DD290316A7 - Anordnung zur schwingungsisolierung von schlagradmuehlen - Google Patents
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Abstract
Die Anordnung zur Schwingungsisolierung von Schlagradmuehlen dient der Schwingungsisolierung von Schlagradmuehlen, die infolge Verschleiszes eine Unwucht aufweisen, und ist bevorzugt anwendbar an Kohlemuehlen in Kraftwerken. In bekannter Weise wird der schwingende Teil des Muehlensystems, bestehend aus dem Schlagrad, den Drehmoment-UEbertragungs-und-Umformungselementen sowie dem Antrieb, auf einem starren Tragrahmen, der auf am Fundament angeordneten Schwingungsisolatoren ruht, befestigt und das Muehlengehaeuse ist starr auf dem Fundament angeordnet. Erfindungsgemaesz ist dabei die Masse der Antriebseinheit und der Drehmoment-UEbertragungs-und-Umformungseinrichtungen mit den dazugehoerigen Lagerungen als Gegenmasse zum fliegend gelagerten Schlagrad angeordnet. Die Auswahl der Federcharakteristik der Schwingungsisolatoren und ihre Anordnung unter dem Tragrahmen erfolgt derart, dasz eine exakt waagerechte Lage der Antriebsachse gewaehrleistet ist. Es werden Schwingungsisolatoren mit Daempfung verwendet. Mit der erfindungsgemaeszen Anordnung werden Schaeden infolge von Schwingungen im Baugrund und in angeschlossenen technologischen Anlagen bei relativ geringem Aufwand weitestgehend vermieden.{Schlagradmuehle; Schwingungsisolierung; Unwucht; Kohlemuehle; Kraftwerk; Schwingungsisolator; Fundament; Baugrund}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf die Schwingungsisolierung von Schlagradmühlen, die aufgrund ihres Verschleißes botriobsmäßig eine Unwucht aufweisen, und ist anwendbar vor allem an Kohlomühten in Kraftwerksanlagen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
An Schlagradmühlen zum Zerkleinern der Kohle in Kraftwerksanlagen tritt in Abhängigkeit des erosiv wirkenden Ballastanteiles Jer Rohbraunkohle ein unterschiedlicher Verschleiß am Schlagrad auf, der mit steigender Betriebszeit zu einer zunehmendon Unwucht dosselben führt. Diese Unwucht verursacht Mühlenschwingungen, die auf das starr mit der Mühle verbundene Fundament und die mit der Mühle verbundenen vor- und nachgeschalteten technologischen Anlagen und Gebäudeteile übertragen werden. Vom Fundament werden die Schwingungen in dan Baugrund übertragen, wo sie insbesondere bei ungünstigen Baugrundverhältnissen zu Setzungen des Fundamentes führen.
Durch Übertragung der Mühlenschwingungen auf vo' und ι.ichgeschaltete technologische Einrichtungen und Gebäudekonstruktionen werden an diesen u.a. R'^schäden an Schweißnähten und Verbindungselementen sowie Schäden an Meßgeräten und Steuerungseinrichtungen verursacht.
Bekannt ist, daß die infolge Mahlwerkzeugverschleiß in der Kohlemühle verursachten und mit zunehmender Betriebszeit stärker wordenden Schwingungen bislang durch Zwischenschalten einer großen Betonmasse zwischen auf dem Fundament aufgesetzte Schwingungsisolatoren und Mühlensystem gedämpft werden. Derartige Schwingfundamente weisen den Nachteil auf, daß
- ihre Errichtung technisch und ökonomisch sehr aufwendig ist;
- sie bei Kesselhäusern ohne Unterkellerung nicht ausgeführt werden könnon;
- die Schwingungen von der ebenfalls auf dem Schwingfundament stehenden Mahlkammor weiterhin über die angeschlossenen Kanäle (Sichter, Staubleitung, Rauchgasrücksaugung) einschließlich tieren Halterung in die Kesselbauteile übertragen werden.
