DD289036A5 - Verfahren von zementklinkern und so tief 2-haltigen gasen - Google Patents

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DD289036A5
DD289036A5 DD33467689A DD33467689A DD289036A5 DD 289036 A5 DD289036 A5 DD 289036A5 DD 33467689 A DD33467689 A DD 33467689A DD 33467689 A DD33467689 A DD 33467689A DD 289036 A5 DD289036 A5 DD 289036A5
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gypsum
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Hermann Matschiner
Werner Kochmann
Rudolf Haase
Christoph Kain
Peter Myohl
Norbert Gahrmann
Hans-Juergen Waechtler
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Univ Halle Wittenberg
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zementklinkern und SO2-haltigen Gasen im Gips-Schwefelsaeure-Prozesz aus Rohmehl. Als Substitut fuer Anhydrit im Rohmehl werden CaSO3-haltige Abprodukte aus dem Spruehabsorptionsverfahren der Rauchgasentschwefelung eingesetzt. Dabei kommen 5 bis 80% Abprodukt zum Einsatz.{Gips-Schwefelsaeure-Verfahren; Rohmehl; Anhydrit-Substitut; Rauchgasentschwefelung; Abprodukt; CaSO3-haltig}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Zementklinker und SO2-haltigen Gasen für die Produktion von Portlandzement und Schwefelsäure im Gips-Schwefelsäure-Prozeß.
Charakterist k der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, Zementklinker aus natürlichen Rohstoffen, wie Anhydrit, Ton, Fe2O3-Trägern (ζ. B. Kiesabbrand), Quarzsand oder anderen SiOyhaltigen Korrekturstoffen und Reduktionskoks nach dem Gips-Schwefelsäure-Verfahren herzustellen
(Z. Angewandte Chemie 38.794-795 [1925]; 39.169-174 [1926); Chem. Ing. Techn. 21.227-229 [1949)).
Zahlreiche Verfahren zur Entschwefelung von Rauchgasen sind bekannt geworden, bei denen Abprodukte unterschiedlicher Zusammensetzung anfallen, welche sich nur teilweise wirtschaftlich verwerten lassen. Insbesondere bei Sprühabsorptionsverfahren (SAV) entstehen CaSO3-haltigen Abprodukte, welche nach dem gegenwärtigen Stand der Technik keine Verwendung finden und kostenaufwendig deponiert werden müssen (ZKG 11 /88, S. 576-582). Das Abprodukt aus dem SAV ist im wesentlichen frei von Ascheanteilen und enthält als Hauptbestandteil CaSO3 neben CaSO4.
Bekannt ist auch ein Verfahren zur Verwertung der Abprodukte der trockenen Rauchgasentschwefelung zur Herstellung von Zementklinker nach dem Gips-Schwefelsäure-Verfahren gemäß DD 241891. Das dort beschriebene Abprodukt enthält neben großen Anteilen an Asche CaSO2 und findet aufgrund des AI2O3- und SiO2-Gehaltens der Asche als Zuschlagstoff Verwendung.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Zementklinker und nutzbaren SO2-haltigen Gasen zu entwickeln, welches mit verringertem Gesamtaufwand im Gips-Schwefelsäure-Verfahren unter Verwendung von bisher schwer verwertbaren Abprodukten erfolgt.
Darlegu..;· des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, Natur-Anhydrit im Gips-Schwefelsäure-Prozeß als CaO- und SO2-Träger so durch Abprodukt zu ersetzen, daß hochwertige Zementklinker und nutzbare SO2-haltige Gase hergestellt werden können. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß in vorhandenen Anlagen des Gips-Schwefelsäure-Prozesses eine Rohmischung zur Klinkerherstellung zum Einsatz gelangt, die CaSO3-haltige Abprodukte aus dem Sprühabsorptionsverfahren der Rauchgasentschwefelung in Mengen von 5 bis 80% als Substitut für Anhydrit enthält. Als CaSO3-haltige Abprodukte finden REA-Produkte mit 35 bis 80% CaSO3 und 5 bis 20% CaSO4 Verwendung.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei dem qualitativ hochwertige Zementklinker erhalten werden, besteht in einem verringerten Gesamtenergieaufwand für die Stufen Rohmehlherstellung und des Brennprozesses, da das SO2 aus dem Ca-Sulfit leichter abgegeben wird als aus Anhydrit. Dadurch kann der Klinkerdurchsatz erhöht werden und das SO2-Defizit im Rohmehl egalisiert werden.
