DD289218A5 - Verfahren und anordnung zur herstellung eines kalksteinmehl-kohlenstaub-gemisches - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung eines Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisches in einer Kohlenstaub-Ventilatormuehle durch Mahltrocknung, wobei vorgebrochener Kalkstein ueber einen mit dem Abstroemteil in den Kohlenstaubkanal eingebundenen Abscheider in einen abgetrennten Schlagradbereich der Muehle aufgegeben, gemahlen und aus dem Mahlkammeraustritt der Muehle ein Kalkstein-Teilkohlenstaub-Gemisch mit Nachmuehlengas in den Einlaufteil des Abscheiders gefoerdert wird. Zur Realisierung ist das Mahlkammergehaeuse der Muehle im Bereich der Radscheibe ein bis in den UEbergangskanal hineinragendes, unter einem Winkel angestelltes Trennelement aufweist, im Bereich des Eckpanzers der Muehle eine mit dem Trichter eines Abscheiders verbundener Kanal und im Bereich des Mahlkammeraustritts der Muehle ein mit dem Eintritt des Abscheiders verbundener, mit einer Stelleinrichtung versehener Kanal eingebunden ist. Figur{Kohlenstaubfeuerung; Rauchgasentschwefelung; Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisch; Herstellung; Kohlenstaubmuehle; Abstroemteil; Abscheider; Schlagrad, abgetrennt}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung eines Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisches in einer Kohlenstaub-Ventilatormühle durch Mahltrocknung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Herstellung eines Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisches in einer Kohlenstaub-Ventilatormühle durch Mahltrocknung ist gekennzeichnet durch konstruktive Änderungen der Kohlenstaubmühle, so daß das Kalkstein-Kohlenstaub-Gemisch entweder als Haupt- oder Teilstrom erzeugbar ist.
So ist es bekannt, das Schlagrad mit einp.Tt Kohle- und einem Kalkstein-Mahlteil mit besonderer Ausbildung der Schlagplatten nach Form und Anzahl sowie des Eckpanzers zu versehen. Obwohl im Teilschlagrad ein feingemahlenes Kalksteinmehl herstellbar ist, sind hohe konstruktive und materielle Aufwendungen für die Sonderausführung des geteilten Schlagrades sowie des Eckpanzers erforderlich. Darüber hinaus geht der Mahlraum für die Kohlevermahlung auch bei Nichtaufgabe von Kalkstein verloren, da kiine ausreichende Trockengasbeströmung erfolgt.
Weiterhin ist es bekannt, den Innenraum des Schlagrades im Bereich des Ausgangsteiles zu unterteilen. Obwohl im Teil-Innenraum ein feingemahlenes Kalksteinmehl erzeugbar ist, sind ebenfalls hohe konstruktive und materielle Aufwendungen für die Sonderausführung des Schlagradinnenraumes einschließlich Zuführung des Kalksteins erforderlich. Darüber hinaus wird die Trockengasmenge wesentlich verringert, so daß die Trockenleistung und damit die Mühlenleistung eingeschränkt wird. Weiterhin wird das gesamte Nachmühlengas des Kohlemahlteils in die Mühle rückgeführt, so daß das Heißgas-Ansaugvolumcn verringert und damit eine weitere Verringerung der Trockenleistung eintritt.
Außerdem ist bekannt, die Mahlkammer durch eine mit dem Schlagrad rotierende Trennscheibe zu trennen. Diese Lösung weist neben den bereits vorher genannten Nachteilen noch die Mängel auf, daß nit der Trennung des Schlagradinnenraumes die Ansauggasmenge (Trockenpas) geringer wird und durch auftretende Gase uerströmungen im Schlagrad ein zusätzlicher Verschleiß eintritt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, die Feinvermahlung des Kalksteins und die Vermischung mit Kohlenstaub mit einer einfachen Technologie und einfachen Mitteln ohne Leistungseinschränkungen der Mühle durchzuführen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Feinvermahlung und eine Teilvermischung sowie eine Staubselektierung unmittelbar in den Mahlprozeß zu integrieren.
Dies wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß vorgebrochener Kalkstein über einen mit dem Abströmteil in den Kohlenstaubkanal eingebundenen Abscheider in einem abgetrennten Schlagradbereich der Mühle aufgegeben, gemahlen und aus dem Mahlkammeraustritt der Mühle ein Kalkstein-Teilkohlen-Staub-Gemisch mit Nachmühlengas in den Einlaufteil des Abscheiders gefördert wird.
