DD292316A5 - Verfahren und vorrichtung zur thermischen behandlung von kohlenstoffhaltigen materialien - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur thermischen Behandlung kohlenstoffhaltiger Materialien unter Druck und eine Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens, bei dem zum Erhitzen des Ausgangsmaterials ein erhitztes Gas in Waermeaustauschkontakt mit dem Ausgangsmaterial auf mindestens einigen der ringfoermigen Herdelemente ueber eine Zeitdauer eingefuehrt wird, die ausreicht, um mindestens einen Teil der darin befindlichen fluechtigen Substanzen zu verdampfen und fluechtige Gase sowie ein festes Reaktionsprodukt zu erzeugen. Dabei weist die Vorrichtung Heizeinrichtungen auf, welche mindestens ein ringfoermiges Herdelement (178) umfassen, das mit einer durchlaessigen Oberflaeche versehen ist, die in Verbindung mit einer Kammer zur Abgabe eines erhitzten Gases in Kontakt mit dem Beschickungsmaterial auf dem Herdelement (178) steht, und dasz Zufuehreinrichtungen zur Zufuehrung des erhitzten Gases zur Kammer auf einer gesteuerten erhoehten Temperatur und einem Druck ueber dem Druck im Behaelter vorgesehen sind.{Verfahren; Behandlung; Erhitzen; Ausgangsmaterial; Gas; Waermeaustauschkontakt; Herdelement; Reaktionsprodukt; Heizeinrichtung; Kammer; Druck; Behaelter}
Description
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtungen Hilfswärmeübertragungseinrichtungen im Behälter (140) zur Ergänzung der Erhitzung des Ausgangsmaterials durch das über die Herdelemente (178) eingeführte erhitzte Gas umfassen.
5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Herdelemente (178) eine Vielzahl von aneinandergepaßten Abschnitten umfassen, die mit einer durchlässigen Oberfläche über mindestens einen Teil ihrer oberen Fläche versehen sind.
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur thermischen Behandlung von kohlenstoffhaltigen Materialien, insbesondere organischen kohlenstoffhaltigen Materialien, die eine bestimmte Restfeuchte besitzen, unter gesteuertem Druck und erhöhten Temperaturen, um eine gewünschte physikalische und/oder chemische Modifikation dieser Materialien zu bewirken und auf diese Weise ein Reaktionsprodukt zu erzeugen, das als Brennstoff geeignet ist, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Die Knappheit und die zunehmenden Kosten von herkömmlichen Energiequellen, einschließlich Erdöl und Erdgas, haben Forschungen nach alternativen Energiequellen bewirkt, die in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, wie beispielsweise lignitische Kohlenarten, bitumenarme Kohlenarten, Cellulose-Materialien, wie beispielsweise Torf, Celluloseabfallmaterialien, wie beispielsweise Sägemehl, Holzschnitzel, Zweige und Späne aus Sägewerken und Holzverarbeitungswerken, verschiedenartige landwirtschaftliche Abfallmaterialien, wie beispielsweise Baumwollpflanzenstengel, Nußschalen, Maiskolben o.a., und städtische Abfallpulpe. Derartige alternative Materialien sind jedoch bedauerlicherweise in-ihrem in der Natur auftretenden Zustand aus einer Reihe von Gründen zum direkten Einsatz als Hochenergiebrennstoffe nicht geeignet. Aufgrund dieser Tatsache ist eine Vielzahl von Verfahren vorgeschlagen worden, um derartige Materialien in eine zur Verwendung als Brennstoff geeignetere Form zu bringen, indem an ihren Heizwert auf einer feuchtigkeitsfreien Basis erhöht und zur gleichen Zeit ihre Beständigkeit in bezug auf Verwitterung, Transport und Lagerung verbessert. Typische derartige Vorrichtungen und Verfahren des Standes der Technik sind in der US-PS 4062168 beschrieben, gemäß der lignitische Kohlearten durch eine gesteuerte thermische Behandlung chemisch umstrukturiert werden, wodurch ein aufgearbeitetes festes kohlenstoffhaltiges Produkt erzielt wird, das witterungsbeständig ist sowie einen erhöhten Heizwert aufweist, der sich dem von bituminöser Kohle annähert. In der US-PS 4127391 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem feine bituminöse Abfallpartikel, die aus üblichen Kohlewasch- und Reinigungsvorgängen berühren, thermisch behandelt werden und feste agglomerierte koksähnliche Produkte erzeugt werden, die für einen direkten Einsatz als feste Brennstoffe geeignet sind. Schließlich ist in der US-PS 41 29420 ein Verfahren beschrieben, gemäß dem in der Natur vorkommende Cellulosematerialien, wie beispielsweise Torf, sowie Celluloseabfallmaterialien durch einen gesteuerten thermischen Umstrukturierungsprozeß aufgearbeitet werden, um feste kohlenstoffhaltige oder koksähnliche Produkte zu erzeugen, die als fester Brennstoff oder für Gemische mit anderen herkömmlichen Brennstoffen, wie beispielsweise Heizölschlämmen, geeignet sind. Eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Durchführung einer Aufarbeitung von derartigen kohlenstoffhaltigen Beschickungsmaterialien.der in den erwähnten amerikanischen Patenten beschriebenen Art sind in der US-PS 41 26519 offenbart, wobei ein flüssiger Schlamm des Beschickungsmaterials in eine geneigte Reaktorkammer eingeführt und zunehmend erhitzt wird, um ein im wesentlichen trockenes festes Reaktionsprodukt mit einem erhöhten Heizwert zu erzeugen. Die Reaktion wird unter gesteuerten erhöhten Drücken und Temperaturen durchgeführt, wobei des weiteren der Verweilzeit Beachtung geschenkt wird, um die gewünschte thermische Behandlung zu erreichen, die die Verdampfung des nahezu gesamten Feuchtigkeitsgehaltes des Beschickungsmaterials sowie von mindestens einem Teil der flüchtigen organischen Bestandteile umfassen kann, während gleichzeitig eine gesteuerte partielle chemische Umstrukturierung oder Pyrolyse durchgeführt wird. Die Reaktion wird in einer nicht-oxydierenden Umgebung ausgeführt, und das feste Reaktionsprodukt wird dann auf eine Temperatur gekühlt, bei der es ohne Verbrennung oder Zersetzung in Kontakt mit der Atmosphäre abgegeben werden kann. Obwohl die in den vorstehend genannten amerikanischen Patentschriften beschriebenen Verfahren und Vorrichtungen eine befriedigende Behandlung einer Vielzahl von kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien zur Erzeugung eines aufgearbeiteten festen Reaktionsproduktes sichern, besteht immer noch ein kontinuierlicher Bedarf nach einer Vorrichtung und einem Verfahren, die in bezug auf die kontinuierliche thermische Behandlung einer Vielzahl von derartigen feuchten kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterialien wirkungsvoller, vielseitiger, leichter und in der Steuerung einfacher durchführbar sind und mittels denen die Umwandlung und Erzeugung von festen Hochenergiebrennstoffen als Ersatz und Alternative zu herkömmlichen Energiequellen noch wirtschaftlicher gestaltet werden kann.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zu verbessern, den technisch-ökonomischen Aufwand zu verringern und die Anwendungsbreite zu erweitern sowie die Durchsatzleistung zu erhöhen.
-з- 292 316 Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zurthermischen Behandlung von kohlenstoffhaltigen Materialien unter Druck zu schaffen, bei dem zum Erhitzen des Ausgangsmaterials ein erhitztes Gas in Wärmeaustauschkontakt mit dem Ausgangsmaterial auf mindestens einigen der ringförmigen Herdelemente über eine Zeitdauer eingeführt wird, die ausreicht, um mindestens einen Teil der darin befindlichen flüchtigen Substanzen zu verdampfen und flüchtige Gase sowie ein festes Reaktionsprodukt zu erzeugen.
Weiter soll eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Verfügung gestellt werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß zum Erhitzen des Ausgangsmaterials ein erhitztes Gas in Wärmeaustauschkontakt mit dem Ausgangsmaterial auf mindestens einigen der ringförmigen Herdelemente über eine Zeitdauer eingeführt wird, die ausreicht, um mindestens einen Teil der darin befindlichen flüchtigen Substanzen zu verdampfen und flüchtige Gase sowie ein festes Reaktionsprodukt zu erzeugen.
