DD289300A5 - Vorrichtung zur ermittlung der vorgarnzugkraft - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung wird zur Ermittlung der Vorgarnzugkraft als Masz der Vorgarnspannung zwischen Streckwerkausgang und Spinnfluegel an einer Vorspinnmaschine angewendet und sichert eine prozeszgerechte Vorgarnspannung. Erfindungsgemaesz ist ein Drallgeber bezueglich des Spinnfluegels axial begrenzt beweglich und mit einem Permanentmagnetring verbunden. Dem Permanentmagnetring sind in einem Abstand ein Sensor und ein Magnetsystem zugeordnet. Die der Vorgarnspannung proportionale Axialbewegung des Drallgebers wird von einem Sensor erfaszt. Der Permanentmagnetring und das Magnetsystem erzeugen die Gegenkraft zur Vorgarnzugkraft.{Vorspinnmaschine; Streckwerkausgang; Spinnfluegel; Vorgarnspannung; Vorgarnzugkraft; Drallgeber; Huelse; Permanentmagnetring; Sensor; magnetische Gegenkraft; Magnetsystem; Axialbewegung}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Ermittlung der Größe der Vorgarnzugkraft zwischen dem Streckwerkausgang und dem Spinnflügel bei Vorspinnmaschinen und wird in der Textilindustrie angewendet.
Die im Produktionsprozeß an Vorspinnmaschinen wirkenden maschinentechnischen und textiltechnologischen sowie physikalischen Einflüsse führen zu nachteiligen Unregelmäßigkeiten, insbesondere der Vorgarnspannung. Zur Kontrolle der Vorgarnspannung bzw. der Vorgarnzugkraft als Maß der Vorgarnspannung sind verschiedene Methoden bekannt.
So wird oftmals noch der Vorgarndurchhang zwischen Streckwerkausgang und Spinnflügel durch visuelle Beobachtung oder manuell durch Handberührung in herkömmlicher Weise kontrolliert. Diese rein subjektive und deshalb ungenaue Methode liefert aber nur während der Beobachtung oder der Berührung den Anlaß für erforderliche Eingriffe in die spezifische Machineneinstellung hinsichtlich der Drehzahländerungen. Eine kontinuierliche Auswertung ist nicht geneben.
Aus der DD-ES 222362 ist bekannt, daß die Vorgarnspannung allein aus dem Durchhang des Vorgarns zwischen Streckwerkausgang und Drallgeber durch Meßwertaufnehmer optoelektronisch ermittelt wird. Die entscheidenden Nachteile liegen darin, daß während des Spinnprozesses auftretende überhöhte Vorgarnspannungen, die zu Fehlverzügen führen, nicht erfaßt werden können und Änderungen an der äußeren Kontur des Vorgarnes, beispielsweise durch Dickenschwankungen und Unterschiede in der Voluminösität, zu fehlerhaften Ergebnissen führen.
In der DE-OS 2813887 sind ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, nach denen das Vorgarn mit Druckluft beaufschlagt wird. Die Schwingungen des Vorgarns als Maß der Vorgarnspannung werden mit einem vorgegebenen Frequenzwert verglichen. Auf Grund des erhaltenen Vergleichsergebnisses wird die Drehzahl der Spule bis zur Übereinstimmung der Frequenzen verändert. Der Nachteil dieser Lösung besteht darin, daß das Meßergebnis bei Veränderung der Dicke und der Voluminösität verfälscht wird. Die einwirkende Druckluft führt qualitätsmindernd zum Aufspreizen des Vorgarns.
Die CH-PS 550379 beschreibt eine kontaktlose Winkelmeßeinrichtung, insbesondere zur Fadenspannungsregelung, bei einem Wicklerantrieb. Unter der Fadenspannung wird eine Welle mit Arm und Pendelrolle verdreht, so daß ein auf der Welle befestigter Permanentmagnet mit einem Wickelkörper seine Lage zu einem ortsfesten Hallgenerator ändert. Das vom Hallgenerator abgegebene Signal wird entsprechend weiterverarbeitet.
Aus weiteren Patentschriften und der Fachliteratur sind eine Vielzahl von Vorrichtungen in unterschiedlichen Variationen bekannt, bei denen eine Vergleichmäßigung der Spannung durch Änderung der Drehzahl erzielt wird, indem das fadenförmige Gut über eine Tänzerrolle oder ein anderes mechanisch tastendes Belastungselement geführt und die Lageabweichung als Maß der Spannung erfaßt und ausgewertet wird.
