DD291235A5 - Fungizide zusammensetzung, die ein aminoketal enthaelt, und ein verfahren zur herstellung derartiger aminoketale - Google Patents

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DD291235A5
DD291235A5 DD33675989A DD33675989A DD291235A5 DD 291235 A5 DD291235 A5 DD 291235A5 DD 33675989 A DD33675989 A DD 33675989A DD 33675989 A DD33675989 A DD 33675989A DD 291235 A5 DD291235 A5 DD 291235A5
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cycloalkyl
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Axel Svendsen
Anita Wengel
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A/S Cheminova,Dk
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf eine fungizide Zusammensetzung, die ein Aminoketal enthaelt und ein Verfahren zur Herstellung derartiger Aminoketale. Es handelt sich um Aminoketale der Formel I, worin X und Y jeweils unabhaengig O oder OCH2 darstellen, (R1)n bis zu vier Substituenten darstellt, worin zwei benachbarte R1-Substituenten auch zusammen einen gesaettigten oder ungesaettigten Ring bilden koennen, m 0, 1, 2, 3 oder 4 ist, und R2 und R3 jeweils unabhaengig Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigt-kettiges Alkyl mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, unsubstituiertes oder alkylsubstitutiertes Cycloalkyl, Alkenyl, Alkynyl oder unsubstituiertes oder alkylsubstituiertes Arylalkyl darstellen, oder R2 und R3, wenn sie zusammengenommen werden mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, einen gesaettigten oder ungesaettigten, substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Ring bilden, der wahlweise aryl-verschmolzen oder cycloalkyl-verschmolzen sein kann und der wahlweise ein oder mehrere zusaetzliche unter O und N ausgewaehlte Heteroatome enthalten kann, und die Herstellung dieser Verbindungen werden beschrieben. Die Verbindungen I besitzen fungizide, vor allem pflanzenfungizide Wirksamkeit. Formel I{fungizide Zusammensetzung; Verfahren; Herstellung; Aminoketal}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine fungizide Zusammensetzung, vor allem eine Pflanzenfungizid-Zusammensetzung und insbesondere eine Getreidefungigzid-Zusammensetzung zur Bekämpfung von Mehltau und Rost sowie anderen bedeutenden Blattkrankhekin.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Fungizide sind bereits in großer Anzahl bekannt. Dessen ungeachtet besteht nach wie vor, insbesondere in der Landwirtschaft, ein großer Bedarf an wirksamen Fungiziden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Zusammensetzungen mit aktiven Substanzen bereitzustellen, die bei verbesserter Wirksamkeit gegenüber einem breiten Spektrum an Fungi angewendet und entsprechend den jeweiligen Bedingungen auf rationelle Weise aufgebracht bzw. eingesetzt werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, fungizide Zusammensetzungen auf der Basis von Aminoketalon und Verfahren zur Herstellung der Aminoketale zu entwickeln.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zusammensetzungen als Wirkstoff mindestens eine Verbindung enthalten, die unter Aminoketalen der aligemeinen Formel I ausgewählt wird
(CH2)^-1
worin X und Y je unabhängig O oder-OCHj-darstellen,
(R1),, bis zu vier Substituenten darstellt, die gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind unter geradkett'gem oder verzweigt-kettigem Alkyl mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, Aryl, Aryloxy, Alkoxy, Cycloalkoxy, Arylalkyl und Alkylthio, worin zwei benachbarte R'-Substituenten auch zusammen einen gesättigten oder ungesättigten Ring bilden können, und
η 1,2,3 oder 4 ist und m 0,1,2,3 oder 4 ist, und
R2 und R3Je unabhängig Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigt-kettiges Alkyl mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, unsubstituiertes oder alkylsubstituiertes Cycloalkyl, Alkenyl, Alkynyl oder unsubstituiertes oder alkylsubstituiertes Arylalkyl darstellen, oder
R* und R3, wenn sie mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, zusammengenommen werden, einen gesättigten oder ungesättigten, substituierten oder unsubstituierten heterocyclisch ien Ring bilden, der wahlweise aryl-verschmolzen oder cycloalkyl-verschmolzen sein kann und der wahlweise ein oder mehrere unter O und N ausgewählte zusätzliche Heteroatome enthalten kann, unter der Voraussetzung, daß, wenn X und Y beide 0 sind, m gleich 1 ist und -NR2R3 etwas anderes als ein ungesättigter, substituierter oder unsubstituierter heterocyclischer Ring ist, der wahlweise aryl-verschmolzen oder cycloalkylverschmolzen sein kann und der wahlweise ein oder mehrere zusätzliche unter O und N ausgewählt» Heteroatome enthalten kann, dann kann (R1Jn nicht ein einziger Substituent (n = 1) in der 4-Position in dem
CH3
Cyclohexanring und der Formel R-C- sein, worin R Wasserstoff, Alkyl
CH3
oder wahlweise substituiertes Phenyl darstellt.
Die Symbole R'-R3 in der obigen Formel I haben vorzugsweise, oder beispielsweise, die folgenden Bedeutungen: R*: Alkyl Ist vorzugsweise Alkyl mit 4 bis 10 Kohlenstoffatomen, besser verzweigt-kettiges Alkyl mit 4 bis
8 Kohlenstoffatomen,
Aryl ist vorzugsweise Phenyl, Aryloxy ist vorzugsweise Phenoxy, Alkoxy ist ζ. B. Methoxy oder Isopropoxy, Arylalkyl ist z. B. 1 -Methy 1-1 -phenylethyl.
Alkyl in Alkylthio ist vorzugsweise Alkyl mit bis zu 12 Kohlenstoffatomen, zwei benachbarte R'-Substituenten, die zusammen einen gesättigten oder ungesättigten Ring bilden, sind
vorzugsweise verschmolzenes Cyclohexyl bzw. verschmolzenes Phenyl, R2 und R3: geradkottiges oder verzweigt-kettiges Alkyl ist vorzugsweise Alkyl mit bis zu β Kohlenstoffatomen und noch besser bis
zu 4 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkyl ist vorzugsweise Cyclohexyl, Alkenyl ist vorzugsweise Allyl, Alkynyl ist vorzugsweise Propargyl, Arylalkyl ist vorzugsweise Benzyl,
der wahlweise substituierte heterocyclische Ring ist vorzugsweise Piperidino, Mono- oder Oimethylpiperidino, Ethylpiperidino, Ethylmethylpiperidino, Phenylpiperidino, Morpholine» oder 2,6-Dimethylmorpholino (cis/trans oder eis oder trans), Aryl im aryl-verschmolzenen heterocyclischen Ring ist vorzugsweise Phenyl, und Cycloalkyl im cycloaikyl-verschmolzenen heterocyclischen Ring ist vorzugsweise Cyclohexyl.
