DD288970A5 - Vorrichtung zum vereinzeln von tieren - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren, insbesondere von Groszvieh, vor bzw. im Zusammenhang mit Einrichtungen fuer die ein Einzeldurchlauf erforderlich ist und die vorrangig in Triftgaengen einsetzbar ist. Die technische Aufgabe besteht darin, eine funktionssichere, tierfreundliche und mit geringem Aufwand arbeitende Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren zu schaffen. Die Aufgabe wird geloest, indem auf einem der Tierbreite entsprechend verstellbarem Gestaenge hoehen- und laengenveraenderliche, austauschbare, in einer vorzugsweise horizontalen Ebene wirkende Schwenkelemente derart angebracht sind, dasz ein OEffnen der vorderen Teile der Schwenkelemente zwangslaeufig ein Zusammenfuehren der hinteren Teile der Schwenkelemente bewirkt. Somit ist nach Eintritt eines Tieres die Moeglichkeit des Passieren eines folgenden Tieres nicht gegeben, erst nach vollstaendigem Durchschreiten des vorhergehenden Tieres. Die Schwenkelemente bestehen aus federnden, durch eine ueberlastsicherung miteinander verbundenen starren, teilweise oder vollstaendig elastischen Teilen, die selbsttaetig in die Ausgangsstellung zurueckgehen und genuegend Schutz gegen Tierverletzungen bieten. Die hinteren Schwenkelemente sind durch bewegliche Verbindungselemente mit den ortsfesten Ausruestungsteilen verbunden und mindestens ein Schwenkelement ist mit einem Zaehlwerk und einer Treibehilfe verbunden, um somit die Voraussetzung fuer eine Gruppenbildung und den zuegigen Durchlauf zu gewaehlrleisten. Fig. 1 bis 3{Vereinzeln; Tiere; Triftgang; verstellbares Gestaenge; hoehen- und laengenveraenderliche Schwenkelemente; UEberlastsicherung; elastische Teile; bewegliche Verbindungselemente; ortsfeste Ausruestungsteile; Zaehlwerk; Treibehilfe}
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren, insbesondere von Großvieh, vor bzw. im Zusammenhang mit Einrichtungen, beispielsweise Waagen, für die ein Einzeltierdurchlauf erforderlich ist. Die Einordnung ist zweckmäßigerweise innerhalb einspuriger Triftwege in Tierproduktionsanlagen vorzunehmen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Gegenwärtig beansprucht das Treiben von Großvieh zum Zwecke der Massekontrolle, der Umstellung, des Melkens u.a. in Tierproduktionsanlagen einen großen Arbeitsaufwand. Im Rahmen der in Tierproduktionsanlagen zu realisierenden Technologie ist es notwendig, die Tiere in verschiedenen Prozeßabschnitten einzeln zuzuführen. So ist die Tiervereinzelung als wichtiger Beitrag für die Automatisierung des Tierumschlages und als wesentliche Voraussetzung für die automatische Tieridentifikation während des Tierdurchlaufes zu sehen. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, Tiere auf einfache Weise zu vereinzeln, ohne ihre Bewegung zu unterbrechen und auf diesem Wege unerwünschte Stauungen und Streßsituationen zu vermeiden. Gleichzeitig wird damit eine Voraussetzung für Durchsatzsteigerungen geschaffen.
