DD290929A5 - Gummiplattenanordnung zur herstellung von verbindungen zwischen stahlseilgurten oder zur reparatur eines stahlseilgurtes - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gummiplattenanordnung zur Herstellung von Verbindungen zwischen Stahlseilgurten oder zur Reparatur eines Stahlseilgurtes. Die erfindungsgemaesze Gummiplattenanordnung umfaszt zwei Platten 42 44 bzw. 52, die von gegenueberliegenden Seiten an einen Streifen von Stahlseilen 48, 50 angelegt werden. Jede der Platten besteht aus einer Deckplatte 42, 54 aus bereits vulkanisiertem, abriebfestem Gummi mit Deckenqualitaet (STB) und einer auf dem Stahlseilstreifen anzuordnenden Zwischenplatte 44, 56 aus einer unvulkanisierten Kautschukmischung mit Kernqualitaet (STZ). Die untere Zwischenplatte 44 ist als Stegplatte mit parallel Stegen 46 ausgebildet, die zwischen sich Nuten bilden, in die die Stahlseile 48, 50 eingelegt sind. Zum Vulkanisieren werden die Platten 42 44 bzw. 52 zwischen Heizplatten 40 58 eingespannt und aufgeheizt. Fig. 3{Stahlseilgurt; Verbinden; Reparatur; Gummiplattenanordnung; Deckplatte; Zwischenplatte; Stegplatte; Vulkanisieren; Stahlseilstreifen}
Description
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Gummiplattenanordnung zur Herstellung von Verbindungen zwischen Stahlseilgurten oder zur Reparatur eines Stahlseilgurtes mittels Vulkanisation im Verbindungs- bzw. Reparaturbereich zwischen Heizplatten unter Druck, wobei die Gurte Gummideckplatten mit einem dazwischen in Gummi eingebetteten Streifen aus Stahlseilen aufweisen, die von den Endbereichen der zu verbindenden Gurte aus oder an der Reparaturstelle freigeschnitten, bearbeitet und abgelängt worden
sind, mit zwei Platten, die von gegenüberliegenden Seiten an einen Stahlseilstreifen angelegt werden, von denen wenigstens eine Platte mit angeformten parallelen Stegen zur passenden Aufnahme der Stahlseile in den Zwischenräumen ausgebildet ist und die beide wenigstens auf ihren aufeinander zugerichtet anzuordnenden Oberflächen aus einer nicht vulkanisierten Kautschukmischung bestehen.
Bei den heute bekannten Verfahren zur Verbindung zweier Gurtabschnitte oder zur Reparatur eines Gurtbereiches ist es erforderlich, nach dem Abledern der Deckplatten der Gurte und dem Freischneiden und Anrauhen der Stahlseile die Stahlseile auf einer unteren Verbindungsplatte mit dazwischenliegenden Zwischengummistegen anzuordnen. Diese Arbeit ist sehr aufwendig, da jedes Stahlseil und jeder Zwischengummistreifen einzeln auf der unteren Verbindungsplatte aufgeklebt werden muß. Die Abmessungen der Zwischengummistreifen richten sich dabei nach der Teilung der Stahlseile in den zu verbindenden oder zu reparierenden Gurten und dem Durchmesser der Seile. Die Verbindungsplatte ist dabei vorzugsweise in Korn- und Deckenqualität konvektic niert, d. h., die Kernschicht ist zusammen mit den Zwischengummistreifen vulkanisierbar. Nach dem zeitraubenden Anoi dnen der Seile und der Zwischengummistreifen auf der Verbindungsplatte wird eine obere Verbindungsplatte aufgelegt, und der zu verbindende Bereich wird in einer aufheizbaren Presse vulkanisiert. Nachteilig bei diesem Verfahren ist zum einen der große Zeitaufwand und zum arideren kann eine Gesundheitsgefährdung der die Arbeiten durchführenden Personen nicht ausgeschlossen werden, da beim Anordnen der Seile und der Zwischengummistreifen auf der Verbindungsplatte Lösungsmittel verwendet werdon müssen, deren Dämpfe für den Menschen nicht ungefährlich sind. Da während der Arbeit darauf geachtet werden muß, daß keine Feuchtigkeit an die zu verbindenden Teile gelangt, was die Haltbarkeit beeinträchtigen würde, wird in der Regel ein Schutzzelt über den zu verbindenden oder zu reparierenden Bereich aufgebracht, in welchem sich die Lösungsmitteldämpfe ansammeln können. Ferner sind die mit dem bekannten Verfahren herstellbaren Stahlseilgurtverbindungen relativ lang auszuführen, um die geforderte Zugefestigkeit zu erhalten.