Verbindungen der Formel I können als geometrische und/oder optische Isomere oder iGomergemische mit variierender Zusammensetzung vorliegen. Die Erfindung betrifft sowohl die reinen Isomere als auch Isomergemische. Besonders bevorzugte Klassen von Verbindungen der Formel I sind diejenigen, worin m 0 ist, X OCHj ist und Y O ist (Gruppe 1) und diejenigen, worin m 2 ist, X O ist und Y O ist (Gruppe 2). Aus den Gruppen 1 und 2 sind besonders bevorzugte Verbindungen diejenigen, in denen R' in Position 4 steht und verzweigt-kettiges Alkyl mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen darstellt, und R2 und R3 je unabhängig Alkyl mit bis zu 4 Kohlenstoffatomen, Cyclohexyl oder Alkyl darstellen, oder R2 und R3, wenn sie zusammen mit dem Stickstoffatom genommen werden, an das sie gebunden sind, einen wahlweise einmal oder zweimal substituierten heterocyclischen Ring des Typs
bilden, wobei Methyl und Ethyl als Substituenten in Betracht gezogen werden. Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der Gruppe 1 sind die folgenden:
Gruppe 1
3-Piperidino-9-(1,1-dimethylethyl)-1,5-dioxaspiro[5,5]undecan S-Piperidino^-iiji-dimethylpropyD-I.E-dioxaspiroloiBjundecan 3-Piperidino-9-(1,1-dimethylbutyl)-1,5-dioxaspiro(5,5jundecan S-fS-Methyipiperidinol-S-ti.i-dimethylpropyll-I.B-dioxaspirolB.Blundecan, noe: 1,4913 S^-Methylpiperidinol-fl-d.i-dimethylbutyD-I.B-dioxaspirolB.Bl-undecan, Schmelzpunkt Sb0C bis 57°C S-Cyclohexylmethylamino-S-dJ-dimethylethyD-I.B-dioxaspirolB.Bl-undecan, Schmelzpunkt 47"C bis 490C 3-Cyclohexylmethylamino-9-(1,1-dirnethylpropyl)-1,5-dioxaspiro[5,5]-undecan, n": 1,4959 3-Cyclohexylmethylamino-9-(1,1,2-trimethylpropyl)-1,5-dioxaspiro[5,5lundecan, n": 1,4984.
Ganz besonders bevorzugte Verbindungen der Gruppe 2 sind die folgenden:
Gruppe 2
2-(2-N-Butylethyiaminoethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5ldecan 2-(2-N-Butylethylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylpropyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N-Butylethylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylbutyiM,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N,N-Dipropylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspirol4,5ldecan 2-(2-N,N-Dipropylaminoethyl)-8-(1,1-dimethy!propy!)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N,N-Dipropylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylbutyi)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N,N-Dia!lylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro(4,5]decan 2-(2-N,N-Diallylaminoethyl)-8-(1,1-dirnethy!propyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N-1,2,5,6-Tetrahydropyridylethy!)-8-d,1<limethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N-1,2,5,6-Tetrahydropyridylethyl)-8-(1,1-dimethylpropyl)-1,4-riioxaspiro[4,5]decan 2-(2-Piperidinoethyl!-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspifo[4,5l-decan 2-(2-(2-Methylpiperidino!-ethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-i2-(3-Methylpiperidino)-ethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5Jdecan 2-(2-(3-Methylpiperidino)-ethyl(-8-(1,1-dimethylpropyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan
2-(2-(2-Ethylpiperidino)-ethyl)-8-(1,1-dimethylpropyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-{4-Methy!piperidino)-ethyl)-8-{1,1-dimethy!ethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5ldecan 2-(2-(4-Methylpiperidina)-ethyl)-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspiro[4,S]decan 2-(2-(3-Ethylpiperidino)-ethyl)-8-i1,1-dlmethy!ethyl)-1,4-dioxaspiro|4,5ldecan ^-^-O.S-Dlmeinylpiperidlnoj-ethyD-S-d.i-dimethylpropyD-i^-dioxaspiroKSldecan 2· 2-(3,5-Dimethylpiperidino)-ethyl)-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan 2-(2-N-Cyclohexylmethylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decai 2-(2-Morpholinoethyl)-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspiro[4,5l-decan
2-(2-(2,6-Dimethylmorpholino)-ethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5)decan 2-(2-(2,6-Dimethy!morpholino)-ethyl)-8-(1,1-dimethyIpropyl)-1,4-dioxaspiro[4,5ldecan 2-(2-(2,6-Dimethylmorpholino)-ethyl)-8-(1,1-dimethylbutyl)-1,4-dioxaspiro[4,5ldecan Außerdem wurde gefunden, daß die neuartigen Aminoketale der allgemeinen Formel I, worin X und Y, die Substituenten R'-R3 sowie η und m die oben erläuterten Bedeutungen haben, gewonnen werden können, indem ein Ketal der allgemeinen Formel
worin X, Y, (R1In und m die oben erläuterten Bedeutungen haben, und worin Z eine austauschbare, elektronen-anziehende Gruppe wie z. B. ein Halogenatom oder eine Methansulfonyloxygruppe oder eine Arylsulfonyioxygruppe darstellt, mit einem Amin der allgemeinen Formel
R2 HN IM
XR3
worin R2 und R3 die obon erläuterten Bedeutungen haben, wahlweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels wie Dimethylformamid, Dimethylsulfon, Isopropylacetat oder Methylisobutylketon, vorzugsweise Dimethy'/ormamid, und wahlweise in Gegenwart eines Katalysators wie Natrium- oder Kaliumiodid, vorzugsweise Natriumiodid, und wahlweise in Gegenwart eines Säurebindungsmittels wie Kaliumcarbonat, Nariumcarbonat, Pyridin oder Triethylamin, vorzugsweise Kaliumcarbonat, zusätzlich zu einem möglichen Überschuß des Amins III, und bei zwischen etwa 50°C und der Rückflußtemperatur des in Frage kommenden Lösungsmittels liegenden Temperaturen umgesetzt wird. Die Ketale der Formel Il können z. B., wenn Z Cl ist und bei X und Y Sauerstoff sind, in einer allgemein bekannten Weise durch die Umsetzung eines Ketons der Formel
worin (R')n die oben erläuterte Bedeutung hat, mit Epichlorhydrin der Formel
oder mit einem Chiorepoxid der Formel
in einer an sich bekannten Art und Weise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, z. B. Methylenchlorid, und in Gegenwart eines Katalysators gewonnen werden (siehe die Erläuterungen in React, Kinet.Catal. Lett. 1981,17 [3—4], 281-6).
Es wurde gefunden, daß die neuartigen Aminoketale der Formel I fungizide Eigenschaften haben.
Die erfindungsgemäßen aktiven Verbindungen können in der Praxis zur Bekämpfung phytopathogener Fungi, wie beispielsweise Plasmodiophoromycetes, Chytridiomycetes, Zygomycetes, Asomycetes, Basidiomycetes und Deuteromycetes eingesetzt werden.
Die erfindungsgemäßen aktiven Substanzen können z. B. verwendet werden zur Bekämpfung der Pflanze nkrankheiten Puccinia recondlta, Puccinia strilformis und anderer Rostkrankheiten an Weizen, Puccinia horde!, Puccinia strliformls und anderer Rostkrankheiten an Gerste sowie von Rost an anderen Wirtspflanzen wie beispielsweise Kaffee, Äpfeln, Gemüsearten und Zierpflanzen.
Ervslphe gramlnls (Mehltau) an Gerste und Weizen und anderer echter Mehlteuarten auf verschiedenen Wirtspflanzen wie
Sphaerotheca fullglnea an Gurken, Podosphaera leueotrlcha an Äpfeln und Unclnula nectar an Weinstöcken.
Helmlnthosporium spp„ z. B. Pyrenophora teres (Reine Fleckenkrankheit) an Gerste.
Rhynehosporlum spp. und Pseudocercosporella herpotrlcholdes an Getreidepflanzen.
Cercospora arachldicola an Erdnüssen und anderer Carcospora-Spezies an beispielsweise Zuckerrüben, Bananen und Sojabohnen.
Botrytls clnarea {Grauschimmel) an Tomaten, Erdbeeren, Wein und anderen Wirtspflanzen.
Venturis Inaequalls (Schorf) an Äpfeln.
Pyrlcularla oryzae an Reis.
Die aktiven Substanzen sind in vitro aktiv gegenüber einem breiten Spektrum von Fungi.
