DD290445A5 - Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung - Google Patents

Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung Download PDF

Info

Publication number
DD290445A5
DD290445A5 DD33595389A DD33595389A DD290445A5 DD 290445 A5 DD290445 A5 DD 290445A5 DD 33595389 A DD33595389 A DD 33595389A DD 33595389 A DD33595389 A DD 33595389A DD 290445 A5 DD290445 A5 DD 290445A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
cutting
tool
steel alloy
steel
composite
Prior art date
Application number
DD33595389A
Other languages
English (en)
Inventor
Boris A Movcan
Naum A Gorba
Igor Guljaev
Klaus Scherf
Manfred Thaele
Original Assignee
Fz Der Werkzeugindustrie,De
Institut F. Elektroschweissen E. O. Paton,Su
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fz Der Werkzeugindustrie,De, Institut F. Elektroschweissen E. O. Paton,Su filed Critical Fz Der Werkzeugindustrie,De
Priority to DD33595389A priority Critical patent/DD290445A5/de
Publication of DD290445A5 publication Critical patent/DD290445A5/de

Links

Landscapes

  • Cutting Tools, Boring Holders, And Turrets (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Stahllegierung fuer ein Zerspanungswerkzeug, insbesondere einen Nutenfraeser in Verbundausfuehrung, die auf einem Werkzeuggrundkoerper aus un- bzw. niedriglegiertem Stahlwerkstoff aufgebracht ist und dort den Bereich der Werkzeugschneiden bildet. Der Erfindung liegt die Aufgabenstellung zugrunde, fuer den die Werkzeugschneide bildenden Verbundwerkstoff eine Stahllegierung anzugeben, die bei hoher Verschleiszbestaendigkeit und Warmhaerte fuer die Zerspanung von Staehlen mit hoeherer Festigkeit sowie zur effektiven Bearbeitung schwerspanbarer Legierungen geeignet ist, und die unter Anwendung des Verfahrens der Aufkristallisation auf den Werkzeuggrundkoerper fest und haltbar aufbringbar ist. Fuer die Loesung dieser Aufgabe wird eine Stahllegierung folgender chemischer Zusammensetzung in Vorschlag gebracht:C: 2,3% * *{Stahllegierung; Zerspanungswerkzeug; Nutenfraeser; Verbundwerkstoff; Aufkristallisation; Stahllegierung fuer den Verbundwerkstoff}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfinduno betrifft eine Stahllegierung für ein Zerspanungswerkzeug, insbesondere einen Nutenfräser in Verbundausführung, die auf einem Werkzeuggrundkörper aus un- bzw. niedriglegiertem Stahlwerkstoff aufgebracht ist und dort den Bereich der Werkzougschneiden bildet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Zerspanungswerkzeuge, bei denen der Werkzeuggrundkörper und das Schneidenteil aus einem Werkstoffverbund bestehen,
sind bekannt (DE-OS 2729946; DE-OS 3323409).
Bei diesen aus einem Werkstoffverbund gefertigten Werkzeugen ist die Verbindung zwischen den unterschiedlichen Werkstoffqualitäten, beispielsweise ein unlegierter Werkzeugstahl und ein Hochleistungsschnellarbeitsstahl, durch Verschweißen hergestellt oder der als Schneidbelag ausgefertigte Werkzeugteil auf dem Umfang des Werkzeuggrundkörpers
aufgelötet und aufgeklebt.
Bei dieser Art aus Verbundwerkstoffen hergestellten Werkzeugen ist der technologische Prozeß zur Herstellung der Werkstoffverbindung mit erheblichen Arbeitsumständen verbunden und bereitet vor allem beim Verschweißen der
unterschiedlichen Werkstoffarten Schwierigkeiten.
Außerdem sind solche Werkstoffverbunde teuer, weshalb sie sich in der Werkzeugherstellung nur in einem sehr bescheidenen Umfang durchzusetzen vermögen. Ferner ist es bekannt, Werkzeuge für Zerspanungswerkzeuge, wie Sägeblätter, Messer, Fräser, Drehstähle oder auc'.i Walzen für Walzwerke aus einem Stahl-Verbundmaterial herzustellen, bei denen die Verbindung der beiden Stahlkomponenten durch Gießen, Elektronenstrahlschmelzen oder Warmwalzen vorgenommen wird. Zur Herstellung solcher für Zerspanungswerkzeuge bestimmten Stahl-Verbundwerkstoffe ist auch schon vorgeschlagen
worden, den Werkzeuggrundkörper in ein metallisches Schmelzbad einzutauchen und infolge dieses Eintauchens auf die
Oberfläche dieses Grundkörpers eine der Schmelze entsprechende Metallschicht aufzubringen. Der so beschichtete Oberflächenbereich kann daraufhin einer formgebenden Nachbearbeitung unterzogen werden. Die Metallschmelze besteht hierbei aus einer Legierung oder einer Legierung und einer Metall-Nichtmetall-Verbindung, aus
einem hochfesten Stahl und/oder einem Metallkarbid, Metallnitrid oder dergleichen, einem Werkstoff also, der im gegebenen
Fall als Schneidwerkstoff Verwendung finden soll. Die Ablagerung des Schneidwerkstoffes erfolgt in einem kontinuierlichen Prozeß unter Vakuumbedingungen im Wege einer Aufkristallisation, in deren Verlauf viele Einzelschichten Schicht für Schicht aufgebracht und auf verschiedene Weise noch einer Nachbehandlung, z. B. durch während der Ablagerung der Einzelschichten stets erneutes lokales Aufschmelzen unterzogen
