehr als halbiert ist. Gemäß der Erfindung ist die Verteilung der Steuereinheiten (Stoßnadeln 11, Hauptnadeln 18,,Platinen 20) derart, daß die Anzahl nebeneinander (über die Breite der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine 4 gesehen) angeordneter Reihen von Steuereinheiten im wesentlichen halbiert und dementsprechend die Anzahl der in Längsrichtung E der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine 4 hintereinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten entsprechend erhöht ist. Wie aus Fig.4 ersichtlich, werden dem dort mit 8 bezeichneten Einlesemechanismus zwar auch zwei Lochkarten 12 zugeführt, jedoch nicht parallel nebeneinander, sondern „in einem Stück" hintereinander. Dies bedeutet, daß in dem Einlesemechanismus 8 die Anzahl der hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln 10 und der übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln 11 gegenüber einem herkömmlichen Vornadelwerk verdoppelt ist. Diese Verdoppelung führt zu einer baulichen Vergrößerung des Fachbildemechanismus 9 in Längsrichtung E, führt aber gleichzeitig zu einer gegenüber der erforderlichen Breite C nach dem Stande der Technik (Fig.3) wesentlich reduzierten Breite D. Dies wiederum ermöglicht es, eine Webanlage zur Erstellung von Doppelgeweben mit großer Webbreite zu installieren, welche - im Vergleich zum Stande der Technik - bei gleicher Gesamtbreite der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen 4 das Weben eines Doppelgewebes mit größenordnungsmäßig doppelter Webbreite ermöglicht. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, ist der dort dargestellte Einlesemechanismus 8 als Vornadelwerk mit Fallnadeln 10 und Stoßnadeln 11 ausgebildet. Um die aus zwei hintereinander herangeführten Lochkarten bestehende Lochkaitonanordnung 12 gleichzeitig einlesen zu können, ist der Einlesemechanismus 8 entsprechend ausgebildet. Wenn die beiden Lochkarten der Lochkartenanordnung 12 jeweils 16 Lochreihen aufweisen, so sind dann in dem Einlesemechanismus auch 32 hintereinander angeordnete Reihen von Fallnadeln 10 zugeordnet, denen dann 32 Reihen von Stoßnadeln 11 übereinander zugeordnet sind. In Fig. 2 sind zur besseren Übersichtlichkeit jeweils nur einige Fallnadeln 10 und einige Stoßnadeln 11 dargestellt. Wenn die Lochkartenanordnung der Lochkarten 12 insgesamt 2688 gleichzeitig zuleitbare Steuerbefehle enthält, sind über die Breite gosof jn 84 Reihen von Steuereinheiten (z. B. Stoßnadeln 11, Hauptnadeln 18, Platinen 20) vorgesehen. Dementsp'echend beträgt die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten Vn (nämlich 2688:84) der Anzahl der von den Lochkarten 12 gleichzeitig den Steuereinheiten zuleitbaren effektiven Steuerbefehlen. In Fig. 5 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die Teile, welche denen der Fig. 2 entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszeichen versehen. Während bei der Vorrichtung gemäß Fig. 2 jeder Fallnadel 10 eine Stoßnadel 11 zugeordnet ist, sind bei den hier mit 10a bezeichneten Fallnadeln jeder dieser Fallnadoln 10a zwei Stoßnadeln 11 zugeordnet. Die Fallnadeln 10a sind hierzu entsprechend auegebildet, und zwar weist jede Fallnadel 10a zwei Ösen 29 auf. Die Abdruckwirkungen der Stoßnadeln 11 gemäß Fig. 5 können durch vertikal gegenüber den Stoßnadeln 11 verschiebbar angeordnete Druckschienen 14a umgekehrt werden. Die Druckschienen 14a sind zweckmäßigerweise gemeinsam oder gruppenweise verschiebbar ausgebildet.
