DD290256A5 - Vorrichtung zum messen grosser innen- und aussenkegel - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Messen groszer Innen- und Auszenkegel und sie sind vorteilhaft anwendbar unmittelbar an der Maschine im Fertigungsprozesz. Das Ziel der Erfindung ist es, Vorrichtungen vorzuschlagen, welche eine hohe Meszgenauigkeit aufweisen und unter Werkstattbedingungen fuer grosze Werkstuecke einsetzbar sind. Aufgabe der Erfindung ist es, Vorrichtungen vorzuschlagen, die ein direktes Ablesen der Istmasze am auf der Werkzeugmaschine eingespannten Werkstueck und, falls erforderlich, die Korrektur auf das Sollmasz erlaubt, Meszfehler gering gehalten werden und fuer grosze Abmessungen einsetzbar sind. Erfindungsgemaesz wird die Aufgabe dadurch geloest, dasz an der Stirnseite des Werkstueckes eine Anlageschiene kipp- und verkantungsfrei angelegt wird. An dieser Anlageschiene befindet sich rechtwinklig ein Mesztraeger. Dieser wird bei Innenkegeln innen und bei Auszenkegeln auszen angeordnet. Die zentrische Lage der Vorrichtung wird dadurch erreicht, dasz am Mesztraeger ein federnder Andrueckschlitten so angeordnet ist, dasz er mit einem entgegengesetzt angeordneten Anlagebolzen an der zu messenden Flaeche zur Anlage kommt. Der Mesztraeger besitzt in einem definierten Abstand A eine Meszeinrichtung, vorzugsweise eine Meszuhr. Durch eine guenstige Wahl des Abstandes A kann an der Meszeinrichtung die Anzeige direkt in Grad oder in deren Bruchteilen erfolgen. Dazu ist der Mesztraeger in seiner Laenge justierbar. Fig. 1{Vorrichtung; Messen von Kegeln; Innenkegel; Auszenkegel; grosze Abmessungen; Meszeinrichtung}
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen zum Messen großer Innen- und Außenkegel sowie zur Lagebestimmung dieser Kegel und Bohrungen und sie sind vorteilhaft anwendbar unmittelbar an der Maschine im Fertigungsprozeß, da sie unabhängig von der Werkstückposition einsetzbar sind.
Nach [1 ] sind Meßgeräte zur Kegelvermessung wie Winkellibellen (S. 172) und Kegelfeinmeßgeräte (S. 183) bekannt. Diese messen präzis in vorgegebenen Toleranzbereichen, sind aber kompliziert in ihrem Aufbau. Sie haben den Nachteil, daß sie nur unter Laborbedingungen arbeiten und ein Einsati im rauhen Werkstattbetrieb nicht möglich ist. Die Größe der Bauteile ist ebenfalls begrenzt, da nur kleine und leicht zu transportierende Bauteile vermessen werden können.
Es sind außerdem Meßgeräteverkörperungen bekannt, die nach dem Sinus- oder Tangentiallineal arbeiten (S. 171). Diese sind in ihrer Handhabung äußerst kompliziert und aufwendig und verlangen Mßßroutine. Zur Durchmesserbestimmung in den gewählten Meßebenen sind Endmaße erforderlich, deren Handhabung kompliziert ist und ein^ri Werkstattbetrieb ausschließt. Dadurch wird der Einsatz auf Laborbedingungen und kleinere Werkstücke begrenzt. Außerdem sind je Kegelbestimmung mindestens zwei Durchmesserbestimmungen und eine nachfolgende rechnerische Auswertung erforderlich. Es sind keine Vorrichtungen zum Messen von Kegeln unter Workstattbedingungen bekannt.