Die aktiven Substanzen sind aktiv als Saatbeizmittel gegenüber Fusarium spp., Septoria spp., Tilletia spp., Ustllago spp., Helmlnthoeporlurn spp. und Pseudocercosporelia herpotrlcholdes an Getreidearten, Rhlzoctonia solani an Baumwolle und
Corticium sasakll an Reis. ;
Neben der ausgezeichneten heilenden Wirkung zeigen die erfindungsgemäßen aktiven Substanzen auch äußerst gute Schutzeigenschaften sowie systematische Aktivität.
Zusätzlich dazu sind einige der Verbindunger, auch hinreichend flüchtig, so daß sie in der gasförmigen Phase aktiv gegenüber Fungi an Pflanzen sind.
Die Verbindungen können auch als industrielle (im Gegensatz zu landwirtschaftlichen) Fungizide nützlich sein, z. B. zur Verhinderung von Pilzbefall auf Holz, Häuten, Leder und vor allem Anstrichschichten.
Die Verbindungen sind auch nützlich zur Behandlung von Pilzinfektionen bei Menschen, wie beispielsweise Candidiasis und dermatophyten Infektionen.
Die Verbindungen können auf verschiedenste Weise aufgebracht werden. Sie können zum Beispiel formuliert oder unformuliert direkt auf das Blattwerk einer Pflanze aufgebracht werden, oder sie können für Büsche und Bäume oder für Samen oder andere Substanzen, in denen Pflanzen, Büsche oder Bäume wachsen oder in die sie gepflanzt werden sollen, verwendet werden, oder sie können aufgespritzt oder aufgestäubt werden oder als Creme- oder Pastenformulierung aufgebracht werden, oder sie können als Nebel angewandt werden, sowie ais Granulate mit verzögerter Freisetzung. Die Anwendung kann auf jedes beliebige Teil der Pflanze, des Busches oder Baumes erfolgen, beispielsweise auf das Blattwerk, die Stämme, Zweige oder Wurzeln oder auf den die Wurzeln umgebenden Boden, oder auf die Samen vor deren Aussäen, oder den Bode η im allgemeinen, oder stehendes Wasser oder für hydroponische Kultursysteme. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch in Pflanzen oder Bäume injiziert werden und sie können auch auf den Pflanzenwuchs unter Einsatz elektrodynamischer Sprühsysteme aufgespritzt werden.
Die Zusammensetzungen können in Form von Stäubepulvern oder Granulaten vorliegen, die den Wirkstoff und ein festes Verdünnungsmittel oder Trägermittel enthalten, zum Beispiel Füllstoffe wie Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Dolomit, Calciumcarbonat, Talk, pulverisiertes Magnesiumoxid, Fullererde, Gips, Hewitt-Erdu, Diatomeenerde und Porzellanerde. Bei derartigen Granulaten kann es sich um vorgeformte Granulate handeln, die sich ohne weitere Behandlung für die Anwendung auf den Boden eignen. Diese Granulate können entweder dadurch hergestellt werden, daß Pellets von Füllstoff mit dem Wirkstoff imprägniert werden, oder daß ein Gemisch aus dem Wirkstoff und pulverisiertem Füllstoff pelletisiert wird.
Zusammensetzungen für das Beizen von Samen können beispielsweise ein Mitte) (zum Beispiel ein Mineralöl) enthalten, das die Haftung der Zusammensetzung an den Samen unterstützt. Alternativ kann der Wirkstoff für Samenbeizzwecke unter Verwendung eines organischen Lösungsmittels (zum Beispiel N-Methylpyrrolidon oder Dimethylformamid) formuliert werden.
Die Zusammensetzungen können auch in Form von dispergierbaren Pulvern oder Granulaten vorliegen, die ein Netzmittel enthalten, das die Dispersion des Pulvers oder der Granulate in Flüssigkeiten, die gleichfalls Füllstoffe oder Suspendiermittel enthalten können, erleichtert.
Die Herstellung der wäßrigen Dispersionen oder Emulsionen kann durch Auflösen des (der) Wirkstoffeis) in einem organischen Lösungsmittel, das wahlweise Netzmittel, Dispergiermittel oder Emulgiermittel enthält, und anschließende Zugabe der Mischung zu Wasser, das gleichfalls Netzmittel, Dispergiermittel oder Emulgiermittel enthalten kann, erfolgen. Geeignete organische Lösungsmittel sind Ethylendichlorid, Isopropylalkohol, Propylengiycol, Diacetonafkohol, Toluen, Kerosin, Methylnaphthalen, die Xylene, Trichlorethylen, Furfurylalkohol, Tetrahydrofurfurylalkohol und Glycolether (z.B. 2-Ethoxyethanol und 2-Butoxyethanol).
Die Zusammensetzungen, die als Sprühmittel verwendet werden sollen, können auch In Form von Aerosolen vorliegen, wobei die Formulierung unter Druck in einem Behälter mit Zusatz eines Treibmittels, z. B. Fluortrichlormethan oder Dichfj.-difluormethan, aufbewahrt wird.
Die Zusammensetzungen können in trockenem Zustand mit einem pyrotechnischen Gemisch zur Bildung einer Zusammensetzung vermischt werden, die sich zur Erzeugung eh° 3 die Verbindungen enthaltenden Rauches in geschlossenen Räumen eignet,
Alternativ können die Verbindungen in einer mikro-eingekapselten Form verwendet werden. Sie können auch zu bioabbaubaren Polymerformulierungen formuliert werden, um eine langsame kontrollierte Freisetzung der aktiven Substanz zu erreichen.
Durch das Hinzufügen geeigneter Zusatzmittel, zum Beispiel von Zusatzstoffen zur Verbesserung der Verteilung, der Haftfähigkeit und der Beständigkeit gegenüber Regen auf behandelten Oberflächen, können die unterschiedlichen Zusammensetzungen besser für die verschiedenen Anwendungszwecke angepaßt werden.
Die Verbindungen können als Mischungen mit Düngemitteln (z, B. Stickstoff-, kalium- oder phosphorhaltigen Düngemitteln) verwendet werden. Zusammensetzungen, die aus nur die Verbindung aufweisenden Düngemittelgranulaten bestehen (zum Beispiel damit beschichtet sind), werden bevorzugt. Derartige Granulate enthalten möglichst bis zu 25Ma.-% der Verbindung.
Die Erfindung betrifft daher auch eine Düngemittelzus; -nmensetzung, die die Verbindung der allgemeinen Formel I aufweist.
Die Zusammensetzungen können auch in Form von flüssigen Präparaten zur Verwendung als Tauchmittel oder Sprühmittel vorliegen, bei denen es sich im allgemeinen um wäßrige Dispersionen oder Emulsionen handelt, die den Wirkstoff zusammen mit einem oder mehreren oberflächenaktiven Mittel(n), z. B. Netzmitteln, Dispergiermitteln, Emulgiermitteln oder Suspendiermitteln, erhalten, oder bei denen es sich um Sprühformulierungen der für die Verwendung mit elektrodynamischen Spritztechniken geeigneten Art handelt. Die oben genannten Mitteln können kationische, anionische oder nicht-ionische Mittel
sein. Geeignete kationische Mittel sind quaternäre Ammoniumverbindungen, zum Beispiel Cetyltrimethylammoniumbromid. Geeignete anionische Mittel sind Seifen, Salze aliphatischen Monoester von Schwefelsäure (zum Beispiel Natriumlaurylsulfat) und Salze sulfoniai ter aromatischer Verbindungen {zum Beispiel Natriumdodecylbenzensulfonat, Natrium·, Calcium- oder Amrnoniumlignosulfonat, Butylnaphthalensulfonat, und ein Gemisch von Natriumdiisopropyl- und Triisopropylnaphthalensulfonaten).