Bei einer bekannten Gummiplattenanordnung der eingangs genannten Gattung (US-PS 3487871) bestehen die beiden Platten aus einem vulkanisierten oder haib-vulkanisierten Gummi derselben Qualität wie der für die Formung der Stahlseilgurte verwendete Gummi. Eine der Platten ist mit angeformten parallelen Stegen ausgebildet. Auf den aufeinander zugerichtet anzuordnenden Oberflächen dieser Platten kann eine unvulkanisierte Kautschukmischung aufgebracht sein. Boi der Herstellung von Verbindungen zwischen Stahlseilgurten oder Durchführung von Reparaturen an Stahlseilgurten unter Verwendung dieser bekannten Gummiplattenanordnung ist es unverändert erforderlich, nacheinander Lösungsmittel und Bindemittel aufzubringen sowie abdampfen und abkühlen zu lassen, da die aufgebrachte Oberfläche aus unvulkanisierter Kautschukmischung alleine nicht in der Lage ist, eine ausreichende Bindung mit den eingelegten Stahlseilen herzustellen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Zeit- und Arbeitsaufwand beim Verbinden von Stahlseilgurtbändern und die hierbei auftretenden Gesundheitsgefährdungen wesentlich einzuschränken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Plattenanordnung zum Verbinden und/oder zur Reparatur von Stahlseilgurten vorzuschlagen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe bei einer Gummiplattenanordnung der eingangs genannten Gattung dadurch gelöst, daß beide Platten jeweils in eine zur Gurtoberfläche anzuordnende Grundplatte aus bereits vulkanisiertem abriebfestem Gummi mit Deckenqualität (STB) und eine nach innen anzuordnende Zwischenplatte aus einer unvulkanisierten Kautschukmischung mit Kernqualität (STZ) unterteilt sind, daß wenigstens eine Zwischenplatte als Stegplatte mit den parallelen Stegen geformt ist und daß die Steghöhe zwischen 70% und 100%, bevorzugt 80% des Stahlseildurchmessers beträgt. Dabei ist die Kautschukmischung mit Kernqualität (STZ) bevorzugt eine in ihrer Klebrigkeit auf eine Stoffschlußbindung mit der verzinkten Oberfläche der Stahlseile eingestellte SBR-Mischung. Überdies ist vorteilhafterweise die Stegplatte zumindest auf ihrer mit den Stegen ausgebildeten Fläche mit aufgelegter Kunststoffolie, insbesondere aus Polyethylen geformt worden, die auf dieser Fläche im wesentlichen durchgehend über die Stege und in den dazwischenliegenden Nuten anhaftet, die Klebkraft dieser Fläche bis zu ihrem Abziehen kurz vor der Verarbeitung der Stegplatte konserviert und als Stützfolie ausgebildet ist, die die Form der Stege stabilisiert.
Überdies weisen die Innenflächen der Nuten zwischen den Stegen bis zur Stegoberfläche einen Krümmungsradius auf, der etwa dem halben Durchmesser der Stahlseile entspricht, so daß sie an eingelegten Stahlseilen diese umgreifend durchgehend anliegen.
