DD292136A5 - Neue desinfektionsmittel mit besonders hoher anwenderfreundlichkeit - Google Patents

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DD292136A5
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DD
German Democratic Republic
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disinfectants
particularly high
friendliness
formaldehyde
dialdehydes
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Application number
DD33726490A
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English (en)
Inventor
Ulf Thust
Kurt Trautner
Jutta Naumann
Peter Trenner
Heinz Wigert
Kurt Kellner
Hans-Dieter Pfeiffer
Original Assignee
Chemie-Ag Bitterfeld-Wolfen,De
Referenzlaboratorium Fuer Desinfektion,De
Inst. F. Angewandte Tierhygiene,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft neue Desinfektionsmittel, die sich durch eine besonders hohe Anwenderfreundlichkeit auszeichnen. Als Wirkstoffe enthalten sie aldehydfreie, wasserloesliche und lagerstabile acetalartige Verbindungen, die durch Umsetzung von * oder aequimolare Mengen Formaldehyd und Ethanolamin mit aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Dialdehyden hergestellt werden. Weitere Vorteile der erfindungsgemaeszen Desinfektionsmittel sind die gute Hautvertraeglichkeit, die geringe Korrosivitaet gegenueber Materialien und die geringe Geruchsbelaestigung.{Desinfektionsmittel; aldehydfrei, acetalartige Verbindungen; * Formaldehyd; Ethanolamin; aliphatische oder aromatische Mono- oder Dialdehyde; hautvertraeglich}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft neue Dosinfektionsmittel, vor allem für das Gesundheitswesen und die Tiorhygione, mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Desinfektionsmittel sind unerläßliche Hilfsmittel in vielen Bereichen, vor allem im Gesundheitswesen und in derr Tierhygiene, die zur Verhinderung von Infektionen und zur Unterbrechung von Infektketten dienen.
(Listen der in der DDR staatlich zugelassenen Dosinfektionsmittel für das Gesundheitswesen und für die Tierhygiene).
Dabei sind schneller, umfassender Wirkungseintritt bei hoher Anwendungsfreundlichkeit in bezug auf toxische Wirkung, insbesondere Hautfreundlichkeit, ökologische Nebenwirkungen, Korrosion sowie Geruchsbelästigung bisher nicht annähernd erreichte Forderungen. Besonders durchgreifend wirksame Mittel sind aus Wirkstoffen aus den Klassen der Aldehyde, der substituierten Phenole sowie der starken Oxidationsmittel (Persäuren, Chlorabspalter) und'synergistisch wirkenden Wirkstoffgemischen unter Einbeziehung weiterer S'ibstanzklassen aufgebaut.
(Horn, H., Privora, M. und W. Weuffen, Handbuch der Desinfektion und Sterilisation, K. H. Wallhüußer, Praxis der Sterilisation, Desinfektion, Konservierung, 3. Aufl. Thieme-Verlag Stuttgart, New Yoi k, 1984). Trot» der guten Wirkung besitzen diese Desinfektionsmittel jeweils erhebliche negative Eigenschaften für die Pioduzenteii und Anwender.
So sind Aldehyde, insbesondere Formaldehyd, toxisch, allergisierend, hinsichtlich Geruch stark belästigend und außerdem chemisch instabil,
Oxidationsmittel wie Persäuren, speziell Peressigsäure, sind stark korrosiv, wenig beständig, toxisch und stark geruchsbelästigend. Auch Chlorabspalter besitzen ähnliche Eigenschaften. Hochwirksame Phenolderviate sind in ihrer Anwendung durch hohe Toxizität, Geruchsbelästigung und ökologische Γ,-ubleme beschränkt. Wird durch chemische Modifikation die Anwenderfreundlichkeit erhöht, sinkt die Wirksamkeit ab, wie z.B. bei einigen Peroxiden, stabileren Chlorabspaltem und vieien Aldehydderivaten.