Weiterhin erfolgt durch das Verfahren eine abproduktfreie Nutzung Calciumsulfit-haltiger Anfallstoffe, wodurch eine Deponie dieser Materialien vermieden wird.
Ausführungsbeispiel
Zur Gegenüberstellung der erfindungsgemäßen Lösung mit der bisher benutzten Rohmischung wurden Zementklinker und SOj-haltige Gase aus folgenden Rohmischungen hergestellt:
1. Herkömmliche Rohmischung aus Anhydrit, Braunkohlenfilterasche (BFA), Sand und Koks dem Stand der Technik entsprechend.
2. Erfindungsgemäße Rohmischung, bei der 50% des Anhydrits nach Mischung 1 durch ein überwiegend CaSO3 enthaltendes Abprodukt ersetzt wurde.
3. Erfindungsgemäße Rohmischung, bei der das Anhydrit der Mischung 1 vollständig durch ein CaSO3-haltiges Abprodukt ersetzt wurde.
Die chemische Analyse der Rohstoffe und des CaSOj-haltigen Abproduktes sind in der Tabelle 1 angeführt.
-2- 289 Tabelle 1: Rohstoffanalysen
Gehalt in % AI2O3 Fe2O3 CaO Sulfat Sulfit
Komponente SiO2 SO3 SO3
- - 40,4 58,8 -
Anhydrit _ 1.9 0,9 0,8 - -
Sand 95,0 14,8 9,7 16,9 -
BFA 41,4 - - 50,u 1,0 27,0
Abprodukt 1,0
Unter Vorgabe der Zielgrößen Kalkstandard KSt = lOOundSilikatmodulSM = 2,4 werden aus Rohmischungen entsprechend bis 3. Klinker gebrannt, die unter reproduzierbaren Laborbedingungen zu Portlandzement vermählen wurden. Die Zusammensetzung der drei Rohmischungen sowie der nach Bogue berechnete Gehalt an Klinkerphasen sind in Tabelle gegenübergestellt.
Tabelle 2: Zusammensetzung der Rohmischungen und Anteil der nach Bogue berechneten Klinkerphasen (KSt =100, SM = 2,4)
Rohmischung Anteile in der Rohmischung (%) Anhydrit Sand 8FA 3,6 3,5 3,4 16,1 18,0 19,7 Abprodukt Silikate (%) C3S C2S
1 2 3 80,0 39,3 39,3 76,9 71,8 71,7 71,7 4,9 5,0 5,0
Ein Vergleich der Festigkeitsentwicklung zeigt Tabelle
Die Rohmehlmischung 3 wird ohne Trocken- und Mahlprozeß durch einfaches Mischen hergestellt. Hieraus ergibt sich ein zusätzlicher energetischer Vorteil.
Tabelle 3: Festigkeitsentwicklung der aus den drei Klinkern hergestellten Zemente Versuchscharge Druckfestigkeit (MPa)
1Tag 3 Tage 28 Tage
1 14,8 30,8 50,4
2 15,2 29,5 50,6
3 15,0 30,4 49,8
Tabelle 4: Primärenergieaufwand an Braunkohienbrennstab für den Klinkerbrand
(kJ/kg Klinker)
Aus Rohmischung 1 8800 Aus Rohmischung 2 8U00 AusRohrnischung3 7200

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von Zementklinker und SO2-haltigen Gasen für die Produktion von Portlandzement und Schwefelsäure im Gips-Schwefelsäure-Prozeß unter Verwendung von Rauchgasentschwefelungsprodukten, gekennzeichnet dadurch, daß im Rohmehl CaSO3-haltige Abprodukte aus dem Sprühabsorptionsverfahren der Rauchgasentschwefelung als Substitut für Anhydrit mit 5 bis 80% zum Einsatz kommt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß CaSO3-haltige Abprodukte mit 35 bis 80% CaSO3 und 5 bis 20% CaSO4 Verwendung finden.
DD33467689A 1989-11-20 1989-11-20 Verfahren von zementklinkern und so tief 2-haltigen gasen DD289036A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4243763A1 (de) * 1992-12-23 1994-06-30 Kluger Karl Heinz Dr REA-abprodukthaltige Rohmehlmischungen und Verfahren zur Herstellung von Zementklinker und SO¶2¶-haltigen Gasen

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DE4243763A1 (de) * 1992-12-23 1994-06-30 Kluger Karl Heinz Dr REA-abprodukthaltige Rohmehlmischungen und Verfahren zur Herstellung von Zementklinker und SO¶2¶-haltigen Gasen

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