Zur Realisierung ist erfindungsgemäß im Mahlkammergehäuse der Mühle im Bereich der Radscheibe ein bis in den Übergangskanal hineinragendes, unter einem Winkel angestelltes Trennelement angeordnet, im Bereich des Eckpanzers der Mühle eine mit dem Trichter eines Abscheiders verbundener Kanal und im Bereich des Mahlkammeraustritts der Mühle ein mit dem Eintritt des Abscheiders verbundene;, mit einer Stelleinrichtung versehener Kanal eingebunden.
Die Mühle 1 mit Sichter 2 weist den Sichteranströmkanal 3, den Nachmühlen-Teilkanal 4 sowie Staubleitung 5 auf (Fig. 1). Die Staubleitung 5 ist mit dem in der Brennkammer 7 eines Dampfskessels angeordneten Brenner 6 verbunden. Der Nachmühlen-Teilkanal 4 ist mit dem Abscheider 8 verbunden Der Abscheider 8 ist am Trichter 10 mit der Schleuse 9 versehen, die mit der Leitung 11 verbunden ist. Am Abströmteil 12 de3 Abscheiders 8 ist die Leitung 13, die mit der Staubleitung 5 Vorbunden ist, angeschlossen. Der Abscheider 8 ist weiterhin mit dem senkrecht angeordneten Einfallstutzen 14 mit Kalkzufuhrleitung 15 versehen. Die Mühle 1 mit der Seitenwand 16 weist den Rücksaugekanalanschluß 17, die Mahlkammerspirale 18 und das Schlagrad 19 auf (Fig.2). Im Bereich der Seitenwand 16 befindet sich das unter einem Winkel angestellte Trennelement 20, so daß der Mahlkammerraum 21 gebildet wild. Im Bereich des Eckpanzers 37 der Mühle 1 ist der Einfallstutzen 22 angeordnet. Dieser Stutzen 22 ist mit der Schleuse 9 der Abscheideeinrichtung 8 über die Leitung 11 verbunden. Im Bereich des Mahlkammeraustritts 23 ist der Stutzen 38 angeordnet (Fig. 2). Dieser Stutzen 38 ist in die Öffnung 24 eingebunden und wird mit dem Kanal 4 verbunden (Fig. 3). Vor der 6.'fnung 24 befindet sich die Stellklappe 2b.
Die Mühle 1 ist über die Rauchgasrücksaugung 26 und Kohleaufgabe 29 in die Brennkammer 7 eingebunden. Die Wirkungsweise ist folgende:
Übertjie Rauchgasrücksaugung 26 wird Rücksaugegas 27 aus der Brennkammer 7 von der Mühle 1 angesaugt. Gleichzeitig wird die Rohkuhle 28 über die Kohleaufgabe 29 der Mühle 1 zugeführt (Fig. 1). Die Stellung „b" der Stallklappe 25 ist eingestellt (Fig.3). Die Rohkohle 28 wird vermählen und gelangt über den gesamten Mahlkammeraustritt 23 als Rauchgas-Brüden-Staub-Gemisch 30 in den Sichter 2 und weiter über die Staubleitung 5 zum Brenner 6. Durch Veränderung der Stellung der Stellklappe 25 von „b" nach „a" wird ein Teilstrom des Gemisches 30 als Nachmühlengas über die Leitung 4 abgezweigt. Dieses Rauchgras-Brüden-Staub-Gemisch 31 gelangt in den Abscheider 8 und von dort entsprechend vom Grobstaub getrennt über den Kanal 13 in die Staubleitung 5. Mit der Zufuhr von Kalkstein 34 über die Leitung 15 wird der Schlagradbereich 32 zwischen Radscheibe 33 und Trennelement 20 zusätzlich für die Kalksteinvermahlung beaufschlagt. Neben dem Kohlenstaub wird Kalkstaub aus der Mühle getragen und gelangt als Kohlenstaub-Kalkstaub-Gemisch 35 aus dem Mahlkammerraum 21 in den Kanal 4. Im Abscheider 8 kommt es zur Grobstaubtrennung, wobei der Kalkgrobstaub, Kohlegrobstaub und Kalkstein 34 in den Trichter 10 des Abscheiders 8 fallen.