Derzeitig werden In patientenbelegten Räumen vorwiegend Desinfektionsmittel auf Phenolbasis verwendet. Für die Ticrhygieno sind phenolische Desinfektionsmittel wegen der Gefahr des Übergangs auf die Nahrungsmittelkotte nur in Spezialfällen anwendbar. In beiden Bereichen werden häufig anwenderfreundliche Mittel auf Basis von Alkoholen, quartären Ammoniumverbindungen, Peroxiden und Ampholyten verwendet, obwohl sie auf der Fläche, bei der Wasche oder in Exkrementen nicht durchgreifbar wirksam sind. Meist wird nur eine Keimreduzierung, aber keine Desinfektion erreicht. Diesen Mängeln begegnet man durch Anwendung spezieller, dom jeweiligen Problem angepaßter antimikrobieller Regimes, die auf einem arbeitsaufwendigen Konzept abgestimmter Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen beruhen.
Ein anderer Ausweg ist der Einsatz wirksamer Mittel in patientenfreien Räumen bzw. bei der Tierhygiene in leeren Stallungen, was ebenfalls erhöhte Aufwendungen nach sich zieht.
Formaldehydreduzierte Mittel oder solche auf Basis von Dialdehyden, oft in Kombination mit quartären Ammoniumsalzen, Alkoholen oder auch mit Phenolen, erlauben ebenfalls nur graduelle Verbesserungen (z. B. DDPS 233941).
In den letzten Jahren haben O- und N-Aldehydderivate, vor allem des Formaldehyds, Aufmei ksnmkeit erregt, weil sie einige der negativen Eigenschaften bei der Anwendung reduzieren.
Das betraf Acetale mit Alkoholen wie Ethanol und Benzylalkohol, N-Methylole, z. B. von ChIo. acetamid, oder Aminaddukte, wie z.B. N,N',N"-Tris-(2-hydroxyethyl)-1,3,5-hexahydrotriazin (HHT).
Alle diese Produkte zeigen aber einen teilweise erheblichen Wirkungsabfall und garantieren keine wirkliche Formaldehydfreiheit, so daß allergisierende Wirkung verbleibt.
1,3,5-Hexahydrotriazine werden zwar als Wirkstoffe für Desinfektionsmittel (DE-AS 1160985, DE-OS 2023760, DE-OS 903864, DE-AS 2004647) beschrieben, sind jedoch wogen ungenügender Wirkung bisher lodiglich als Konservierungsmittel (DE-OS 1148708, DE-OS 1133632) vorwondet worden. Sie wurden auch zum Schutz von Saat-und Pflanzgut in Kombinationspräparaten (DD-PS 248500) beansprucht
Umsetzungen dos HHT mit weiteren Aldehyden in nichtstöchiometrischen Reaktionen sind bisher nicht bekannt geworden.
Ziel der Eifindung
Ziel der.Erfindung ist die Entwicklung neuer Dosinfektionsmittel, die sich neben schnellem Wirkungseintritt durch besonders hohe Anwonderfreundlichkeit hinsichtlich Geruchsbelästigung, Toxikologie, Hautverträglichkeit und Korrosivität gegonüber Materialien auszeichnen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist die Auffindung neuer Desinfektionsmittel mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit, die sich effektiv herstellen lassen udn keine freien Aldohydantoile enthalten.
Die Aufgabe wurde erfindungsgemäß gelöst, in dem in den neuen Desinfektionsmitteln neben bekannten mlkrobiziden quartären Ammoniumverbindungen und N,N',N"-Trls-(2-hydroxyethyl)-1,3,5-hexahydrotriazin (im folgenden als HHT bezeichnet) und üblichen galenischen Hilfsstoffen als Wirkstoffe aldohydgruppenfreie acetalartige Verbindungen (Ethanolaminacetale, im folgenden als EA-Acetale bezeichnet) eingesetzt werden, die durch Umsetzung von HHT bzw. äquimolaren Mengen Formaldehyd und Ethanolamin mit aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Dialdehyden in Äquivalenzverhältnissen dor OH-Gruppen im HHT zu den Aldehydgruppen in den aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Dialdehyden von 10:1-9 hergestellt werden und die durch Zugabe von Säuren auf pH-Werte von vorzugsweise 7-10 eingestellt werden können. Als Aldehyde eignen sich Butyraldohyd, Isobutyralclohyd, Trichloracetaldehyd, Glyoxal, 2-Ethylhexanol, Glutardialdehyd u.a.m.