Bei Verwendung einer erfindungsgemcißen Plattenanordnung werden keine diskreten Zwischengummistreifen abwechselnd mit den Stahlseilen auf eine Verbindungsplatte aufgeklebt, sondern die Stahlseile werden lediglich in die Nuten zwischen den Stegen der Stegplatte eingelegt und nach Anordnen der übrigen Platten der Plattenanordnung kann die Verbindungsstelle oder der Reparaturbereich vulkanisiert werden. Der für das Anordnen der Stahlselle auf der Zwischenplatte erforderliche Zeitaufwand ist beträchtlich reduziert. Da keine Lösungsmittel und keine Kleber zum Befestigen der Zwischengummistreifen und zum Ankleben der Stahlseile erforderlich sind, treten einerseits koine die Umwelt, d. h. insbesondere die die Arbeiten durchführenden
Personen gefährdenden Dumpfe auf und ergibt sich andererseits eine bedeutende Zeiteinsparung, weil dau Einstreichen, Abdampfen und Abkühlen des Lösemittels entfällt. Ferner ist es möglich, die Stahlseilgurtverbindungen kürzer zu gestalten, da die Anordnung der Stahlseile der Gurtabschnitte genauer durchgeführt werden kann, was zu einer weiteren Einsparung an Arbeitszeit und Materialkosten führt.
Eine Stahlseilgurtverbindung, die mit herkömmlicher Technik ausgeführt wird, weist bei einer Gurtbreite von 280cm und einer Qualität von ST 4 500 eine Verbindungslänge von 250cm auf. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren sind Verbindungslängen von etwa 200cm durchaus möglich. Solche kürzeren Verbindungslängen sind möglich einerseits, weil eine optimale Verbindungsgeometrie möglich ist und andererseits weil die Vulkanisation und die Anbindung der Stahlseile innerhalb der Stegplatte und der Zwischenplatte in völliger Ruhe erfolgt, d. h. daß während der Fließperiode des Gummis ein Minimum an Unruhe vorhanden ist.
Insbesondere bei der erfindungsgemäßen Ausbildung der Stegplatte, bei der die Innenfläche der Nuten praktisch durchgehend an den Stahlseilen diese umgreifend anliegen und die Klebrigkeit dor Kautschukmischung auf eine Stoffschlußbindung mit den Stahlseilen eingestellt ist, ist eine sogenannte „TannenbaurrT-Bindung an einer Verbindungsstelle zwischen Stahlseilgurten oder einer Reparaturstelle in einem Stahlseilgurt möglich, bei der nebeneinander angeordnete Stahlseile mit vorgewählten unterschiedlichen Längen abgelängt werden, und zwar derart, daß die Trennstellen zwischen einander zugeordneten Stahlseilenden möglichst kurz ausgebildet sind, jedoch in ihrer Lage über die Länge der Verbindungsstelle oder Reparaturstelle aufeinanderfolgend verschoben sind, ohne daß eine Auslenkung irgendeines der Stahlseilendstücke gegenüber seiner natürlichen Erstreckung erforderlich ist. Hieraus ergibt sich eine höhere dynamische Lebensdauer und Dauerfestigkeit, u.a. aufgrund einer größeren Elastizität der Verbindungsstelle bzw. Reparaturstelle bei einem Umlaufen von Stirnrollen oder Umlenkrollen. Eine solche Tannenbaum-Bindung kann 3stufig bis 5s tu fig ausgebildet sein.
