DD289412A7 - Autoinjektor - Google Patents

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DD289412A7
DD289412A7 DD20644578A DD20644578A DD289412A7 DD 289412 A7 DD289412 A7 DD 289412A7 DD 20644578 A DD20644578 A DD 20644578A DD 20644578 A DD20644578 A DD 20644578A DD 289412 A7 DD289412 A7 DD 289412A7
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Ulrich Haug
Klaus Schumacher
Dieter Seidel
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Arzneimittelwerk Dresden Gmbh,De
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
    • A61M5/20Automatic syringes, e.g. with automatically actuated piston rod, with automatic needle injection, filling automatically
    • A61M5/2033Spring-loaded one-shot injectors with or without automatic needle insertion

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil zur Injektion von Injektionsloesungen, vorzugsweise fuer die Selbstinjektion bei der medizinischen Soforthilfe. Ziel ist ein Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil, der auch von ungeuebtem Personal rasch und zuverlaessig sowie mehrfach anwendbar und als Massenerzeugnis billig herstellbar ist. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz der Autoinjektor aus einem dreiteiligen zylindrischen Gehaeuse, bestehend aus den Abschnitten Sicherungskappe, Mittelstueck und Huelse, zusammengefuegt, vorzugsweise gegenlaeufig zusammengeschraubt ist und der Innenraum dieses Gehaeuses aus den Teilen Arbeitszylinder, Feder, Haltestueck, Ausloesering, Ausloeseteil und Dichtring aufgebaut ist. Der Autoinjektor wird charakterisiert durch einen gabelfoermig ausgesparten Arbeitszylinder, eine zentrale Anordnung der Feder, nach auszen spreizbare Klammern des Haltestueckes, die reversible Sicherung durch Sicherungskappe und Mittelstueck sowie den durch die Arbeitsleistung der Feder bewirkten Vorschub der Injektionsspritze zugleich mit einer transversalen Ausspritzbetaetigung der Injektionsspritze. Fig. 1

Description

Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil zur Injektion von Injektionslösungen, vorzugsweise für die Selbstinjektion bei der medizinischen Soforthilfe.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bei bekannten Autoinjektoren, ζ. B. nach SE-PS 194 838 oder NL-PS 6812969, ist die sterile Injektionslösung nicht auswechselbar in entsprechend gestalteten Behältnissen innerhalb der Automatik für den Ablauf des Injektionsvorganges und die Auslösung so eingefügt, daß das gesamte Gerät für den einmaligen Gebrauch bestimmt ist, was zu hohen Kosten für den Gebrauch führt.
Es sind zweierlei Autoinjektoren bekannt, wie z. B. im DK-PS 97966, bei denen der die Automatik enthaltende Geräteteil zur mehrmaligen Verwendbarkeit bestimmt ist) aber ein solches Behältnis mit der einmalig anwendbaren Injektionslösung eingefügt wird, das mit der vorgesehenen Automatik zur Anwendung gelangen kann, was den Nachteil hat, daß vor Ablauf der den Wirkstoff betreffenden Haltbarkeitsfrist ein Verbrauch der Injektionslösung nur dort möglich ist, wo auch eine Ausstattung mit dem teuren Automatikteil vorgenommen wurde.
Es sind weiterhin Autoinjektoren, wie z. B. in der DD-PS 57928 bekannt, die eine offene Bauweise haben und nur für die Anwendung in geeigneten, sauberen und geordneten Räumlichkeiten vorgesehen sind.
Es sind weiterhin Autoinjektoren, wie z. B. FR-PS 2^76841 bekannt, dieschwer sind und nur stationäreingesetzt werden können, was den Nachteil hat, daß sie nicht ständig getragen werden können und demzufolge nicht für die Selbstinjektion bei der medizinischen Soforthilfe zur Verfügung stehen.
Es sind weiterhin Autoinjektoren, wie ζ. B. SE-PS 518102 bekannt, deren komplizierte Anwendungsmanipulation die Anwendung durch geschultes Personal erfordert.