Glutardialclehyd Ist besonders zu empfehlen, Die erfindungsgemäßen EA-Acetale sind neutralisiert und alkalisch stabile, wasserlösliche, gering toxische, gut hautverträgliche, wenig korrosive Verbindungen, die nur geringen Eigengeruch aufweisen. Sie besitzen gute bakterizide, fungizide und virizide Eigenschaften. Zur Neutralisation eignen sich organische Säuren wie z. B. Ameisensäure und Essigsäure, aber auch anorganische wie z. B. Salz- oder Schwefelsäure. Aldehydgruppen sind analytisch nicht erfaßbar. In den neuen Desinfektionsmitteln sind die EA-Acetale mit mikrobizid wirksamen quartären Ammoniumverbindungen wie z. B. DimethylbenzylalkyKCn-C^lammoniumchlorid (Benzalkoniumchlorid, CJ oder Dimethylbenzylacetamidododezylammoniumchlorid (Methalkoniumchlorid, Quartolan) und HHT in Gewichtsverhältnissen von 0,5-20:0,1-10-1 kombiniert.
Daneben können übliche galenische Hilfsstoffe wie Parfümöle, Tenside u.a.m. enthalten sein.
Die neuen Desinfektionsmittel enthalten vorwiegend 10-60% Wirkstoffe und zeigen bereits ab 0,1 % merkliche biologische Wirksamkeit. Für den praktischen Einsatz in der Desinfektion sind 1-5%ige Lösungen je nach Einsatzfall empfehlenswert. Es ist auch möglich, die neuen Desinfektionsmittel in Kombination mit weiteren bekannten Wirkstoffen bzw. Desinfektionsmitteln einzusetzen.
Ausführungsbeispiele
Beispiel 1
Vergleichsmuster und Zusammensetzung der erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel
Tabelle 1 Vergleichsmuster
Desinfektionsmittel aus folgenden Wirkstoffen bzw. Wirkstoffgemischen und üblichen galenischen Hilfsstoffen
Muster Wirkstoffe bzw.Wirkstoffkombinationen
V1 Formaldehyd (bekannt)
V 2 Glutardialdehyd (bekannt)
V3 Methalkoniumchlorid (Quartolan) (bekannt)
V4 HHT (bekannt)
V 5 Gemisch aus Formaldehyd, Glutardialdehyd und Methalkoniumchlorid im Gewichtsverhältnis 5:1:1 (bekannt) V6 Gemisch Formaldehyd,Tributylzinnbenzoat und Methalkoniumchlorid im Gewichtsverhältnis4:1:1 (bekannt) V7 Xylenol/Kresolgemisch im Gewichtsverhältnis 1:1 (bekannt)
In den folgenden Tabellen wurden folgende Abkürzungen für Komponenten der erfindungsgemäßen Desinfektionsmittel verwendet:
Aldehyde
Glutardialdehyd AG
Butyraldehyd AB
Isobutyraldehyd Al
Trichloracetaldehyd AT
Glyoxal AGL
2-Ethylhexen-2-al AH
Säuren SA Verhältnis Zusatzwirkstoffe sonst. Wirkstoffe Gewichtsverhältnis EA-Acetale:Quat:HHT
Ameisensäure SE OH zu Alde Wirk- % bezogen auf - Art
Essigsäure SO hydgruppen stoff die Summe aller _ des 1: 0,8:1
Schwefelsäure SH 10:3 _ Quats 0,5:0,5:1
Salzsäure 10:3 - - QM 20:5:1
QM 10:5 - 10 QM 5:4:1
QB 10:9 _ 20 QM 2:0,5:1
QD 10:1 - 10 QB 1,5:1:1
10:4 PR 20 QB 0,9:1:1
PR 10:3 PB 10 QB 1,2:4:1
PB 10:5 P - QD 3:0,8:1
PX 10:2 E 20 QD 5:1:1
10:3 TB - QD 0,5:4:1
P 10:9 — 20 QM 10:0,8:1
E 10:1 P — QM 1:3:1
QuQtornäro Ammoniumverbindungen TB 10:5 - 10 QM 3:10:1
Methalkoniumchlorid Tobelle 2 Erfindungsgemäße Desinfektionsmittel (E 1-E 21) 10:4 E - QB 20:8:1
Benzalkoniumchlorid Lfd. Komponenten 10:8 - 10 QB 0,9:5:1
Nr. EA-Acetale 10:1 TB - QB 0,5:0,5:11
Alde 10:9 - 10 QD 1,5:1:1
Dimethldidodecylammoniumchlorid hyd 10:4 PR - QD 1,0:1:1
Phenole E1 AG 10:3 - 10 QM 0,8:0:1
p-Chlor-m-Kresol E 2 AG 10:3 PX QM 0,9:0:1
E3 AG 10:3 - -
E4 AG E -
o-Benzyl-p-Chlorphenol E 5 AG
Xylenol/Kresolgemisch 1:1 E 6 AG
Alkohole E7 AG
n-Propanol E8 AG
Ethanol E9 AG
E10 AB
E11 AB
E12 Al
Tributylzlnnbenzoat E13 Al
E14 AT
E15 AT
E16 AGL
E17 AGL
E18 AH
E19 AG
E 20 AG
E 21 AG
Neutralisation pH-Wert
Säure 13
- 8,5
SE 8,0
SO 8,5
SA 8,5
SH 12,5
- 8,5
SE 8,0
SA 8,5
SH 12,5
- 7,5
SE 13,5
- 8,0
SA 75
SE 8,0
SA 7,5
SE 7,0
SE 9,0
SE 7,5
SE 7,5
SE 7,5
SE
Beispiel 2:
Prüfung der bakteriziden und fungiziden Wirksamkeit Als Testkeime wurden verwendet:
Bakterien: ν
Staphylococcus aureus (1)
Escherichiacoli (2)
Pseudomonasaeruginosa (3)
Pilze:
Candida albicans (4)
Trichophytonmentagrophytes (5)
Penicilliumspec. (6)
Aspergillusniger (7)
Die Wirksamkeit wird folgendermaßen bonitiert:
0 keine Wirkung (jeweils gegen den betreffenden Testkeim)
1 schwache Wirkung
2 mittlere Wirkung
3 gute Wirkung
4 sehr gute Wirkung
2, Testmethoden
1. Suspenalonstest *
Zu 10mI Prüflösung unterschiedlicher Wirkstoffkonzentrationen wird |e 0,1 ml einer standardisierten Bouillonkultur der Testkeime gegeben und das Ganze gut vermischt. Nach Einwirkungszeiten von 2 bis 120min wird jeweils eine Platinöse Gemisch entnommen und in 10 ml geeigneter Nährmedion überführt. Den NShrmedien werden zur Inaktivierung der Wirkstoffe spezifisch wirkende Hemmstoffe zugosotzt. Anschließend wird für Testbaktorion 5 Tage bei 37 0C, für Testpilze 3 Wochen bei 22°C bebrütet.
2. FlächendosinfeUtion (praxisanalorjerTestj
2.1. Für Bakterien
Auf sterilisierte Keimträger aus lackiertem Holz und PVC in der Größe von 2cm x 5cm werden je 0,1 ml einer standardisierten Testkeimsuspension aufgetragen und mit einem Glasspatel gleichmäßig verteilt. Nach 30minütigem Antrocknen bei 20°C werden 0,1 ml der Prüflösung aufgetragen und ebenfalls gleichmäßig verteilt. Nach Einwirkungszeiten von 1,2,3 und 4 h werden die Testflächen auf geeignete feste Nährmedien aufgelegt und für 2 h dort belassen. Die Nährmedien, denen zur Inaktivierung der Wirkstoffe spezifisch wirkende Inhibitoren zugesetzt wurden, worden 3 Tage bei 37°C bebrütet.
2.2. Für Pilze
Sterilisierte Holzstäbchen von 2cm Länge, 2 mm Breite und 2 mm Dicke werden durch lOminütiges Einlegen in standardisierte Testpilzsuspension kontaminiert, für 1 h bei 370C getrocknet und anschließend 5min in 10ml der Prüflösung eingelegt. Danach werden die Holzstäbchen in sterilen Glasgefäßen schräg aufgestellt und verbleiben dort für Einwirkungszeiten von 1,2,3 und 4 h. Dann werden 50% der Hölzchen sofort, 50% nach einer Zwischenspülung mit sterilem Wasser schräg auf Sabouraud-Glucose-Agar aufgelegt, so daß der untere Rand des Hölzchens dicht oberhalb des Kondenswasserspiegels liegt. Dem Agar werden zur Inaktivierung der Wirkstoffe spezifisch wirkende Inhibitoren zugesetzt. Die Nährmedien werden bis zu 4 Wochen bei 22°C bebrütet.
3. Instrumentendesinfektion (praxisanaloger Test)
Sterilisierte Keimträger werden τ· Kontamination 10min in eine standardisierte Testkeimsuspension eingelegt.
Als Keimträger dienen Glasplättcnen (2,5 χ 1 cm), Plastplättchen (2,5cm x 1 cm), Gummischlauch (halbiert, 2cm) und Metallschrauben (2cm). Die kontaminierten Keimträger werden 15min bei 2O0C getrocknet, danach in jeweils 10ml Prüflösung eingelegt. Nach Einwirkungszeiten von 15,30,45,60 und 120 min werden sie entnommen, mit sterilem Wasser abgespült und in je 10 ml geeignetes flüssiges Nährmedium überführt. Spülflüssigkeit und Nährmedien enthalten spezifisch wirkende Inhibitoren, um die Wirkstoffe zu inaktivieren. Bebrütet wird für 7 Tage bei 37°C.
Die vergleichenden Prüfungen erfolgten bei gleichen Gesamtwirkstoffkonzentrationen. Die Ergebnisse der Prüfungen sind in Tabellenform dargestellt:
Die vergleichenden Prüfungen erfolgten bei gleich Gesamtwirkstoffkonzentrationen. Die Ergebnisse der Prüfungen sind in Tabellenform dargestellt:
Tabelle 3: Suspensionstest (0,1 % Gesamtwirkstoff)
Bonitur Bonitur gegen Testkeime (2) (3) (4) (5) (6) (7)
(D 2 4 2 2 2 2
V1 1 4 4 1 2 1 1
V2 4 4 4 1 1 1 1
V3 4 1 1 1 2 0 0
V4 1 4 4 4 4 4 4
V5 4 4 4 4 3 4 3
V6 4 2 1 2 2 2 2
V7 1 4 4 4 4 4 3
E1 4 4 4 4 4 4 4
E2 4 4 4 4 4 3 4
E3 4 4 4 4 4 3 4
E4 4 4 4 4 4 4 4
E5 4 4 4 4 4 4 4
E6 4 4 4 4 4 4 4
E7 4 4 4 4 4 4 4
E8 4 4 4 4 ·< 4 4
E9 4 4 4 4 4 3 3
E10 4 4 4 4 4 4 4
E11 4 4 4 4 3 3 3
E12 4 4 4 4 4 4 4
E 13 4 4 4 4 3 3 3
E14 4 4 4 4 4 4 4
E15 4 4 4 4 4 4 4
E16 4 4 4 4 4 4 4
E17 4 4 4 4 4 4 4
E18 4 4 4 4 4 4 4
E19 4 4 4 4 4 3 4
E 20 4 4 3 4 4 4 3
E 21 4
Tabelle 4 Flächendesinfektion (1,0%Gosamtwirkstoff)
Mittel Bonitur gegen Testkeime (2) (3) (4) . (5)
(1) 3 3 3 3
V1 3 3 3 3 3
V2 3 2 2 2 2
V3 3 0 1 0 0
V4 1 3 3 2 2
V7 2 3 4 3 3
E1 4 3 4 3 3
E2 4 3 4 3 3
E3 3 4 4 4 3
E6 4 4 3 4 4
E9 3 3 4 4 4
E 10 3 3 4 3 4
E14 4 4 4 4 4
E17 q 3 4 4 4
E18 3 4 4 4 4
E19 4 4 4 4 4
E 20 4 4 4 4 4
E21 4
Tabelle 5 Instrumentendesinfektion (0,5% Gesamtwirkstoff)
Mittel Bonitur gegen Testkeime (1) (2) (3)
V1 2 2 2
V2 3 2 3
V3 0 0 0
V4 0 0 0
V6 3 2 3
E1 3 44
E2 444
E4 4 3 4
E5 4 3 3
E7 3 3 3
E8 3 4 3
E11 4 3 4
E14 4 3 3
E17 4 3 3
E18 4 3 3
E19 3 3 4
E20 3 3 4
E21 4 3 4
Beispiel 3
Viruzide Wirksamkeit
Methodik
Die Prüfung erfolgte gegenüber behüllten Aujetzky-Viren (1) und nicht behüllten Talfan/Teschen-Viren (2) nach einem standardisierten Holzkeimträgermodell bei 20°C. Der Ausgangstiter wurde nach Antrocknung bestimmt und die Resttiter nach bestimmten Einwhkzeiten ermittelt.