Ein Stahlseilgurt, bei welchem durch einen Durchschlag weniger als 25% der Stahlseile durchgetrennt sind, und, wenn die Durchschlagstelle nicht am Randbereich des Gurtes vorliegt, kann eine Reparatur dieses Gurtes durchgeführt werden. Dazu werden ebenfalls die Dockplatten abgeledert und die Stahlseile freigeschabt und angerauht. Anschließend werden Deckplatten, Stegplatte und Zwischenplatte einer Plattenanordnung mit den Abmessungen des freigelegten Reparaturbereiches zugeschnitten. Nach Anordnen der unteren Deckplatte mit darauf liegender Stegplatte in Kernqualität werden die durchtrennten Stahlseile auf der Stegplatte zwischen deren Stegen angeordnet, und nach Auflegen der oberen Zwischenplatte und Deckplatte wird die Reparaturstelle zwischen aufgeheizten Druckplatten vulkanisiert. Auch hierbei ist es möglich, eine Deckplatte mit angeformter Stegplatte oder beide Deckplatten mit angeformten Zwischenplatten zu verwenden. Wenn mehr als 25% der Stahlseile durchgetrennt sind, muß eine Verbindung, wie vorstehend ausgeführt, hergestellt werden. Bei der Ausführungsform mit der Polyethylenstützfolie auf dor mit den Stegen ausgebildeten Fläche der Stegplatte wird die Form der Stege und Nuten zwischen den Stegen während der Lagerung und dem Transport stabilisiert und die Klebkraft dieser Fläche bis kurz vor der Verarbeitung konserviert.
Zusätzlich oder alternativ kann die Stegplatte in transportable Streifen unterteilt sein, um den Transport und die Handhabung an der Arbeitsstelle zu erleichtern. Ebenso kann zusätzlich oder alternativ eine Hilfsplatte mit angeformten Stegen vorgesehen sein, die zwischen die Stege der Stegplatte greifen und die Stegplatte für den Transport abstützen. Eine weitere Transport- und Arbeitsvereinfachung ergibt sich, wenn die Hilfsplatte gleichzeitig als ein Element einer Arbeitsbühne ausgebildet ist, die bei der Herstellung der Stahlseilgurtverbindung oder der Reparatur verwendet wird. Ebenso ist es zusätzlich oder alternativ möglich, die Stegplatte an ihrer zugeordneten Deckplatte gleich zu befestigen, z. B. durch Ankleben oder Anformen.
Fig. 1 zeigt zwei Gurtabschnitte 10 und 12, die über eine Verbindung 14 miteinander verbunden sind. In dem Verbindungsbereich 14 ist eine untere Deckplatte angeordnet, aufweicher eine Stegplatte 16 mit angeformten Stegen 18 aufgelegt ist. Die Stegplatte 16 mit den Stegen 18 besteht aus einer vulkanisierbaren Kautschukmischung in Kernqualität (STZ), während die Deckplatte aus Gummi in Deckenqualität (STB) besteht. Zwischen die Stege 18 sind Stahlseile 20 des ( Gurtabschnittes 12 eingelegt, und zwar in jede zweite Nut zwischen derartigen Stegen, während in die jeweils dazwischenliegenden Nuten Stahlseile 22 des Gurtabschnittes 10 eingelegt sind. Nach Anordnen der Stahlseile jedes Gurtabschnittes 10 und 12 werden die Seile und die Stegplatte 16 mit einer oberen Zwischenplatte und einer oberen Deckplatte abgedeckt, und es wird eine Heizplatte aufgelegt, die mit der die Verbindung abstützenden Heizplatte 24 verspannt wird. Nach Zusammenpressen der Verbindung und Aufheizen erfolqt eine Vulkanisation des Kernmaterials an den Deckplatten und der Zwischenplatte mit den Stegen, so daß eine feste Einbettung der Stahlseile gewährleistet ist. Fig. 2 zeigt einen Gurtbereich 30, der auf einer unteren Heizplatte 32 angeordnet ist. In dem Gurt 30 ist eine Fläche 34 ausgeschnitten, in welcher durchtrennte Stahlseile 36 vorgesehen sind. Zur Reparatur des Gurtes 30 werden die Deckschichten abgeledert und die Stahlseile 36 freigeschabt und angerauht, und nach Anordnen einer unteren Deckplatte und einer Stegplatte werden die Stahlseile 36 zwischen den Stegen angeordnet, und es wird eine obere Zwischenplatte und eine Deckplatte aufgelegt. Danach wird eine obere Heizplatte mit der unteren Heizplatte 32 verspannt, und durch Aufheizen der Heizplatten folgt eine Vulkanisierung des Bereiches 34.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch eine Stahlseilgurtverbindung während deren Herstellung. Auf einer unteren Heizplatte 40 ist eine untere Deckplatte 42 aufgelegt. Diese Deckplatte besteht aus einem verschleißarmen Gummi aus einem STB. Auf der Deckplatte 42 liegt eine Stegplatte 44 mit daran angeformten Stegen 46.