Aus der Literatur sind Möglichkeiten zum Vereinzeln bekannt, bei denen die Tiere in einen meist der Tiergröße angepaßten stationären Raum triften bzw. in diesen getrieben werden. Das Trennen des eingetriebenen Tieres von den folgenden erfolgt durch das Schließen einer Absperrung hinter dem vorderen Tier. Durch die Torbewegung werden die folgenden Tiere im Weiterlaufen gebremst. Die Betätigung der Absperrung erfolgt entweder manuell oder teil- bzw. vollautomatisch. Bei einem teilautomatischen Ablauf wird die Absperrung durch Knopfdruck, nach vorheriger visueller Kontrolle, betätigt. Beispiele aus der gegenwärtigen Praxis sind hierzu die pneumatischen Melkstandorte vor bzw. im Fischgrätenmelkstand und die Tore von teilautomatischen Rinderwaagen (Impulsa-Katalog 1984; Lankow 1984). Ein vollautomatisches Schließen der Absperrungen und damit Vereinzeln hat den Nachteil, daß neben der Absperrvorrichtung eine zusätzliche Registrier- oder Zählvorrichtung notwendig ist. Gegenwärtig sind vor allem Lichtschranken bekannt (Baker 1982; Bartmann 1983). Eine fehlerlose Registrierung der Kühe ist so nicht möglich, da es hierbei oft vorkommt, daß der Lichtstrahl durch eine Kuh mehrmals unterbrochen wird, oder daß die Kühe so dicht hintereinander laufen, daß der Lichtstrahl nicht hinter jedem Tier freigegeben wird und somit mehrere Kühe als eine registriert werden. Eine andere aus der Literatur bekannte Variante sind mechanische Schalthebel. Fußbrettschaltor, wie sie bei Einzelboxen bekannt sind, können ebenfalls mehrmals oder gar nicht bei einer Kuh betätigt werden (DO-PS 118504). Bei dieser PS werden zwei in Bansenhöhe in Laufrichtung angeordnete, abgefederte und verblendete Schalthebel vorgeschlagen, die mit Hilfe eines Differenzialzählwerkes eine bestimmte Kuhanzahl mit einem Sollwert vergleicht und bei einer bestimmten Tieranzahl die Türbetätigung auslöst. Eine Besonderheit ist hierbei, daß eine kurzfristig doppelt ausgelöste Kontaktgabe im Zählwerk nur einmal registriert wird, da ein durch den vorhergehenden Kontakt angesteuertes Zeitglied, der Abschaltung der Zählvorrichtung für einen kürzeren Zeitabstand als er der normalen Schaltfolge entspricht, dient. Bei dieser Lösung kommt neben den bereits vorher genannten Mängeln hinzu, daß die Funktion von aufwendigen elektronischen Bauelementen abhängig ist. Das gleiche gilt ebenfalls für die in der Praxis angewendeten Transpondersysteme zur Tiererkennung. Beispiele für das Eintreiben von Tieren in mobile Räume, in denen die Tierbewegungen fortgesetzt werden können, sind in den PS SU 648175 und Fr 2288460 aufgezeigt. In der Erstgenannten läuft ein mit Absperrungen versehenes Förderband um eine vertikale Achse. Di» Tiere müssen innerhalb dieser so entstandenen beweglichen Boxen mitlaufen. In der zweitgenannten PS fährt eine spezielle l.eitbühne an den Tierplätzen entlang und führt die Tiere in die entsprechenden Abteile. Diese beiden Varianten sind ebenfalls aufwendig und bedürfen bei einer angestrebten vollautomatischen Funktion einer zusätzlichen Einzeltierregistrierung.
Das Ziel der Erfindung besteht darin, die aufgezeigten Mängel der vorstehenden Tiervereinzelungseinrichtungen zu beseitigen.
gei ingem Aufwand arbeitende technische'Lösung zum Vereinzeln von Tieren zu schaffen.
und längenveränderliche, vorzugsweise in einer horizontalen Ebene wirkende Schwenkelemente derart angebracht sind, daß
ein Öffnen der vorderen Teile der Schwenkelemente zwangsläufig ein Zusammenführen der hinteren Teile der
vorderen Tieres möglich ist. Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, daß die Schwenkelemente aus federnden, durch eine
wird gewährleistet, daß die Schwenkelemente nach Abschluß eines Tierdurchlaufes bei Entlastung der hinteren
mehrere bewegliche Verbindungselemente angeordnet sind, die sich in der Einlaßstellung außerhalb des Triftganges befindenund in der Belegungs- und Auslaßstellung das Eintreten des nachfolgenden Tieres zwischen Triftwegsbegrenzung und hinterem
z. B. eine Voraussetzung für die Gruppenbildung darstellt.
bei Bedarf ein zügiges Heraustreten der Tiere aus der Vereinzelungseinrichtung gewährleistet werden.
Fig. 1-3: zeigen die Funktionsweise der Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren. Fig.4: zeigt die Seitenansicht der Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren.
