DD289430A7 - Verfahren zur herstellung von flaechengebilden zur funkmesstarnung - Google Patents

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DD289430A7
DD289430A7 DD25187483A DD25187483A DD289430A7 DD 289430 A7 DD289430 A7 DD 289430A7 DD 25187483 A DD25187483 A DD 25187483A DD 25187483 A DD25187483 A DD 25187483A DD 289430 A7 DD289430 A7 DD 289430A7
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polyurethane
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DD25187483A
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Uwe Schreckenbach
Steffen Koal
Waldfried Schubert
Dieter Harzer
Renate Haensel
Michael Drechsler
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Zfe Fuer Kunstleder,De
Fi Fuer Leder- U. Kunstledertechnologie,De
Harzer,Dieter,De
Haensel,Renate,De
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, mit dessen Hilfe polymere Flaechengebilde zur Tarnung vor optischer und funkmesztechnischer Aufklaerung hergestellt werden koennen. Mit der Erfindung sollen Bedeckungsmaterialien fuer Tarnmittel erreicht werden, die neben optischer Wirksamkeit, geringem Glanz und guter Flammwidrigkeit verbesserte Zugfestigkeits- und Weiterreiszwiderstandseigenschaften sowie Funkmeszwirksamkeit besitzen. Es werden Verfahrensschritte zur Herstellung eines homogenen und Fehlstellen-freien leitfaehigen ruszgefuellten Polyurethanfolie und deren Verbindung mit optisch tarnenden Polymerschichten sowie zur Mattierung des Verbundes angegeben. Diese Verfahrensschritte definieren Temperatur und Viskositaetseinstellung bei der Ruszeinarbeitung, der Dispergierung und der Filmbildung, weiterhin die Zugabe von Netzmitteln und Flammschutzmitteln. Weiterhin angegeben werden Kombinationen der Mattierungsverfahren, textile Praegung und Druckfarbenauftrag.{Tarnung; Aufklaerung; Bedeckungsmaterial; Verbund; Rusz; leitfaehig; Polyurethanfolie}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren, mit dessen Hilfe polymere Flächengebilde zur Tarnung vor optischer und funkmeßtechnischer Aufklärung hergestellt werden können.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist bekannt, funkmeßwirksame Tarnmittel durch Einarbeitung von Metall-, Graphit- oder Kohlefasern, metallischen Vliesen oder Folien in polymere Verbundwerkstoffe herzustellen (DE-OS 2620093, CH-PS 568540, US-PS 3733606). Diese Lösungen weisen Mängel dahingehend auf, daß entweder kompakte, starre Materialien entstehen, unvertretbar hohe Flächengewichte resultieren, die Haftung der Teilschichten untereinander nicht ausreicht oder während des Gebrauchs der Tarnmittel eine frühzeitige Alterung und geringe Kältebeständigkeit eintreten.
Es ist weiterhin bekannt, funkmeßwirksame Tarnmittel mit guten Kältefestigkeitseigenschaften dadurch herzustellen, daß zwischen zwei optisch wirksamen Deckschichten, bestehend aus weichgemachtem Polyvinylchlorid oder weichgemachten Polyvinylchlorid/Vinylchlorid-Äthylen-Vinylacetat-(VC-EVA 40Copolymer-Pfropfpolymar-Verschnitten eine leitfähige rußgefüllte Polyurethanfolie eingearbeitet wird (DD-GP F 41 H/220143).