Zu geeigneten nicht-ionischen Mitteln zählen die Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit Fettalkoholen wie Oleyl- und Cetylalkohol, oder mit Alkylphenolen wie Octyl- oder Nonylphenol und Octylcresol. Andere nicht-ionische Mittel sind die von langkettigen Fettsäuren und Hexitolanhydriden abgeleiteten Partialester, die Kondensationsprodukte dieser Partialester mit Ethylenoxid und die Lecithine. Geeignete Suspendiermittel sind hydrophile Kolloide (zum Beispiel Polyvinylpyrrolidon und Natriumcarboxymethylcellulose) und die Pflanzengummiarten (zum Beispiel Akaziengummi und Tragantgummi). Die für die Verwendung als wäßrige Dispersionen oder Emulsionen vorgesehenen Zusammensetzungen werden im allgemeinen in Form eines Konzentrates geliefert, das einen hohen Anteil des (der/ Wirkstoffe(s) enthält. Das Konzentrat muß vor Gebrauch mit Wasser verdünnt werden. Diese Konzentrate müssen häufig so beschaffen sein, daß sie längere Lagerungszeiten überstehen und nach einer derartigen Lagerung mit Wasser verdünnt werden können, um wäßrige Präparate zu bilden, die recht lange homogen bleiben, damit sie mit Hilfe herkömmlicher und elektrodynamischer Spritzvorrichtungen aufgebracht werden können. Die Konzentrate können normalerweise bis zu 95Ma.-%, möglichst 10 bis 85Ma.-%, zum Beispiel 25 bis 60Ma.-% des (der) Wirkstoffe(s) enthalten. Diese Konzentrate enthalten möglichst organische Säuren (z.B. Alkyl- oder Arylsulfonsäuren wie Xylensulfonsäure oder Dodecylbenzensulfonsäure), weil das Vorhandensein derartiger Säuren zur Verbesserung der Löslichkeit der Wirkstoffe in den häufig in den Konzentraten verwendeten polaren Lösungsmitteln führen kann. Die Konzentrate enthalten möglichst auch einen hohen Anteil an oberflächenaktiven Mitteln, damit ausreichend beständige Emulsionen in Wasser erzeugt werden können. Nach der Verdünnung zur Bildung wäßriger Präparate können solche Präparate je nach dem beabsichtigten Einsatzzweck unterschiedliche Mengen der Wirkstoffe enthalten, es solltü aber ein wäßriges Präparat angewendet werden, das 0,0005Ma.-% oder 0,01 bis 10Ma.-% Wirkstoff enthält.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch andere Verbindungen enthalten, die biologische Aktivität besitzen, z. B. Verbindungen mit ähnlicher odor komplementärer fungizider Aktivität, oder Verbindungen, die eine das Pflanzenwachstum regulierende, herbizide oder insektizide Aktivität besitzen.
Bei der anderen fungiziden Verbindung kann es sich beispielsweise um eine handeln, die in der Lage ist, Erkrankungen der Ähren bei Getreide (z. B. Weizen) wie Septoria, Gibberella und Helmlnthosporium spp., von den Samen und dem Boden stammende Krankheiten und falschen und echten Mehltau an Weinreben und echten Mehltau und Schorf bei Äpfeln usw. zu bekämpfen. Diese Mischungen von Fungiziden können ein breiteres Aktivitätsspektrum haben als die Verbindung der allgemeinen Formel I alleine. Außerdem kann das andere Fungizid eine synergistische Wirkung auf die fungizide Wirksamkeit der Verbindung der allgemeinen Formel I ausüben.
Beispiele für die andere fungizide Verbindung sind Carbendazim, Benomyl, Thlophanatmethyi, Thiabendazol, Fuberidazol, Etridazol, Dichlofluanid, Cymoxanil, Oxydixyl, Ofurace, Metalaxyl, Furalaxyl, Benalaxyl, Fosetyl-Aluminium, Fenarimol, Iprodion, Procymidion, Vinclozolin, Penconazol, Myclobutanil, R0151297, S3308, Pyrazophos, Ethirimol, Ditalimfos, Tridemorph, Triforin, Nuarimol,Triazbutyl, Guazatin, Triacetatsalz von 1,1'-lminodi(octamathylen)-diguanidln, P'opiconazol, Prochloraz, Flutriafol, Hexaconazol, d.h. die Verbindung 1-(1,2,4-Triazol-1-yl)-2-(2,4-dichlorphenyl)hexan-2-ol, DPX H6573 (1-((Bis-4-fiuorophenyl)methyl-silyl)methyl-1 H-1,2,4-triazol, Triadimefon, Triadimenol, Diclobutrazol, Fenpropimorph', Pyrifenox, (2RS,3RS)-2-(4-chlorphenyl)-3-cyclopropyl-1-(1H-1,2,4-triazol-1-yl)butan-2-ol, (RS)-1-(4-chlorphenyl-4,4-dimethyl-3-(1 H-1,2,4-triazol-1-ylmethyl)-pentan-3-ol, 4-Ch!or-N-(cyano(ethoxy)methyl)benzamid, Fenpropidin, Chiorzolinat, Diniconazol, Imizalil, Fenfuram, Carboxin, Oxycarboxin, Methfuroxam, Dodemorph, BAS454, Blasticidin S, Kasugamycin, Edifenphos, Kitazin P, Cycloheximid, Phthalid, Probenazol, Isoprothiolan, Tricyclazol, Pyrochilon, Chlorbenzthiazon, Neoasozin, Polyoxin D, Validamycin A, Mepronil, Flutolanil, Pencycuron, Diclomezin, Phenazinoxid, Nickeldimethyldithiocarbamat, Techlofthalam, Bitertanol, Bupirimat, Etaconazol, Streptomycin, Cypofuram, Biloxazol, Chinomethionat, Dimethirimol, 1-(2-Cyano-2-methoxyiminoacetyl)-3-ethylharnstoff, Fenapanil, Tolclofosmethyl, Pyroxyfur, Polyram, Maneb, Mancozeb, Captafol, Chlorthalonil, Anilazin, Thiram, Captan, Folpet, Zineb, Propineb, Schwefel, Dinocao, Binapacryl, Nitrothalisopropyl, Dodin, Dithiane n, Fentinhydroxid, Fentinacetat, Tecnazen, Chintozen, Dichlorari, kupferhaltige Verbindungen wie Kupferoxychlorid, Kupfersulfat, und Bordeauxbrühe, sowie auch organische Quecksilberverbindungen.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I können mit Erde, Torfmull oder anderen Wurzelbildungsmedien zum Schutz der Pflanzen gegen Pilzerkrankungen, die durch die Samen, den Boden oder das Laubwerk bedingt sind, vermischt werden. Geeignete Insektizide, die in die erfindungsgemäße Zusammensetzung eingemischt werden können, sind Pirimicarb, Dimethoat, Demeton-s-methyl, Formothion, Carbaryl, Isoprocarb, XMC, BPMC, Carbofuran, Carbosulfan, Diazinon, Fenthion, Fenitrothion, Phenthoat, Chlorpyrifos, Isoxathion, Propaphos, Monocrotophos, Buprofezln, Ethoproxyfen und Cycloprothrin. Zur Verwendung in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorgesehene Verbindungen zur Regulierung des Pflanzenwuchses sind Verbindungen, die Unkräuter oder die Samenspitzenbildung bekämpfen oder das Wachstum von weniger erwünschten Pflanzen (z.B. Gräsern) selektiv unterdrücken.