werden. Gegenüber den vorerwähnten Möglichkeiten zur Herstellung von Verbundkörpern, die erfahrungsgemäß kompliziert und in ihrer technologischen Prozeßführung nur schwer beherrschbar sind, stellt das letztere Verfahren in Form der
Auf kristallisation eines Verbundwerkstoffes auf ein Trägermaterial eine progressive Technologie zur Herstellung von Verbundkörpern für Zerspanungswerkzeuge dar. Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Substitution von aus dem Vollen gefertigten Werkzeugen durch solche in Verbundausführung, bei dem davon ausgegangen wird, auf einen wiederverwendungsfähigen Werkzeuggrundkörper aus un- bzw. niedriglegiertem Stahl im Bereich der Werkzeugschneiden eine Schicht aus hochlegiertem Schneidwerkstoff aufzubringen, die vor allem zur Bearbeitung schwerspanbarer und hochfester Werkstoffe» geeignet ist.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für den die Werkzeugschneide bildenden Verbundwerkstoff eine Stahllegierung anzugeben, die bei hoher Verschleißbeständigkeit und Warmhärte für die Zerspanung von Stählen mit höherer Festigkeit, z.B. Hochleistungsschnellarbeitsstahl, sowie zur effektiven Bearbeitung schwerspanbarer Legierungen, z. B. CrNi-Stähle geeignet ist und die unter Anwendung des Verfahrens der Aufkristallisation auf den Werkzeuggrundkörper fest und haltbar aufbringbar ist. Es hat sich überraschenderweise gezeigt, daß die Bedingungen der Aufgabenstellung in bisher nicht erreichter Vollkommenheit durch eine Stahllegierung mit der chemischen Zusammensetzung
C: 2,3% (2,2-2,4%)
Cr: 4,0% (3,9-4,1%)
W: 6,5% (6,4-6,6%)
Mo: 7,0% (6,8-7,0%)
V: 6,5% (6,4-6,6%)
Co: 10,5% (10,0-11,0%) Rest:Eisen
erfüllt werden.
Eine Schneidschicht dieser schmelzmetallurgisch nur bedingt herstellbaren Legierungszusammensetzung ist gegenüber den
derzeit eingesetzten konventionell hergestellten Schnellarbeitsstahllegierungen für Zerspanungswerkzeuge in
Volistahlausführung in verschiedener Hinsicht vorteilhafter einsetzbar und läßt bei höheren Schnittwerten bei den meisten der Einsatzfälle bisher nicht erreichte Leistungssteigerungen zu. Die Schneidschicht kann hierbei zunächst als geschlossene Schicht mit nachträglicher Ausarbeitung der Schneidengeometrie
eines Zerspanungswerkzeuges, z.B. eines Nutenfräsers, aufgebracht werden als auch in der Form, daß ein in bezug auf die
Werkzeugschneiden vorprofilierter Werkzeugrundkörper zum Einsatz kommt und die Schneidschicht insoweit das Schneidenprofil bedeckt. Die Schichtdicke kann je nach Abmessung und Anwendungszweck des Zerspanungswerkzeuges 2 bis 10 mm betragen, so daß in
jedem Fall bei erfolgter Nachbearbeitung der Schneidschicht, z. B. durch Schleifen, an jedem Teil der Werkzeugschneiden ein entsprechender Schichtauftrag verfügbar ist.
Durch die besondere Art der Schichtaufbringung durch das Verfahren der Aufkristallisation kann es verschiedentlich von Vorteil
sein, vor der Endbearbeitung der Schneidenprofilierung entsprechende Warmbehandlungen vorzunehmen.
Ist das Zerspanungswerkzeug total verschlissen und damit unbrauchbar geworden, ist auf einfache Art und Weise eine Neubeschichtung und damit eine vollwertige Wiederverwendung des Werkzeuges möglich. Ein derartig regeneriertes Werkzeug erfüllt in seinen Gebrauchseigenschaften alle Anforderungen, wie sie an ein vergleichsweise
neues Werkzeug gestellt werden.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel kurz erläutert werden.
Auf einen vorgefertigten Werkzeuggrundkörper in der Form eines Nutenfräsers der Abmessungen 100 x 100k8 nach TGL 35418 aus dem Werkstoff 50CrV4 wird im unmittelbaren Schneidenbereich eine 5mm dicke Schicht eines Hochleistungsschnellarbeitsstahles folgender chemischer Zusammensetzung aufgebracht:
C: 2,3%;CR: 4,0%;Mo: 7,0%;V: 6,5%;W: 6,5% Co: 10,5%; Rest: Eisen
Der so geschaffene Verbundkörper wird anschließend einer auf diesen Verbundwerkstoff abgestimmten Weichglühbehandlung unterzogen, wobei die Abkühlgeschwindigkeit so gewählt wird, daß die Schneidschicht nach der Glühbehandlung eine Härte von ca. 35 HRC hat, um die nachfolgende spanende Fertigbearbeitung ausführen zu können.
Das Härten und Anlassen des Werkzeuges erfolgt den Vorschriften gemäß, wie sie für die Behandlung von aus dem Vollen gearbeiteten Werkzeugen aus Schnellarbeitsstahl erforderlich sind. Nach erfolgtem Einsatz und Verschleiß des Zerspanungswerkzeuges kann die Schneidschicht in üblicherweise abgeschliffen werden und eine neue Beschichtung auch mit veränderter bzw. variierter chemischer Zusammensetzung des Schneidwerkstoffes erfolgen.