Diese rußgefüllte Polyurethanfolie wird üblicherweise aus einer Lösung mit einer Viskosität von 5 bis lOPas, gemessen bei einem Schergefälle von 8,56s'1, in einem Auftrag von etwa 100g · m"2 hergestellt. Bei der in DD-GP F 41 H/220143 beschriebenen Aufbereitungstechnologie für die Rußflotte liegt der Ruß in einer mittleren Korngröße von 100 bis 150μηι vor. Diese bekannte technische Lösung hat den Nachteil, daß der funkmeßwirksame Folienverbund bei Einhaltung der erforderlichen Flächenmesser 350g · m"2 eine Zugfestigkeit von höchstens 10MPa, gemessen in Längsrichtung, und 8MPa, gemessen in Querrichtung, sowie einen Weiterreißwiderstand von höchstens 350N · cm"1, gemessen in Längsrichtung, und 300N · cm"1, gemessen in Querrichtung, aufweist. Weiterhin ist der die Funkmeßwirksamkeit bestimmende Oberffächenwiderstand nach unten bei 180Ω begrenzt. Diese Lösung hat ferner den Nachteil, daß in der rußgefüllten Polyurethanfolie öfter Fehlstellen, Löcher, Rakelzieher auftreten, die die Festigkeitseigenschaften und die funkmeßtarnende Wirkung sowie die Kaschierbarkeit des Verbundes verschlechtern.
Es ist weiterhin bekannt, zur Verbesserung dar Flammwidrigkeit eines funkmeßwirksamen Tarnmittels nach DD-GP F 41 H/ 220 i43 der Polyurethanfolie eine Mischung von Trichlorpropylphosphat, Tetrabrombisphenol A und Antimontrioxid (im Verhältnis 1:1:1) in einer Konzentration von 6 bis 15 Teilen, bezogen auf 100 Teile Polyurethan, zuzusetzen. Hierdurch werden jedoch Zugfestigkeit, Weiterreißwiderstand weiter verschlechtert.
Nach DD-GP F 41 H/240307 und DD-GP F 41 H/240308 ist bekannt, optisch wirksame Schichten und leitfähige, funkmeßwirksame Schichten durch beidseitiges textiles Prägen, wie bereits in DD-GP B 29 D/224821 beschrieben, zu verbinden und gleichzeitig den Verbund zu mattieren, wie es für Tarnzwecke erforderlich ist (Glanz nach RICHTER beidseitig kleiner als 1,5). Diese Technologie hat den Nachteil, daß sich der Oberflächenwiderstand der leitfähigen Einlage um 20-30% vergrößert und somit die Funkmeßwirksamkeit abnimmt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile dor bekannten technischen Lösungen zu überwinden und ein Bedeckungsmaterial für Tarnmittel zu erreichen, das neben optischer Wirksamkeit, geringem Glanz und guter Flammwidrigkeit verbesserte Zugfestigkeits- und Weiterreißwiderstandseigenschaften sowie Funkmeßwirksamkeit besitzt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, Verfahrensschritte zur Herstellung einer homogenen und fehlstollenfreien leitfähigen rußgefüllten Polyurethanfolie hoher Zugfestigkeit und Weiterreißwiderstands und deren Verbindung mit optisch tarnenden Polymerschichten sowie zur Mattierung des Verbundes anzugeben.
Es ko.inte gefunden werden, daß diese Aufgabe gelöst wird, wenn zur Ausbildung einer oder mehrerer der leitfähigen Schichten zunächst hochstrukturierter Acetylenruß in zeitlich gesteuerten Dosierungen in eine Lösung von Polyurethan, Flammschuttmitteln und Netzmittel in Dimethylformamid eingebracht wird. Erfindungsgemäß erfolgt diese Zugabe unterhalb von 50°C bei einer Lösungsviskosität von 3,5 bis 6Pas; besonders günstig ist der Bereich 4,5 bis 5,5 Pas, jeweils gemessen bei einem Schergefälle von 8,56s"'.
