DD290941A5 - Verfahren zum kuehlen und zerkleinern von caciumcarbid - Google Patents

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DD290941A5
DD290941A5 DD89336308A DD33630889A DD290941A5 DD 290941 A5 DD290941 A5 DD 290941A5 DD 89336308 A DD89336308 A DD 89336308A DD 33630889 A DD33630889 A DD 33630889A DD 290941 A5 DD290941 A5 DD 290941A5
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DD
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cooling
calcium carbide
carbide
crucible
crushing
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DD89336308A
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Manfred Herklotz
Klaus-Peter Mertke
Original Assignee
Veb Chemieanlagenbaukombinat Leipzig-Grimma,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kuehlen und Zerkleinern von Calciumcarbid, welches bei einer schnellen und sicheren Kuehlung die Bedingungen fuer eine Abwaermenutzung verbessert. Merkmale der Erfindung bestehen darin, dasz das in einen Tiegel abgestochene Calciumcarbid aus diesem gleichmaeszig als breitflaechiger Strom schwimmend ueber ein fluessiges, gekuehltes Metallbad geleitet wird, auf diesem unter die Erstarrungstemperatur abgekuehlt und als festes Calciumcarbidband ueber den Rand geschoben und anschlieszend zerkleinert wird, wobei die Schichtdicke des Carbidstromes zwischen 50 und 150 mm liegen soll. Mit dem Verfahren ist es moeglich, dasz Abwaerme mit einem hohen Temperaturniveau anfaellt und die spaetere Zerkleinerung des Calciumcarbides vereinfacht wird. Figur{Kuehlung; Calciumcarbid; Kornfraktionen; Metallbad; Kuehlwanne; Tiegel; Abwaermenutzung}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kühlen und Zerkleinern von Calciumcarbid, bei dem Carbidverluste durch Verminderung der Feinkornbildung weitgehend vermieden werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik Die Abkühlung der Rohcarbidschmelze von ca. 20000C auf ca. 300 bis 4000C erfolgt zur Zeit durch .iich drehende Kühltrommeln,
dio mit Kühlwasser offen berieselt werden. Diese Kühltrommeln haben bekannterweise eine Länge von etwa 40 bis 45m und einen Durchmesser von 2 bis 3m.
Die Carbidschmelze erstarrt beim Abstich in die Kühltrommel bzw. im Innern der Trommel. Das Calciumcarbid verläßt die Drehtrommel mit einem Anteil von ca. 48% in der Kornfraktion 20-40 mm und einem Unterkornanteil von kleiner 10mm von 9%. Dieser bei der Zerkleinerung und Kühlung auftretende große Feinkornanteil wirkt
sich negativ auf die Acetylenausbeute des Calciumcarbides aus.
In der DD-PS 241585 wird ein Verfahren zur verlustarmen Kühlung von erstarrtem Calciumcarbid in Kühltrommeln beschrieben,
bei welchem der Feinkornanteil unmittelbar nach seiner Entstehung in der Kühltrommel mittels einer der
Kühltrommelatmosphäre aufgezwungenen Strömung als Flugstaubwolke ausgetragen wird. Nachteilig wirkt sich hier aus, daß
durch die aufgezwungene Strömung innerhalb der Kühltrommel und durch die Bewegung des Carbidgutes relativ große
Reaktionsmöglichkelten des Carbides über das gesamte Temperaturprofil bestehen. Eine weitere Variante der Carbidkühlung ist das Tiegel-Block-Verfahren, bei weichern die Carbidschmelze in einzelne Gußtiegel
abgestochen wird, dort erstarrt und nach Abkühlzeiten von 25 bis 30 Stunden in einer Kühlhalle mittels Carbidbrechern auf das geforderte Kornspektrum zerkleinert wird.
In der SU-PS 859292 wird ein Verfahren zur Herstellung von granuliertem Calciumcarbid beschrieben, wobei die Carbidschmelze
im Gemisch mit festem Calciumcarbid mit einem Anteil von 20 bis 40% des Schmelzvolumens in die Kühltrommel bzw.
Granuliertrommel aufgegeben wird. Zum Erzielen dieses fest/flüssig-Verhältnisses wird das schmelzflüssige Calciumcarbid
zuerst in Tiegel gefüllt und dann der Trommel zugeführt.
