DD289338A5 - Verfahren und anordnung zur bestimmung der dichte bzw. der schallkennimpedanz - Google Patents

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DD289338A5
DD289338A5 DD33479989A DD33479989A DD289338A5 DD 289338 A5 DD289338 A5 DD 289338A5 DD 33479989 A DD33479989 A DD 33479989A DD 33479989 A DD33479989 A DD 33479989A DD 289338 A5 DD289338 A5 DD 289338A5
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Johann Gaetke
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Wilhelm-Pieck-Universitset Rostock,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Bestimmung der Dichte bzw. der Schallkennimpedanz. Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Ultraschall-Mesztechnik. Ziel der Erfindung ist es, ueber eine Null- bzw. Minimumsanzeige eines Indikators, in diesem Fall der Empfangsamplitude an einem Schallempfaenger, die Dichte, Schallgeschwindigkeit oder Schallkennimpedanz eines Fluids oder eines Festkoerpers mit technisch einfachen Mitteln zu bestimmen. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dasz die Reflexion einer akustischen Welle an der Grenzflaeche fluessig/fest allein oder auch in Verbindung mit der durchgehenden Longitudinalwelle genutzt wird, wobei die Amplituden der Empfangswellen als Indikator dienen.{Ultraschallmesztechnik; Empfangsamplitude; Schallempfaenger; Schallgeschwindigkeit; Schallkennimpedanz; Fluid; Festkoerper; Welle, akustisch}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet
Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der Ultraschallmeßtechnik. Sie ist dort von Interesse, wo auf akustischem Wege, die Dichte bzw. die Schallkennimpedanz beteiligter Medien, die für weitere Meßinformationen oder Anwendungen von Bedeutung sind, ermittelt werden sollen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bisher bekannte Verfahren zur Dichtebestimmung sind fast ausschließlich nichtakustischer Natur. Die Literatur hat auch Beispiele zur Dichtebestimmung auf akustischem Wege, ζ. B. November, M. H.: Electronic Density Measuring Device, ITTBarton Technical paper, Monterey Park CA, USA, 1971, wo die Schwingungen einer Platte in Beziehung zur Dichte einer Flüssigkeit gesetzt werden. Kritz, J.: Continously Indicating Electroacoustic Densitometer US-Pat. 2869357,1959 beschreibt ein Reflexionsverfahren bei senkrechter Schalleinstrahlung auf die Grenzschicht zwischen Festkörper und Flüssigkeit und Messung der Amplitude der reflektierten Schallwelle. Zur Ausschaltung vor allem von temperaturbedingten Fehlereinflüssen entwickelte J. Delsing 1988 diese Methode weiter: On Ultrasonic Flow Meters, Report 1/88 Department of Electrical Measurements, Lund Institute of Technology, Schweden.
Für die Bestimmung des Massedurchflusses durch Rohre auf akustischem Wege interessiert die Dichte bzw. die Schallkennimpedanz des Fluids. Bekannte Verfahren zur Bestimmung der Schallkennimpedanz gestatten nur die indirekte Messung über Eigenschaften des akustischen Feldes mit stark einschränkenden Bedingungen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist, auf direktem Wege die Dichte bzw. die Schallkennimpedanz mit geringem technischem Aufwand unter Nutzung einer Null- bzw. Minimumanzeige-Instrumentierung zu bestimmen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, mit technisch einfachen Mitteln die Dichte bzw. die Schallkennimpedanz direkt zu bestimmen.
Erfindungsgemäß werden die Verhältnisse des Überganges einer akustischen Welle oder eines Impulses an der Grenzfläche zwischen Flüssigkeit und Festkörper genutzt, indem in Abhängigkeit vom Einstrahlwinkel der Welle bzw. des Impulses aus der Flüssigkeit das an der Grenzfläche reflektierte Signal der Langitudinalwelle kontrolliert wird. Hat dieses Signal den Wert Null
(oder nimmt es in der praktischen Ausführung ein absolutes Amplitudenminimum an), so besteht bei Kenntnis der Parameterdichte und Schallgeschwindigkeit eines der beiden am Grenzübergang beteiligten Medien ein eindeutiger Zusammenhangzwischen Einstrahlwinkel und Parametern des anderen Mediums.