Das Ziel der Erfindung ist as, Vorrichtungen zum Messen großer Innen- und Außenkegel sowie zu deren Lagebestimmung vorzuschlagen, welche eine hohe Meßgenauigkeit aufweisen und unter Werkstattbedingungen für große Werkstücke einsetzbar sind.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, Vorrichtungen zum Messen großer Innen- und Außenkegel vorzuschlagen, die ein direktes Ablesen der Istmaße am auf der Werkzeugmaschine eingespannten Werkstück durch einmaliges Messen und, falls erforderlich, Korrekturen auf das Sollmaß durch die Werkzeugmaschine erlauben, Meßfehler ge-ing halten und für große Abmessungen einsetzbar sind.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß an der Stirnseite des Werkstückes eine Anlageschiene kipp- und verkantungsfrei angelegt wird. An dieser Anlageschiene befindet sich rechtwinklig ein Meßträger. Dieser kann entsprechend der vorliegenden Meßaufgabe innen und außen angeordnet werden. Die zentrische Lage der Vorrichtungen werden dadurch erreicht, daß an der Anlageschiene ein federnder Andrückschlitten so angeordnet ist, daß er mit dem im Meßträger entgegengesetzt angeordneten Anlagebolzen an der zu messenden Fläche zur Anlage kommt. Der Meßträger besitzt in einem definierten Abstand A eine Meßeinrichtung, vorzugsweise eine Meßuhr. Durch eine günstige Wahl des Abstandes A kann an der Moßeinrichtung die Anzeige direkt in Grad oder in deren Bruchteilen erfolgen. Dazu ist der Meßträger in seiner Länge verstell- und justierbar oder nach einem Baukastenprinzip austauschbar.
Zu Beginn des Meßvorganges wird der Andrück.schlitten bei Innenkegeln nach innen und bei Außenkegeln nach außen entgegen der Federkraft gezogen und die Vorrichtung mit der Anlagenschiene an die Stirnseite des Werkstückes angelegt. Ein kurzes Auspendeln sichert eine zentrische Lage. Nun wird die arretierte Meßeinrichtung gelöst und die Messung kann erfolgen. Damit kann der Kege< iuf Meßhaltigkeit geprüft werden. Ohne das Werkstück aus- oder umzuspannen ist durch Festellen der Abweichungen vom Sollmaß auf der Werkzeugmaschine die Korrektur zur Erreichung dieses Maßes jederzeit möglich. Durch Drehen der Vorrichtung gegenüber dem Werkstück um 180° kann die genaue Lage des Kegels zur Auflagefläche ermittelt werden.
Vorteilhaft ist es, daß die Anlageschiene für verschiedene Werkstückabmessungen in vorgegebenen Längen unterschiedlich ist.
Damit werden die Handlichkeit und Universalität erhöht.
In Abhängigkeit dar Benutzung muß eine Justage sowohl des Abstandes A als auch der Spitzen des Anlagebolzens und der Meßeinrichtung erfolgen.
Befinden sich die zu vermessenden Kegel innerhalb eines langen zylindrischen Bauteile, wird durch Austausch der Anlage ichiene gegen Elemente eines Reiters die vorgeschlagene Meßmethode ebenfalls ermöglicht.
Diese Vorrichtungen sind auch für beliebige Winkelmessungen einsetzbar.
