DD288189A5 - Verfahren und einrichtung zur verhinderung der sedimentation in abwasserleitungen und kanaelen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Verhinderung sowie zur Beseitigung der Sedimentation in Abwasserleitungen und -kanaelen. Sie ist anwendbar fuer Kreis- und Sonderprofile sowie fuer offene Gerinne mit fester Sohle, vorzugsweise ab DN 500, die durch geringes Gefaelle und staendige Sedimentation gefaehrdet sind. Erfindungsgemaesz werden die Sedimente ueber OEffnungen in der Sohle der zur Sedimentation neigenden Leitungen ausgespuelt, ueber einen Sammelraum abgezogen und abtransportiert. Die erfindungsgemaesze Einrichtung besteht aus einem in unmittelbarer Naehe eines Einsteigschachtes und rechtwinklig zur Flieszrichtung angebrachten Schlitz in der Sohle der Abwasserleitung und ein darunter befindliches, ebenfalls geschlitztes und rechtwinklig zur Flieszrichtung vorgesehenes Wirbelrohr. Dieses Wirbelrohr muendet in einem tiefer liegenden Sammelschacht. Figur{Abwasserleitung; Abwasserkanal; Sedimentation; Sonderprofile; Kreisprofile; offene Gerinne; Wirbelrohr; Sammelschacht; Einsteigschacht}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung ist anwendbar zur Verhinderung bzw. zur kontinuierlichen und diskontinuierlichen Beseitigung der Sedimentation in Abwasserleitungen und -kanälen, vorzugsweise ab DN 500. Sie ist für Kreis- und Sonderprofile sowie für offene Gerinne mit fester Sohle einsetzbar. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz für große Abwasserleitungen und -kanäle mit geringem Gefälle und ständiger Sedimentation.
Der gegenwärtige Stand derTechnikzum Entfernen der Sedimente aus Abwasserleitungen und -kanälen wird durch den Einsatz der Hochdruckspultechnik bestimmt. Dabei werden abgelagerte Sedimente durch einen Hochdruckwasserstrahl gelöst und mittel; Saugtechnik abtransportiert.
Mit der Hochdruckspültechnik ist zwangsläufig ein hoher Energie- und Wasserverbrauch verbunden. Sie ist nur bis zu einem Nenndurchmesserbereich von DN 500 effektiv einsetzbar.
Aus diesem Grunde werden bei größeren Abwasserleitungen zum Entfernen der Sedimente verschiedene Profilreinigungsgeräte eingesetzt.
Es sind verschiedeneTechnologien bekannt, bei denen Rolnlgungsgeräte entsprechend dem Profil der zu reinigenden Leitungen durch diese hindurchgezogen werden und mechanisch die Sedimente entfernen und abtransportieren (z. B. DD WP 22602)3). Der technische Aufwand bei diesem Verfahren ist jedoch sehr hoch. Es gibt daher derzeit keine technisch und wirtschaftlich effektive Lösung zum mechanischen Entfernen von Sedimenten aus großen Abwasserleitungen.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den bisher hohen Aufwand zur Entfernung der Sedimente aus Abwasserleitungen und -kanälen zu reduzieren sowie für einen größeren Nennweitenbereich, besonders über DN 500, und unabhängig von der Profilform eine effektive Freihaltung zu gewährleisten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Einrichtung zu entwickeln, die die Entstehung von Sedimentablagerungen in großen Abwasserleitungen und -kanälen weitestgehend verhindern und die die mitgeführten Sedimente abtransportieren, ohne daß die Leitungen und Kanäle mit aufwendiger Technik behandelt bzw. befahren werden müssen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die mitgeführten Sedimente über Öffnungen in der Sohle der Abwasserleitungen und -kanäle selbständig und kontinuierlich ausgespült, über einen Sammelraum abgezogen und anschließend abtransportiert werden.
Die erfindungsgemäße Einrichtung ist wie folgt aufgebaut:
In der Sohle der Abwasserleitung bzw. des -kanales und in unmittelbarer Nähe eines Einsteigschachtes befindet sich rechtwinklig zur Fließrichtung ein Schlitz von etwa 30-50mm Breite, unter dem ebenfalls rechtwinklig zur Fließrichtun" ein Wirbelrohr angebracht ist. Dieses Wirbelrohr mündet in einen neben der Abwasserleitung befindlichen Sammelschacht. Auf Grund der ständigen Strömung in der Abwasserleitung bilden sich im Wirbelrohr Wirbel aus, die die Sedimente in Richtung eines Sammelschachtes transportieren und eine Verstopfung verhindern.