Weiterhin sind Autoinjektoren, ζ. B. NL-PS 134513 bekannt, bei denen das äußere Behältnis zwar eine geschlossene Bauweise hat, die jadoch nicht hermetisch abgeschlossen sind, was den Nachteil hat, daß das für die sofortige Selbsthilfe erforderliche ständige Tragen nur in einer besonderen Verpackung oder unter Vorsicht möglich ist.
Weiterhin sind Autoinjektoren, wie ζ. B. DK-PS 97473 bekannt, bei denen die Entsicherung des Mechanismus der Automatik mit einer außen am Gerät angebrachten Schnur bewirkt wird, was beim ständigen Tragen die Gefahr der unbeabsichtigten Auslösung und des Verlustes der Schutzdosis bedeutet oder es wird die Entsicherung durch ein Bauteil des Gerätes bewirkt, welches herauszuziehen ist, was bei Verlust den Nachteil der ständigen Entsicherung des Gerätes hat.
Weiterhin sind Autoinjektoren, wie z. B. NL-PS 134 513 bekannt, bei denen die Auslösung der Automatik durch Stauchung erfolgt, was zu einem Zusammenschieben r1 ;r äußeren Hülsen etwa in der Mitte des Gerätes führt, mit dem Nachteil, daß bei energischem Anfassen des Gerätes durch den Benutzer eine Auslösung ungewollt herbeigeführt wird.
Das Ziel der Erfindung ist, einen Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil zu entwickeln, der mehrfach anwendbar ist, als Massenerzeugnis billig herstellbar ist, der ein Injektionsteil zu verwenden gestattet, das auch anderweitig verbraucht werden kann, der leicht ist, dessen Handhabung auch von ungeübtem Personal schnell und zuverlässig an jedem Ort erfolgen kann.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es ist die Aufgabe der Erfindung, einen Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil, insbesondere zur Selbstinjektion bei der medizinischen Soforthilfe zu entwickeln, der gestattet, eine bereits im Handbetrieb zur Injektion geeignete Injektionsspritze als Einsatz für die Wirkstofflösung bei der automatischen Injektion zu verwenden, der zugleich hermetisch geschlossen ist, mehrfach verwendet werden kann, dessen Auslösung erst und nur beim Aufsetzen auf die zu injizierende Stelle erfolgt und der reversibel gesichert werden kann.
Erfindungsgemäß besteht der Autoinjektor aus einem dreiteiligen zylindrischen Gehäuse, der aus den Abschnitten Sicherungskappe, Mittelstück und Hülse zusammengefügt, vorzugsweise gegenläufig zusammengeschraubt ist.
Im Innenraum dieses rohrförmigen zylindrischen Gehäuses befinden sich die Teile Arbeitszylinder, Feder, Haltestück, Auslösering, Auslöseteil und Dichtring.
Das Wesen der Erfindung ist charakterisiert durch die gabelförmige Aussparung des Arbeitszylinders, durch die zentrale Anordnung der Feder innerhalb aller Teile, durch die nach außen spreizbaren Klammern des Haltestückes, durch die reversible Sicherung, die von den äußeren Teilen des Gerätes Sicherungskappe und Mittelstück ohne weiteres Bauteil dargestellt wird, die Verwendbarkeit einer bereits im Handbetrieb zur Injektion geeigneten Plastinjektionsspritze mit transversaler Betätigungsrichtung füi die Ausspritzung und durch die bei der Arbeitsleistung der Feder in Längsrichtung zugleich resultierende Wirkung des Vorschubs der Injektionsspritze in Längsrichtung und transversaler Ausspritzbetätigung an orientierten Seitenflächen der Injektionsspritze.