Beispiele geeigneter das Pflanzenwachstum regulierender Verbindungen für die Verwendung mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind Gibberelline (z. B. GA3, GA4 oder GA7), die Auxine (z. B. Indolessigsäure, Indolbuttersäure, Naphthoxyessigsäure oder Naphthylessigsäure), die Cytokinine (z.B. Kinetin, Dlphenylharnstoff, Benzimidazol, Benzyladenin oder Benzylaminopurin), Phenoxyessigsäuren (z. B. 2,4-D oder MCPA), substituierte Benzoesäuren (z. B. Trijodbenzoesäure), Morphactine (z. B. Chlorfluorecol), Maleinylhydrazin, Glyphosat, Giyphosin, langkettige Fettalkohole und -säuren, Dikegulac, Paclobutrazol, Fluorprimidol, Fluoridamid, Mefluidid, substituierte quaternäre Ammjnium- und Phosphoniumverbindungen (z. B. Chlormequat, Chlorphonium oder Mepiquatchlorid), Ethephon, Carbetamid, Methyl-3,6-dichloranisat, Daminozid, Asulam, Abscisinsäure, Isopyrimoi, 1-(4-Chlorphenyl)-4,6-dimethyl-2-oxo-1,2-dihydropyridin-3-carbonsäure, Kydroxybenzonitrile (z.B. Bromoxynll), Difenzoquat, Benzoylprop-ethyl-S.e-dichlorpicolinsäure, Fenpentezoi, Inabenfid, Triapenthenol und Tecnazen.
-7- 291235 Ausführungsbeispiele
Das erfindungsgemäße Verfahren für die Herstellung der Aminoketale I wird durch die folgenden Herstellungsbeispiele verdeutlicht, die keineswegs als Einschränkung anzusehen sind.
Herstellungsbelsplel 1
Herstellung von 2-(N-1,2,5l6-Tetrahydropyridylmethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan, Verbindung Nr.35. Eine Mischung von 2-Chlormethyl-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5]decan (3,00g, 0,012 Mol), 1,2,5,6-Tetrahydropyridin (3,00g, 0,036MoI), Kaliumiodid (0,6g) und Dimethylsulfon (4,8g) wird drei Stunuon lang auf einem Ölbad auf150°C gehalten. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und in Wasser (1SOmI) gegossen und anschließend mit Ether (100ml) extrahiert. Die Etherphase wird abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet und unter Vakuum eingedampft. Das resultierende Öi wird mit Hilfe der Kugelrohrdestillation gereinigt. Ausbeute 2,80g (78%) eines viskosen Öls mit einem Siedepunkt von 180°C/0,01 mm Hg; n": 1,4911.
Herstellungsbeispiel 2
Hers:ellung von 2-(2-N,N-Dipropylaminoethyl)-8-(1,1-dimethylethyl)-1,4-dioxaspiro|4,5]decan, Verbindung Nr.88.
Eine Mischung von 2-(2-Methansulfonyloxyethyl)-8-(1/1-dimetriylethyl)-1,4-dioxaspiro[4,5ldecan (2,30g, 0,0072MoI), N,N-Dipropylamin (2,02g, 0,01 Mol), Kaliumiodid (0,2g) und Kaliumcarbonat (2,0g), gelöst in Dimethylformamid (15m!), wird drei Stunden lang unter Rückfluß gekocht. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und in Wasser (150ml) gegossen und anschließend mit Ether (100 ml) extrahiert. Die Etherphase wird abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet und unter Vakuum eingedampft.
Das resultierende Öl wird mit Hilfe der Kugelrohrdestillation gereinigt, Ausbeute 1,54g (66%) eines viskosen Öls mit einem Siedepunkt von 220°C/10mm Hg; ng6:1,4661.
Herstellungsbelspie! 3
Herstellung von 3-(4-Methyipiperidinomethyl-9-(1,1-dimethy!ethyl)-1,5-dioxaspiro(5,5lundecan, Verbindung Nr.98 Eine Mischung von S-Methapaulfonyloxymethyl-S-d.i-dimethylethyD-I.S-dioxaspirolS.ölundecan (2,56g, 0,008MoI), 4-Methylpiperidin (0,99g, 0,01 Mol), Kaliumiodid (0,2g) und Kaliumcarbonat (2,5g), gelöst in Dimethylformamid (15ml), wird drei Stunden lang unter Rückfluß gekocht. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und in Wasser (150ml) gegossen und anschließend mit Ether (100 ml) extrahiert. Die Etherphase wird abgetrennt, über Natriumsulfat getrocknet und unter Vakuum eingedampft.
Das resultierende Öl wird mit Hilfe der Kugelrohrdestillation gereinigt. Ausbeute 1,94g (75%) eines viskosen Öls mit einem Siedepunkt von 160°C/0,04 mm Hg. Das Öl kristallisiert beim Stehen zu einem Feststoff mit einem Schmelzpunkt von 750C bis
Die erfindungsgemäßen Aminoketale der Formel I werden durch spezifische Beispiele von Verbindungen verdeutlicht, wie in der folgenden Tabelle 1 aufgeführt wird, in der die Bezeichnung Brechungsindex (26C) mit dem Brechungsindex noe identisch ist.
Tabelle
Brechungsindex (26 C) 1,5266
Brechungsindex (26C) 1,5205
Yx Brechungsindex (26C) 1,5255
Brechungsindex (26 C) 1,5213
Yx
Brechungsindex (26 C) 1,5167
Yl Brechungsindex (26 C) 1,5244
Brechungsindex (26 C) 1,5250
!ro Brechungsindex (26 C) 1,5299
Brechungsindex (26 C) 1,5358
Brechungsindex (26C) 1,5218
Brechungsindex (26 C) 1,5201
Brechungsindex (26 C) 1,475:
Brechungsindex (26 C) 1,4729
Brechungsindex (26 C) 1,4609
Brechungsindex (26 C) 1,4718
Brechungsindex (26 C) 1,4818
Brechungsindi)x(26C) 1,5223
Brechungsindex (26 C) 1,4815
Brechungsindex (26 C) 1,5082
Brechungsindex (26 C) 1,4821
Brechungsindex (26C) 1,4788
Brechungsindex (26 C) 1,4762
„Ο Brechungsindex (26 C) 1,4835
Brechungsindex (26 C) 1,4810
Brechungsindex (26 C) 1,4849
Brechungsindex (26 C) 1,5026
Brechungsindex (26 C) 1,4977
Brechungsindex (26 C) 1,49bO
Brechungsindex (26 C) 1,5005
Brechungsindex (26 C) 1,5028
Brechungsindex (?6 C) 1,5021
Brechungsindex (26 C) 1,5308
Brechungsindex (26 C) 1,4940
Brechungsindex (26 C) 1,5304
!ro Brechungsindex (26 C) 1,4911
!ro
!ro
Brechungsindex (26 C) 1,4924
Brechungsindex (26C) 1,4915
Brechungsindex (26 C) 1,4806
Brechungsindex (26C) 1,5151
Brechungsindex (26 C) 1,4769
Brechungsindex (26 C) 1,4780
Brechungsindex (26 C) 1,4850
Brechungsindex (26 C) 1,4751