Der theoretische Hintergrund ist durch folgenden Sachverhalt gegeben: Nach A. Schoch: Schallreflexion, Schallbrechung und Schallbeugung
in „Ergebnisse der Exakten Naturwissenschaften", Bd. XXIII. S. 127-234 (1950) stellt sich der Reflexionskoeffizient der Longitudinalwelle an der Grenzfläche flüssig/fest dar als
(C,/C|)2sin2ß,sin2ß, + cos22ß, - -=* • r|| = (D
(C,/C,)2sin2ß|Sin2ß, + cos2l+ -^-
Z| cos α
Zn = pn Cn Schallkennimpedanz der Flüssigkeit
Zi => pi Ci Schallkennimpedanz der Longitudinalwelle im Festkörper
Pn Dichte der Flüssigkeit
Pi Dichte des Festkörpers
Cn Schallgeschwindigkeit in der Flüssigkeit
Ci Schallgeschwindigkeit der Longitudinalwelle im Festkörper
C, Schallgeschwindigkeit der Transversalwelle im Festkörper
α Einstrahlwinkel
ßi Brechungswinkel der Longitudinalwelle im Festkörper
ßt Brechungswinkel der Transversalwelle im Festkörper
Tu ist das Amplitudenverhältnis der an der Grenzfläche flüssig/fest reflektierten zur eingestrahlten Welle. Dieses Ist vom Einfallswinkel α abhängig, ebenso von den Brechungswinkeln ßi und ßt, die nach dem Snelliusschen Brechungsgesetz mit α im Zusammenhang stehen
T11 und damit die Amplitude der reflektierten Wolle sind Null, wenn
(C,/C,)2sin2ßisin2ßt + cos22ß, = — (2)
Zi cos α,
ist. Abhängig von der Komposition der beiden Medien tritt dies einmal oder dreimal im Winkelbereich 0° S α s 90° auf. Damit ist α, = ftp», C,i, pi, C1, C1 bzw. σ) (3)
• „ ,« w — 2σ σ Poisson-Konstante
mitC,/C|= V
v 2-2σ 0<σ<0,5 (4)
0<C,/C,:S -)=VT
und ßi = aresin | sina, |
Ic" ι
(5) C1
. / C1 . \ ß, = arcsm [ sina,)
A) Sind alle Parameter bis auf einen bekannt, läßt sich aus dem Meßwert für α, der unbekannte Parameter quantitativ ermitteln. Treten drei Nullstellen für den Reflexionskoeffizienten auf, so sind sie hinsichtlich ihrer Auflösung unterschiedlich.
B) Eine erweiterte Handhabung ergibt sich, wenn man gleichzeitig die durchgehende Longitunalwelle kontrolliert und den Einstrahlwinkel ad feststellt, bei welchem die Amplitude der durchgehenden Welle Null ist (oder ein absolutes Minimum annimmt). Dann nämlich gilt
(6) bzw. C1 = —~. (7)
C11 = V2 C,sinad C11 -ν / 1-σ Cn
C1 = Cn /Tsinoj V 1-2σ sincu
VTsincid
1 -ν / 2-2σ
^ 1 - 2σ \
Im Falle, daß die Parameter des Festkörpers (o,, C1, C, bzw. σ) bekannt sind, lassen sich die Parameter der Flüssigkeit (Zn, ς», bestimmen.
[1 sina, 1 VT sinadj
[Ci alna, 1 VTc1 sinad J
β, = arcsin | τ^=| (9)
Pi = arcsin = arcsin -^sinß, I (10)
: arcsin
ist die Schallkennimpedanz der Flüssigkeit
Zn = OflCi = O,C
(—) sin2ß,sin2ß, + cos'2ß, (11)
bzw. die Dichte der Flüssigkeit
(12)
C) Sind die Eigenschaften der Flüssigkeit (Qn, Cn bzw. Zfl) und die Poisson-Konst. odas Festkörpers bekannt, dann ergibt sich aus den Messungen von α, und α,ι und in Verbindungen mit (9) und (10) die Schallkennimpedanz des Festkörpers zu
(13).
r.
, sin2ß|Sin2ßt + cos2t
L 2 - 2σ J
cosa
D) Führt man die Messungen nach B) und C) mit zwei verschiedenen Festkörpern in derselben Flüssigkeit aus, lassen sich die Schallkennimpedanzen vergleichen.