Dieses Gemisch 36 gelangt über die Leitung 11 und Einfallstutzen 22, gesteuert durch die Schleuse 9, im Bereich nach Eckpanzer 37 in die Mühle 1. Mit der Zufuhr nach Eckpanzer 37 (mühlensaugseitig) nimmt das so eingebrachte Gemisch 36 nochmals am Mahlprozeß teil.
Mit Hilfe des Trennelementes 20 wird eine Gemisch-Trennung erreicht, wobei mit der Schrägstellung ein Sammeleffekt erzielt wird.
Das Grobkorn wird mit dieser Abtrennmahlung mehrmals (bis zur Austragestaubfeinheit) im Umlauf gefahren. Das im Gemisch 35 enthaltene Kohlenstaub-Kalkstaub-Feinkorn-uemisch 39 gelangt vorgemischt über die Leitung 13 in den Staubkanal 5 und weiter zum Brenner 6. Die gute Vormischung im Teilkammermahlprozeß sichelt eine gute Gesamtdurchmischung vor Brenner 6. Die zwischen Austrittsöffnung 24 und Staubleitung 5 bestehende Druckdifferenz sichert im Zusammenwirken der Gestaltung des Abscheiders 8 eine hohe Kalkstaubfeinheit bzw. Vorabscheidung, da der schwer mahlbare Kalkstein einen hohen Mahlgutumlauf benötigt. Die nicht abgeschlossene Mahlkammerabtrennung sichert einmal einen ständigen Mahlgutaustausch und einen guten Heißgasmahlprozeß
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. Konstruktiv und materiell einfache Anordnung eines Trennelementes im Mahlkammergehäuse zur Trennung innerhalb des Gehäusepanzerteiles.
2. Teilstromvermischung und Vermahlung im Mühlenbereich.
3. Anordnung eines Abscheiders zur entsprechenden Korngrößenabscheidung für den Mehrfach-Mahlgutumlauf.
4. Vormischung von Kalkstaub und Kohlenstaub im Prozeß dar Vormahlung und Abscheidung.
5. Gute Einstellbarkeit durch Anordnung einer Klappe vor Mahlkammeraustritt.
6. Vorsichtung des Kalksteins über den Abscheider.
7. Arbeitsweise des Abscheiders über die Druckdifferenz des Sichters.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung eines Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisches in einer Kohlenstaub-Ventiiatormühle durch Mahltrocknung, gekennzeichnet dadurch, daß vorgebrochener Kalkstein über einen mit dem Abströmteil in den Kohlenstaubkanal eingebundenen Abscheider in einen abgetrennten Schlagradbereich der Mühle aufgegeben, gemahlen und aus dem Mahlkammeraustritt der Mühle ein Kalkstein-Teilkohlen-Staub-Gemisch mit Nachmühlengas in den Einlaufteil des Abscheiders gefördert w'rd.
2. Anordnung zur Herstellung eines Kalksteinmehl-Kohlenstaub-Gemisches in einer Kohlenstaub-Ventilatormühle durch Mahltrccknung, gekennzeichnet dadurch, daß das Mahlkammergehäuse der Mühle im Bereichu der Radscheibe ein bis in den Übergangskanal hineinragendes, unter dem Winkel angestelltes Trennelement aufweist, im Bereich des Eckpanzers der Mühle eine mit dem Trichter eines Abscheiders verbundener Kanal und im Bereich des Mahlkammeraustritts der Mühle ein mit dem Eintritt des Abscheiders verbundener mit einer Stelleinrichtung versehener Kanal eingebunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33490789A DD289218A5 (de) | 1989-11-28 | 1989-11-28 | Verfahren und anordnung zur herstellung eines kalksteinmehl-kohlenstaub-gemisches |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DD33490789A DD289218A5 (de) | 1989-11-28 | 1989-11-28 | Verfahren und anordnung zur herstellung eines kalksteinmehl-kohlenstaub-gemisches |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD289218A5 true DD289218A5 (de) | 1991-04-25 |
Family
ID=5614106
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD33490789A DD289218A5 (de) | 1989-11-28 | 1989-11-28 | Verfahren und anordnung zur herstellung eines kalksteinmehl-kohlenstaub-gemisches |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD289218A5 (de) |
-
1989
- 1989-11-28 DD DD33490789A patent/DD289218A5/de not_active IP Right Cessation
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