Brechungsindex (26 C) 1,4934
Brechungsindex (26 C) 1,4832
Brechungsindex (26 C) 1,4763
Brechungsindex (26 C) 1,4850
Brechungsindex (26 C) 1,4650
hi I^
nj0 Brechungsindex (26 C) 1,4831
Brechungsindex (26 C) 1,4812
Brechungsindex (26 C) 1,4794
!ro Brechungsindex (26 C) 1,4808
Brechungsindex (26 C) 1,4818
"V-N^
k^
!Τϊ
Brechungsindex (26 C) 1,4666
Brechungsindex (26 C) 1.4836
Brechungsindex (26 C) 1,4887
Brechungsindex (26 C) 1,5049
Tt
Brechungsindex (26 C) 1,5257
Brechungsindex (26 C) 1,5311
Brechungsindex (26 C) 1,5200
Brechungsindex (26 C) 1,5093
y^
^OwO
Nr. KJC Y ^ ^^ Brechungsindex (26C)
62 ο J . 1,4813
,0 63 Ο"7 1SnX1 1,4842
Nr. ^^\ T ^ Tj Brechungsindex (26 C)
Nr. ^Λ. J T Brechungsindex (26 C)
64 0^ k, 1,4820
Nr. V^T / Brechungsindex (26 C)
65 O-J 1,4789
Nr. ^^Λ / Brechungsindex (26 C)
66 Ο-' 1,4800
.O
\ J 67 Q-* 1,4788
Nr. 1V^T Ύ^^ ^" ^ Brechungsindex (26 C)
Nr. ^J1C γ**-' ^y Brechungsindex(26C)
68 ο -J 1.4810
Nr. ^n 1 ' Brechungsindex (26 C)
69 "n^n^N-v^ 1,4903
Nr. X/f ] Γ T Brechungsindex (26C)
70 OANJ
1O
Nr. ^n 1 w i Brechungsindex (26C)
71 °v^VNv\ 1,4872
Nr. K^X y^s ^ Brechungsindex (26C)
72 O-J 1,4851
Nr. ^·νΛ Τ Brechungsindex (26 C)
73 ° 1,4826
Nr. X/f J ^ ^ Brechungsindex(26C)
74 o-/ 1,4810
Nr. tJ>-^S^^s|X*S. Brechungsindex (26C)
75 T] 1,4917
Nr. A 1 μ Brechungsindex (26C)
76 wn^S^n^\
Nr. ^Λ y^^ Ύ| Brechungsindex (26 C)
77 O-f <^J 1,4866
78 Ο-J 1,4700
Nr. 1S^HT y ' ^^ Brechungsindex (26 C)
) —/ 1 Δ7ΓΜ
Nr. "X^fy^^^ Brechungsindex (26C)
79 O-/ 1,4836
Nr. V^xT T^ ^ Brechungsindex (26 C)
80 O-J . 1,h847
Nr. 1VXX J Brechungsindex (26 C)
81 Q-J 1,4803
Nr. ΧχΓ /Τ Brechungsindex (26 C)
82 O-i k 14850
Nr. M J ^ J 1 Brechungsindex (26 C)
83 °-' Vn^' 1,4842
Nr. V/Γ V^"^ "^ "^ Brechungsindex (26C)
84 O-Z 1,4832
Nr. ^"-"I I /\ Brechungsindex (26 C)
85 0V^—"sS 1,4894
Nr. VXl ^] I*? Brechungsindex (26 C)
86 °>AxNs/ 1,4902
OQo^O
Nr. VX\ y-s^ V^ Brechungsindex (26C)
87 O-/ 1,4820
Nr. V,x\ J ^ ^ ^ Brechungsindex (26 C)
88 0-/ 1,4861
ΥΎ
ν · Brechungsindex (26C) 1,5130
bJ I Brechungsindex (26 C) 1,5106
Brechungsindex (26 C) 1,4813
Brechungsindex (26 C) 1,4846
Brechungsindex (26 C) 1,4814
Brechungsindex (26 C) 1,4822
Brechungsindex (26 C) 1,4862
Brechungsindex (26 C) 1,4811
Brechungsindex (26 C) 1,4701
FP75-77°C
FP105-106 °C
Brechungsindex (26 C) 1,4835
Brechungsindex (26 C) 1,4851
Brechungsindex (26 C) 1,4768
Brechungsindex (26 C) 1,4823
Brechungsindex (26 C) 1,4703
Brechungsindex (26 C) 1,4893
Brechungsindex (26 C) 1,4911
Brechungsindex (26 C) 1,4845
Brechungsindex (26 C) 1,4797
Brechungsindex (26 C) 1,4701
Brechungsindex (26 C) 1,4822
Brechungsindex (26 C) 1,4804
Brechungsindex (26 C) 1,4818
Brechungsindex (26 C) 1,4836
Brechungsindex (26 C) 1,4814
Bre<-hungsindex(26C) 1,4678
Brechungsindex (26 C) 1,4677
Brechungsindex (26 C) 1,4803
Brechungsindex (26 C) 1,4852
Brechungsindex (26 C) 1,4702
Nr. 120
•Ο
Brechungsindex (26 C) 1,4825
Nr. 121
Brechungsindex (26 C) 1,4834
Nr. 122
Brechungsindex (26 C) 1,4790
Nr. 123
Brechungsindex (26 C) 1,4822
Nr. 124
Brechungsindex (26 C) 1,4840
Brechungsindex (26 C) 1,4833
Brechungsindex (26 C) 1,4831
Brechungsindex (26 C) 1,4701
Oy-O Brechungsindex (26 C) 1,4903
Brechungsindex (26 C) 1,4924
Brechungsindex (26 C) 1,4911
Brechungsindex (26 C) 1,4917
.0 Brechungsindex (26 C) 1,4814
Brechungsindex (26 C) 1,4789
134
Brechungsindex (26C) 1,4776
Nr. 135
Brechungsindex (26 C) 1,4830
Nr. 136
Brechungsindex (26 C) 1,4667
Nr. 137
Brechungsindex (26C) 1,4801
Nr. 138
Brechungsindex (26 C) 1,4808
Nr. 139
Brechungsindex (26 C) 1,4762
Nr. 140
Brechungsindex (26 C) 1,4796
Brechungsindex (26 C) 1,4812
Nr. 142
Brechungsindex (26 C) 1,4802
Brechungsindex (26 C) 1,4804
Brechungsindex (26 C) 1,4670
Brechungsindex (26 C) 1,4846
Brechungsindex (26 C) 1,4815
Brechungsindex (26 C) 1,4795
Brechungsindex (26 C) 1,4877
Brechungsindex (26C) 1,4690
Brechungsindex (26 C) 1,4788
Brechungsindex (26 C) 1,4827
Brechungsindex (26C) 1,4858
Brechungsindex (26C) 1,4853
Brechungsindex (26 C) 1,4848
Brechungsindex (26 C) 1,4697
Brechungsindex (26 C) 1,4938
Brechungsindex (26 C) 1,4907
Brechungsindex (26 C) 1,4842
Brechungsindex (26 C) 1,4810
Brechungsindex (26 C) 1,4795
Brechungsindex (26 C) 1,4897
Brechungsindex (26C) 1,4867
Brechungsindex (26 C) 1,4679
Brechungsindex (26 C) 1,4890
Brechungsindex (26 C) 1,4688
Brechungsindex (26 C) 1,4782
Brechungsindex (26 C) 1,4847
Brechungsindex (26 C) 1,5299
Brechungsindex (26C) 1,4821
Brechungsindex (26 C) 1,4852
Brechungsindex (26C) 1.4852
Brechungsindex (26 C) 1,5275
Brechungsindex (26 C) 1,5272
Brechungsindex (26 C) 1,5188
Brechungsindex (26 C) 1,5203
O. >^ N Brechungsindex (26 C) 1,5118
Brechungsindex (26C) 1,4842
Brechungsindex (26 C) 1,4840
Brechungsindex (26 C) 1,4693
Brechungsindex (26 C) 1,4926
Brechungsindex (26 C) 1,5354
Brechungsindex (26 C) 1,4680
Brechungsindex (26 C) 1,4715
Brechungsindex (26 C) 1,4699
Brechungsindex (26 C) 1,4735
Brechungsindex (26 C) 1,4666
Brechungsindex (26 C) 1,4872
Brechungsindex (26 C) 1,5044
SP230°C/0,035mmHg
Brechungsindex (26C) 1,4909
Brechungsindex (26 C) 1,4913
Brechungsindex (26 C) 1,4877
O0T "
Brechungsindex (26 C) 1,5291
Brechungsindex (26 C) 1,4947
Brechungsindex (26 C) SP225°C/0,015mmHg
Brechungsindex (26 C) 1,4859
Brechungsindex (26 C) 1,4851
Brechungsindex (26 C) 1,4812
Brechungsindex (26 C) 1,5237
Brechungsindex (26 C) 1,4894
Brechungsindex (26 C)
Brechungsindex (26 C) 1,4765