Die zeitlich gesteuerte Rußdosierung beeinflußt wesentlich die mechanischen Festigkeiten und Leitfähigkeitseigenschaften der funkmeßwirksamen Schichten. So hat sich z. B. herausgestellt, daß bei einer Ansatzgröße von 60 kg eine Dosierung von 4kg pro Stunde eine günstige Struktur und Verteilung des Rußes in der später gebildeten Folie bewirkt, woraus höhere mechanische Festigkeiten und bessere Leitfähigkeit .esultieren. Für die gleichmäßige und homogene Filmausbildung ist es weiterhin vorteilhaft, wenn bereits in der Polyurethanlösung Netzmittel, vorzugsweise in Form von Polysiloxanverbindungen in einer Konzentration von 0,5 bis 1,0 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile Polyurethan, enthalten sind. Erfindungsgemäß wird zur Flammfestmachung c , Systems in der Polyurethanlösung eine Mischung von 2,'/ bis 4,7 Masseteilen Polyvinylchlorid (K-Wert 55 bis 70), 0,5 bis 2,5 Teilen Antimontrioxid und 2,1 bis 4,1 Massoteilen Trichlorpropylphosphat, bezogen auf 100 Teile Polvurethan, vorgelegt. Mit einer derartigen Flammschutzmittelkombination werden Zugefestigkeit und Weiterreißwiderstand der Folir, nicht verschlechtert.
Innerhalb der erfindungsgemäßen Vefahrensschritte wird nach der Rußeinarbeitung die nun rußhaltige Polyurethanlösung durch weitere Zugabe von Dimethylformamid auf eine Viskosität von 0,5 bis 2,5 Pa s eingestellt und die in der Lösung vorliegenden Rußagglomerate auf eine mittlere Korngröße von 10 bis 30 pm abgerieben. Das Abreiben erfolgt durch an sich bekannte techni' 'he Maßnahmen, z. B. über Horizontal- oder Vertikalkugelwerksmühlen.
Im Sinne der Erfindung notwendig ist die anschließende Verdünnung der abgeriebenen Lösung mit Dimethylformamid auf eine Viskosität von 0,5 bis 2,5 Pa s, vorzugsweise 1 bis 2 Pa s, und Auftrag derselben auf Trägerpapier (Umkehrpapier) in 2 zeitlich aufeinanderfolgenden Auftragen mit einer Trockenauflage von jeweils 30 bis 70g · m"2, vorzugsweise 40 bis 60g · m"2. Nur so können homogene und fehlstellenfreie Folien hoher Zugfestigkeit und Weiterreißwiderstands auch erhalten werden. Die Ausbildung der Folien selbst erfolgt nach dem in der Kunstlederindustrie üblichen technologischen Regime auf einer Polyurethan-Beschichtungsanlage bei Temperaturen von 90 bis 16O0C.
Die selbsttragende rußgefüllte Polyurethanfolie wird mit vorgeformten optisch tarnenden Polymerschichten bekannter Zusammensetzung auf der Basis von Weichmachern, Stabilisatoren, Antimontrioxid, Pigmenten sowie gegebenenfalls Co- und Terpolymeren des Vinylchlorids enthaltenden Polyvinylchlorid über Wärmekaschierung zu einom Verbund verarbeitet und dieser zweiseitig mattiert. Die Mattierung erfolgt durch ausschließliche Kombination von zwei der an sich bekannten Mattierungsverfahren in Gestalt von Stahlwalzenprägung, textiler Prägung und chemischer Mattierung. Dabei ist die Kombination identischer Mattierungsverfahren ausgeschlossen. Mit dieser erfindungsgemäßen Verwendung der Mattierungsmethoden wird der überraschende Effekt erzielt, daß insbesondere die funkmeßwirksamen Eigenschaften der vorgefertigten Polyurethanfolie im Verbund erhalten bleiben und trotzdem der Verbund die für Tarnzwecke notwendige Mattheit erhält.
Eine vorteilhafte Stahlwalzenprägung wird z. B. realisiert, wenn die Verbundfolie über einen Presseur mit stark profilierter und oberflächenzerteilender Struktur in Gestalt einer Stahlwalze mit 100 bis 300 geometrisch unregelmäßig gestalteten Strukturelementen pro cm2 mit einem Höhenunterschied von mindestens 0,1 mm geprägt wird.
