DD288566A5 - Verfahren zur herstellung eines im pressblanken zustand verarbeitbaren holzpartikelwerkstoffes - Google Patents

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DD288566A5
DD288566A5 DD33385389A DD33385389A DD288566A5 DD 288566 A5 DD288566 A5 DD 288566A5 DD 33385389 A DD33385389 A DD 33385389A DD 33385389 A DD33385389 A DD 33385389A DD 288566 A5 DD288566 A5 DD 288566A5
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DD
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polymer
particle material
coagulation
pressing
cover layer
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DD33385389A
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Inventor
Peter Boehme
Klaus Deutsch
Andreas Deutsch
Adolf Gesierich
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Wtz Der Holzverarbeiten Industrie,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines im preszblanken Zustand verarbeitbaren Holzpartikelwerkstoffes. Im Rahmen des Herstellungsprozesses eines Holzpartikelwerkstoffes aus Fasern oder Spaenen werden die Deckschichtpartikeln mit der Loesung eines koagulierfaehigen Polymeren in einem mit Wasser mischbaren organischen Loesungsmittel besprueht und der Vliesbildung zugefuehrt. Die Vliesoberflaeche wird dann mit Feuchtigkeit beaufschlagt, wodurch Koagulation des Polymeren eintritt. Das Verpressen zu einem plattenfoermigen Werkstoff erfolgt in bekannter Weise. Die durch Koagulation an der Werkstoffoberflaeche gebildete geschlossene Preszhaut fuellt einerseits die Mikroporen aus und bewirkt andererseits aufgrund ihrer Opazitaet zusaetzlich einen optischen UEberlagerungseffekt. Die erhaltene preszblanke Oberflaeche ist ohne weitere mechanische Bearbeitung fuer eine Duennschichtlackierung mit Pigmentlacken geeignet.{Holzpartikelwerkstoff; Lackierung; Polymeres; Feuchtigkeit; Koagulation; Oberflaeche; Deckschicht; Loesung; Wasser; Verpressen; preszblank; Loesungsmittel, bespruehen; Preszhaut}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Herstellung eines Holzpartikelwerkstoffes mit preßblanker Oberfläche, die ohne weitere mechanische Bearbeitung für eine nachträgliche Dünnschichtlackierung mit Pigmentlacken geeignet ist.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Beim Pressen von Spann- und Faservliesen entsteht eine sogenannte Preßhaut, die je nach Partikelgeometrie und Zusammensetzung des Partikelgemisches eine mikroporöse glatte Oberfläche darstellt. Sie wird als Grundstruktur des Holzwerkstoffes bezeichnet. Vor der Weiterverarbeitung wird diese Oberfläche in der Regel durch nachträgliches Schleifen beseitigt. Im Gegensatz zur Grundstruktur wird die Oberfläche nach dem Schleifen als Bearbeitungsstruktur bezeichnet. (Vgl. P.Böhme, Industrielle Oberflächenbehandlung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz. VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1980, S. 7-20.)
Insbesondere ist für die meisten Beschichtungsverfahren das Entfernen der Preßhaut erforderlich. Farbliche Unterschiede in der Oberfläche, wie sie z.B. durch Zusatz von Rindenpartikeln hervorgerufen werden, lassen sich durch das Schleifen jedoch nicht beseitigen. Auch Unebenheiten 3. und 4. Ordnung, insbesondere Vertiefungen, werden durch das Schleifen nur teilweise kompensiert. Dabei werden Vertiefungen in Form von Poren durch das Abschleifen der Preßhaut eher verstärkt als vermindert. Weder die Partikeln selbst, noch die zu ihrer Verbindung eingesetzten Klebstoffe - vorwiegend Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoffe- besitzen eine füllende Wirkung, um die stets vorhandene, sich durch Schleifen z. T. noch verstärkende Mikroporigkeit derartiger Oberflächen zu beseitigen.
Dadurch besteht beim Lackieren dieser Oberflächen ein großer Nachteil darin, daß sie vor der Oberf lächenbeschichtung erst mit in den Untergrund eindringenden und diesen füllenden und abtönenden sowie verfestigenden Mitteln, z. B. speziellen Anstrichstoffen, vorbehandelt werden müssen. Diese Vorbehandlung ist zeit- und kostenaufwendig.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Herstellung eines Holzpartikelwerkstoffes, bei dem sowohl ein narnträgliches Schleifen als auch das übliche Grundieren und Füllen der Oberfläche vor dom Lackieren nicht mehr erforderlich ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Preßhaut eines Holzpartikelwerkstoffes im unmittelbaren Herstellungsgang so auszubilden, daß sie die Mikroporosität der Oberfläche teils überdeckt, teils auch optisch überlagert und nicht mehr wahrnehmbar macht.
Erfindungsgemäß wird be! der üblichen Herstellung eines Holzpartikelwerkstoffes aus Fasern oder Spänen auf die getrockneten Deckschichtpartikeln anstelle des sonst üblichen Harnstoff-Formaldehyd-Klebstoffes eine Lösung eines koagulierfähigen Polymeren aufgesprüht. Hierfür kommen in Frage: Celluloseacetat, Polysulfone, aromatische und aliphatische Polyamide, Polyurethane, Blockcopolymerisate des Acrylnitril, Polyvinylchlorid, Isocyanatmodifizierte Regeneratcellulose, Polymethacrylsäureester, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymerisate und Polyester. Als Lösungsmittel werden mit Wasser mischbare organische Lösungsmittel oder deren Gemische verwendet, vorzugsweise N-Methylpyrrolidon, Dimethylformamid, Formamid, Aceton, Ν,Ν-Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid und/oder N-Methylcaprolactam. Anschließend werden die Partikeln der Deckschichtlinie der Vliesbildung zugeführt. Dabei wird die Oberfläche des Vlieses mit Feuchtigkeit beaufschlagt, vorzugsweise durch Besprühen mit Wasser. Es ist auch möglich, das Vlies durch eine Strecke mit
gesättigter Luftfeuchtigkeit zu leiten, was jedoch gegenüber dem direkten Besprühen größere technische Aufwendungenbedingen würde und weniger zu empfehlen ist. Durch die Wasserzuführung wird das Polymere druch Koagulation an der
Oberfläche des Vlieses ausgefällt. Anschließend wird das Vlies in üblicher Weise zu einer Platte verpreßt. Vordem Pressen kann durch eine eingeschaltete Zwischentrocknung ggf. der für den Preßvorgang günstigste Feuchtegehalt des Vlieses eingestellt werden. Das auf der Oberfläche der Partikeln liegende Polymere ist in der Lage, während des Koagulationsvorganges Mikroporen in der Oberfläche auszufüllen und somit zur Bildung einer geschlossenen Preßhaut beizutragen. Gleichzeitig wird durch die Opazität
der koagulierten Polymerhaut ein optischer Überlagerungseffekt erzielt, der zusätzlich zur Qualitätsverbesserung der
Werkstoffoberfläche beiträgt. Nach Belieben können der Lösung auch Farbstoffe oder Pigmente, zugesetzt werden. AusfOhrungsbelspiel Auf ein Gemisch Mikrospäne einer Schüttdichte von 160kg/m3 und einem Schlankheitsgrad von 15...40 wird in einer
herkömnVichen Beleimmaschine eine 15% Feststoff enthaltende Lösung von Celluloseacetat in einem Gemisch von 90%
Formami. //l0% Aceton aufgesprüht, so daß ein Auftrag von etwa 10g/m3 Spanoberfläche erreicht wird. Dieses η it dem koagulierfähigen Polymeren besprühto Spangemisch wird der Vliesbildung zugeführt. Die Oberfläche des Vlieses wird nun unter einer Sprüheinrichtung gleichmäßig mit Wasser besprüht. Durch die einsetzende Koagulation wird an der Oberfläche des Vlieses das Polymere ausgefällt. Vor dem Vorpressen wird das Vlies anschließend bis auf einen Feuchtesatz von 5 bis 10% zwischengetrocknet. Danach wird das Vlies bei einer Temperatur von 1800C und einem Druck von 2MPa 20s je Millimeter Plattendicke gepreßt.