Es ist eine Ausgestaltungsform der Erfindung, daß die Heizeinrichtungen mindestens ein ringförmiges Herdelement umfassen, das mit einer durchlässigen Oberfläche versehen ist, die in Verbindung mit einer Kammer zur Abgabe eines erhitzten Gases in Kontakt mit dem Beschickungsmaterial auf dem Herdelement steht, und daß Zuführeinrichtungen zur Zuführung des erhitzten Gases zur Kammer auf einer gesteuerten erhöhten Temperatur und einem Druck über dem Druck im Behälter vorgesehen sind.
Die Fördereinrichtung in der Kammer umfaßt einen Schneckenförderer. Die Heizeinrichtungen umfassen Hilfswärmeübertragungseinrichtungen im Behälter zur Ergänzung der Erhitzung des Ausgangsmaterials durch das über die Herdelemente eingeführte erhitzte Gas. Die Herdelemente umfassen eine Vielzahl von aneinandergepaßten Abschnitten, die mit einer durchlässigen Oberfläche über mindestens einen Teil ihrer oberen Fläche versehen sind.
Eine andere Variante besteht darin, daß die Herdelemente mit einer durchlässigen Oberfläche versehen sind, die eine obere Wand mit einer Vielzahl von Perforationen und ein poröses Metallsieb umfaßt, das auf der unteren Fläche des Herdelementes vorgesehen ist und verhindert, daß Ausgangsmaterial in die Kammer eindringt.
Die Vorrichtung umfaßt vorteilhaft weiterhin Einrichtungen zum einstellbaren Lagern der Kratz- bzw. Rühreinrichtungen im Reaktor für eine Vertikalbewegung relativ zu den oberen Flächen der Herdelemente.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt
eine Teilseitenansicht, teilweise im Schnitt, einer mehrere Herdelemente aufweisenden Vorrichtung, die mit einer getrennten Vorerhitzungs- und Trocknungsstufe versehen ist, welche vom Reaktorbereich getrennt ist, gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung.
Entsprechend der erfindungsgemäßen Vorrichtung, in der Zeichnung dargestellt, wird die Vorheizzone durch eine geneigte Kammer 134 gebildet, deren oberes Auslaßende über einen Flansch 136 mit einem Flansch versehenen Einlaß 138 einer mehrere Herdelemente aufweisenden Vorrichtung 140 verbunden ist, die die Reaktionszone bildet. Die Kammer 134 ist an ihrem unteren Endabschnitt mit einem Einlaß 142 versehen, durch den das feuchte kohlenstoffhaltige Ausgangsmaterial eintritt. Dieses Material wird über einen Schneckenförderer oder einen Bunkerverschluß 144 unter Druck in das untere Ende der Kammer geführt. Das kohlenstoffhaltige Ausgangsmaterial wird unter Druck mit Hilfe eines Schneckenförderers 146, der sich über die Länge der Kammer erstreckt, durch die Kammer 134 nach oben geführt. Das obere Ende des Schneckenförderers wird durch eine Endkappe 148 gelagert, die über Bolzen am oberen Ende der Kammer befestigt ist, während das untere Ende des Förderers mit Hilfe einer Dichtungs- und Lagereinheit 150 gelagert wird, welche an einem Flansch montiert ist, der über Bolzen am unteren Ende der Kammer befestigt ist. Die vorstehende Endwelle des Schneckenförderers 146 ist mit Hilfe einer Kupplu ng 152 an einen Elektromotor 154 mit veränderlicher Drehzahl angeschlossen.
Das obere Ende der Kammer 134 weist einen mit einem Flansch versehenen Auslaß 156 auf, der mit einer Bruchscheibe oder einem anderen geeigneten Druckentlastungsventil versehen ist, um den Druck des Reaktorsystems bei Erreichen eines vorgegebenen überhöhten Druckniveaus abzubauen. Der untere Abschnitt der geneigten Kammer ist mit einem zweiten mit einem Flansch versehenen Auslaß 158 versehen, der über ein geeignetes durchlässiges Sieb, beispielsweise ein Johnson-Sieb, in der Wand der Kammer 134 angeschlossen ist, und durch den die nichtkondensierbaren Gase vom System abgezogen werden. Der Auslaß 158 ist in einer in Fig.4 gezeigten Weise über ein Ventil 120 an ein Behandlungs- und Wiedergewinnungssystem für ein als Endprodukt anfallendes Gas angeschlossen.