Die DE-PS 3713401 beschreibt ein Verfahren zur Abkühlung erwärmten Materials, wie zum Beispiel Walzgut, durch ein flüssiges Kühlmittel, wobei hler eine ternäre Pb-Sn-Bi-Legierung verwendet wird. Gleichzeitig wird die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens dargestellt. Hierbei werden das Abkühlbad für das erwärmte Material und das Erwärmungsbad für den Entzug von Wärme aus dem Kühlmittel hintereinander in den Kreislauf des Kühlmittels geschaltet. Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Kühlen und Zerkleinern von Calciumcarbid zu schaffen, das bei Gewährleistung einer schnellen und sicheren Kühlung die Bedingungen für eine Abwärmenutzung verbessern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Dc - Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Kühlen und Zerkleinern von Calciumcarbid zu entwickeln., mit dem im hohen Temperaturbereich eine schnelle Abkühlung erreicht wird und dabei eine Abwärme im hohen Temperaturniveau anfällt. Außerdem soll die spätere Zerkleinerung des Calciumcarbides vereinfacht werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das in einen Tiegel abgestochene Calciumcarbid aus diesem Tiegel gleichmäßig als breitflächiger Strom schwimmend über ein flüssiges gekühltes Metallbad geleitet, auf diesem unter die Erstarrungstemperatur abgekühlt und als festes Calciumcarbidband über den Rand des Metallbades geschoben und anschließend zerkleinert wird.
Zweckmäßigerwelse wird die Schichtdicke des Calclumcarbidstromes zwischen 50 und 150mm gehalten. Die Temperatur des Metallbades liegt dabei zwischen 800 und 1200°C. Es ist vorteilhaft, das abschließende Zerkleinern des Calciumcarbldbandes bei einer Oberflächentemperatur unter 4000C
durchzuführen.
Ausführungsbelsplel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In dor dazugehörigen Zeichnung ist die Einrichtung im Schema dargestellt. - Das Verfahren und die Einrichtung eignen sich Insbesondere für Carbldöfen mit kleinerer Kapazität. Aus einem Carbldofen mit Zentralabstich werden alle 45min ca. 4t Normalcarbid in einen Tiegel 1 abgestochen. Die Einrichtung ist so aufgebaut, daß das schmelzflüsslgo Calciumcarbid 2 von dem Tiegel 1 aufgenommen wird. Am Auslauf
des Tiegels 1 ist eine Schlitzdüse 3 angebracht. Daran anschließend befindet sich die Einteufschräge 11 für die Kühlwanne 4, die das Metallbad 6 enthält.
An der der Einlaufschräge 11 gegenüberliegenden Seite der Kühlwanne 4 ist die AuslaufschrSge 12 so angeordnet, daß sie etwas
unter der Oberkante des Metallbades β ragt.
Für den Transport des sich bildenden Carbidbandes 7 werden Walzen 8 verwendet. Don Transportwalzen 8 ist eine Brecheinrichtung 9 nachgeschaltet. Zur Abwärmenutzung sind in dem Metallbad β innerhalb der Kühlwanne 4 ein Wärmetauscher 5 und über der Kühlwanne 4 ein Strahlungswärmetauscher 10 angeordnet. Das Calciumcarbid gelangt nun beim Abstich schmelzflüssig in den Tiegel 1. Von hier wird es nun als breitflächiger Strom über
die Schlitzdüse 3 und der Einlaufschräge 11 schwimmend über das Metallbad β geleitet. Die Schichtdicke des
Calclumcarbidstromes liegt dabei unterhalb von 150mm. Auf dem Metallbad 6 wird der Carbidstrom unter die Erstarrungstemperatur bis auf ca. 1200"C abgekühlt und als festes Calciumcarbidband 7 über den Rand des Metallbades 6
geschoben, mittels der Walzen 8 weiter transportiert und durch die Brecheinrichtung 9 vorzerkleinert. Die weitere Zerkleinerung des Carbides auf das geforderte Kornspektrum sollte dann bei Temperaturen unter 400°C erfolgen.
Die Temperatur des Metallbades wird durch die quasikontinuierliche Beschickung des Cai bidstromes auf ca. 12000C gehalten. Über den Wärmetauscher 5 kann nun Abwärme aus dem Carbidstrom genutzt werden, wobei die Temperatur des Metallbades
nicht unter 8000C gesenkt werden sollte.

Claims (4)

1. Verfahren zum Kühlen und Zerkleinern von Calciumcarbid, das von einem Carbidofen in einen Tiegel abgestochen wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Calciumcarbid aus dem Tiegel (1) gleichmäßig als breitflächiger Strom (7) schwimmend über ein flüssiges, gekühltes Metallbad (6) geleitet, darauf unter die Erstarrungstemperatur abgekühlt und als festes Calciumcarbidband (7) über den Rand des Metallbades (6) geschoben und anschließend zerkleinert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichtdicke des Calciumcarbidstromes (7) zwischen 50 und 150mm liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des Metallbades (6) zwischen 800 und 12000C liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das abschließende Zerkleinern des Calciumcarbides bei Temperaturen unter 4000C erfolgt.
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