Brechungsindex (26C) 1,4658
Brechungsindex (26 C) 1,4839
Brechungsindex (26 C) 1,4784
Brechungsindex(26C) 1(4792
Brechungsindex (26C) 1,4774
Brechungsindex (26C) 1,4815
Brechungsindex (26 C) 1,4667
Brechungsindex (26 C) 1,4802
Brechungsindex (26 C) 1,4826
Brechungsindex (26 C) 1,4806
Brechungsindex (26 C) 1,4841
Brechungsindex (26 C) 1,4841
0O
Brechungsindex (26 C) 1.4800
Brechungsindex (26 C) 1,4886
Brechungsindex (26 C) 1,4886
Brechungsindex (26 C) 1,4796
Brechungsindex (26 C) 1,5222
Brechungsindex (26C) 1,4784
Brechungsindex (26 C) 1,5204
Brechungsindex (26 C) 1,4842
Brechungsindex (26 C) 1,4794
Nr. 224
Nr. 225
Nr. 226
Nr. 227
Nr. 228
Brechungsindex (26 C) 1,4692
Brechungsindex (26C) 1,4781
Brechungsindex (26 C) 1,4812
Brechungsindex (26 C) 1,4861
Brechungsindex (26 C) 1,4920
Brechungsindex (26 C) 1,4993
Brechungsindex (26 C) 1,4830
Brechungsindex (26 C) 1,4849
Brechungsindex (26 C) 1,4810
-34- 291 23S
Brechungsindex (26 C) 1,4819
Brechungsindex (26 C) 1,4806
Brechungsindex (26 C) 1,4842
Brechungsindex (26 C) 1,4824
FP 83-86"C
Brechungsindex (26C) 1,4862
Brechungsindex (26 C) 1,4946
FP 57-61"C
Brechungsindex (26 C) 1,4886
Brechungsindex (26C) 1,5394
u~Y
Brechungsindex (26 C) 1,4925
Brechungsindex (26 C) 1,4867
SP23S"C/0,0075mmHg
Anwendungsbeispiele
Beispiel 1
Erysiphe gramlnis horde! (Mehltau an Gerste) Heilspritzung an jungen Gerstenpflanzen.
Lösungsmittel: 10% Aceton in Wasser Emulgiermitte!:TritonX-155, lOOppm.
Zur Herstellung einer entsprechenden Zusammensetzung der aktiven Substanz wird die aktive Substanz in dem spezifizierten Lösungsmittel mit Emulgiermittel bis zur vorlangten Konzentration gelöst. Die weitere Verdünnung erfolgt durch eine Lösung, die 10% Aceton in Wasser und lOOppm Triton X-155 enthält.
Um die heilende Wirkung zu prüfen, werden junge Gerstenpflanzen 2 Tage, nachdem die Pflanzen mit Mehltau-Conidien mit Hilfe der Aufstreichmethode geimpft worden waren, mit derZusammensetzung der aktiven Substanz bis zur Blattnässe gespritzt.
Nach der Impfung und bis zum Spritzen werden die Pflanzen bei 180C und 100% relativer Feuchter gehalten, und nach dem Spritzen werden sie in einer Klimakammer bei 18°C und 70 bis 80% relativer Feuchte gehalten.
7 Tage nach der Impfung wird die Aktivität der Substanz beurteilt. Bei diesem Test zeigte sich eine deutliche Überlegenheit in der Aktivität bei z.B. den in Tabelle 2 aufgeführten Verbindungen.
Die Aktivität der Verbindungen wird folgendermaßen angegeben:
3 90 bis 100% Krankheitsbekämpfung
2 50 bis 89% Krankheitsbekämpfung
1 11 bis 49% Krankheitsbekämpfung 0 1 bis 10% Krankheitsbekämpfung
Beispiel 2
Puccinia recondite Test (Weizen, Schutzspritzung)
Lösungsmittel: 10% Aceton in Wasser ErnulgiermittehTriton X-155, lOOppm
Zur Herstellung einer angemessenen Zusammensetzung der aktiven Substanz wird die aktive Substanz in dem spezifizierten Lösungsmittel mit Emulgiermittel bis zu der verlangten Konzentration gelöst. Die weitere Verdünnung erfolgt mit einer Lösung, die 10% Aceton in Wasser und 100ppm Triton X-155 enthält.
-36- 191235
Um die Schulzwirkung zu prüfen, werden junge Weizenpflanzen bis zur Biattnässe mit der Zusammensetzung der aktiven Substanz gespritzt. Nach dem Trocknen werden die Pflanzen mit Sporen von braunem Rost in einer wäßrigen Aufschlämmung, die aufgespritzt wird, geimpft. Die Pflanzen werden 48 Stunden bei 18°C und 100% relativer Feuchte gehalten, wonach sie in eine Klimakammer mit der gleichen Temperatur und 70 bis 80% relativer Feuchte gebracht werden.
10 Tage nach der Impfung wird die Aktivität der Substanzen eingeschätzt. Bei diesem Test ist eine deutliche Überlegenheit in der Aktivität z. B. bei den in Tabelle 2 aufgeführten Verbindungen festzustellen.
Die Aktivität der Verbindungen wird folgendermaßen angegeben:
3 90 bis 100% Krankheitsbekämpfung ' 2 SO bis 89% Krankheitsbekämpfung
1 11 bis 49% Krankheitsbekämpfung
0 1 bis 10% Krankheitsbekämpfung
Beispiel 3
Botrvtis cincrea Test (Gurkenblätter, Schutztest).
Lösungsmittel: 10% Aceton in Wasser EmulgiermittehTriton X-155, lOOppm
Zur Herstellung einer angemessenen Zusammensetzung der aktiven Substanz wird die aktive Substanz in dem spezifizierten Lösungsmittel mit Emulgiermittel bis zu der verlangten Konzentration gelöst. Die weitere Verdünnung wird mit einer Lösung vorgenommen, die 10% Aceton in Wasser und 100 ppm Triton X-155 enthält.
Um die Snhutzwirkung zu prüfen, werden Gurkenblattscheiben (Durchmesser 30mm) 1 Minute lang in die Zusammensetzung der aktiven Verbindung eingetaucht. Nach dem Trocknen werden kleine Filterscheiben, die in eine Sporen-Hyphen-Suspension von Botrvtis cinerea eingetaucht worden waren, auf die Mitte der Gurkenblattscheiben gelegt. Die geimpften Gurkenblattscheiben werden auf Glasplatten in Feuchtkästen gelegt.
Nach 2 bis 3 Tagen der Inkubation* bei 239C wird die Aktivität der aktiven Verbindung beurteilt (* wenn die unbehandelte Kontrolle mit Mycel überwachsen ist).
Die Aktivität der aktiven Verbindungen wird in Tabelle 2 wiedergegeben und wird folgendermaßen bewertet:
3 vollständige - Kein Mycelwuchs
2 teilweise - Mycelwuchs nur auf der Filterscheibe
1 teilweise Bekämpfung - inhibierter Myceiwuchs auf der Gurkenblattscheibe
0 keine - nicht inhibierter Mycelwuchs auf der Gurkenblattscheibe
Beispiel 4
Eryslphe gramlnls triticl (Mehltau an Wetzen)
Heilspritzung von jungen Weizenpflanzen.
