DD292109A5 - Verfahren zum beschriften metallischer bauteile mit elektronenstrahlen - Google Patents
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Abstract
Das Verfahren zum Beschriften metallischer Bauteile mit Elektronenstrahlen ist ein Ergaenzungsprozesz zu anderen elektronenstrahltechnologischen Prozessen der Oberflaechenveredelung. Erfindungsgemaesz wird der Elektronenstrahl waehrend des upslope des Strahlstromes innerhalb des Beschriftungsfeldes in einem hochfrequent durchlaufenden Zeilenraster zur Einwirkung gebracht. Anschlieszend erfolgt die Markierung bei konstantem Strahlstrom innerhalb eines vorgegebenen Punktrasters mit konstanter Verweildauer sprungartig von Markierungsort zu Markierungsort. Danach wirkt der Strahlstrom wieder gerastert auf dem Markierungsfeld.{Beschriften; Bauteile; Elektronenstrahlen; Strahlstrom; Beschriftungsfeld; Zeilenraster; Markierung; Punktraster; Markierungsort; Markierungsfeld}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung dient zum Beschriften metallischer Bauteile mittels Elektronenstrahl als Ergänzungsprozeß zu anderen elektronenstrahltechnologischen Prozessen, wie dem Schweißen und der thermischen Oberflächenveredlung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, mit Energiestrahlen, wie Laser- und Elektronenstrahlen, Beschriftungen auszuführen. Beim Beschriften metallischer Bauteile erfolgt die Darstellung der Beschriftungselemente durch Werkstoffaufschmelzung oder Werkstoffabtragung. Grundvoraussetzung aller derartigen Beschriftungstechniken ist die Pulsbarkeit des Energiestrahls. Beschriftungsanlagen mit Energiestrahlen wurden bisher praktisch ausschließlich mit Laserstrahlen realisiert. Elektronenstrahltechnologische Anlagen mit Strahlleistungen im Multikilowattbereich, wie sie für das Schweißen und die thermische Oberflächenveredlung eingesetzt werden, verfügen im allgemeinen nicht über die notwendige schnelle Pulsbarkeit des Elektronenstrahls. Der up- und downslope des Elektmnenstrahlstroms liegt hier typisch im Zehntelsekundenbereich. Mit diesen dynamischen Eigenschaften der Strahlstro,,.^ouerung waren bisher keine wirtschaftlich attraktiven Beschriftungstechnologien realisierbar. Aus diesen Gründen wurden eloktronenstrahltechnologisch bearbeitete Bauteile in separaten technologischen Prozessen beschriftet.
Eine weitere Schwierigkeit kann sich bei bestimmten Werkstoffen dadurch ergeben, daß durch das Aufschmelzen oder thermische Abtragen von Werkstoff an den Markierungsorten unerwünschte Mikrorisse entstehen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, bei Bauteilen, die elektronenstrahlteehnologischen Prozessen wie Schweißen oder thermischer Oberflächenveredlung unterzogen werden, das Beschriften als separate technologische Operation zu eliminieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Beschriftungsverfahren für Bauteile aus beliebigen metallischen Werkstoffen mit Elektronenstrahlen zu schaffen, das in elektronenstrahltechnologischen Anlagen, die mit hoher Strahlleistung arbeiten, wie zum Schweißen und zur thermischen Oberflächenveredelung, als Ergänzungsprozeß ausführbar ist. Der in diesen Anlagen eingesetzte Elektronenstrahl ist nicht kurzzeitig pulsbar, aber soll zur Beschriftung genutzt werden. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit einem nicht pulsbaren Elektronenstrahl hoher Leistung dadurch gelöst, daß der Elektronenstrahl mindestens während des upslope des Strahlstromes innerhalb des vorgegebenen Beschriftungsfeldes auf dem Bauteil in einem hochfrequent durchlaufenden Zeilenraster ohne Werkstoffaufschmelzung einwirkt, anschließend bei konstantem Strahlstrom innerhalb eines vorgegebenen Punktrasters mit konstanter Verweildauer sprungartig von Markierungsort zu Markierungsort entsprechend der auszuführenden Beschriftung mindestens einmal geführt wird und danach, zumindest für die Zeitdauer des downslope des Strahlstromes, wiederum gerastert auf dem Beschriftungsfeld einwirkt. Die Leistungsdichte im Strahlfokus und dessen Verweildauer an den Markierungsorten wird entsprechend dem genutzten Markierungseffekt und den vorliegenden Werkstoffeigenschaften gewählt.
des Strahlstromes hinaus auszudehnen oder gegebenenfalls in den Rasterphasen mit, gegenüber der Beschriftung, erhöhter
vorzunehmen.
verfügen, kann zweckmäßig dieses Ablenkraster genutzt werden.
unterschiedlicher Zusatzablenkung des Elektronenstrahls die Markierungsorte mehrfach durchlaufen werden, so daß jeder
der Finishbearbeitung erhalten.
nachzuführen, daß er an jedem Markierungsort mit der Bauteiloberfläche zusammenfällt.
vor dem Härtevorgang.
Es ist auch zweckmäßig, die Beschriftung in einem Prozeßschritt gemeinsam mit dem vorgesehenen elektronenstrahltechnologischen Prozeß wie z. B. einem Schweiß- oder thermischen Oberflächenveredelungsprozeß auszuführen.
Auf einem in Fig. 1 ausschnittsweise dargestellten ebenen Bauteil 1 aus Stahl ist im Schriftfeld 2 mit den Seitenabmes jungen AxB eine aus alphanumerischen Zeichen bestehende Beschriftung auszuführen.
In bekannter Weise ist dazu das Schriftfeld 2 in Teilfelder 3 matrixartig unterteilt. In jedem der Teilfelder 3 ist ein alphanumerisches Zeichen darstellbar. Zur Zeichendarstellung ist wiederum, wie in Fig.2 dargestellt, jedem T iilfeld 3 eine aus Πα * π8 Elementen bestehende Submatrix möglicher Strahleinwirk- und damit Markierungsorte 4 zugeordnet. Durch geeignete Wahl der Markierungen 5 innerhalb der möglichen Auswahl von Markierungsorten 4 erfolgt die Zeichendarstellung, im Beispiel ein E.
Zur Ausführung der Beschriftung wird der in Fig. 3 dargestellte und in analogor Form auch für andere elektronenstrahltechnologische Prozesse übliche Strahlstrom-Zeit-Verlauf programmiert. Während der slope Zeiten 0 < t £ t, undl2st<t3 wird der Elektronenstrahl in einem 256 Zeilen umfassenden und das Schriftfeld 2 bedeckenden Zeilenraster mit einer Zeilenfrequenz von 15 kHz auf dem Bauteil 1 zur Einwirkung gebracht. Während der Zein, st <t2, also in der Zeitphase mit konstantem Strahlstrom Im, erfolgt die Beschriftung. Dazu wird der in die Beschriftungsebene fokussierte Elektronenstrahl sprungartig von einem zum anderen der Markierungsorte 5 geführt und an jedem dieser Markierungsorte 5 für eine bestimmte Zeit At zur Einwirkung gebracht. Bei einer Leistungsdichte von 2106 Wem"2 im Strahlfokus erfolgt innerhalb einer Zeit At von 100\is ein Aufschmelzen und teilweises Verdampfen des Werkstoffs im Einwirkbereich des Elektronenstrahls. Es entsteht die in Fig.4 im Schnitt dargestellte Markierung. Sie besteht aus einer Vertiefung 6 und einer geschmolzenen Zone 7.
Durch Anpassung von Leistungsdichte im Strahlfokus und Verweildauer At des Elektronenstrahls am Markierungsort können die Ausdehnung der geschmolzenen Zone 7 und die Tiefe der Vertiefung 6 den Wünschen an die Markierung angepaßt werden. Die sprungartige Strahlablenkung von einem Markierungsort zum anderen sowie die Übergänge zwischen Markierungs- und Rasterregime der Strahlablenkung erfolgen so schnell, daß während dieser Übergänge keine Werkstoffaufschmelzung entsteht.
Claims (8)
1. Verfahren zum Beschriften metallischer Bauteile mit Elektronenstrahlen in
eiektronenstrahltechnologischen Anlagen, deren Elektronenstrahl eine hohe Leistung besitzt und nicht kurzzeitig pulsbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektronenstrahl mindestens während des upslope des Strahlstroms innerhalb des Beschriftungsfeldes auf dem Bauteil in einem hochfrequent durchlaufenden Zeilenraster ohne Werkstoffaufschmelzung zur Einwirkung gebracht wird, daß anschließOenc! bei konstantem Strahlstrom innerhalb eines vorgegebenen Punktrasters mit konstanter Verweildauer sprungartig von Markierungsort zu Markierungsort entsprechend der auszuführenden Beschriftung mindestens einmal geführt wird und daß danach der Elektronenstrahl zumindest für die Zeitdauer des downslope des Strahlstromes, wiederum gerastert auf dem Beschriftungsfeld zur Einwirkung gebracht wird, wobei die Leistungsdichte im Strahlfokus und dessen Verweildauer an den Markierungsorten entsprechend dem genutzten Markierungseffekt und den vorliegenden Werkstoffeigenschaften gewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in'den Rasterphasen zur Temperaturführung des Werkstoffes im oberflachennahen Bereich des Beschriftungsfeldes die Strahlleistung und die Zeitdauer der Rasterung geregelt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Elektronenstrahl während seiner Einwirkung an den Markierungsorten eine Zusatzablenkung überlagert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Markierungsorte mit unterschiedlicher Zusatzablenkung mehrfach von Elektronenstrahlen durchlaufen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschriftung vor dem Finishbearbeitungsprozeß durchgeführt wird und die Materialabtragtiefe größer als das Bearbeitungsaufmaß gewählt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschriftung auf einer zu härtenden Fläche vor der Härtung durchgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Beschriftung gekrümmter
Oberflächen der Strahlfokus durch dynamische Strahlfokussierung derart nachgeführt wird, daß er an jedem Markierungsort mit der Bauteiloberfläche zusammenfällt.
8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Beschriftung gemeinsam mit dem elektronenstrahltechnologischen Prozeß ausgeführt wird.
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