Im Gegensatz zu der Ausführungsform gemäß Fig. 2, welcher eine aus zwei hintereinander angeordneten Lochkarten 12 bestehende Lochkartenanordnung zuführbar ist, wird dem Einlesemechanismus gemäß Fig. 5 nur eine Lochkarte 12c zugeführt. Da durch die gegenüber der Anzahl der Fallnadeln 10a verdoppelte Anzahl von Stoßnadeln 11 die Anzahl der von der Lochkarte kommenden Steuerbefehle .verdoppelt" wird, entspricht die den Steuereinheiten zugeführte Anzahl von Steuerbefehlen der Anzahl der Steuerbefehle gemäß Fig. 2 und Fig. 4. Jeweils eine der einer Fallnadel 10a zugeordneten Stoßnadeln 11 ist beispielsweise der Oberware und die andere Stoßnadel der Unterware des herzustellenden Doppelgewebes zugeordnet. Die Druckschienen 14 a in Fig.5 sind so gezeichnet, daß eine positive Einlesung stattfindet, d.h., ein Loch in der Lochkarte 12c bewirkt kein Abdrücken der Stoßnadeln 11. Wenn die Druckschienen 14a vertikal verschoben werden, beispielsweise gemeinsam oder gruppenweise, können die Stoßnadeln 11 - obwohl die entsprechenden Fallnadeln 10a in ein Loch der Lochkarte 12c gefallen sind - in Richtung B nach rechts von den Drucksthienen 14a abgedrückt werden, was einer Negativeinlesung entspricht. Dio Vorrichtung gemäß Fig. 5 hat den Vorteil, daß die Bauweise über die Breite in gleichor Weise schmal wie bei der Anordnung gemäß Fig. 4 gohalten werden kann, jedoch nur eine Lochkarte (also die Hälfte der Lochkarten 12 gemäß Fig. 4) benötigt wird.
Bei der Vorrichtung gemäß Fig. 5 ist jede Lochkarte 12c vorzugsweise mehrfach nacheinander einlesbar. Dabei kann durch Veränderung der Stellung der Druckschienen 14a die in der Lochkarte 12c enthaltene Musterinformation variiert werden, und zwar beispielsweise bei gemeinsamer Verstellung der Druckschienen 14a von .negativ" zu „positiv" (oder umgekehrt). Durch eine gruppenweise Vorstellung der Druckschionon 14a kann eine weitere Variation erfolgen. Dies hat den Vorteil, daß für bestimmto Gowebebindungen weniger Lochkarten als nach dem Stande der Technik erforderlich sind.
Claims (8)
1. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine für Doppelfach-Webmaschinen mit einem Einlesemechanismus für Programmträger und mit einem Fachbildemechanismus mit nach jeder Einlesung in drei Stellungen positionierbaren Doppelrollen mit jeweils einem Harnisch und mit zwei jeder Doppelrolle zugeordneten, in Reihen nebeneinander, übereinander und in Kettrichtung hintereinander angeordneten Steuereinheiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Verteilung der Steuereinheiten in bezug auf die Breite und die Längsrichtung derart ist, daß die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten gegenüber der bei herkömmlichen derartigen Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschinen vorhandenen Anzahl nebeneinander angeordneter Reihen von Steuereinheiten wesentlich reduziert, vorzugsweise halbiert ist und daß die Anzahl der in Längsrichtung der Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine (4) hintereinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten entsprechend erhöht ist.
2. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus (8) mit hintereinander angeordneten Reihen von Falinadeln (10) und übereinanderangeordneten Reihen von Stoßnadeln (11) die Anzahl der hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln (10) und der übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln (11) gegenüber einem herkömmlichen Vornadelwerk verdoppelt ist.
3. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus mit hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln (10a) und übereinander angeordneten Reihen von Stoßnadeln (11) die Anzahl der übereinanderangeordneten Reihen von Stoßnadeln (11) gegenüber einem herkömmlichen Vornadelwerk verdoppelt ist, und die Anzahl der hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln (10a) der Anzahl der hintereinander angeordneten Reihen von Fallnadeln bei einem herkömmlichen Vornadelwerk entspricht, und daß jeder Fallnadel (10a) zwei Stoßnadeln (11) zugeordnet sind, und die Fallnadeln (10a) entsprechend ausgebildet sind.
4. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdruckwirkungen der Stoßnadeln (11) durch vertikal gegenüber den Stoßnadeln (11) verschiebbar angeordnete Druckschienen (14a) umkehrbar sind.
5. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckschienen (14a) gemeinsam vertikal verschiebbar sind.
6. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckschienen (14a) gruppenweise verschiebbar ausgebildet sind.
7. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem als Vornadelwerk ausgebildeten Einlesemechanismus (8) für Lochkarten dieserzum gleichzeitigen Einlesen von zwei hintereinanderzugeführten Lochkarten (12) ausgebildet ist.
8. Doppelhub-Offenfach-Jacquardmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der nebeneinander angeordneten Reihen von Steuereinheiten etwa V32 der Anzahl der von der Lochkarte (12; 12c) gleichzeitig den Steuereinheiten zuleitbaren effektiven Steuerbefehle entspricht.
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