Die Sicherungskappe ist zylindrisch, an einer Seite geschlossen ausgebildet, enthält einen Führungsdorn für die Feder und das Haltestück, ein Innengewinde zum Aufschrauben auf das Mittelstück sowie Innenrillen und Innenwulst zur Bewerkstelligung des irreversiblen Zusammenschraubens und der reversiblen Sicherung des Autoinjektors in Zusammenwirkung mit dem Mittelstück.
Das Mittelstück ist eine beiderseits offene Hülse, die an jedem Ende ein Außengewinde zum Anschrauben der Sicherungskappe und der Hülse aufweist, wobei das Außengewinde eine Schrägfläche zur Dichtung und eine Stirnfläche zur Begrenzung des Schraubens aufweist, die im Innenraum zwei Laufschienen zur Führung des Arbeitszylinders und dessen Bewegungsbegrenzung in Längsrichtung hat.
Die Hülse ist einerseits offen mit Innengewinde und andererseits mit einem Bodenrand zum Festhalten des Auslöseteils versehen.
Der Arbeitszylinder nimmt in seiner Innenbohrung einen Teil der Feder auf, die den Vorschub in Längsrichtung bewirkt und gleitet mit den Gabeln der spaltartigen Aussparung des Arbeitszylinders über den seitlichen Flächen des Behältnisses der Injektionsspritze, wodurch die transversale Betätigung der Ausspritzung des Inhaltes der Injektionsspritze bewirkt wird.
Der Arbeitszylinder hat Außenrillen zur Führung und Begrenzung der Bewegung des Arbeitszylinders.
Die Feder ist eino Schraubendruckfeder.
Das Haltestück besteht aus einer Scheibe mit nach außen spreizbaren, hängenden Halteklammern, deren in Richtung des Auslöseteils gerichtete Schrägflächen aus Richtung des Auslöseteils nach außen gespreizt werden können. Die Klammern umfassen hängend die Feder und den Arbeitszylinder von außen und von der dem Injektionsteil abgewandten Seite. Das Haltestück ist in der Sicherungskappe drehbar und in Längsrichtung beweglich eingelagert.
Dur Auslösering schiebt mit seiner nach außen gerichteten Schrägfläche aus der Richtung des Injektionsteils die Klammern des Haltestückes von unten nach oben und drückt diese nach außen, wobei zuvor die Spitzen der Klammern des Haltestückes durch Entsichern aus dem Mittelstück herausgleitend freigegeben werden müssen.
Er weist zwei Laschen auf, die an den Stößeln des Auslöseteils innerhalb der Nuten des Arbeitszylinders anliegen.
Das Auslöseteil ist ein im Durchmesser abgestufter Zylinder mit einem Boden mit Zentralloch und zwei langen Stößeln, dem Laschen des Auslöseringes anliegen.
Der Dichtring dient zur Dichtung des Gehäuses zwischen Hülse und Auslöseteil, wenn Sicherungskappe und Hülse fest angeschraubt sind.
Die Kappe dichtet das Zentralloch im Auslöseteil ab und kann von der Injektionskanüle durchstochen werden.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen
Fig. 1: Schnittdarstellunt Jes erfindungsgemäßen Gerätes zur automatischen Injektion im gespannten Zustand Fig. 2: Ebenso im ausgespritzten Zustand Fig.3: Sicherungskappe 1
Mittelstück 2
Hülse 3 Fig.4: Haltestück 6
Auslösering 7
Arbeitszylinder 4
Auslöseteil 8.
Es ist zweckmäßig, alle Teile der Figuren 1-4 aus Plaste zu fertigen.
Die Sicherungskappe 1 ist ein an einer Seite offener Hohlzylinder, der innen in der Mitte der Bodenfläche einen Dorn aufweist, dessen Durchmesser geringer als der Innendurchmesser der Feder 5 und des Loches in der Scheibe des Haltestückes 6 ist. An der
Öffnung ist etwa über die halbe Länge der Sicherungskappe 1 ein Innengewinde, vorzugsweise ein Zweifach· bis Dreifachgewinde angebracht, das in eine flache breite Rille, eine Wulst und eine weitere flache Rille ausläuft. Das Mittelstück 2 ist eine beiderseitig offene zylindrische Hülse, die an beiden Enden gegenläufige Außengewinde aufweist, welche mit einer Schrägfläche zu einer schmalen Stirnfläche, die zum Außendurchmesser reicht, übergehen. Auf der der Sicherungskappe 1 zugewandten Seite ist zwischen Gewinde und Schrägfläche eine asymmetrische Wulst und eine flache Rille angeordnet.