Eine günstige textile Prägung liegt z. 8. vor, wenn ein gewebtes textiles Flächengebilde aus hart gedrehten oder gezwirnten Fäden der Feinheit 15 bis 45tex in Leinwandbindung mit einer Fadendichte von 170 his 350/den an die Verbundfolie ankaschiert und nach dem Kaschierprozeß von diesem wieder abgezogen wird.
Eine vorteilhafte chemische Mattierung des Verbundes erfolgt derart, daß nach an sich bekannten Druckverfahren eine Lösung von 70 bis 150 Teilen Vinylchlorid/Vinylacetat-Mischpolymerisat, 15 bis 55 Teilen poröser amorpher Kieselsäuren sowie gegebenenfalls 60 bis 110 Teilen organischer und/oder anorganischer Pigmente und Extender in 500 bis 1000 Teilen Äthylacetat oder Acejton oder eines Gemisches dieser Lösungsmittel auf die Verbundfolie aufgebracht und anschließend die Lösungsmittel verdampft werden.
Mit der Anwendung der dargestellten Mattierungsmethoden wird der Vorteil erreicht, daß die funkmeßwirksamen Eigenschaften der über die angeführten Verfahrensschritte hergestellten homogenen und fehlstellenfreien leitfähigen rußgefüllten Polyurethanfolie im Verbund erhalten bleiben, ohne daß damit eine Verschlechterung der Mattheit des Tarnmittels auftritt. Derart erfindungsgemäß hergestellte Verbünde weisen folgende Gebrauchskennwarte auf (in Klammern Werte der bekannten Lösung nach DD-GP F 41 H/220143):
Zugfestigkeit (MPa) längs/quer: 11,5/8,3(9,7/7,2)
Weiterreißwiderstand (N cm"1) längs/quer: 460/405 (330/290)
Oberflächenwiderstand (Ω): 165(105)
Flammwidrigkeit (bei 45°C): 25(24)
Glanz (nach RICHTER): 1,2 bis 1,4 (1,2 bis 1,4)
Kältebruchtemperatur (0C): -26 (-25)
Ausfuhrungsbelsplele
Bolsplel 1
In eine Lösung von
100 Masseteile Polyurethan SYS PUR T 8357 (VEB Kombinat SYS Schwarzheide), 3,65 Masseteile PVC S 6369 (VEB Kombinat Chemische Werke Buna), 1,91 Massetoile Antimontrioxid, 3,13 Masseteile Trichlorpropylphosphat und 0,7 Masseteile Polysiloxane}! NM 4253 (VEB Chemiewerk Nünchritz)
in 300 Teilen Dimethylformamid werden 50 Masseteile Acetylenruß P 1042 ungepreßt (VEB Stickstoffwerk Piesteritz) so eingebracht, daß 4 kg Ruß pro Stunde zudosiert werden (bei jeweiliger Ansatzgröße von 60kg). Die Zugabe erfolgt bei einer Temperatur von 450C, die Lösungsviskosität beträgt 4,8Pas, gemessen bei einem Scheigefälle von 8,56s"1. Nach 8- bis 10stündigem Mischen ist der Ruß dann homogen in der Lösung verteilt; diese wird durch Zugabe von Dimethylformamid auf eine Viskosität von 1 Pa s verdünnt und anschließend auf einer vertikalen Perlreibmühle dispergiert, so daß die Rußagglomerate auf eine mittlere Korngröße von 25μηι abgerieben werden.
Diese Lösung wird durch ein feines Dederongewebe filtriert und anschließend entlüftet. Mit weiterer Zugabe von Dimethylformamid wird die Viskosität auf 1,5 Pa s eingestellt und die Lösung mittels Walzenrakelsystems in 2 Auftragseinheiten auf glattes Umkehrpapier aufgetragen
Trockenauflagen: 1.Auftragseinheit: 55g · m"2 2.Auftragseinheit: 45g · m"2
Das beschichtete Umkehrpapier wird durch einen Trockenkanal geführt und bei Temperaturen von 90 bis 16O0C das Lösungsmittel entfernt. Anschließend erfolgt Delaminierung der nun selbsttragenden rußgefüllten Polyurethanfolie vom Umkehrpapier.