Gemäß Figur 1-3 sind in einem Triftgang 1 von Milchviehanlagen zwei massive, seitlich vom Tier angeordnete, die Sicht der Tiere nicht behindernde Schwenkelemente 2,3 angebracht, die jeweils aus einem vorderen 2 und einem hinteren Schwenkteil 3 bestehen. Beide Teile sind durch eine Überlastsicherung 4, im vorliegenden Falle durch eine Biegefeder, miteinander verbunden. Das gesamte, aus vorderem 2 und hinterem Schwenkteil 3 bestehende, Schwenkelement ist auf einem vertikalen Gestänge 5 in der horizontalen Ebene drehbar gelagert, so daß ein Öffnen der hinteren Schwenkteile 3 gleichzeitig das Schließen der vorderen Schwenkteile 2 bewirkt und umgekehrt. Mit Hilfe von Torsionsfedern 6 werden über bewegliche Verbindungselemente 7 nach dem Tierdurchlauf die Schwenkteile 2,3 in die Einlaßstellung zurückgebracht. In der Auslaßstellung wird durch das Auseinanderklappen der beweglichen Verbindungselemente 7 das Betreten des Schwenkbereiches durch das nachfolgende Tier verhindert (Figur 3). Die beweglichen Verbindungselemente 7 sind vorrangig zwischen dem hinteren Teil des Schwenkelementes 3 und einem ortsfesten Ausrüstungsteil 14 angeordnet.
In der Einlaßstellung (Figur 1) sind die vorderen Teile der Schwenkelemente nicht ganz geschlossen, um dem Tier ständig den Weg aus der Vereinzelungseinrichtung zu weisen. Sie sind jedoch nur soweit auseinander, daß durch den Kontakt mit dem Tierkörper die Bewegung der vorderen Schwenkteile 2 gewährleistet ist. Die vorderen Schwenkteile 2 sind zur Realisierung eines bessere Tierkörperkontaktes S-förmig gestaltet. Gemäß Figur 4 lassen an den vorderen Schwenkteilen 2 angebrachte Folien o.a. die Tiere die Ein- und Auslaßstellung deutlich erkennen. Durch die Gestaltung der vorderen und hinteren Schwenkteile 2,3 und der Gestänge 5 als ineinander schiebbare Profile und die Anordnung von Öffnungen 9 sowie Federstiften 10 kann die Anpassung der Tiervereinzelungseinrichtung entsprechend der Tierlänge und -höhe erfolgen. Die Anpassung an die Tierbreite ist durch Verstellen des Abstandes des Gestänges zueinander mittels in den Bodenplatten 11 quer zur Treiberichtung angeordneter Öffnungen und entsprechenden Schraubverbindungen möglich. Ein an einem Schwenkelement angeschlossenes Zählwerk 13 registriert die Anzahl der passierenden Tiere. Durch die Anordnung einer elektrischen Treibehilfe 12 werden säumige Kühe zum Weiterlaufen veranlaßt.
Claims (5)
1. Vorrichtung zürn Vereinzeln von Tieren, gekennzeichnet dadurch, daß auf einem der Tierbreite entsprechend verstellbaren Gestänge (5) höhen- und längenverändeHiche, vorzugsweise in einer horizontalen Ebene wirkende, Schwenkelemente (2,3) derart angebracht sind, daß ein Öffnen der vorderen Teile der Schwenkelemente (2) zwangsläufig ein Zusammenführen der hinteren Teile der Schwenkelemente (3) verursacht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schwenkelemente (2,3) aus federnden, durch eine Überlastsicherung (4) miteinander verbundenen, starren, teilweise oder vollständig elastischen Teilen bestehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß zwischen dem hinteren Teil des Schwenkelementes (3) und einem ortsfesten Ausrüstungsteil (14) ein oder mehrere bewegliche Verbinduncselemente (7) abgeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens ein Schwenkelement mit einem Zählwerk (13) gekoppelt ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mindestens ein Schwenkelement mit einer Treibehilfe (12) kombiniert ist.
Priority Applications (1)
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| DD33466489A DD288970A5 (de) | 1989-11-17 | 1989-11-17 | Vorrichtung zum vereinzeln von tieren |
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| DD288970A5 true DD288970A5 (de) | 1991-04-18 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004058067A1 (de) * | 2004-12-01 | 2006-06-08 | Westfaliasurge Gmbh | Vorrichtung zum Vereinzeln von Tieren |
| DE102013114287B3 (de) * | 2013-12-18 | 2014-12-18 | Marcus Kemper | Schleusenvorrichtung zum Separieren von Tieren |
-
1989
- 1989-11-17 DD DD33466489A patent/DD288970A5/de not_active IP Right Cessation
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