DD292939A5 - Verfahren und anlage zur aufbereitung von mineralwollematten - Google Patents

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DD292939A5
DD292939A5 DD90338815A DD33881590A DD292939A5 DD 292939 A5 DD292939 A5 DD 292939A5 DD 90338815 A DD90338815 A DD 90338815A DD 33881590 A DD33881590 A DD 33881590A DD 292939 A5 DD292939 A5 DD 292939A5
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DD90338815A
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Berthold Danker
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Veb Gewaechshausanlage Magdeburg Nord,De
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    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
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    • Y02W30/66Disintegrating fibre-containing textile articles to obtain fibres for re-use

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und Anlage zur Aufbereitung von Mineralwollematten und bezieht sich auf die Aufbereitung von in hydroponischen Produktionsprozessen verbrauchten Mineralwollematten, die in technologischer Folge von ihren Umhuellungen befreit, anschlieszend zerkleinert und die so entstandenen Mineralwolleteilchen desinfiziert werden, wonach sich ein Spuelvorgang, ein Auspreszvorgang und wiederum ein Zerkleinerungsvorgang anschlieszen. Zur Anlage gehoeren ein Aufnahmetisch mit Zufuehreinrichtung und Folienschneid- und -abnahmevorrichtung, eine Zerkleinerungsvorrichtung, eine Desinfektionseinrichtung, eine Spuelvorrichtung, eine Preszvorrichtung und eine weitere Zerkleinerungsvorrichtung. Die einzelnen Vorrichtungen und Einrichtungen sind durch geeignete Transportsysteme technologisch miteinander verbunden. Figur{Hydroponik; Mineralwolle; Gaertnereien; Landwirtschaft; Sekundaerrohstoffaufbereitung}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der 'Erfindung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Anlage zur Aufbereitung von Mineralwollematten, die im hydroponischen Produktionsprozeß in Gärtnereien und anderen landwirtschaftlichen Bereichen Verwendung finden. Angewendet werden kann die Erfindung sowohl in gärtnerischen oder anderen landwirtschaftlichen Betrieben, aber auch in Sekundärrohstoffe aufbereitenden Bereichen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik In letzten Jahrzehnten wurde der Hydroponik besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und es sind eine Vielzahl von Verfahren
zum erdelosen Anbau von Pflanzen in Nährlösungen bekannt geworden. Auch gibt es dazu entsprechende Einrichtungen, die die
Herstellung ermöglichen und Behältnisse, die in der Hydroponik verwendet werden. Die Grundlage der Mineralwolleherstellung ist in jedem Fall ein natürlicher Basalt, was gleichzeitig bedeutet, daß die Mineralwolle ein inerter Stoff ist, der physikalisch die Pflanze stützt (Trägermedium) und als Kapillarbildner wirkt, während
zusätzlich zugeführte Nährlösungen oder Dünger die Ernährung der Pflanze übernehmen.
Diese Lösungen sind vorrangig den DE-OS 2915370,2438300 und 3121277 zu entnehmen. Mit dem DD-WP 227872 wird ein Verfahren zur Herstellung von Pflanzenbaupellets vorgestellt, welches unter vollständiger Verwendung von Sekundärrohstoffen die Herstellung ermöglichen soll, wobei die Pellets gleichzeitig Nährstoffe enthalten
sollen. Dies wird erreicht, daß die Mineralwolle aus die Hauptnährstoffe liefernden Schlacken der Festbett-Druckvergasungsowie Braunkohlenf ilteraschen hergestellt, mit nährstoff haltiger Braunkohlenasche gemischt und dieses Gemisch verpreßt wird.
Im folgenden werden die Verhältnisse der Einsatzstoffe genannt. Die Problematik und somit die Nachteile, die mit der steigenden Anwendung des erdelosen Anbaus von Pflanzen zutage treten,
ist das Umweltproblem, da verbrauchte Elemente, die aus der Mineralwolle hergestellt wurden und vorrangig als
Mineralwollematten anfallen, unaufbereitet auf Deponien gelagert werden. Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist die Verringerung der Umweltbelastung durch unaufbereitete Materialien, die auf Deponien abgelegt werden und die Wiederverwendung von Sekundärrohstoffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anlage zur Aufbereitung von in hydroponischen Produktionsprozessen als Abfall anfallenden Mineralwollematten zu entwickeln, daß die Umweltbelastungen verringert, die eingesetzten Grund- und Zusatzstoffe gewonnen und zur Hei »teilung von gärtnerischen Erden, zur Kompostierung und als strukturverbessernde Materialien in der Landwirtschaft genutzt werden können.
Erfindungsgemäß vi d die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, bei dem ' '· ; Folienumhüllungen von den alten und verbrauchten Mineralwollematten emfernt werden, eine Zerkleinerung der Mineralwoilematten erfolgt und sich eine, zur Abtötung piizlicher und bakterieller Krankheitserreger erforderliche Desinfektion anschließt, die durch Erhitzen auf eine Temperatur von 150°C bis 200°C bei einer Einwirkzeit von 4 bis 5 Minuten oder alternativ ein Dämpfen über einen Zeitraum von 4 Stunden erfolgt. Es schließt sic'.> din Spülvorgang an, dem ein Preßvorgang mit nachfolgender Auflockerung folgt.