Die rußgefüllte Polyurethanfolie wird zwischen zwei PVC-weich-Folien der Dicke 0,1 mm in einem Prägedublierkalender über Heiztrommel (15O0C) und IR-Strahlerfeld (kurzzeitig 160"C-18O0C) erwärmt und diese drei Folien unter Druck kaschiert. Vor dem Kaschierspalt wird an eine der PVC-weich-Folien ein Gewebe ankaschiert, das nach dem Kaschierspalt wieder abgezogen wird. Das Gewebe hat eine Zusammensetzung von 75% Baumwolle und 25% Viskosefaser; Fadendichte: Kette 240/dm, Schuß 230/dm, Feinheit 25 χ 2tex, Leinwandbindung.
Auf der ungeprägten Seite wird der Verbund anschließend mit einer Druckfarbe folgender Zusammensetzung bedruckt: 135 Masseteile Vinylchlorid/Vinylacetat-Mischpolymerisat 32 Masseteile poröse amorphe Kieselsäure 16,6 Masseteile organisches Gelbp:gment
71,3 Masseteile anorganische Pigmente (Ruß, Titandioxid, Eisenoxid-Rot, Eisenoxid-Schwarz) 375 Masseteile Äthylacetat 375 Masseteile Aceton
Die Lösungsmittel werden bei Temperaturen von 50 bis 900C verdampft.
Ein derart hergestellter Verbund weist folgende Gebrauchskennwerte auf:
Zugfestigkeit (MPa) längs/quer: 11,5/8,8
Weiterreißwiderstand (N · cm"1) längs/quer: 460/405
Oberflächenwiderstand (Ω): 155
Flammwidrigkeit (bei 450C): 25
Glanz (nach RICHTER): textilgeprägte Seite: 1
bedruckte Seite: 1,35
Kältebruchtemoeratur (0C): -2G
Beispiel 2 Die rußgefüllte Polyurethanfolie wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Technologie hergestellt und zwischen zwei PVC-
weich-Folien der Dicke 0,1 mm einkaschiert. Dabei erfolgt auf der einen Seite des Verbundes Textilprägung wie in Beispiel 1beschrieben. Die Mattierung der anderen Verbundseite erfolgt so, daß im Kaschierspalt ein Presseur in Form eineroberflächengespritzten Stahlwalze auf die Folienoberfläche einwirkt.
Die Stahlwalze weist ca. 150 geometrisch unregelmäßig gestaltete Strukturelemente pro cm2 auf, die einen Höhenunterschied
von 0,13 bis 0,19 mm besitzen. Ein derart hergestellter Verbund weist folgende Gebrauchsparameter auf:
Zugfestigkeit (MPa) längs/quer: 11,0/8,3 Weiterreißwiderstand (N cm"1) längs/q jer: 420/410 Oberflächenwiderstand (Ω): 150 Flammwidrigkeit (bei 45°C): 30 Glanz (nach RICHTER): textilgeprägte Seite: 1,25 Stahlwalzen geprägte Seite: 1,3 KältebruchtemperaturCC): -27

Claims (6)

1. Verfahren zur Herstellung von Flächengebilden zur Funkmeßtarnung mit verbesserten physikomechanischen und Funkmeßeigenschaften, bestehend aus einer oder mehreren optisch tarnenden Polymerschichten auf dor Basis von Weichmachern, Stabilisatoren, Antimontrioxid, Pigmenten sowie gegebenenfalls Co- und Terpolymeren des Vinylchlorids enthaltenden Polyvinylchlorid sowie einer bzw. mehreren funkmeßtechnisch unterschiedlich wirksamen leitfähigen Schichten, welche ihrerseits vorzugsweise eine Mischung von hochstrukturiertem Acetylenruß, Polyurethan, Flammschutzmitteln sowie gegebenenfalls weiteren Verarbeitungs- und Hilfsstoffen enthält, gekennzeichnet dadurch, daß hochstrukturierter Acetylenruß bei einer Temperatur unterhalb von 5O0C in zeitlich gesteuerten Dosierungen in eine Lösung