Die Ergebnisse wurden bonitiert: 0 keine Wirksamkeit
1 schwache Wirksamkeit
2 gute Wirksamkeit
3 sehr gute Wirksamkeit
Die Ergebnisse sind in einer Tabelle bei 0,3% Gesamtwirkstoff dargestellt:
Tabelle 6 (2) Bonitur • 0 nicht oder äußerst gering toxisch (b) Hautverträg Geruchsbe (b) Materialver (b)
3 1 gering toxisch 2 lichkeit lästigung 3 träglichkeit 1
0 2 mittelmäßig toxisch 2 (a) (b) (a) 3 (a) 1
0 3 sehr toxisch 2 3 3 3 0 2 0
Mittel Bonitur gegen Testorganismon 2 0 keine Hautschäden 1 2 2 3 1 2 0
(1) 1 1 leichte Hautreizung 2 2 0 1 2 1 1
V1 3 1 2 mittelmäßige Hautreizung 2 2 1 1 2 1 1
V3 0 1 3 starke Hautschädigung 2 2 2 3 1 ' 2 1
V4 0 1 0 nicht o. kaum belästigend 0 2 2 3 0 2 0
V5 3 1 1 leicht belästigend 0 2 2 3 0 1 0
E1 ' 2 1 2 mittelmäßig belästigend 0 1 0 1 0 1 0
E4 2 3 stark belästigend 0 1 0 1 0 1 0
E10 2 0 1 0 1 0 1 0
E16 2 1 1 0 1 1 1 0
E 20 2 0 1 0 1 0 1 0
E 21 2 0 1 1 2 0 1 0
Beispiel 4 1 0 1 1
1 0 1 1
0 nicht o. bzw. kaum schädigend
Anwenderfreundlichkeit-AW
(1) Toxizität
(a) Präparat
(b) 2%ige Lösung
(2) Hautverträglichkeit
(a) Präparat
(b) 2%ige Lösung
(3) Geruchsbelästigung
(a) Präparat
(b) 2%ige Lösung
1 gegenüber einzelnen Materialien schädigend
2 mittelmäßig schädigend
(4) Materialverträglichkeit 3 starkschädigend
(a) Präparat Die Beurteilung ist in Tabellenform dargestellt:
(b) 2%ige Lösung Tabelle 7
Mittel Bonitur der
Toxizität
(a)
V1 3
V2 3
V3 3
V4 2
V5 3
V6 3
V7 3
E1 0
E2 0
E7 0
E8 0
E14 0
E17 1
E18 0
E 20 0

Claims (4)

1. Desinfektionsmittel mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit mit Zusatz von galenischen Hilfsstoffen, bekannten mikrobizid wirksamen Verbindungen sowie 1,3,5-Tris-(2-hydroxyethyl)-hexahydrotriazin, gekennzeichnet dadurch, daß sie als Wirkstoffe aldehydgruppenfreie, wasserlösliche und lagerstabile acetalartige Verbindungen enthalten, die durch Umsetzung von 1,3,5-Tris-(2-hydroxyethyl)-hexahydrotriazin oder äquimolaren Mengen Formaldehyd und Ethanolamin mit aliphatischen oder aromatischen Mono- oder Dialdehyden mit einem Äquivalenzverhältnis der OH-Gruppen von 10:1 bis 9 hergestellt werden.
2. Desinfektionsmittel mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß für die Umsetzung als aliphatische oder aromatische Mono- oder Dialdehyde vorzugsweise Glutaraldehyd eingesetzt wird.
3. Desinfektionsmittel mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die wasserlöslichen Wirkstoffe einen pH-Wort von 7 bis 13, vorzugsweise 7 bis 10, besitzen.
4. Desinfektionsmittel mit besonders hoher Anwenderfreundlichkeit nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Bestandteile im Gewichtsverhältnis acetalartige Verbindungen zu bekannten mikrobizid wirksamen Verbindungen zu 1,3,5-Tris-(2-hydroxyethyl)-hexahydrotriazin = 0,5 bis 20:0,1 bis 10:1 enthalten sind.
DD33726490A 1990-01-23 1990-01-23 Neue desinfektionsmittel mit besonders hoher anwenderfreundlichkeit DD292136A5 (de)

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