Nach Major, A. „Berechnung und Planung von Maschinen- und Turbinenfundamenten", VEB Verlag für Bauwesen, Berlin 1961, S. 101, ist ferner bekannt, daß... »Maschinen mit kleinen und geringen Massenkräften bzw. mit kleiner kinetischer Energie ohne jede besondere Fundierung unmittelbar oder unter Einschaltung elastischer Unterlagen auf den Boden oder auf die Decke gestellt werden können, da sie sehr kleine, kaum oder gar nicht wahrnehmbare Amplituden erzeugen." Die schwingungsisolierte Aufstellung von Maschinen mit großen dynamischen Kraftwirkungen (z.B. Kohlemühlen) ohne Zwischenschaltung einer großen Dämpfungsmasse (vorwiegend Stahlbeton) ist bisher nicht bekannt.
Gemäß SU-UHS 808371 und SU-UHS 1240444 ist es für Asbostzerfasormaschinen, zwar wahrscheinlich kleinerer Leistung als von Kraftwerkskohlemühlon, bekannt, die komplette Antriebseinheit der Arbeitsmaschine auf einem gemeinsamen Rahmen anzuordnen, wobei dieser Rahmen über Federelemente mit dem Fundament verbunden ist. Damit wird der Eintrag kinetischer Energie in den Baugrund vermieden. Entsprechend SU-UHS 1240444, Bild 1 ist dabei das Gehäuse dor Arbeitsmaschine starr mit dem Fundament verbunden, während die Antriebseinheit komplett über Schwingungsisolatoren auf dem Fundament angeordnet ist. Die Übertragung dieser Lösungen auf Schlagradmühlen mit sehr großer Masse, wie es Kraftwerkskohlemühlen beispielsweise darstellen, ist nicht ohne weiteres möglich. Bei Schlagradmühlen mit sehr großer Masse stellen nämlich di -xakt zentrische Wellendurchführung in das starr angeordnete Gohäuse sowie die Beherrschung des Durchlaufes kritischer Drehzahlen, vor allem bei An- und Abfahrvorgängen, eine zwingende Voraussetzung dar. Diese Probleme werden mit den Anordnungen in den beiden sowjetischen Patentschriften nicht gelöst.
Bekannt ist weiterhin, die Schlagräder von Mühlen mit starrem Fundament bei Erreichen einer festgelegten Laufunruhe nachzuwuchten, um Schäden an den Gebäuden sowie technologischen Einrichtungen zu vermeiden. (Schüler, U. .Einflüsse bei der Prallzerkleinerung von Rohbraunkohle und ihre wirtschaftliche Bedoutung" in Energie 17 [1965], Nr. 12, S. 550... 552)
Nachteil dieser Methode ist der zusatzliche Mühlenstlllstand (Elektroenergleerzeugungsausfall) und der erhebliche Aufwand. Bekannt Ist ferner, daß dlo In o. g. Schwingfundamenten eingesetzten Stahlfederschwingungsisolatoren bei der in Kesselhäusern vorwiegend angewendeten Naßreinigung stark verschmutzten und erheblicher Korrosionsbeanspruchung unterliegen, so daß sie spätestens nach &-10 Betriebsjahren nicht mehr funktionstüchtig sind.
Ziel der Erfindung ist es, bei Neuerrichtung oder Rekonstruktion von Schlagrad-Mühlenanlagen, vorwiegend in Kraftwerken, mit möglichst geringen Kosten und geringem Bauaufwand eine effektive Schwingungsisolierung zu ermöglichen.
und in ein nichtschwingendes Teilsystem unterteilt.
angeordnet.
nachgeschalteten technologischen Einrichtungen, wiez. B. Rauchgasrücksaugung und Staubkanälen. Dieses nlchtschwingonde
den dazugehörigen Lagerungen als Gegenmasse zum fliegend gelagerten Schlagrad angeordnet. Die Schwingungsisolatorenzwischen dem Tragrahmen und dem Fundament werden ihrer Federcharakteristik nach so ausgewählt und derart zumgemeinsamen Schwerpunkt des Antriebssystems angeordnet, daß eine exakt waagerechte Lage der Antriebsachsegewährleistet ist.
vermieden werden.
angeschlossen sind, und in Gebäudeteile weitestgehend zu vermelden. Dabei wird eine exakt zentrische Wellendurchführung indas Mühlengehäuse gesichert und das Durchlaufen kritischer Drehzahlen beherrscht.
in Figur 2 in einer Seitenansicht dargestellt. Die Ventilatormühle hat einen Kohledurchsatz von ca. 25t/h.
dem Antriebsmotor 4, dem Motorbock 5 und der Kupplung 6. Dieses Teilsystem steht auf dem gemeinsamen Tragrahmen 7 undbildet die Gegenmasse zum fliegend gelagerten Schlagrad. Der Tragrahmen 7 ruht auf Schwingungsisolatoren 8, die auf dem
technologischen Anlagen das nichtschwingende Teilsystem und ist starr auf dem gleichen Fundament 10 angeordnet.
zentrische, exakt waagerechte Lage wird durch die Auswahl der Federcharakteristik der Schwingungsisolatoren 8 sowie diewahlweise Anordnung dieser Schwingungsisolatoren 8 unter dem Tragrahmen 7 in bezug zur Vorderkante des Tragrahmens 7gesichert.
durch die im Kraftwerks-Mühlenkeller übliche Naßreinipung keine Beeinträchtigung ihrer Wirksamkeit und vermeiden mit deneingebauten Dämpfungsgliedern Resonanzschwingunysüberhöhungen beim Durchlaufen der kritischen Drehzahlen.
Claims (2)
1. Anordnung zur Schwingungeisolierung von Schlagradmühlen zur Kohlezerkleinerung bei Aufstellung der Antriebseinheit und der Drehmoment-Übertragungs· und -Umformungseinrichtungen mit den dazugehörigen Lagerungen und mit dem Schlagrad der Mühle auf einem gemeinsamen, starr ausgeführten Tragrahmen, wobei dieser Tragrahmen auf unmittelbar auf dem Fundament angeordneten Schwingungsisolatoren ruht, und bei unmittelbar, starrer Aufstellung des Mühlengehäuses mit den fest an ihm angebrachten technologischen Anlagen auf einem Fundament, gekennzeichnet dadurch, daß die Masse der Antriebseinheit und der Drehmoment-Übertragungs· und -Umformungseinrichtungen mit den dazugehörigen Lagerungen als Gegenmasse zum fliegend gelagerten Schlagrad angeordnet ist, daß die Anordnung der Schwingungsisolatoren zum gemeinsamen Schwerpunkt des Antriebssystems sowie die Auswahl der Federcharakteristik der Schwingungsisolatoren in einer die exakt waagerechte Lage der Antriebsachse gewährleistenden Weise erfolgt und daß Schwingungsisolatoren mit Dämpfung eingesetzt sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schwingungsisolatoren als vollgekapselte Einheit ausgeführt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32727989A DD290316C4 (de) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Anordnung zur schwingungsisolierung von schlagradmuehlen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32727989A DD290316C4 (de) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Anordnung zur schwingungsisolierung von schlagradmuehlen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD290316A7 true DD290316A7 (de) | 1991-05-29 |
| DD290316C4 DD290316C4 (de) | 1992-03-26 |
Family
ID=5608220
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD32727989A DD290316C4 (de) | 1989-04-05 | 1989-04-05 | Anordnung zur schwingungsisolierung von schlagradmuehlen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD290316C4 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009000440B4 (de) * | 2009-01-27 | 2013-05-29 | Neuman & Esser Gmbh Mahl- Und Sichtsysteme | Pendelmühle |
| US8590821B2 (en) | 2009-01-27 | 2013-11-26 | Neuman & Esser GmbH Mahl—und Sichtsysteme | Pendulum mill |
-
1989
- 1989-04-05 DD DD32727989A patent/DD290316C4/de not_active IP Right Cessation
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102009000440B4 (de) * | 2009-01-27 | 2013-05-29 | Neuman & Esser Gmbh Mahl- Und Sichtsysteme | Pendelmühle |
| DE102009000440B9 (de) * | 2009-01-27 | 2013-09-12 | Neuman & Esser Gmbh Mahl- Und Sichtsysteme | Pendelmühle |
| US8590821B2 (en) | 2009-01-27 | 2013-11-26 | Neuman & Esser GmbH Mahl—und Sichtsysteme | Pendulum mill |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD290316C4 (de) | 1992-03-26 |
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