von Polyurethan, Flammschutzmitteln und Netzmittel in Dimethylformamid mit einer Viskosität von 3,5 bis 6Pa s, vorzugsweise 4,5 bis 5,5 Pa s, gemessen bei einem Schergefälle von 8,56s"1, eingemischt, danach die rußhaltlge Polyurethanlösung durch weitere Zugabe von Dimethylformamid auf eine Viskosität von 0,5 bis 2,5 Pa s eingestellt und die in der Lösung vorliegenden Rußagglomerate durch an sich bekannte technische Maßnahmen auf eine mittlere Korngröße von 10 bis 30 pm abgerieben, anschließend die rußhaltige Polyurethanlösung mit einer Viskosität von 0,5 bis 2,5Pa s, vorzugsweise 1 bis 2Pas, in jeweils zwei zeitlich aufeinanderfolgenden Aufträgen von 30 bis 70g · m 2, vorzugsweise 40 bis 60g · m~2, auf Umkehrpapier aufgebracht, hieraus mit an sich bekannten technischen Maßnahmen selbsttragende Folien gebildet und diese nachfolgend über Wärmekaschierung mit den vorgeformten optisch tarnenden Polymerschichten zu .oem Verbund verarbeitet sowie gleichzeitig und/oder anschließend der Verbund durch ausschließliche Kombination von zwei verschiedenen und an sich bekannten Mattierungsverfahren in Gestalt von Stahlwalzenprägung, textiler Prägung oder chemischer Mattierung beidseitig mattiert wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Netzmittel Polysiloxanverbindungen in einer Konzentration von 0,5 bis 1,0 Masseteilen, bezogen auf 100 Masseteile Polyurethan, verwendet werden.
3. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß als Flammschutzmittel eine Mischung von 2,7 bis 4,7 Masseleilen Polyvinylchlorid (K-Wert 55 bis 70), 0,5 bis 2,5 Masseteilen Antimontrioxid und 2,1 bis 4,1 Masseteilen Trichlorpropylphosphat, bezogen auf 100 Masseteile Polyurethan, verwendet wird.
4. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mattierung durch Stahlwalzenprägung über einen Presseur mit stark profilierter und oberflächenzerteilender Struktur in Gestalt einer Stahlwalze mit 100 bis 300 geometrisch unregelmäßig gestalteten Strukturelementen pro cm2 mit einem Höhenunterschied von mindestens 0,1 mm erfolgt.
5. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mattierung durch textile Prägung durch Ankaschieren eines gewebten textlien Flächengebildes *5us hart gedrehten oder gezwirnten Fäden der Feinheit 15 bis 45tex in Leinwandbindung mit einer Fadendichte von 170 bis 350/den an den Verbund und Abziehen desselben nach der Wärrnekaschierung erfolgt.
6. Verfahren nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Mattierung durch Aufbringen einer Lösung von 70 bis 150 Teilen Vinylchlorid/Vinylacetat-Mischpolymerisat, 15 bis 55 Teilen poröser amorpher Kieselsäuren sowie gegebenenfalls 60 bis 110 Teilen organischer und/oder anorganischer Pigmente und Extender in 500 bis 1000 Teilen Äthylacetat oder Aceton oder eines Gemisches dieser Lösungsmittel auf den Verbund und anschließendes Verdampfen der Lösungsmittel erfolgt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7244684B2 (en) 2002-12-12 2007-07-17 Texplorer Gmbh Thermal camouflage sheet

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