Im Inneren des Mittelstückes 2 befinden sich 2 erhabene Laufschienen, die an der der Hülse 3 zugewandten Seite beginner· und dort eine erhöhte Stufe aufweisen und sich etwa über *fa der Innenlänge des Mittelstückes 2 erstrecken.
Die HüJse 3 ist eine zylindrische oder zylindrisch-konische Hülse, an deren einem offenen Ende ein Innengewinde angebracht ist, und an dessen anderem Ende sich ein schmaler Bodenrand befindet. Der Arbeitszylinder 4 weist über etwa die Hälfte seiner Länge einen Spalt auf, dessen Öffnung wesentlich geringer ist als die Dicke des Behältnisses der Plastinjektionsspritze und etwas länger ist als dieses Behältnis, wobei die Gabelenden nach außen hin abgerundet sind. Für den Rest der Länge ist eine Innenbohrung angebracht, deren Durchmesser etwas größer als der Außendurchmesser der Feder 5 ist. Am kreisförmigen Außenumfang des Arbeitszylinders 4 ist anschließend an die Gabeln eine Stufe geringeren Durchmessers zur Aufnahme des Auslöseringes 7 und eine weitere Stufe geringeren Durchmessers zur Aufnahme der spreizbaren Klammern des Haltestückes 6 angeordnet, der mit einer scharfkantigen Stufe einen Abschnitt mit größerem Durchmesser, welcher etwas geringer als der des von den Klammern des Haltestückes 6 gebildeten Innenraumes ist, zur Öffnung abgerundet abschließt.
Parallel zum Spalt sind außen 2 Nuten zur Aufnahme der Führungsschienen des Mittelstückes 2 angeordnet, welche vor der
Öffnung der Innenbohrung eine erhabene kantige Stufe zum Festhalten an der erhöhten Stufe der Laufschienen des Mittelstückes 2 aufweisen. Um 90° versetzt sind 2 flache breite Nuten zur Führung der Laschen des Auslöseringes 7 und der Stößel des Auslöseteiles 8 vorgesehen.
Das Haltestück 6 ist eine kreisförmige Scheibe mit Mittelloch, an deren Außenumfang parallel zur Mittelachse der Scheibe 3-5 nach außen spreizbare Klammern mit rechteckigem Querschnitt, der sich in einigem Abstand von der Scheibe scharfkantig in Richtung des von den Klammern gebildeten lnnenraume& voigrößert und zum Ende der Klammern stumpf-schneidenförmig ausläuft, angeordnet sind.
Der Auslösering 7 ist ringförmig mit 2 an dem einen Ende des Rings um 180° versetzten Laschen, vom gleichen Durchmesser wie der Ring, zwischen denen um 90° versetzt 2 rechteckige Einschnitte im Ring angebracht sind, deren Maß den Führungsschienen des Mittelstückes 2 angepaßt ist. An dem anderen Ende des Rings ist die Kante des Rings nach innen auslaufend angeschrägt.
Das Auslöseteil 8 ist ein Hohlzylinder, der mit schräger Abstufung 2 Abschnitte von unterschiedlichem Durchmesser aufweist, wobei der Teil mit dem geringeren Durchmesser mit einem Boden mit Zentralloch abschließt, während sich der Teil mit größerem Durchmesser in 2 langen gegenüberliegenden Stößeln fortsetzt. Der Dichtring 9 ist aus elastischem Material, ebenso wie die Kappe 10.