Zwischen den Stegen sind Stahlseile 48 des einen Gurtabschnittes und Stahlseile 50 des mit diesem zu verbindenden Gurtabschnittes eingelegt. Auf die Stegplatte 44 mit den Stahlseilen 48 und 50 ist eine Verbundplatte 52 aufgelegt, die aus einer äußeren Deckplatte 54 aus Gummi STB und einer inneren Zwischenplatte 56 aus Gummi STZ besteht. Nach Auf legen der oberen Verbundplatte 52 wird eine obere Heizplatte 58 angeordnet, die über Bolzen 60 od. dgl, mit der unteren Heizplatte 40 verspannt wird. Nach Aufheizen der Heizplatten 40 und 58 werden die Stegplatte 44 und die Zwischenplatte 56 in Kernqualität erwärmt, die sich dabei verbinden, so daß die Stahlseile 48 und 50 in einer homogenen Schicht eingebettet sind. Gleichzeitig erfolgt eine Verbindung zwischen der Zwischenschicht 44 mit der unteren Deckplatte 42. Die Stege 46 in Fig. 3 weisen eine Höhe auf, die etwa dem Durchmesser der eingelegten Stahlseile entspricht.
Fig. 4 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform. Dort ist eine Stegplatte 70 mit angeformten Stegen 72 bereits mit einer unteren Deckplatte 74 verbunden. Die Stegplatte 70 und die Stege 72 bestehen aus Gummi STZ und die Deckplatte 74 besteht aus Gummi STB. Nach Anordnen von Stahlseilen 76,78 zwischen den Stegen 72 der Stegplatte 70 wird eine Verbundplatte 80 mit einer äußeren Deckplatte 82 aus STB und einer inneren Zwischenplane 84 in Kernqualität STZ aufgelegt. Die für die Vulkanisierung erforderlichen Heizplatten sind in Fig.4 weggelassen. Die Höhe der Stege 72 ist etwa 80% des Durchmessers der Stahlseile 76, 78. Da die Oberfläche der Stege 72 deutlich unterhalb der Oberfläche der eingelegten Stahlseile liegt, können sich die von den Stegen freigelassenen Teile der Stahlseile in die darüberliegende innere Zwischenplatte 84 eindrücken, sobald von den aufgelegten Heizplatten Druck auf die Deckplatten 74 und 80 ausgeübt wird, und zwar so vollständig eindrücken, daß praktisch kein freier Raum für einen Lufteinschluß verbleibt.
Bei der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform sind Stegplatten 90 und 92 aus einer vulkanisierten Kautschukmischung jeweils an einer oberen Deckplatte 94 und einer unteren Deckplatte 96 vorangeformt. Die obere Stegplatte 90 weist Stege 98 auf, deren Höhe etwa 50% des Durchmessers der Stahlseile 100,102, die zwischen den Stegen angeordnet sind, beträgt, sobald von den Heizplatten Druck auf die Deckplatten 94 und 96 ausgeübt wird. Stege 104 an der Stegplatte 92 weisen etwa die gleiche Höhe auf wie die Stege 98 der Stegplatte 90. Die Freiräume zwischen den Oberflächen der Stege 98 und 104 sind in Fig. 5 übertrieben groß dargestellt. Wenn bei dieser Ausführungsform die Deckplatten 94 und 96 gleich dick ausgebildet sind, kann eine Stahlseilgurtverbindung mit identisch ausgebildeten Platten hergestellt werden.
