DD291240A5 - Verfahren zur herstellung fluessiger shortenings - Google Patents

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DD291240A5
DD291240A5 DD33666789A DD33666789A DD291240A5 DD 291240 A5 DD291240 A5 DD 291240A5 DD 33666789 A DD33666789 A DD 33666789A DD 33666789 A DD33666789 A DD 33666789A DD 291240 A5 DD291240 A5 DD 291240A5
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DD
German Democratic Republic
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liquid
shortenings
shortening
fats
monoglycerides
Prior art date
Application number
DD33666789A
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English (en)
Inventor
Paul Denecke
Anni Pfennig
Dagmar Koellner
Original Assignee
Kombinat Oel Und Margarine,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung fluessiger Shortenings, die bis zum Erstarrungspunkt des jeweils eingesetzten fluessigen Pflanzenoeles keine Kristallisation aufweisen. Der Einsatz erfolgt bei ausgewaehlten Backwaren und fuehrt zu deutlichen Qualitaetsverbesserungen. Erfindungsgemaesz wird eine Loesung aus bei Raumtemperatur festen glyceridbasigen Lebensmittelemulgatoren, vorzugsweise Monoglyceride, in fluessigen Pflanzenoelen hergestellt und einer schnellen Kuehlung unterzogen. Eine intensive Bearbeitung als auch eine Einarbeitung von Luft ist zu vermeiden.{Herstellungsverfahren; fluessige Shortenings; feste glyceridbasige Emulgatoren; Kristallisationsverhinderung; stabile homogene pumpfaehige Fluessigkeit}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung flüssiger Shortenings, die bis zum Erstarrungspunkt des jeweils eingesetzten flüssigen Pflanzenöles keine Kristallisation aufweisen. Die erfindungsgemäßen Shortenings werden in der Beckwarenindustrie eingesetzt und führen zu deutlichen Qualitätsverbesserungen bei ausgewählten Backwaren.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß flüssige Shortenings, die in der Backwarenindustrie Verwendung finden, aus Pflanzenölen unter Zusatz hydrierter Pflanzenöle und/oder reiner Pflanzenfette und tierischer Fette sowie Fraktionen aus Tier- oder Pflanzenfetten oder hydrierten Pflanzenölen herstellbar sind, wenn die genannten konsistenten Fettantoile vorzugsweise in der ß-Konfiguration kristallisieren. Weiterhin Ist bekannt, daß flüssige Shortenings Lebensmiiteiemulgatoren in unterschiedlicher Menge und unterschiedlicher Art enthaften können, wovon mindestens ein Emulgatortyp ein Kristallisationsinhibitor sein muß, ζ. B. von der Art Polyglycerolester.
Bekannt ist auch, daß die schnelle Kühlung von verflüssigten Fett- und Fett-Emulgator-Mischungen zur Gewinnung plastischer Shortenings genutzt wird.
Beschriebene flüssige Shortenings sind in der Regel Mikrokristallsuspensionen der ko stanten Fette und/oder der Emu! iatoren in flüssigen Pflanzenölen. Solche Systeme neigen bei langem Stehenzur Fadentrennung und bedürfen daher von ihrer Anwendung in der Backwarenindustrie einer erneuten Vermischung. Die Vermeidung der genannten Nachteile, Einsatz von Kristallisationsinhibitoren und Absetzen von Kristallen, schafft Voraussetzungen für die Produktion flüssiger Shortenings und deren Einsatz in der Backwarenindustrie.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung be iaht in der Herstellung von flüssigen Shortenings, die ohne den Einsatz von Kristallisationsinhibitoren bis zum Erstarrungspunkt des jeweils eingesetzten flüssigen Pflanzenöles keine Kristallisation aufweisen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, solche geeigneten technologischen Maßnahmen aufzuzeigen, die die Kristallisation der Shortenings verhindern und dadurch einfacher, ökonomischer und qualitätsverbessernd in der Backwarenindustrie eingesetzt werden können.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine Lösung aus bei Raumtemperatur festen glyceridbasigen Lebensmittelemulgatoren vorzugsweise Monoglyceride mit einem Monoglyceridgehalt zwischen 40% und 98% sowie deren Gemische mit Diacetylweinsäureester der Monoglyceride und/oder Acetoglyceriden in flüssigen Pflanzenölen bei Gesamtemulgatorgehalten von G,tM5% hergestellt und einer schnellen Kühlung unterworfen wird. In der Phase der schnellen Kühlung ist sowohl eine intensive Bearbeitung des Gemisches als auch eine Einarbeitung von Luft zu vermeiden. Es wurde nämlich überraschenderweise gefunden, daß bei Einhaltung dieser Bedingungen hochschmelzende Emulgatoren eingesetzt werden können, ohne daß es zu einer Kristallisation kommt. Ais backaktive Emulgatoren werden zweckmäßigerweise Mono· diglyceride mit gesättigten Fettsäuren eingesetzt. Solche Shortenings zeigen bessere backtechnische Eigenschaften als die mit den homologen flüssigen Emulgatoren.
Ein Zusatz von Kristallisationsinhibitoren ist nicht erforderlich. Weiterhin wurde gefunden, daß unter den geprüften Bedingungen auch der Zusatz konsistenter Fette nicht vorwiegend erforderlich ist, so daß eine wesentliche Vereinfachung der Rezeptur der flüssigen Shorten;..gs möglich ist. Geringfügige Zusätze von Wasser stören sowohl den Herstellungsprozeß des Erzeugnisses als auch den Backprozeß nicht.
Ausfuhrungsbelsplele
Die erfindungsgemäße Arbeitsweise soli an folgenden Ausführungsbeispielen erläutert werden.
Beispiel 1
Herstellung des Shortenings
Das Emulgator-Hartfettgemisch wird mit mindestens 20% des laut Rezeptur notwendigen Öles angemaischt (das
Anmaisehverhältnis von Emulgator zu Öl muß mindestens 1:4 betragen). Unter gleichmäßigem Rühren bei stetiger Temperaturerhöhung bis auf "/5-8O0C erfolgt das vollständige Auflösen der Emulgatoren und des konsistenten Fettes.
Anschließend wird diese Lösung in gleichmäßigem Strom in das Öl eingerührt, wobei die Temperatur des Öles mindestens 350C beträgt. In einem geeigneten Kühlaggregat erfolgt eine schnelle Kühlung, wobei die Shortenlngtemperatur von anfänglich ca.
40-420C auf 150C in höchstens 2 Minuten (bei 100g Einwaage) erfolgen muß. Dabei sind intensive Bewegungen und Lufteinschlag in das Produkt auszuschließen, um die Bildung von Kristallisationskeimen zu verhindern.
Das Pflanzenöl-Hartfett-Emulgator-Gemisch setzt sich wie folgt zusammen:
94,5% Pflanzenöl 2,5% Schmalz (JZ 1) 2,0% hydriertes Pflanzenöl (JZ 70) 1,0%Mono-diglyceridgemisch(JZ 1)
Beispiel 2
Herstellung des Shortenings wie in Beispiel 1, wobei sich das Gemisch wie folgt zusammensetzt:
35,4% Pflanzenöl 1,5% Mono-diglyceridgemisch 1,5% Diacetylweinsäureester der destillierten Monoglyceride 1,0% destillierte Monoglyceride 0,6% Sojalezithin
Beispiel 3
Herstellung des Shortenings wie Beispiel 1, wobei sich das Gemisch wie folgt zusammensetzt:
89,5% Pflanzenöl 2,0% hydriertes Pflanzenöl (JZ 70) 4,5% Mono-diglyceridgemisch 3,0% Diacetylweinsäureester der destillierten Monoglyceride 1,0% Sojalezithin
Beispiel 4
Herstellung des Shortenings wie Beispiel 1, wobei sich das Gemisch wie folgt zusammensetzt:
96,0% Pflanzenöl 1,5% Mono-diglyceride 1,5% Diacetyiweinsäureester der destillierten Monoglyceride 1,0% Acetoglyceride
Beispiel 5
Hersteilung des Shortenings wie Beispiel 1, wobei sich das Gemisch wie folgt zusammensetzt:
92,0% Pflanzenöl 2,0% hydriertes Pflanzenöl (JZ 70) 1,5% Mono-diglyceride 1,5% Diacetylweinsäure der destillierten Monoglyceride 3,0% Wasser
Beispiel 6
Herstellung des Shortenings wie Beispiel 1, wobei sich das Gemisch wie folgt zusammensetzt:
95,0% Pflanzenöl 2,0% hydriertes Pflanzenöl (JZ 70) 1,5% Mono-diglyceride 1,5% Diacetylweinsäureester

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung flüssiger Shortenings, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von bei Raumtemperatur festen glyceridbasigen Lebensmittelemulgatoren vorzugsweise Monoglyceride mit einem Monoglyceridgehalt zwischen 40% und 98% sowie deren Gemische mit Diacetylweinsäureester der Monoglyceride und/oder Acetoglyceriden in flüssigen Pflanzenölen bei Gesämtemulgatorgehalten von 0,8% bis 15% hergestellt wird und einer schnellen Kühlung unter Vermeidung einer intensiven Bearbeitung der Masse und der Einarbeitung von Luft unterworfen wird, wobei eine stabile, homogene, pumpfähige, backaktive Flüssigkeit entsteht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbesserung der backtechnischen Eigenschaften der Shortenings hydrierte Pflanzenöle und/oder Pflanzenfette und/oder tierische Fette und/oder konsistente umgeesterte Fette oder Fraktionen aus ihnen bis 5% der Gesamttriglyceridmenge eingesetzt werden.
3. Verfahrennach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verbesserung der Teigkonsistenz der Shortenings Pflanzuenphosphatide vorzugsweise Lezithine, bis 2% zugesetzt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Pflanzenöl-Emulgator-Lösung Wasser bis 5% zugesetzt werden kann.
DD33666789A 1989-12-29 1989-12-29 Verfahren zur herstellung fluessiger shortenings DD291240A5 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1999048377A1 (en) * 1998-03-20 1999-09-30 Danisco A/S Stable suspension of a particulate component
WO2000078154A1 (en) * 1999-06-18 2000-12-28 Archer-Daniels-Midland Company Fluid emulsified shortening composition
US7910149B2 (en) 2001-11-05 2011-03-22 Danisco A/S Liquid bread improver, the use and the process for producing thereof

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