Die selbständig aus den Abwasserleitungen bzw. -kanälen in die Schlitze gespülten Sedimente gelangen über das Wirbelrohr in den Sammelschacht, der tiefer als die Sohle der Abwasserleitung bzw. -kanal sein muß, um eine bestimmte Menge der Sedimente speichern zu können.
Aus dem Sammelschacht werden dann die Sedimente nach Bedarf mit einer Pumpe, die sowohl eine Abwassertauchpumpe, eine Druckluftpumpe bzw. eine Wasserstrahlpumpe sain kann, durch ein Steigrohr über Tage in ein Schlammtransportfahrzeug gefördert und auf eine Deponie abgefahren.
ganze Haltung (ca. 50 bis 80m) der zu reinigenden Abwasserleitungen bzw. -kanäle sedimentfrei zu halten.
d2 = 0,15-0,25 d,
d3 a 2 d,
hsi,5d,
l<:2d,
b = 30-50 mm
Unter einer wegen zu geringem Gefälle bzw. ungenügender Schleppspannung zur Sedimentation neigenden Abwasserleitung des Nenndurchmossers DN1000 wird kurz oberhalb eines Einsteigschachtes 7 ein Wirbelrohr mit einem Durchmesser von d2 = 200mm rechtwinklig zur Fließrichtung eingebaut. Durch einen 400mm langen und 40mm breiten Schlitz 3 in der Sohle der Abwasserleitung 1 und gleichzeitig im Scheitel des Wirbelrohres 2 werden die Sedimente kontinuierlich in einen Sammelschacht 4 mit einem Durchmesser von 2000mm und einer Tiefe unter dem Wirbelrohr 2 von 1500mm selbständig transportiert. Von hier werden die im Sammelschacht 4 abgelagerten Sedimente über oine Steigleitung β und mittels einer Pumpe 5 diskontinuierlich über Tage gefördert und mit einem Schlammtransportfahrzeug auf eine Deponie abgefahren. Wirbelrohranlagen können sowohl bei neuen Abwasserleitungen und -kanälen als auch bei vorhandenen eingebaut werden. Sie arbeiten bndienungs- und wartungsarm. Der apparatetechnische und energetische Aufwand ist äußerst gering.
Claims (2)
1. Verfahren zur Verhinderung der Sedimentation in Abwasserleitungen und -kanälen, gekennzeichnet dadurch, daß die Sedimente über Öffnungen in der Sohle der Abwasserleitungen und -kanäle ausgespült, über einen Sammelraum abgezogen und abtransportiert werden.
2. Einrichtung zur Verhinderung der Sedimentation in Abwasserleitungen und -kanälen, gekennzeichnet dadurch, daß in der Sohle der Abwasserleitung bzw. des -kanales in unmittelbarer Nähe eines Einsteigschachtes rechtwinklig zur Fließrichtung ein Schlitz vorgesehen ist und sich ebenfalls rechtwinklig zur Fließrichtung unter der Abwasserleitung bzw. des -kanales ein ebenfalls geschlitztes Wirbelrohr befindet, welches in einen neben der Abwasserleitung bzw. dem -kanal befindlichen, tiefer liegenden Sammelschacht mündet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32689589A DD288189A5 (de) | 1989-03-27 | 1989-03-27 | Verfahren und einrichtung zur verhinderung der sedimentation in abwasserleitungen und kanaelen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32689589A DD288189A5 (de) | 1989-03-27 | 1989-03-27 | Verfahren und einrichtung zur verhinderung der sedimentation in abwasserleitungen und kanaelen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD288189A5 true DD288189A5 (de) | 1991-03-21 |
Family
ID=5607940
Family Applications (1)
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| DD32689589A DD288189A5 (de) | 1989-03-27 | 1989-03-27 | Verfahren und einrichtung zur verhinderung der sedimentation in abwasserleitungen und kanaelen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD288189A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018009577A1 (de) | 2018-12-05 | 2020-06-10 | Hedrich Gmbh | Verfahren zur Verhinderung von Sedimentation |
-
1989
- 1989-03-27 DD DD32689589A patent/DD288189A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018009577A1 (de) | 2018-12-05 | 2020-06-10 | Hedrich Gmbh | Verfahren zur Verhinderung von Sedimentation |
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