Die Zusammenstellung der Teile im funktionsbereiten Zustand des Autoinjektors ist folgendermaßen:
Innerhalb des Mittelstückes 2 befindet sich der Auslösering 7, welcher mit den rechteckigen Einschnitten gegen Verdreher, und Längsbewegung in einer Richtung behindert ist und in dessen Innenraum sich der Arbeitszylinder 4 befindet, der mit dem Spalt und den Nuten in den Führungsschienen des Mittelstückes 2 geführt wird, so daß er gegen Verdrehen gesichert ist. Mit Hilfe der erhöhten Stufe auf den Laufschienen des Mittelstückes 2 und der erhabenen kantigen Stufe in der Nut des Arbeitszylinders 4 wird dieser einseitig an der Längsbewegung gehindert.
In der Innenbohrung des Arbeitszylinders 4 befindet sich die Feder 5, die mit einem Ende an die Innenseite der Scheibe des Haltestückes 6 anliegt. Die Klammern des Haltestückes β umfassen einen Teil des Arbeitszylinders 4 von außen und sind hinter der scharfkantigen Stufe des Arbeitszylinders 4 eingerastet. Durch die auf das Mittelstück 2 aufgeschraubte Sicherungskappe 1 wird das Haltestück 4 mit den Klammern um solche Strecke innerhalb des Mittelstückes 2 orientiert, die geringer ist, als die Wulst der Sicherungskappe 1 von der asymmetrischen Wulst des Mittelstückes 2 entfernt ist. Da^ei kommt der Gehäuserand der Sicherungskappe 1 auf der Schrägfläche des Gewindes des Mittelstückes 2 zum Anpressen. Die Hülse 3 ist an das Mittelstück 2 angeschraubt. Sie enthält drehbar das Auslöseteil 8, welches mit seinem zylindrischen Teil geringen Durchmessers durch das vom Bodenrand der Hülse 3 gebildete Loch herausragt, wobei zwischen der schrägen Abstufung des Auslöseteils 8 und der Hülse 3 der Dichtring 9 eingelegt ist, welcher beim Anschrauben der Hülse 3 an das Mittelstück 2 gepreßt wird, da die Stößel des Auslöseteiles 8 mit einem geringen Teil ihrer Länge in der flachen breiten Nut des Arbeitszylinders 4 liegend, gegen die Laschen des Auslöseringes 7 anliegen. Das Zentralloch des Auslöseteils 8 wird durch die Kappe 10 verschlossen, wodurch zugleich die Teile Hülse 3, Auslöseteil 8 und Dichtring 9 zusammengehalten werden.
Im Innenraum, der von den Stößeln des Auslöseteils 8 gebildet wird, ist die Plastinjektionsspritze eingesetzt, welche mit dem zylindrischen Abschluß des die Kanüle umschließenden Balges im Zentralloch des Auslöseteils 8 orientiert ist.
Die Funktion des erfindungsgemäßen Autoinjektors verläuft folgendermaßen:
Durch Drehen der Sicherungskappe 1 um eine vorzugsweise etwa 3/4-Umdrehung bis zum Anschlag der Wulst der Sicherungskappe 1 gegen die Wulst des Mittelstückes 2 werden die in das Mittelstück 2 eingesetzten Spitzen der Klammern des Haltestückes 6 aus dem Mittelstück 2 herausrückend freigegeben. Bei Aufsetzen des erfindungsgemäßen Gerätes mit der Kappe 10 auf die zu injizierende Stelle werden das Auslöseteil 8 und der Auslösering 7 verschoben und spreizen die Klammern des Haltestückes nach außen, wodurch der Arbeitszylinder 4 freigegeben wird, die Plastinjektionsspritze mit deren Injektionskanüle durch die Kappe 10 schiebt, worauf die Gabeln des Arbeitszylinders 4 das Behältnis der Plastinjektionsspritze seitlich unter Übergleiten über das Behältnis zusammenpressen und dadurch die Injektionslösung zum Ausstoß bringen. Für die nächste Anwendung wird die Hülse 3 mit den hier verbundenen Teilen abgeschraubt, die verbrauchte Plastinjektionsspritze herausgenommen, der Arbeitszylinder 4 bis zum Einrasten spannend eingedrückt, die Sicherungskappe 1 wieder um etwa eine 3/4-Umdrehung festgeschraubt, eine neue Plastinjektionsspritze in die Hülse 3 eingesetzt und diese am Mittelstück 2 festgeschraubt.