Die technische Anordnung besteht daher für die Messung nach A) prinzipiell aus einem Sende- und einem Empfangsschwinger, die beide unter im Bereich von 0° bis 90° veränderlichem, meßbarem, aber gleichem Winkel entgegengesetzten Vorzeichens gegen das Lot auf die Grenzfläche flüssig/fest (Reflexionsanordnung) auf denselben Punkt einer planen Festkörperoberfläche nach ihrer Strahlungscharakteristik ausgerichtet sind. Die gesamte Anordnung befindet sich in der Flüssigkeit. Für Messungen nach B) bis D) wird die Anordnung durch einen weiteren Empfangsschwinger, der gegenüber der Einstrahlfläche am Festkörper angebracht wird, komplettiert. An den Sendeschwinger wird ein Signalgenerator, an den beiden Empfangsschwingern ein Amplitudenanzeigeinstrument angeschlossen.
Ausführungsbelsplel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Eine Anordnung nach Fig. 1 wird in die Flüssigkeit, deren Schallkennimpedanz bestimmt werden soll, eingetaucht. Der im cw- oder Pulsbetrieb angeregte Sendeschwinger, der einen möglichst gebündelten Schallstrahl auf die Grenzfläche flüssig/fest strahlt, wird im Einstrahlwinkel zur Grenzfläche beim Winkel 0° beginnend so lange verändert, bis am Empfangsschwinger in Reflexionsanordnung, d.h. gleicher Winkel gegenüber dem Lot, der Empfang Null oder ein absolutes Minimum ist. Diese Stellung entspricht dem Winkel a„ der nach der Beziehung (2) mit den anderen Größen in eindeutigem Zusammenhang steht, wie unter A) beschrieben, kann verfahren werden.
Ist gleichzeitig ein Empfangsschwinger unter dem Festkörper angebracht, so signalisiert dieser den Empfang der Longitudinalwelle Null (oder ein Minimum) beim Einstrahlwinkel ad. Seine Beziehung zu anderen Größen zeigt (6). Mit beiden Meßwerten α, und ad sind entsprechend B) bis D) Schallkennimpedanzen und Dichten zu bestimmen.

Claims (6)

1. Verfahren zur Bestimmung der Dichte bzw. der Schallkennimpedanz unter Ausnutzung der Reflexion des Schalls, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Grenzfläche zwischen Fluid und Festkörper die Amplitude der reflektierten Schallwelle bzw. des reflektierten Schallimpulses in Abhängigkeit des Einsti ahiwinkels aus dem Fluid kontrolliert wird und speziell der Nullwert bzw. Minimumwert oder die Nullwerte bzw. Minimumwerte der reflektierten Schallamplitude als Indikator für den betreffenden Einstrahlwinkel dient bzw. dienen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig der Einstrahlwinkel mit ausgemessen wird, bei dem die Amplitude der die Grenzfläche flüssig/fest durchdringenden Longitunalwelle Null ist oder ein absolutes Minimum annimmt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehrere unterschiedliche Festkörper in gleicher Flüssigkeit gleichzeitig oder zeitlich nacheinander genutzt werden.
4. Anordnung zur Bestimmung der Dichte bzw. der Schallkennimpedanz, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßanordnung aus einem Schallsender (1), der unter definierten Winkeln zwischen 0° und 90° gegen das Lot auf die plane Oberfläche eines Festkörpers (7) strahlt und einem dazu jeweils in Reflexionsanordnung angebrachten Schallempfängers (2) besteht, sich in Flüssigkeit befindet, wobei der Schallsender (1) mit einem Signalgenerator und der Schallempfänger (2) mit einem Amplitudenanzeigegerät verbunden sind.
5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig ein Schallempfänger (2) an der Einstrahlgrenzfläche parallel gegenüberliegenden Fläche des Festkörpers (7) angebracht ist.
6. Anordnung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandung des Gefäßes, in der sich die Flüssigkeit befindet, als Festkörper (7) fungiert.
DD33479989A 1989-11-23 1989-11-23 Verfahren und anordnung zur bestimmung der dichte bzw. der schallkennimpedanz DD289338A5 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0544064A3 (de) * 1991-09-30 1994-01-26 Siemens Ag
RU2157986C2 (ru) * 1998-12-28 2000-10-20 Филимонов Лев Трофимович Способ бесконтактного определения плотности лесных почв с целью минимизации уплотнения почвы трелевочными системами

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