Die Erfindung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Fig. 1: zeigt eine Vorrichtung zum Messen von kegligen Bohrungen in der Seitenansicht Fig. 2: zeigt die Vorderansicht nach Fig. 1
Fig. 3: zeigt eine Vorrichtung zum Messen von Außenkegeln
Fig.4: zeigt eino Vorrichtung zum Messen von kegligen Wellenabschnitten Fig. 5: zeigt die Vorderansicht nach Fig.4
Gemäß Fig. 1 und 2 besteht die Vorrichtung aus der Anlageschiene 1 und einem dazu rechtwinklig angeordneten zwei- oder mehrteiligen Meßträger 2. In einem frei wählbaren Abstand zur Anlageschiene 1 befindet sich der Anlagebolzen 3, der mit seiner Spitze nach außen zeigt und im Meßträger 2 justier- und arretierbar ist. Die notwendige Meßposition zum Ausschalten von Meßfehlern wird durch eine entgegen zum Anlagebolzen 3 angebrachten Andrückschlitten 4 erzielt. Dieser ist in der Anlageschiene 1 geführt. Die erforderliche Meßkraft wird durch die Druckfeder 7 erreicht. Durch die Führungsrollen 8 wird der Andrückschlitten 4 geführt und durch Druckrollen 9 die gesamte Vorrichtung positioniert. Der Meßträger 2 ist geteilt. Diese Teilung erlaubt die Einstellung des Abstandes A als Voraussetzung des Meßprinzips nach dem Tangenslineal. Im Abstand A vom Anlagebolzen 3 ist arretierbar eine Meßeinrichtung 6 angebracht. Vor dem Meßvorgang wird der Andrückschlitten 4 in Richtung Meßträger 2 gezogen und die Anlageschiene 1 an die Planfläche des Werkstückes 5 angelegt. Durch die Druckfeder werden der Andrückschlitten 4 und der Anlagebolzen 3 gleichzeitig entgegengesetzt gegen die innere Mantelfläche des Werkstückes 5 gedruckt. Dabei wird die Meßeinrichtung 6 selbständig in die Meßposition gebracht. Nach dem Positionieren der Vorrichtung kann an der Meßeinrichtung 6 das Meßergebnis abgelesen werden. Zur Vermeidung von Meßfehlern ist die Auflagefläche der Anlageschieno 1 als Dreipunktauflage ausgeführt.
Gemäß Fig. 3 ist die Vorrichtung analog der Fig. 1 aufgebaut. Der Unterschied besteht darin, daß der Anlagebolzen 3 und die Meßeinrichtung 6 um 180° gedreht angeordnet sind. Der Andrückschlitten 4 wird mit einer Zugfeder 10 bewegt und die Druckrollen 9 wirken entgegengesetzt.
Gemäß Fig.4 und 5 besteht die Vorrichtung aus dem zwei- oder mehrfach geteilten Meßträger 2. An diesem be'mden sich vier Meßstützen 12 mit ihren Auflageflächen 11. Der Winkel und die Länge der Meßstützen 12 ist von der Gestalt des Werkstückes abhängig. Für den Meßvorgang wird die Vorrichtung auf das Werkstück 5 aufgesetzt und solange axial verschoben, bis der Anlagebolzen 3 die konische Mantelfläche berührt. Dabei stellt sich die Meßeinrichtung 6 selbständig, bedingt durch den eingestellten Abstand A, auf das ablesbare Kegelverhältnis ein.
[1] Dipl.Ing. ZiII .Messen unJ Lehren im Maschinenbau und in der Feingerätetechnik" Verlag Technik 1972
Claims (4)
1. Vorrichtungen zum Messen großer Innen- und Außenkegel nach dem Prinzip des Tangenslineals, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Anlage&nhiene (1) rechtwinklig ein Meßträger (2) mit einem Anlagebolzen (3) und gegenüberliegend ein federnden Andrückschlitten (4) angeordnet ist, de.* Meßträger (2) in einem definierten Abstand (A) eine Meßeinrichtung (6), vorzugsweise eine Meßuhr besitzt, die das Kegelmaß anzeigt.
2. Vorrichtungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand (A) verstell- und justierbar ist.
3. Vorrichtungen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Anlageschiene (1) in vorgegebenen Längen gestuft ist.
4. Vorrichtungen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beliebige Meßpositionen realisierbar sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD33552389A DD290256A5 (de) | 1989-12-12 | 1989-12-12 | Vorrichtung zum messen grosser innen- und aussenkegel |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DD290256A5 true DD290256A5 (de) | 1991-05-23 |
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Family Applications (1)
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1989
- 1989-12-12 DD DD33552389A patent/DD290256A5/de not_active IP Right Cessation
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