Lösungsmittel; 10% Aceton in Wasser EmulgiermittehTriton X-155, lOOppm
Zur Herstellung einer angemessenen Zusammensetzung der aktiven Substanz wird die aktive Substanz in dem spezifizierten Lösungsmittel mit Emulgiermittel bis zu der verlangten Konzentration gelöst. Weitere Verdünnung wird mit einer Lösung vorgenommen, die 10% Aceton in Wasser und lOOppm Triton X-155 enthält.
Um die Heilwirkung zu prüfen, werden junge Weizenpflanzen bis zur Blattnässe mit der Zusammensetzung der aktiven Substanz 24 Stunden, nachdem die Pflanzen mit Mehltaukonidien mit Hilfe der Aufstreichmethode geimpft worden waren, gespritzt. Nach dem Impfen und bis zum Spritzen werden die Pflanzen bei 18°C und 100% relativer Feuchte gehalten, und nach dem Spritzen werden sie in einer Klimakammer bei 180C und 70 bis 80% relativer Feuchte gehalten.
Acht Tage nach dem Impfen wird die Aktivität der Substanz beurteilt. Bei diesem Test zeigt sich eine deutliche Überlegenheit von
z. B, den in Tabelle 2 aufgeführten Verbindungen.
Die Aktivität der Verbindungen wird folgendermaßen angegeben:
3 90 bis 100% Ktankheitsbekämpfung
2 50 bis 89% Krankheitsbekämpfung
1 11 bis 49% Krankheitsbekämpfung 0 1 bis 10% Krankheitsbekämpfung
Erysiphe Puccinia Botrytis -37- 291235
Tabelle 2 graminls reconditQ ' cinerea
Biologische Tests hordei
Zusam. (Gerste! (Weizen) (Gurke) Erysiphe
Nr. 64 ppm 256 ppm 256 ppm graminis
3 1 3 tritici
3 2 3 (Weizen)
3 2 3 64 ppm
3 3 2 2
4 3 3 2
5 3 3
9 3 3 3
10 3 3
19 3 3
33 3 2 2 3
35 3 2 2 3
36 3 3 3 3
38 3 3 3 3
40 2 1 3
41 3 2 3
42 3 3 3 3
43 3 3 3
45 3 2 3
46 3 3 3 3
47 3 2 1
48 3 3 3
49 3 3 1 3
50 3 2 3
51 3 3 2 3
54 3 3 3
55 2 3 3
56 3 3 2
57 3 3 3
58 3 3 1
62 3 3 3 3
63 3 3 3 3
64 3 3 3 3
65 3 2 3
66 3 3 2 3
67 3 3 2 3
68 3 3 2 3
69 3 3 3 3
70 3 3 3 3
71 2 3 2 3
72 2 3 3
73 3 3 3
74 3 3 3
75 3 3 2
76 2 3 3
77 3 3 2
78 3 3 2 3
79 3 3 3
80 3 3 3 3
81 3 3 3 3
82 3 3
83 3 3 3 3
84 3 3 3 3
85 3 3
87 3 3 2 3
88 3 3 3 3
91 3 3 3 3
92 3 3 3 3
93 3 3 3 3
94 3 3 3
95 3 3 3 3
96 3 3 3 3
97 3 3 2 3
98 3
99 3
100
Eryispho Puccinia Botrytis -38- 291 235
Tabelle 2 graminis recondita cinerea
Biologische Tests hordei
Zusam. (Gerste) (Weizen! (Gurke) Erysiphe
Nr. 64 ppm 256 ppm 256 ppm graminis
3 2 2 tritici
3 3 3 (Weizen)
3 3 3 64 ppm
101 3 3 2 3
. 102 3 3 3 3
103 3 3 3
104 3 3 2 3
105 3 3 3 3
106 3 3 2
107 3 3 .2 3
108 3 3 2 3
109 3 3 2 3
110 3 3 2 3
111 3 3 3 3
112 3 3 2 3
115 3 3 2 3
116 3 3 3
128 2 3 3
129 3 3 3
131 3 3 2 3
137 3 3
143 3 3 3
145 3 3 3 3
146 3 3 2 3
147 3 3 2 3
148 3 3 2 3
149 3 3 2 3
151 3 3 3 3
152 3 3 3 3
153 2 3 2
154 3 3
155 3 3 3
156 3 2
158 3 3 3
159 3 3 3
160 3 2
161 2 3
165 3 2
166 3 2 3
171 3 3
177 3 2
178 3
220 3
226 3

Claims (2)

1. Fungizide Zusammensetzung, vor allem eine Pflanzungsfungizidzusammensetzung, und speziell eine Getreidefungizidzusammensetzung zur Bekämpfung von Mehltau, Rost und anderen signifikanten Blattkrankheiten, dadurch gekennzeichnet, daß sie übliche Träger oder dergleichen und als Wirkstoff mindestens eine Verbindung enthält, ausgewählt unter Aminoketalen der allgemeinen Formel I
R2
worin X und Y jeweils unabhängig O oder-COHa-darstellen, (R1)n bis zu vier Substituenten darstellt, die gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind unter geradkettigem und verzweigt-kettigem Alkyl mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, Cycloalkyl mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, Aryl, Aryloxy, Alkoxy, Cycloalkyl, Arylalkyl und Alkyithio, worin zwei benachbarte R1-Substituenten auch zusammen einen gesättigten oder ungesättigten Ring bilden können,und
η 1,2,3 oder 4 ist und m 0,1,2,3 oder 4 ist, und R2 und R3 jeweils unabhängig Wasserstoff, geradkettiges oder verzweigtkettiges Alkyl mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen, unsubstituiertes oder alkylsubstituiertes Cycloalkyl, Alkenyl, Alkynyl oder unsubstituiertes oder alkylsubstituiertes Arylalkyl darstellen, oder
R2 und R3, wenn sie zusammen mit dem Stickstoffatom genommen werden, an das sie gebunden sind, einen gesättigten oder ungesättigten, substituierten oder unsubstituierten heterocyclischen Ring bilden, der wahlweise aryl-verschmolzen oder cycloalkyl-verschmolzen sein kann und der wahlweise ein oder mehrere unter 0 und N ausgewählte zusätzliche Heteroatome enthalten kann, unter der Voraussetzung, daß, wenn X und Y beide 0 sind, m gleich 1 ist und -NR2R3 etwas anderes als ein ungesättigter, substituierter oder unsubstituierter heterocyclischer Ring ist, der wahlweise aryl-verschmolzen oder cycloalkyl-verschmolzen sein kann und der wahlweise ein oder mehrere zusätzliche, unterO und N ausgewählte Heteroatome enthalten kann, dann kann (R1)n kein alleiniger Substituent (n = 1) in der4-Position in dem
CH3
Cyclohexanring und der Formel R~C- sein, worin R Wasserstoff,
CH3
Alkyl oder wahlweise substituiertes Phenyl darstellt.
2. Verfahren zur Herstellung von Aminoketalen der allgemeinen Formel I
"ftc
worin X, V, R1, R2 f R3, n und m die in Anspruch 1 erläuterten Bedeutungen haben, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ketal der allgemeinen Formel Il
worin X, Y, (R1)n und m die oben erläuterten Bedeutungen haben, und worin Z eine austauschbare elektronenanziehende Gruppe darstellt, mit einem Amin der allgemeinen Formel III
-2- 291 23B 2
HN I"
worin R2 und R3 die oben erläuterte Bedeutung haben, wahlweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels und wahlweise in Gegenwart eines Katalysators und wahlweise in Gegenwart eines Katalysators und wahlweise in Gegenwart eines Säurebindungsmittels zusätzlich zu einem möglichen Überschuß des Amins IN und bei zwischen etwa 5O0C und der Rückflußtemperatur des in Frage kommenden Lösungsmitteis liegenden Temperaturen umgesetzt wird.
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