Claims (2)

1. Stahllegierung für ein Zerspanungswerkzeug, insbesondere Nutenfräser in Verbundausführung, die auf einem Werkzeuggrundkörper aus un- bzw. niedriglegiertem Stahlwerkstoff aufgebracht ist und dort den Bereich der Werkzeugschneiden bildet, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidwerkstoff aus einer Stahllegierung der chemischen Zusammensetzung
Co: 10,5% (10,0-11,0%) Rest:Eisen
besteht.
2. Stahllegierung für ein Zerspanungswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneidwerkstoff aus dem schmelzflüssigen Zustand durch Aufkristallisation schichtweise als Summe mehrerer Einzelschichten aufgebracht ist.
DD33595389A 1989-12-20 1989-12-20 Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung DD290445A5 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33595389A DD290445A5 (de) 1989-12-20 1989-12-20 Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD33595389A DD290445A5 (de) 1989-12-20 1989-12-20 Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD290445A5 true DD290445A5 (de) 1991-05-29

Family

ID=5614969

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD33595389A DD290445A5 (de) 1989-12-20 1989-12-20 Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD290445A5 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1066913B1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Klinge eines Schneidwerkzeuges und damit hergestelltes Erzeugnis
DE102010025950B4 (de) Warmumformwerkzeug mit verbesserter Verschleißfestigkeit und Verfahren zu dessen Herstellung
EP3074167B1 (de) Verfahren zur herstellung eines vormaterials für ein zerspanungswerkzeug
DE3150845A1 (de) Verfahren zur herstellung einer pressform
DE4112614C2 (de) Dorn zur Kalt- und/oder Warmumformung von metallischem Gut und Verfahren zu seiner Herstellung
EP2875890A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Vormaterials für ein Zerspanungswerkzeug und entsprechendes Vormaterial
DE19530641C1 (de) Schneidwerkzeug und Verfahren zum Herstellen desselben
EP0894206A1 (de) Schichtverbundwerkstoff und verfahren zur verbesserung der oberflächenhärte von schichtverbundwerkstoffen
DE2758330B1 (de) Schnellarbeitsstahl
DD290445A5 (de) Zerspanungswerkzeug, insbesondere nutenfraeser in verbundausfuehrung
DE69313093T2 (de) Beschichtetes Werkstück und Verfahren zum Beschichten dieses Werkstückes
DE3715323C2 (de)
EP0130175B1 (de) Verfahren zum Herstellen eines Gleitlagers
DE19744214A1 (de) Schneidwerkzeug, sowie Verfahren zur Beschichtung von Schneidwerkzeugen
EP0207071A1 (de) Maschinenmesser und Verfahren zur Herstellung desselben
DE102013213752A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Werkzeugs für die Bearbeitung von Blechen sowie Werkzeug
EP0664349B1 (de) Verfahren zum Beschichten von Kupferwerkstoffen
EP3889292A1 (de) Aufspannplatte für druckgiessmaschine und herstellungsverfahren
DD290446A5 (de) Kreissaegeblatt in verbundausfuehrung und verfahren zu seiner herstellung
EP4613417B1 (de) Verfahren zur herstellung eines tailored welded blank
DD273996A1 (de) Hartstoffbeschichtetes schneidwerkzeug, insbesondere messer zum schneiden von papier, pappe, leder, textilien und chemiefasern
DD142516A1 (de) Verfahren zum auftragsschweissen von hartmetallschichten unter schutzgas
DE202014009037U1 (de) Segmentrolle mit gehärteter Oberfläche für Strang- oder Bandgießanlagen
DE4106227A1 (de) Verfahren zur oberflaechenveredlung von metallischen werkstoffen
DE2443933A1 (de) Verfahren zum unterpulverschweissen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee