DD290890A5 - Gewinnung von hochwirksamen trichlorphon - Google Patents

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DD290890A5
DD290890A5 DD26278489A DD26278489A DD290890A5 DD 290890 A5 DD290890 A5 DD 290890A5 DD 26278489 A DD26278489 A DD 26278489A DD 26278489 A DD26278489 A DD 26278489A DD 290890 A5 DD290890 A5 DD 290890A5
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DD
German Democratic Republic
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effective
insecticidally
trichlorophone
trichlorphone
highly effective
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Application number
DD26278489A
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English (en)
Inventor
Dieter Meissner
Johannes Sohr
Hermann Utschik
Martin Krauss
Rolf Reinhardt
Original Assignee
Fettchemie Karl-Marx-Stadt,De
Adw,Forschungsstelle Fuer Chem. Toxikologie,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft die Gewinnung von hochwirksamem Trichlorphon. Erfindungsgemaesz kann man technisches Trichlorphon in eine insektizid hochwirksame und eine weniger wirksame Form trennen, indem man TCP in wenig Wasser emulgiert, die weniger wirksam waeszrige Phase abtrennt und die oelige Phase als hochwirksamen insektiziden Wirkstoff weiter verarbeitet.

Description

Trichlorphon ist bekannt als insektizider Wirkstoff zur Bekämpfung von Endo- und Ektoparasiten.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Der nach literaturbekannten Herstellungsverfahren erhaltene 2.2.2-Trichlor-hydroxyethyl-phosphonsäure-dimethylostor (Trichlorphon) besitzt auf Grund der Bimolekularität, der optischen Aktivität sowie der unterschiedlichen Dipolmomente der Bimoleküle mehrere Kristallformen, die einmal als rocemischos Gemisch der Dimeren dipolfreien (DL-Form) oder als optisch aktive polare Diniere (LL- + DD-Form) auftreten können.
Ausgehend von einer „symmetrischen Synthese" beträgt das Verhältnis zwischen beiden Formen 1:1 (Z. Chem., 23.Jg. (1983), Heft 8).
Woiterhin ist techn. Trichlorphon durch Beimengungen, wie 0.0-Dimothyl-2.2-dichlor-vinyl-phosphat, Salze von Phosphonsäuren, Chloral, Dimethylphosphit und bestimmte Desmothylderivate, verunreinigt.
Speziell der Einsatz für hochprozentige Formulierungen sowie für therapeutische Zwecke verlangt eine Entfernung dieser störenden Verunreinigungen.
Bekannterweise geschieht das durch Umkristallisation oder Extraktion. So wird z. B. in den DE-PS 18763 und DE-PS 21369 zur Entfernung dieser unerwünschten Nebenprodukte eine Umkristallisation aus Wasser beschrieben, die jedoch mit Verlusten bis zu 30% verläuft.
Mit etwas besseren Ausbeuten läuft das im DE-PS 111910 beschriebene Reinigungsverfahren, bei dem nach Entfernung des organischen Lösungsmittels durch Wasserdampfdestillation ebenfalls aus Wasser kristallisiert wird. Bei all diesen Methoden wird Trichlorphon vollständig in Wasser gelöst und nach Abkühlen dia ausgefallenen Kristalle abgetrennt, wobei es zwar zu einer Entfernung der unerwünschten Nebenprodukte kommt: die ausgefallenen Kristalle stellen jedoch ein Modifikationsgemisch dar.
Die Schmelzpunkte der einzelnen Modifikationen liegen zwischen 3Ί3Κ und 383K. Eine Trennung dieses Gemisches konnte nur mit Hilfe einer mikroskopischen Selektion durchgeführt werden, wobei eine Zuordnung dann mit Hilfe der Differential-Kalorimetrie erfolgen kann (Z. Naturforsch. 38b, 819-824 (1983]).
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Anreicherung der biologisch wirksamsten Komponente (Modifikation) von technischem Trichlorphon bei gleichzeitiger Reinigung von störenden Nebenprodukten.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein technologisch einfaches Verfahren zur Anreicherung der wirksameren Trichlorphonmodifikation zu findon, was zu einer Herabsetzung der Anwendungskonzentration führt und die Umweltbelastung reduziert.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß man bei Temperaturen von 20-6O0C, vorzugsweise bei 5O0C, 1 Gewichtsteil rohen technischen Wirkstoffs mit 1 bis 2 Gewichtsteilen Wasser versetzt und 10-60 Min., vorzugsweise .
30 Minuten, emulgiert. Überraschenderweise setzt sich die LL-Modifikation, die bei biologischen Prüfungen aller auftretenden Formen die insektizid wesentlich wirksamere Form ist, als untere ölige Phase mit einer Reinheit von 98-100% ab. Diese Phase wird dann zur Kristallisation gebracht oder direkt mit Formulierungshilfsstoffen versetzt.
Dieso Trennung war insofern nicht vorauszusehen, da man annehmen mußte, daß auf Grund der Polarität die wirksameren reinen Enantiomeren sich bevorzugt in Wasser lösen müßten.
Durch dieses differenzierte Löseverhalten gelingt es nun überraschenderweise, die einzelnen Modifikationen zu trennen und bei gleichzeitiger Reinigung eine weitgehende Anreicherung der biologisch wirksameren Komponenten zu erreichen.
Der wäßrige Extrakt, der dann die unwirksameren Formen enthält, kann dann nach bekannten Verfahren zu Derivaten des Trichlorphons verarbeitet werden. Somit wird neben einer Reinigung eine Selektion der Trichlorphonqualität erreicht, ohne daß hohe Aufarbeitungsverluste eintreten. Damit wird unter Beibehaltung der Vorteile der geringen Warmblütertoxizität die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes verbessert und damit die Umweltbelastung reduziert.
Ausfuhrungebeispiele Tabelle 1
Wirksamkeit von selektierten Einzelkristallen des Trichlorphons (TCF) an Musca domostical (in % Rückenlage) mittels topicaler Applkfltion (0,03%ige Acetonlösung) in Korrelation mit den möglichen Modifikationen
Nr. der Versuche mögliche Modifikationen DD DL DD DL LL
DD DL DL LL LL LL
DD 21 33 48 70 100
1 6 15 33 45 82 100
2 4 23 18 45 70 98
3 5 23 48 58 76 100
4 6 19 18 51 64 99
5 8 23 η 47 64 100
6 7
Durchschnittliche 21 29,5 49 71 100
Abtötungsrate in % 6
Es wurden 24h alte Lösungen verwendet, die Einwirkungszeit betrug 6h.
Als Vergleichsstandard wurde der TCP-Wirkstoff der Bayer-AG herangezogen. Die durchschnittliche Abtötungsrate beträgt dort 24%. Die Trennung des TCP-Gemisches erfolgte durch eine mikroskopische Selektion und anschließende thermoanalytische Untersuchung mit einem Differential-Kalorimeter.
Die Abtötungsrate aller möglichen Modifikationen unterscheidet sich bedeutend. Die Modifikation, die auf Grund der Bimolekularität unterschiedlich polarer Dimero mehrere L-Monomore aufweist, zeigt die größte insektizide Wirkung.
Technische Gewinnung von iiochwlrksamem Trichlorphon
100 kg eines 75%igen technischen TCP werden zu 1501 Wasser gegeben. Danach wird 30 Minuten bei 5O0C gerührt, wobei sich TCP in öliger insektizid wirksamer Phase abscheidet. Diese Phaso wird abgetrennt und zur Kristallisation gebracht oder direkt den Kormulierungszuschlagstoffen zugesetzt. Durch Extraktion der wäßrigen Mutterlauge mit Chloroform oder Weiterverarbeitung zu DDVP kann dio wäßrigo Phase weiterverarbeitet werden.
Tabelle 2
Durchschnittliche insektizide Wirksamkeit der TCP-Fraktionen (98%ig)
Muster: 1. TCP der Bayer-AG
2. wäßrige Phase (racem. Form)
3. ölige Phase (erfindungsgemäße Form)
Methode: Beitopikaler Applikation und unterschiedlicher Einwirkungszeit (6h + 24h) an Musca dom ? NZ4dalt, Aufwandmonge 1 μΙ 0,02%ige acet. Lösung (= 0,2pg/9) wurden im Mittel folgende Ergebnisse erzielt:
Muster n-RL 6 24 %RL 24 0 Index (auf erfind. Form) 85 24 0
η 23 24 6 72,7 71,2 6 83 84
TCP-Bayer 33 69,7 74
racem. 20 27 81,8 71,2 93 84
Form 33 60,6
erfindungs 100
gemäße 27 29 87,9 84,9 100 100
Form 33 81,8
Anzahl der Fliegen Rückenlage