Eine Vorerhitzung und teilweise Entwässerung des kohlenstoffhaltigen Materials, das aufwärts durch die geneigte Kammer 134 gefördert wird, wird in Abhängigkeit von den im Gegenstrom geführten heißen flüchtigen Gasen, die aus dem Reaktor 140 über den Einlaß 138 nach außen geführt werden, durchgeführt. Dabei wird eine Vorerhitzung des Ausgangsmaterials zum Teil durch Kondensation der kondensierbaren Teile des Reaktionsgases, wie beispielsweise Dampf auf den Oberflächen des kalten eintretenden Materials, sowie durch einen direkten Wärmeaustausch erreicht. Die Vorerhitzung des Ausgangsmaterials erfolgt allgemein in einem Temperaturbereich von etwa 940C bis etwa 2600C. Die kondensierten Flüssigkeiten und das chemisch gebundene Wasser, das während der Vorerhitzung und Kompaktion des kohlenstoffhaltigen Materials in der Kammer 134 freigesetzt wird, werden nach unten entwässert und aus dem unteren Abschnitt der Kammer durch eine Öffnung 160 abgezogen, und zwar in der Art und Weise, wie sie in Verbindung mit Fig. 4 beschrieben worden ist. Die Öffnung 160 ist mit einem geeigneten Ventil 124 zur Abwasserbehandlung und Wiedergewinnung versehen. Die Wand der Kammer 134 benachbart zur Öffnung 160 ist mit einem geeigneten durchlässigen Sieb, beispielsweise einem Johnson-Sieb, versehen, um das Entweichen von festen Teilen des Ausgangsmaterials minimal zu halten.
Die Vorrichtung 140 besitzt einen entsprechenden Aufbau, bei welcher das Innere der Vorrichtung eine Reaktionszone bildet und keine winklig geneigten Herdelemente 64 enthält. Der Reaktor 140 besitzt eine entsprechende Konstruktion und umfaßt einen domförmigen oberen Abschnitt 162, der mit einem kreiszylindrischen Mittelabschnitt 164 in gasdichter Weise über Ringflansche 166 verbunden ist. Ein ringförmiger Vorsprung 168 ist am inneren Mittelabschnitt des domförmigen Abschnitts 162 ausgebildet und nimmt ein Lager 170 auf, in dem das obere Ende einer drehbaren Welle 172 gelagert ist, die eine
Vielzahl von Kratz-bzw. Rührarmen 174 trägt. Jeder Kratzarm ist mit einer Vielzahl von winklig angeordneten Kratzzähnen 176 versehen, die das Ausgangsmaterial radial einwärts und auswärts über eine Vielzahl von mit vertikalem Abstand angeordneten Herdelementen 178 fördern.
Gemäß der vorstehend beschriebenen Ausführungsform dringt das vorerhitzte und teilweise entwässerte Ausgangsmaterial, das vom oberen Ende der winklig geneigten Kammer 134 abgegeben wird, in den Reaktor durch den Einlaß 138, der mit einer Rinne 180 zur Verteilung des Materials über das obereste Herdelement 178versehenist,ein. In Abhängigkeit von einer Drehung der Kratzarme bewegt sich das Material in der vorstehend beschriebenen mit Pfeilen angedeuteten Weise abwechselnd kaskadenförmig nach unten. Da der untere Abschnitt des Reaktors 140 im wesentlichen dem oberen Teil des gezeigten Reaktors entspricht, ist keine spezielle Darstellung vorgesehen. Die Antriebs- und Lageranordnung für normale Reaktoren kann in zufriedenstellender Weise auch für den Reaktor 140 eingesetzt werden.
Die Vorrichtung 140 ist mit einer zylindrischen Auskleidung 182 versehen, die die Innenwand der Reaktionszone bildet. Diese Auskleidung ist mit einer äußeren Isolationsschicht versehen, die sich zwischen der Auskleidung und der Wand des Mittelabschnittes 164 befindet. In entsprechender Weise kann die Außenfläche der Wand und des domförmigen oberen Abschnittes mit einer Isolationsschicht 186 versehen sein, um Wärmeverluste minimal zu halten.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform besitzen die Herdelemente 178 eine bestimmte Konstruktion. Die Erhitzung des Ausgangsmaterials in der Reaktionszone wird durch direkte Injektion von erhitzten Gasen bei gesteuerten Temperaturen und Drücken erreicht, wobei des weiteren wahlweise Hilfsheizvorrichtungen vorgesehen sein können, wie beispielsweise ein spiralförmiges Rohrbündel.