Fig.6zeigt eine Stegplatte 110 mit angeformten Stegen 112. Die Nutenböden 114zwischen den Stegen 112 sind ausgerundet und entsprechen etwa der Außenkontur der einzulegenden Stahlseile der zu verbindenden oder zu reparierenden Gurte. Die auf den beiden Außenseiten gelegenen Nuten 114 a sind von Stegen 112a begrenzt, die auf ihren zueinander gerichteten Seiten praktisch durchgehend mit einem Krümmungsradius ausgebildet sind, dor etwa dem halben Durchmesser der einzulegenden Stahlseile entspricht. Diese Ausführungsform der Nuten ist bevorzugt, da hierdurch die eingelegten Stahlseile von der nicht vulkanisierten Kautschukmischung fast vollständig umschlossen werden und somit besonders große Kontaktflächen zwischen der Kautschukmischung und den Stahlseilen hergestellt werden, in welchen ein Stoffschluß hergestellt wird. Die Fig. 7 bis 10 zeigen verschiedene Verbindungssysteme von Stahlseilgurten. Fig. 7 zeigt eine Verbindung von Gurtabschnitten 120 und 122. Zwischen den Stegen einer Stegplatte sind Stahlseilabschnitte von den zu verbindenden Gurten eingelegt. Durch die Wahl der Länge der Stahlseile im Ve.bindungsabschnitt ergibt sich ein Überlappungsmuster, das als tannenbaumförmig bezeichnet werden kann. Das Stahlseil 124 des Gurtes 120 weist etwa die Länge des Verbindungsabschnittes auf, während das danebenliegende Stahlseil 126 nur etwa zwei Drittel dieser Länge aufweist. Entsprechend ist ein Stahlseil 128 des Gurtes 122 nicht in der Nut zwischen den Stegen einer Stegplatte eingelegt, in welcher das Stahlseil 124 liegt, während ein Stahlseil 130 mit etwa einem Drittel der Verbindungslänge in der Nut liegt, in welcher das Stahlseil 126 angeordnet ist. Danebenliegende Stahlseile 132 usw. des Gurtes 120 und 134 des Gurtes 122 weisen entsprechende andere Längenstaffelungen auf, so daß die Überlappungsbereiche zwischen nebeneinander angeordneten Stahlseilen der gegenüberliegenden Gurtabschnitte 120 und 122 gestaffelt sind.
Die Fig.8 bis 10 zeigen 3stufige, 4stufige bzw. Sstufige Verbindungssysteme. Die Überlappungsbereiche nebeneinander angeordneter Stahlseile von den gegenüberliegenden Gurten sind jeweils mit einer senkrecht zu den Seilen verlaufenden Schraffur angedeutet.
Allen Verbindungssystemen unter Verwendung der erfindungsgemäßen Zwischenplatte ist gemeinsam, daß keine Auslenkung der Stahlseile erfolgt, sondern daß die Stahlseile ihre Richtung, die sie in den Gurten haben, auch in den Verbindungsstellen auf der Zwischenplatte beibehalten. Dadurch wird eine Arbeitsvereinfachung erreicht und zum anderen durch die Anordnung der Zwischenplatte die geforderte Festigkeit erreicht. Wenn außerdem das vorstehend beschriebene tannenbaumförmige Überlappungsmuster gewählt wird, wird eine besonders hohe dynamische Lebensdauer und Dauerfestigkeit im Verbindungsbereich bzw. Reparaturbereich erreicht, die sich insbesondere beim Verlauf der Verbindungsstellen bzw. Reparaturstellen um Stirnrollen oder Umlenkrollen auswirkt.
Claims (11)
1. Gummiplattenariordnung zur Herstellung von Verbindungen zwischen Stahlseilgurten oder zur Reparatur eines Stahlseilgurtes mittels Vulkanisation im Verbindungs- bzw. Reparaturbereich zwischen Heizplatten unter Druck, wobei die Gurte Gummideckplatten mit einem dazwischen in Gummi eingebetteten Streifen aus Stahlse'len aufweisen, die von den Endbereichen der zu verbindenden Gurte aus oder an der Reparaturstelle freigeschnitten, bearbeitet und abgelängt worden sind, mit zwei Platten, die von gegenüberliegenden Seiten an einen Stahlseilstreifen angelegt //erden, von denen wenigstens eine Platte mit angeformten parallelen Stegen zur passenden Aufnahme der Stahlseile in den Zwischenräumen ausgebildet ist und die beide wenigstens auf ihren aufeinander zugerichtet anzuordnenden Oberflächen aus einer nicht vulkanisierten Kautschukmischung bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß beide Platten jeweils in eine zur Gurtoberfläche anzuordnende Grundplatte (42,52; 74,80; 94,96) aus bereits vulkanisiertem abriebfestem Gummi mit Deckenqualität (STB) und eine nach innen a.(zuordnende Zwischenplatte (44,56; 70,84; 90,92) aus einer unvulkanisierten Kautschukmischung mit Kernqualität (STZ) unterteilt sind, daß wenigstens eine Zwischenplatte als Stegplatte (44; 70; 90, 92) mit den parallelen Stegen (46; 72; 98,104) geformt ist und daß die Steghöhe zwischen 70% und 100%, bevorzugt 80% des Stahlseildurchmessers beträgt.
2. Plattenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kautschukmischung mit Kernqualität (STZ) eine in ihrer Klebrigkeit auf eine Stoffschlußbindung mit der verzinkten Oberfläche der Stahlseile eingestellte SBR-Mischung Ist.
3. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegplatte zumindest auf ihrer mit den Stegen ausgebildeten Flächen mit aufgelegter Kunststoffolie, insbesondere aus Polyethylen geformt worden ist, die auf dieser Fläche im wesentlichen durchgehend über die Stege und in den dazwischenliegenden Nuten anhaftet, die Klebkraft dieser Fläche bis zu ihrem Abziehen kurz vor der Verarbeitung der Stegplatte konserviert und als Stützfolie ausgebildet ist, die die Form der Stege stabilisiert.
4. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenflächen der Nuten zwischen den Stegen bis zur Stegoberfläche einen Krümmungsradius aufweisen, der etwa dem halben Durchmesser der Stahlseile entspricht, so daß sie an eingelegten Stahlseilen diese umgreifend durchgehend anliegen.
5. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 bic 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege (46; 72; 98, 104) einen Abstand gleich dem halben Abstand der Stahlseile (48,50;76,78; 100,102) aufweisen.
6. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stege einen Abstand gleich dem der Stahlseile aufweisen.
7. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegplatte in transportable Streifen unterteilt ist.
8. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß Stäbe oder eine Hilfsplatte mit angeformten Stegen, die zwischen die Stege der Stegplatte greifen, die Stegplatte für den Transport abstützen.
9. Plattenanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsplatte als ein Element einer Arbeitsbühne bei der Herstellung der Stahlseilgurtverbindung oder der Reparatur ausgebildet ist.
10. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stegplatte (70; 90, 92) an ihrer zugeordneten Deckplatte (74; 94,96) befestigt ist.
11. Plattenanordnung nach Ansprüchen 1-10, dadurch gekonnzeichnet, daß beide Zwischenplätten (90,92) mit parallelen Stegen (98,104) geformt sind, wobei die Stege jeder Zwischenplatte eine Höhe von etwa 50% des Durchmessers der Stahlseile aufweisen.
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