DD291947B5 - Verfahren zur Herstellung von duennen Draehten und Seilen aus Kupferlegierungen - Google Patents

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DD291947B5 DD33783290A DD33783290A DD291947B5 DD 291947 B5 DD291947 B5 DD 291947B5 DD 33783290 A DD33783290 A DD 33783290A DD 33783290 A DD33783290 A DD 33783290A DD 291947 B5 DD291947 B5 DD 291947B5
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Helmut Dipl-Ing Ullwer
Lothar Dipl-Ing Pangert
Rolf Dipl-Ing Kahn
Helmut Rzepka
Gerhard Dipl-Phys Hunal
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Hettstedt Walzwerk Ag
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Description

Beispiel 1
Gegossen wird eine Legierung, bestehend aus Cu mit 0,4 Ma.-% Mg. Die Gußstränge haben einen Nenndurchmesser von 19 mm.
Die Kokille besteht aus Graphit, welche über einem Wassermantel gekühlt wird. Die Kokillenbohrung im Graphit ist auf der Eintrittsseite der Schmelze über einen Bereich von 140mm Länge, in dem die Schmelze erstarrt und der Gußstrang gebildet wird, konisch ausgeführt und besitzt direkt am Eintritt der Schmelze einen Durchmesser von 19,20mm und im Abstand von 140mm von diesem Punkt einen Durchmesser von 18,95mm. Der anschließende Teil der Kokille bis zu ihrer Gesamtlänge von 250mm ist zylindrisch ausgeführt.
Der durch Horizontal- bzw. Vortikalstrangguß hergestellte Legierungsdraht wird in an sich bekannter Weise gewalzt und anschließend gezogen.
Beispiel 2
Gegossen wird eine Cu-Mg-Legierung analog Beispiel 1 mittels einer Horizontalstranggießkokille. Die Kokillenbohrung im Graphit ist auf der Eintrittsseite der Schmelze über einen Bereich von 125 mm Länge, in welchem die Schmelze erstarrt und der Gußstrang gebildet wird, konisch ausg,.'..,,. t und besitzt direkt am Eintritt der Schmelze einen Durchmesser von 19,10mm. Der anschließende Teil der Kokille in einer Lange von 75mm ist zylindrisch ausgebildet. Daran schließt sich ein umgekehrt konisch erweiterter Teil der Kokille an, welcher einen Durchmesser von 19,20mm und eine Länge von 50 mm aufweist.
Der durch Horizontalstrangguß mit besonders geformter Kokille hergestellte Legierungsdraht wird, wie bereits beschrieben, gewalzt und anschließend gezogen.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von dünnen Drähten und Seilen aus Kupferlegierungen, vorzugsweise von Kupfer-Magnesium-Legierungen und einem Durchmesser bis 19 mm, bei welchem im Horizontal-bzw. Vertikalstrangguß Kupferlegierungsdrähte mit oszillierendem Strangabzug ausgetragen werden, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupferlegierungsdraht über eine Stranggießkokille, welche im Erstarrungsbereich des Stranges konisch verengt ausgebildet ist und nachfolgend in einen zylindrischen bis umgekehrt sich konisch erweiternden Teil übergeht, kontinuierlich abgegossen und anschließend in an sich bekannter Weise gewalzt und gezogen wird.
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von dünnen Drähten und Seiion aus Kupferlegierungen, vorzugsweise aus Kupfer-Magnesiurn-Legierunger. und einem Durchmesser von 19 mm, welchGS auf dem Gebiet der NE-Metallurgie bei der Herstellung von Leitbronzen Anwendung findet.
    Nach dem Stand der Technik sind mehrere binäre Kuptei legierungen bekannt, welche auf der kupferreichen Seite ihrer Zustandsdiagramme große Erstarrungsintervalle aufweisan. fviit der Größe des Erstarrungsintervalls, d. h. mit wachsendem Abstand zwischen Liquidus- und Soliduslinie, wächst auch die Neigung der Legierung zur Mischkristallseigerung bis zur Ausbildung einer zweiten Pl.ase. Diese Tendenz wird durch eine rasche Abkühlung unterstützt, durcii die sich das System weiter vom Gleichgewichtszustand entfernt.
    Als Sonderfall des Auftretens einer niedrigschmelzcnden zweiten Phase ist die umgekehrte Blockseigerung anzusehen, bei der sich diese niedrigschmelzende Phase an der Oberfläche des Gußstückes anreichert. Häufig handelt es sich bei de r auftretenden niedrigschmelzenden Phasen um spröde, intermetallische Verbindungen, die eine Warm- und Kaltverformung der daraus hergestellten Halbzeuge durch Trennbrüche verhindern oder zu Splittern und Schiefern auf der Oberfläche führen.
    Beim Abguß derartiger Legierungen ist man deshalb gezwungen, für eine möglichst langsame Abkühlung des Gußmaterials beim Erstarren zu sorgen. Das bedeutet, Bolzen möglichst großer Masse abzugießen und diese, beim Auftreten von Seigerungen, einer Homogenisierungsglühung zu unterwerfen. Der Abguß von endabmessungsnahen Gußstücken, beispielsweise die kontinuierliche Herstellung von Drähten, war damit bisher nicht möglich.
    Es ist ein Verfahren zur Herstellung von Kupfer-Magnesium-Legierungen bekannt, welches einen Abguß von Bolzen in eine Standkokille vorsieht. Nach dem Absägen von Kopf und Fuß und Einteilen auf geeignete Länge werden diese Bolzen erwärmt, wobei die Erwärmung gegebenenfalls mit einer Homogenisierung des Gußgefüges verbunden wird und auf einer Strangpresse zu Draht verpreßt, welcher nach dem Abkühlen auf die gewünschte Fertigabmessung gezogen wird. Nachteilig sind bei diesem Verfahren nicht nur der hohe Arbeitsaufwand beim Gießen der Bolzen und der hoho Abfall durch den Sägeverschnitt, sondern auch die durch das Strangpressen begrenzte Länge der Preßdrähte. Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, bei welchem in Standkokillen mit quadratischem Querschnitt abgegossene Knüppel auf einem Drahtwalzwerk zu Draht mit ca. 8mm Durchmesser warmgewalzt werden. Dieser Lösung haftet der Mangel an, daß auch hierbei ein hoher Abfall und eine begrenzte Drahtlänge eine rationelle Produktion beträchtlich behindern.
    Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von dünnen Drähten und Seilen aus Kupferlegierunqen mit ausgezeichneter Kaltumformbarkeit und fehlerfreier Oberfläche zu entwickeln, mit dem derartige Legierungsdrähte bzw. Seile kontinuierlich und in praktisch beliebigen Längen ohne Seigerungen im Inneren oder an der Oberfläche abgegossen werden können und die Erstarrungsschrumpfung des Gußstranges ganz oder zumindest teilweise ausgeglichen wird.
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß der Kupferlegierungsdraht über eine Stranggießkokille, welche im Erstarrungsbereich des Stranges konisch verengt ausgebildet ist und nachfolgend in einen zylindrischen bis umgekehrt sich konisch erweiternden Teil üb'ergeht, kontinuierlich abgegossen und anschließend in an sich bekannter Weise gewalzt und gezogen wird.
    Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
DD33783290A 1990-02-14 1990-02-14 Verfahren zur Herstellung von duennen Draehten und Seilen aus Kupferlegierungen DD291947B5 (de)

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NPI Change in the person, name or address of the patentee (addendum to changes before extension act)
B5 Patent specification, 2nd publ. accord. to extension act
RPV Change in the person, the name or the address of the representative (searches according to art. 11 and 12 extension act)
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