Nach einer langen Betriebsdauer kann eine unerwünschte Ansammlung von Teer und anderen Materialien auf den Innenflächen der Vorrichtungen auftreten. In einem solchen Fall kann das Innere der Vorrichtung gereinigt werden, indem die weitere Einführung von Ausgangsmaterialien gestoppt wird. Nachdem der letzte Teil des Materials den Auslaß verlassen hat, kann Luft in das Innere der Vorrichtung eingeführt werden, um eine Oxydation und Entfernung der angesammelten kohlenstoffhaltigen Ablagerungen zu bewirken.
Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform ist die Vorrichtung 140 vorzugsweise mit einem einen Flansch aufweisenden Auslaß 194 im domförmigen oberen Abschnitt versehen, der an eine geeignete Bruchscheibe oder ein Druckentlastungssystem angeschlossen sein kann, und zwar in entsprechenderweise wie der Auslaß 156 an der Kammer 134.
Die Betriebsbedingungen der Vorrichtung entsprechen im wesentlichen den Möglichkeiten, ein aufgearbeitetes,.chemisch umstrukturiertes, teilweise pyrolysiertes Produkt zu erzeugen.
Es wird nunmehr ein typisches Ausführungsbeispiel für die Betriebsweise der entsprechenden Vorrichtung zur Aufarbeitung eines feuchten Holz-Beschickungsmaterials beschrieben. Wie aus der Zeichnung hervorgeht, dringt das Beschickungsmaterial unter einem Druck in den Einlaß 142 ein, der Atmosphärendruck entspricht, und mit einer Temperatur von etwa 16°C. Das nasse Holz dringt durch den Bunkerverschluß 144 und wird in das untere Ende der geneigten Kammer 134 mit einem Druck von 56,2 bar und einer Temperatur von etwa 18,5°C eingeführt.
Das Ausgangsmaterial wird mit Hilfe des Schneckenförderers durch die Kammer 134 nach oben geführt, wobei es in Gegenstrom kontakt mit den erhitzten Gasen vom Reaktor 140 steht. Das eine Temperatur von etwa 2000C und einen Druck von etwa 56,5bar aufweisende vorerhitzte Holz wird in den Einlaß 138 der Reaktorvorrichtung überführt. Produktgas unter einer Temperatur von etwa 770C und einem Druck von etwa 56,2 bar wird vom Auslaß 158 der Kammer 134 abgezogen, während Abwasser aus der Entwässerungsöffnung 160 unter einer Temperatur von etwa 2000C und einem Druck von etwa 56,2 bar abgezogen wird.
Das vorerhitzte Ausgangsmaterial wird durch Heißgaseinführung in die Vorrichtung 140 auf eine gewünschte Betriebstemperatur von beispielsweise 4000C weiter erhitzt, und zwar während seiner kaskadenförmigen Abwärtsbewegung durch die Reaktionszone. Dabei dringen die heißen Gase nach oben und werden im Gegenstrom durch die Vorheizkammer 134 geführt. Das entstehende thermisch aufgearbeitete Festprodukt wird auf eine Temperatur, beispielsweise unter etwa 94°C, weiter abgekühlt, wonach es über einen geeigneten Bunkerverschluß zur Lagerung unter Atmosphärendruck abgegeben wird.
Claims (3)
1. Verfahren zur thermischen Behandlung kohlenstoffhaltiger Materialien unter Druck mit den folgenden Schritten:
a) Einführen eines feuchten kohlenstoffhaltigen Ausgangsmaterials, das unter Druck behandelt werden soll, in eine Vorheizkammer und Vorerhitzen des Ausgangsmaterials auf eine Temperatur von etwa 94 bis etwa 2600C durch Wärmeübertragung mit im Gegenstrom geführten erhitzten flüchtigen Gasen,
b) Entfernen jeglicher Flüssigkeit, die sich in der Vorheizkammer gebildet hat, unter Druck aus der Kammer,
c) Einführen des vorerhitzten Ausgangsmaterials unter Druck in eine mehrere Herdelemente aufweisende Vorrichtung, die einen Druckbehälter umfaßt, der eine Vielzahl von übereinander angeordneten ringförmigen Herdelementen besitzt,
d) Verteilen des vorerhitzten Ausgangsmaterials auf das oberste Herdelement und Fördern des Ausgangsmaterials radial entlang eines jeden Herdelements abwechselnd nach innen und außen, um eine abwärts gerichtete kaskadenförmige Bewegung des Ausgangsmaterials von einem Herdelement zum nächsten darunter befindlichen Herdelement zu erreichen,
e) Erhitzen des Ausgangsmaterials in der Vorrichtung auf eine erhöhte Temperatur,
f) Führen der erhitzten flüchtigen Reaktionsgase im Gegenstrom zum Ausgangsmaterial durch den Druckbehälter und in die Vorheizkammer und
g) Abgeben des festen Reaktionsproduktes unter Druck von der Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erhitzen des Ausgangsmaterials ein erhitztes Gas in Wärmeaustauschkontakt mit dem Ausgangsmaterial auf mindestens einigen der ringförmigen Herdelemente über eine Zeitdauer eingeführt wird, die ausreicht, um mindestens einen Teil der darin befindlichen flüchtigen Substanzen zu verdampfen und flüchtige Gase sowie ein festes Reaktionsprodukt zu erzeugen.
2. Vorrichtung zurthermischen Behandlung kohlenstoffhaltiger Materialien mit einer Vorheizkammer, welche an einem Ende einen Einlaß zur Aufnahme des Ausgangsmaterials unter Druck und einen Auslaß am anderen Ende zur Abgabe des vorerhitzten Ausgangsmaterials, einer Fördereinrichtung zum Fördern des Ausgangsmaterials durch die Kammer vom Einlaß zum Auslaß, einer Entwässerungseinrichtung in der Kammer zum Abziehen von darin befindlicher Flüssigkeit unter Druck aus der Kammer, einer Auslaßeinrichtung im oberen Abschnitt der Kammer zum Abziehen von flüchtigen Gasen unter Druck von der Kammer an einer Stelle, die im Abstand vom Auslaß angeordnet ist, einer mehrere Herdelemente aufweisenden Vorrichtung, die einen Druckbehälter mit einer Vielzahl von übereinander angeordneten ringförmigen Herdelementen aufweist, einer Einlaßeinrichtung im oberen Abschnitt des Behälters, die in Verbindung mit dem Auslaß der Kammer zur Einführung des vorerhitzten Ausgangsmaterials unter Druck auf das oberste Herdelement steht, Kratz- bzw. Rühreinrichtungen, die über jedem Herdelement angeordnet sind und das Material radial einwärts eines jeden Herdelementes abwechselnd einwärts eines jeden Herdelementes abwechselnd einwärts eines jeden Herdelementes abwechselnd einwärts und auswärts fördern, um eine kaskadenartige Abwärtsbewegung des Ausgangsmaterials von einem Herdelement zum nächsten darunter befindlichen Herdelement zu erzeugen, Heizeinrichtungen im Behälter zum fortschreitenden Erhitzen des Ausgangsmaterials auf den Herdelementen auf eine erhöhte Temperatur über eine Zeitdauer, die zum Verdampfen von mindestens einem Teil der darin befindlichen flüchtigen Substanzen zur Erzeugung von flüchtigen Gasen und einem Reaktionsprodukt ausreicht, Einrichtungen zum Lenken der flüchtigen Gase nach oben durch den Behälter und durch die Vorheizkammer im Gegenstrom zur Bewegung des Ausgangsmaterials zur Auslaßeinrichtung und einer Abgabeeinrichtung im unteren Abschnitt des Behälters zur Abgabe des Reaktionsproduktes unter Druck vom Reaktor, dadurch gekennzeichnet, daß die Heizeinrichtungen mindestens ein ringförmiges Herdelement (178) umfassen, das mit einer durchlässigen Oberfläche versehen ist, die in Verbindung mit einer Kammer zur Abgabe eines erhitzten Gases in Kontakt mit dem Beschickungsmaterial auf dem Herdelement (178) steht, und daß Zuführeinrichtungen zur Zuführung des erhitzten Gases zur Kammer auf einer gesteuerten erhöhten Temperatur und einem Druck über dem Druck im Behälter vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung in der Kammer einen Schneckenförderer (146) umfaßt.
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