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung eines im preßblanken Zustand verarbeitbaren Holzpartikelwerkstoffes aus Fasern oder Spänen, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckschichtpartikeln mit einer Lösung eines koaguüorfähigen Polymeren in einem mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmittel oder Lösungsmittelgemisch besprüht und anschließend der Deckschichtlinie der Vliesbildung zugeführt werden, die Oberfläche des gebildeten Vlieses zur Herbeiführung der Koagulation des Polymeren mit Feuchtigkeit beaufschlagt und das so behandelte Vlies in bekannter Weise zu einer Platte verpreßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als koagulierfähiges Polymeres Celluloseacetat, ein Polysulfon, aromatisches oderaliphatisches Polyamid, Polyurethan, Blockcopolymerisatdes Acrylnitril, Polyvinylchlorid, Polymethacrylsäuremethylester, Ethylen-Vinylalkohol-Copolymerisat, Polyester oder eine isocyanatmodifizierte Regeneratcellulose verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Lösungsmittel N-Methylpyrrolidon, Dimethylformamid, Formamid, Aceton, Ν,Ν-Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid und/oder N-Methylcaprolactam verwendet v.'ird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der koagulierfähigen Polymerlösung ein Farbstoff oder ein Pigment zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feuchtigkeitsbeaufschlagung der Vliesoberfläche durch Besprühen mit Wasser vorgenommen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies vor dem Vorpressen zwecks Einstellung des für den Preßvorgang günstigsten Feuchtegehaltes einer Zwischentrocknung unterworfen wird.
DD33385389A 1989-10-24 1989-10-24 Verfahren zur herstellung eines im pressblanken zustand verarbeitbaren holzpartikelwerkstoffes DD288566A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4142438A1 (de) * 1991-12-20 1993-06-24 Baehre & Greten Platte und verfahren zu deren herstellung

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DE4142438A1 (de) * 1991-12-20 1993-06-24 Baehre & Greten Platte und verfahren zu deren herstellung

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