Claims (1)

  1. Gewinnung von hochwirksamem Trichlorphon durch Isomerentrennung, wobei das differenzierte Lösungsverhalton von technischem Trichlorphon eine Trennung der einzelnen Modifikationen bei gleichzeitiger Reinigung bewirkt, gekennzeichnet dadurch, daß man eine weitgehende Anreicherung der insektizid wirksameren Komponente erreicht, indem man bei Temperaturen von 20-60cC 1 Gewichtsteil rohen technischen Wirkstoffs mit 1 bis 2 Gewichtsteilen Wassor versetzt und 10 bis 60 Minuten emulgiert, die wäßrige, weniger wirksame Form abtrennt und die ölige, insektizid wirksamere Phase zur Kristallisation bringt oder direkt die Formulierungshilfsstoffe zusetzt.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
DD26278489A 1984-05-08 1984-05-08 Gewinnung von hochwirksamen trichlorphon DD290890A5 (de)

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DD26278484 1984-05-08

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DD290890A5 true DD290890A5 (de) 1991-06-13

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102234292A (zh) * 2010-04-30 2011-11-09 山东大成农药股份有限公司 敌百虫提纯新工艺

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102234292A (zh) * 2010-04-30 2011-11-09 山东大成农药股份有限公司 敌百虫提纯新工艺
CN102234292B (zh) * 2010-04-30 2013-12-18 山东大成农化有限公司 敌百虫提纯工艺

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