DD292286A5 - Verfahren zum reinigen von brunnenschaechten - Google Patents

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DD292286A5 DD89336610A DD33661089A DD292286A5 DD 292286 A5 DD292286 A5 DD 292286A5 DD 89336610 A DD89336610 A DD 89336610A DD 33661089 A DD33661089 A DD 33661089A DD 292286 A5 DD292286 A5 DD 292286A5
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    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Brunnenschaechten, bei dem eine Waschfluessigkeit, bestehend aus dem Grundwasser mit geeigneten Zusaetzen, aus dem Brunnenfilterrohr in an die Filterrohrwandung angrenzende Kiesschichten gedrueckt und wieder zurueckgesaugt wird. Hierbei sind zu beseitigende leistungsmindernde Ablagerungen mit und in den Zusaetzen loesbar, so dasz sie von der Waschfluessigkeit geloest und in dieser in geloestem Zustand aufgenommen werden. Es werden waehrend des Reinigungsvorganges die Ionenkonzentration verschiedener aus den Ablagerungen geloester Ionen in der Waschfluessigkeit gemessen und in Abhaengigkeit vom Ergebnis dieser Messungen der weitere Reinigungsvorgang gesteuert. Zusaetzlich koennen auch Summenparameter-Leitgroeszen der verschiedenen geloesten Ablagerungen und der Waschfluessigkeit gemessen werden, wobei auch in Abhaengigkeit von diesen Messungen der weitere Reinigungsvorgang gesteuert wird.{Verfahren; Reinigung; Brunnenschaechte; Waschfluessigkeit; Brunnenfilterrohr; Filterrohrwandung; Kiesschicht; Ionenkonzentration; Ablagerungen; Reinigungsvorgang; Summenparameter-Leitgroeszen}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Ve rf e K. en zum Reinigen von Brunnenschächten, bei dem eine Waschflüssigkeit, bestehend aus dem Grundwasser mit geeigneten Zusätzen, aus dem Brunnenfilterrohr in an die Filterrohrwandung angrenzenden Kiesschichten gedrückt und wieder zurückgesaugt wird.
Charakteristik des bekannten Standes der Techn!\
Bisher wurde bei der Reinigung von Brunnenschächten zumeist so vorgegangen, daß zunächst eine visuelle Inspektion des Schachtes durchgeführt wurde und hiernach beispielsweise die Zusammensetzung der Waschflüssigkeit und die Dauer des Reinigungsvorganges bestimmt wurden. Eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens ist beispielsweise aus der DE-PS 445316 bekannt.
Dieses Verfahren ist naturgemäß sehr ungenau, da die visuelle Untersuchung nur einen ungenügenden Aufschluß über den Umfang und die Art der Verunreinigung gibt. Daher tritt entweder der Fall ein, daß die Reinigung nicht ausreichend ist, oder der Fall, daß zuviel Waschmittel zugeführt wird.
Ziel der Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art zur Anwendung zu bringen, das gute Reinigungsergebnisse bewirkt und kostengünstig arbeitet.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Reinigung von Brunnenschächten zu schaffen, das eine sichere Verfahrenssteuerung des Reinigungsvorganges gestattet. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß während des Reinigungsvorganges die lonenkonzentration
verschiedener aus den Ablagerungen gelöster Ionen in der Waschflüssigkeit gemessen wird, daß die Dauer des
Reinigungsvorganges in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Messungen gesteuert wird, und daß die Konzentration der aus den Ablagerungen gelösten Ionen in der Waschflüssigkeit in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Messungen für den weiteren Reinigungsverlauf geeignet verringert wird. Die zu messenden Ionen sind zum Beispiel die Kationon Eisen, Mangan, Calcium und/oder Aluminium, sowie die Anionen, z. B. Sulfat und/oder Chlorid, und außerdem die Kationen und Anionen der Waschflüssigkeit-Zusätze. Zusätzlich können auch Summenparameter-Leitgrößen der die verschiedenen gelösten Ablagerungen enthaltenden
Waschflüssig^i' gemessen und auch in Abhängigkeit von diesen Messungen der weitere Reinigungsvorgang beeinflußt werden. Die Sunvnenparameter-Leitgrößen sind im wesentlichen der pH-Wert, die Leitfähigkeit und/oder die Redoxspannung der Waschflüssigkeit. Die Messung kann kontinuierlich oder diskontinuierlich durchgeführt werden. Durch die Ermittlung der jeweiligen lonenkonzentration und insbesondere ihrer zeitlichen Veränderung kann festgestellt werden, welche Zusammensetzung die Ablagerungen aufweisen und welche Waschmittelzusammensetzung jeweils am günstigsten ist. Nimmt beispielsweise die Konzentration einer lonenart nur noch sehr langsam zu, obwohl die Aufnahmefähigkeit der Waschflüssigkeit für diese Ionen noch längst nicht erschöpft ist, dann bedeutet dies, daß diese Ionen bildenden Ablagerungen nur noch in vernachlässigbarem Umfang vorhanden sind. Ist dagegen kein Anstieg der Konzentration einer lonenart mehr zu verzeichnen, weil die Aufnahmefähigkeit der Waschflüssigkeit hierfür erschöpft ist, dann müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden, um eine weitere Aufnahme dieser Ionen in der Waschflüssigkeit sicherzustellen.
Demgemäß ist os vorteilhaft, die Konzentration der Ionen gelöster Ablagerungen in der Waschflüssigkeit zu verringern. Wird kein nennenswerter Anstieg der gemessenen lonenkonzentration mehr festgestellt, obwohl die Waschflüssigkeit zur Aufnahme entsprechender Ionen noch fähig ist, dann sind die Ablagerungen im wesentlichen beseitigt und der Reinigungsvorgang kann beendet werden.
Zur Durchführung der Messung wird die Waschflüssigkeit zweckmäßig nach oben aus dem Schacht heraus- und anschließend wieder in den Schacht zurückgeführt. Dies erleichtert auch eine Abführung verbrauchter und Zuführung frischer
Waschflüssigkeit, da diese Maßnahmen dann ebenfalls außerhalb des Schachtes vorgenommen werden können. Die frische
Waschflüssigkeit kann durch Herabsetzung der lonenkonzentration der gelösten Ablagerungen in der abgeführten verbrauchten Waschflüssigkeit gewonnen werden. Die Zusammensetzung der zugeführten frischen Waschflüssigkeit wird vorzugsweise durch das Ergebnis der Messung bestimmt, damit gezielt die Aufnahmefähigkeit gerade für solche Ionen erhöht wird, die noch in erheblichem Maße in den Ablagerungen vorhanden sind.
Die zu leistenden Ablagerungen müssen nicht nur solche sein, die sich während des Brunnenbetriebes allmählich ansammeln, sondern es kann sich hierbei auch um sogenannte Bohrspülzusätze handeln, die bei der Brunnenherstellung eingesetzt wurdenund anschließend entfernt werden müssen, da sie das Leistungsvermögen des Brunnens beeinträchtigen.
Die Waschmittelflüssigkeit kann auch zur Desinfektion geeignete Zusätze enthalten. Hierbei dienen die durchgeführten Messungen dann jeweils auch zur Steuerung der Desinfektion sowie gegebenenfalls durch zusätzliche Messungen zum Nachweis von biologischen Aktivitäten.
Durch Messung der Menge der verbrauchten Waschflüssigkeit und der in dieser enthaltenen lonenkonzentrationen kann auch die Gesamtmenge der herausgelösten Ablagerungen, unterteilt in die einzelnen gemessenen lonarten, bestimmt werden. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf den Zustand des jeweiligen Brunnens, beispielsweise in welchen Zeitabständen eine Reinigungvorgenommen oder ob der Brunnen erneuert werden sollte.
Ausführungsbeisptel
Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt schematisch die Konzentrationsverläufe beim Reinigungsvorgang.
Die schematische Darstellung der Konzentrationsverläufe für eine beliebig gewählte lonenart der zu lösenden Ablagerungen aus dem Brunnen in Abhängigkeit von Lösungs- und Abpumpvorgängen ist für ein beispielsweise abschnittweise arbeitendes Brunnenreimgungs-Vorfahren ausgewählt. Parameter sind: Regenerierung mit Säuren, Einhaltung eines konstanten pH-Wertes.
Selbstverständlich knnn die Konzentration der Ionen durch kontinuierlichen lonen-Entzu^ aus der Waschflüssigkeit das beispielhafte Zwischen-Abpumpen ersetzen. Die Figur stellt somit auch nur ein Beispiel zur Erläuterung des beanspruchten Verfahrens dar und schränkt die Anwendung des Verfuhrens durch die Darstellung der Figur in keiner Weise ein. Die notwendigen Messungen können je nach Erfordernissen und Anlagengestaltung im oder außerhalb des Brunnens vorgenommen werden.

Claims (9)

1. Verfahren zur Reinigung von Brunnenschächten, bei dem eine Waschflüssigkeit, bestehend aus dem Grundwasser mit geeigneten Zusätzen, aus dem Brunnenfilterrohr in an die Filterrohrwandung angrenzende Kiesschichten gedrückt und wieder zurückgesaugt wird, wobei zu beseitigende ieistungsmindernde Ablagerungen mit und in den Zusätzen lösbar sind und von der Waschflüssigkeit gelöst und in dieser in gelöstem Zustand aufgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, daß während des Reinigungsvorganges die lonenkonzentration verschiedener aus den Ablagerungen gelöster Ionen in der Waschflüssigkeit gemessen wird, daß die Dauer des Reinigungsvorganges in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Messungen gesteuert wird, und daß die Konzentration daraus den Ablagerungen gelösten Ionen in der Waschflüssigkeit in Abhängigkeit vom Ergebnis dieser Messungen für den weiteren Reinigungsverlauf geeignet verringert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich Summenparameter-Leitgrößen der verschiedenen gelösten Ablagerungen und der Waschflüssigkeit gemessen werden, und daß in Abhängigkeit von diesen Messungen der weitere Reinigungsvorgang gesteuert wird.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit zur Durchführung der Messung nach oben aus dem Schacht heraus- und anschließend wieder in den Schacht zurückgeführt wird oder die Messung direkt in dem zu reinigenden Abschnitt ausgeführt wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verringerung der Konzentration der Ionen gelöster Ablagerungen ein Tail der verbrauchten Waschflüssigkeit durch frische Waschflüssigkeit ersetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der zu ersetzenden verbrauchten Waschflüssigkeit die lonenkonzentration der gelösten Ablagerungen herabgesetzt und diese Waschflüssigkeit dann wieder dem Reinigungsvorgang zugeführt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammensetzung der frischen Waschflüssigkeit vom Ergebnis der Messung gesteuert wird.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweilige Gesamtmenge
der bei einem Reinigungsvorgang in der Waschflüssigkeit gelösten Ablagerungen ermittelt wird.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit geeignete Zusätze zur Desinfektion enthält, und daß die durchgeführten Messungen zusätzlich zur Steuerung der Desinfektion durch Messungen, die die biologischen Aktivitäten bestimmen, ergänzt werden.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit
geeignete Zusätze zur Entfernung von Bohrspülzusätzen enthält und daß die durchgeführten Messungen durch geeignete Messungen hinsichtlich der verwendeten Zusätze zur Entfernung sowie der zu entfernenden Bohrspülzusätze ergänzt werden und die Messungen zusätzlich zur Steuerung der Entfernung und zur mengenmäßigen Bestimmung der Bohrspülzusätze verwendet werden.
DD89336610A 1988-12-30 1989-12-28 Verfahren zum reinigen von brunnenschaechten DD292286A5 (de)

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ATE119236T1 (de) 1995-03-15
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