Diese Lösungen einschließlich der Lösung aus der CH-PS 550379 haben aber alle den gemeinsamen Nachteil, daß sie nicht für die Ermittlung der Vorgarnspannung zwischen Streckwerkausgang und Spinnflügel einsetzbar sind, weil jede Berührung des Vorgarns zwischen Streckwerkausgang und Spinnflügel unweigerlich zu Störungen der Drallgebung führen und den spezifischen Spinnvorgang in Frage stellen.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, die Qualität des herzustellenden Vorgarns zu verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, mit der es in einfacher Weise möglich ist, zur Vergleichmäßigung des Vorgarns jeden auftretenden Spannungszustand zwischen dem Streckwerkausgang und dem Spinnflügel exakt zu erfassen und ein vertretbares Signal davon abzuleiten, ohne daß das Vorgarn in irgendeiner Weise beeinflußt wird.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Drallgeber zu einer mit dem Spinnflügel verbundenen Hülse axial begrenzt beweglich und mit einem Permanentmagnetring verbunden ist und dem Drallgeber in einem Abstand ein Sensor und ein Magnetsystem zugeordnet sind, wobei die Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems bezüglich des Permanentmagnetrings veränderbar ist. Die Vorgarnzugkraft als Maß der Vorgarnspannung zwischen dem Streckwerkausgang
und dem Drallgeber wird wegproportional von dem axial beweglichen Drallgebei erfaßt und mittels dieser Axialbewegung eine Abstandsänderung zwischen dem Permanentmagnetring und dem Sensor erzeugt. Das sich durch die Abstandsänderung ergebende Ausgangssignal des Sensors dient der Regelung der Vorgarnspannung oder wird in anderer Weise veiwertet. Die Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems bezüglich dos Permanentrings ist veränderbar.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel mit zugehöriger Zeichnung erläutert werden. Die Zeichnung stellt den oberen Spinnflügelteil, teilweise geschnitten, dar. In der fest mit dem Spinnflügel 1 verbundenen Hülse 2 ist der in seiner Lagerstelle 3 sitzende Drallgeber 4 mit einem an ihm befestigten Permanentmagnetring 5 axial beweglich. Die Mitnahme des Drallgebers 4 bei der Rotation des Spinnflügels 1 bewirken die Mitnehmerstifte 6. Einerseits sind die Mitnehmerstifte 6 fest im Drallgeber 4 eingesetzt und andererseits gleiten sie im Anschlagbund 7 der Hülse 2. Die Abmessung der Mitnehmerstifte 6 entspricht der festgelegten maximalen Axialbewegung des Drallgebers 4 in der Hülse 2. In einem Abstand zum Permanentmagnetring 5 ist ein Sensor montiert. Ein weiteres Magnetsystem 9 ist gegenüber dem Permanentring 5 angebracht. Der Abstand des Permanentmagnetrings 5 von dem Magnetsystem 9 entspricht mindest der maximalen Axialbewegung des Drallgebers 4 in der Hülse 2. Durch Änderung der Lage des Permanentmagnetrings 5 bezüglich des Magnetsystems 9 in axialer Richtung wird die Größe der magnetischen Gegenkraft Fm verändert. Die Vorgarnzugkraft Fy als Maß der Spannung des zu verarbeitenden Vorgarnes 10 wirkt der bestehenden magnetischen Gegenkraft FM zwischen dem Permanentring 5 und dem Magnetsystem 9 entgegen. Demzufolge tritt während dos Vorspinnprozessos, dor jeweiligen Vorgarnzugkraft Fy entsprechend, eine Lageänderung des Drallgebers 4 bezüglich des Spinnflügels 1 in axialer Richtung entgegen der magnetischen Gegenkraft Fm ein. Mit dem Drallgeber 4 ändert auch der Permanentmagnetring 5 seinen Abstand zum Sensor 8. Diese Abstandsänderung führt zurÄnderung der Intensität des Magnetfeldes des Permanentrings 5 bezüglich des Sensors 8. Der Sensor 8 erzeugt ein dem Magnetfeld und damit der Vorgarnspannung proportionales Signal, welches dem Regelsystem des Antriebes zugeführt oder in anderer Weise ausgewertet wird.
Durch Änderung der Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems 9 ist die magnetische Gegenkraft Fm bezüglich des Permanentmagnetringes 5 entsprechend der technologischen Erfordernisse einstellbar.
Mit dieser Erfindung werden alle Spannungszustände des Vorgarnes, die beispielsweise auf Grund der Einflüsse, wie Materialart, Drehungswert, Bewicklungsdaten der Spule, Flügeldrehzahl, Flügeltyp u.a., ständig wechselnde Vorgarnspannung verursachen, sicher erfaßt und im Sinne der Vergleichmäßigung des herzustellenden Vorgarnes umgestzt.
Im Ergebnis wird eine prozeßgerechte Vorgarnspannung bei optimalen technologischen Betriebsbedingungen erzielt. Die Änderung der Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems 9 kann erfolgen durch Voränderung des Abstandes zwischen dem Magnetsystem 9 und dem Permanentmagnetring 5, durch Änderung des Materials des Magnetsystems 9 und des Permanentrings 5 und durch Stromveränderung bei Verwendung eines Elektromagneten als Magnetsystem 9.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Vorgarnzugkraft zwischen Streckwerkausgang und Spinnflügel, gekennzeichnet dadurch, daß ein Drallgeber (4) zu einer mit dem Spinnflügel (1) verbundenen Hülse (2) axial begrenzt und mit einem Permanentmagnetring (5) verbunden ist und dem Drallgeber (4) in einem Abstand ein Sensor (8) und ein Magnetsystem (9) zugeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Intensität des Magnetfeldes des Magnetsystems (9) bezüglich des Permanentmagnetrings (5) veränderbar ist.
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