Claims (11)

1. Autoinjektor mit auswechselbarem Injektionsteil, insbesondere zur Selbstinjektion bei der medizinischen Soforthilfe, dadurch gekennzeichnet, daß ein dreiteiliges zylindrisches Gehäuse, bestehend aus Sicherungskappe (1), Mittelstück (2) und Hülse (3), in seinem Innenraum einen teilweise gabelförmig ausgesparten Arbeitszylinder (4) aufweist, in dessen teilweise den Innenraum erfüllenden Bohrung eine Feder (5) eingesetzt ist, welche an dem inneren Boden eines Haltestückes (6), dessen spreizbare, hängende Klammern von außen über den Arbeitszylinder (4) in dessen Haltekante eingreifen, anliegt, sich innerhalb des Mittelstückes (2) ein Auslösering (7) befindet, der den Arbeitszylinder (4) umfassend einerseits in Richtung der Längsachse mit der Schrägfläche seines Ringes aus der Richtung des Injektionsteiles an den spreizbaren Klammern des Haltestückes (6) und andererseits mit seinen in einer flachen Nut des Arbeitszylinders (4) gelagerten Laschen gegen die Stößel eines Auslöseteils (8) anliegt, wobei das abgestuft zylindrische Auslöseteil (8) im Innenraum der Hülse (3) unter Einlage eines Dichtringes (9) gelagert ist und mit seinem zylindrischen Teil, welches ein Loch in der Bodenplatte aufweist, aus der Hülse (3) herausragt, über welchen eine Kappe (10) aus elastischem Material gestülpt ist, so daß ein hermetisch geschlossenes Gehäuse aus den Teilen Sicherungskappe (1), Mittelstück (2), Hülse (3), Auslöseteil (8), Dichtring (9) und Kappe (10) besteht, in dessen inneren Freiraum innerhalb des Auslöseteils (8) das Injektionsteil mit transversaler Betätigungsrichtung für die Ausspritzung einsetzbar ist.
2. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die hohlzylindrische, an einer Seite offene Sicherungskappe (1) im Inneren an der Mitte der Bodenfläche einen Dorn aufweist, dessen Durchmesser wenig geringer ist als der Innendurchmesser der Feder (5) und der Durchmesser des Loches in der Bodenfläche des Haltestückes (6) und daß ein Innengewinde, vorzugsweise Zweifach- oder Dreifachgewinde angebracht ist, an dessen Auslauf zur Öffnung der Sicherungskappe hin eino flache Rille, eine Wulst und eine flache Rille folgen.
3. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelstück (2) eine zylindrische Hülse ist, die an beiden Enden gegenläufige Außengewinde aufweist, welche mit einer Schrägfläche zu einer den Außendurchmessor des Mittelstückes erreichenden schmalen Stirnfläche übergehend abschließen, daß das Gewinde, welches der Sicherungskappe (1) zugewandt ist, vorzugsweise ein Zweifach- oder Dreifachgewinde ist und zwischen Gewinde und Schrägfläche eine asymmetrische Wulst und eine flache Rille angeordnet sind und daß sich im Inneren des Mittelstückes (2) zwei erhabene Laufschienen befinden, die an der der Hülse (3) zugewandten Seite beginnen und dort eine erhöhte Stufe aufweisen und sich etwa über 1Vs der Innenlänge des Mittelstückes erstrecken.
4. Aucoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (3) als zylindrische oder zylindrisch-konische Hülse geformt ist, an deren einem offenen Ende ein Innengewinde angebracht ist, und an deren anderem Ende sich ein schmaler Bodenrand befindet.
5. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (4) etwa über die Hälfte der Länge einen Spalt aufweist, dessen Breite wesentlich geringer als die des Behältnisses des Injektionsteils ist, die Gabelenden gerundet sind, der Rest der Länge des Arbeitszylinders (4) eine Innenbohrung mit einem Durchmesser etwas größer als der Außendurchmesser der Feder (5) hat, am kreisförmigen Außenumfang des Arbeitszylinders (4) anschließend an die Gabeln eine Stufe geringeren Durchmessers zur Aufnahme des Auslöseringes folgt, weiterhin eine Stufe mit geringerem Durchmesser zur Aufnahme derspreizbaren Klammern des Haltestückes (6) folgt, sich bis zur Öffnung der Innenbohrung eine kantige Stufe größeren Durchmessers, die gerade so bemessen ist, daß der Innenraum derspreizbaren Klammern des Haltestückes (6) aufgenommen werden kann, anschließt, außen eine schmale Nut parallel zum Spalt, in den Maßen auf die Laufschienen des Mittelstückes (2) angepaßt, angebracht ist, welche vor der Öffnung der Innenbohrung eine kantige Stufe aufweist, um 90° zu letzterer Nut versetzt eine flache breite Nut durchgehend angebracht ist, die in den Maßen den Laschen des Auslöseringes (7) und den Stößeln des Auslöseteils (8) angepaßt ist.
6. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Haltestück (6) eine kreisförmige Scheibe mit Mittelloch ist, an der sich am Außenumfang mehrere, vorzugsweise 3 bis 5 nach außen spreizbare Klammern mit rechteckigem Querschnitt hängend befinden, die parallel zur
Mittelachse der Scheibe angeordnet sind, deren rechteckiger Querschnitt sich in einigem Abstand von der Scheibe scharfkantig in Richtung des von den Klammern gebildeten Innenraums vergrößert und zum Ende der Klammern nach außen stur: <pf schneidenförmig ausläuft.
7. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß α <r Auslösering (7) an dem einen Ende zwei Laschen gleichen Durchmessers als Verlängerung aufv eist, um 90° versetzt, zwei rechteckige Einschnitte im Ring angebracht sind, deren Maß den Führui 'sschienen des Mittelstückes (2) angepaßt ist, und an dem anderen Ende die Kante des Ringes ne ch innen auslaufend angeschrägt ist.
8. Aptoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auslöseteil (8) ein Hohlzylinder ist, der mit schräger Abstufung auf der Länge zwei etwas unterschiedliche Außen- bzw. Innendurchmesser aufweist, wobei der Teil mit dem geringeren Durchmesser mit einem Boden mit Zentralloch abschließt, während sich der Teil mit größerem Durchmesser in zwei langen, gegenüberliegenden Stößeln fortsetzt.
9. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtring (9) und die Kappe (10) aus elastischem Material bestehen.
10. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anordnung der Wülste an den Gewinden von Sicherungskappe (1) und Mittelstück (2) in Richtung der Längsachse so erfolgt, daß in fest angeschraubtem Zustand die Wulst von der Sicherungskappe (1) in die gewindeabgewandte Rille des Gewindes des Mittelstückes (2) zum liegen kommt und beim Zurückschrauben des Gewindes bis zum Anstoß der Wulst der Sicherungskappe (1) gegen die scharfkantige Seite der asymmetrischen Wulst des Mittelstückes (2) ein solcher Gewindehub entsteht, der die Spitzen des Haltestückes (6) aus dem Inneren des Mittelstückes (2) herauszugleiten gestattet.
11. Autoinjektor nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Teile im Inneren des Gerätes so bomessen ist, daß beim festen Zusammenschrauben von Sicherungskappe (1), Mittelstück (.?) und Hülse (3) eine leichte Pressung der Innenteile resultiert.
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