Die erfindungsgemäße Anlage zur Durchführung des Verfahrens besteht aus einem Aufnahmetisch für die zu behandelnden Mineralwollematten mit einer Zuführeinrichtung zu der Folienschneid- und -abnahmevorrichtung und der Vorrichtung zum Zerkleinern der Mineralwollematten. Es folgt ein Transportband zur Desinfektionsstelle, wobei die zerkleinerten Mattenteilchen mittels einer Transporteinrichtung durch die Desinfektionsstelle geführt werden und in die folgende Spülvorrichtung gelangen. Dieser schließen sich die Einrichtungen zum Austragen bzw. Ausdrucken der Restlösungen und zur Auflockerung der Mineralwolleteilchen an. Das folgende Förderband transportiert die gereinigten und desinfizierten Mineralwolleteilchen zur Mischanlage.
Ausfuhrungsbeispiel
Mit folgendem Ausführungsbeispiel soll die Erfindung näher erläutert werden. Die dazugehörige Zeichnung stellt den Aufbau der Anlage zur Durchführung des Verfahrens dar.
Die zu bearbeitenden und zu behandelnden Mineralwollematten 1 werden kontinuierlich auf einem Aufnahmetisch 2 abgelegt und von dort mittels einer Zuführeinrichtung 3 der Folienschneid- und -abnahmevorrichtung 4 zugeführt. Die Folienschneid- und -abnahmevorrichtung 4 kann aus zwei übereinander angeordneten umlaufenden Messern ausgeführt sein, denen ein Abstreifer für die Folie nachgeordnet ist. Unmittelbar hinter der Folienschneid- und -abnahmevorrichtung 4 befindet sich die Zerkleinerungsvorrichtung 5, beispielsweise bestehend aus zwei Stachel- oder Riffelwalzen, durch die die Mineralwollemanen 1 geführt und zerkleinert werden. Die so entstandenen Mineralwolleteilchen 6 gelangen auf ein Transportband 7 und werden einer weiteren Transporteinrichtung 8 übergeben, die diese Jurch die Desinfektionseinrichtung 9 führen. In der Desinfektionseinrichtung 9 werden die Mineralwolleteilchen 6 auf eine Temperatur von 15O0C bis 2000C erhitzt. Diese Erhitzung ist notwendig, um pilzliche und bakterielle Krankheitserreger abzutöten. Die Verweilzeit der Mineralwolleteilchen 6 innerhalb der Desinfektionseinrichtung 9 beträgt 4-5 Minuten. Diese Verfahrensweise bietet sich bei einem kontinuierlichen Aufbereitungsprozeß an. Das Verfahren ist aber auch diskontinuierlich zu gestalten, wobei dann die Desinfektion vorteilhaft durch Dämpfen der Mineralwolleteilchen 6 bei einer Einwirkzeit von 4 Stunden geschieht.
Bei jeder Ausführungsvariante werden die Sekundärmedien rückgewonnen und in den betrieblichen Prozeß eingegliedert. So kann die Abwärme beim Erhitzungsprozeß zum Betreiben der Destillierungsanlage genutzt werden, die mit der Spüleinrichtung 10 für die Mineralwolleteilchen 6 verbunden ist. Der Spülvorgang, der sich der Desinfektion anschlileßt, läuft in der Spüleinrichtung 10 ab, die aus einem Wasserbad besteht, in das Rührer 12 getaucht sind, die den Spülvorgang wesentlich beschleunigen. Dieser Spülvorgang Ist notwendig, um die in den Mineralwollematten 1 enthaltenen Salze und anderen Fremdsowie Nährstoffe auszuspülen, wodurch die Grundvoraussetzungen für die Weiterverwendung der Mineralwolleteilchen 6 geschaffen werden.
Über einen nicht dargestellten Überlauf wird das Spülwassereinergleichfallsnichtdargestellten Destillierungsanlage zugeführt, in der im Verdampfungsprozeß die Salze und Nährstoffe gewonnen werden und somit zur Wiederverwendung bereitstehen. Energetisch ist dieser Teilabschnitt der Anlage so geregelt, daß die anfallende Energie dem gesamten Prozeß wieder zugeführt wird.
Zur Anlage gehört auch eine Fördereinrichtung 12, die beispielsweise als Schneckenförderer ausgebildet sein kann, mittels der die Mineralwolleteilchen 6 im Gegenstrom einer Restspülung unterzogen und gleichfalls der Preßvorrichtung 14 zugeführt werden. Diese Preßvorrichtung 14 besteht aus paarweise angeordneten Walzen, durch deren veränderbaren Walzenspalt die Mineralwolleteilchen 6 gedruckt und von der Restlösung befreit werden. Es schließt sich der Auflockerungsprozeß der Mineralwolleteilchen 6 an, was in der Weise geschieht, daß in einer weiteren Zerkleinerungsvorrichtung 15 eine Zerkleinerung oder auch Aufteilung der gepreßten Mineralwolleteilchen β auf ihre nach dem Spülvorgang vorhandene Größe erfolgt. Der Transport zwischen der Preßvorrichtung 14 und der Zerkleinerungsvorrichtung 15 erfolgt über eine weitere Transporteinrichtung 13.
Über eine der Zerkleinerungsvorrichtung nachgeordnete Transporteinrichtung 16 gelangen die Mineralwolleteile β zur Mischanlage, in der sie als Zusatzstoffe zur Herstellung gärtnerischer Erden zugemischt werden oder für strukturverbessernde Materialien in der Landwirtschaft und zur Kompostierung bereitstehen.
Die weiteren Vorteile der Erfindung liegen im ökologischen Bereich, da keine unaufbereiteten Mineralwollematten, insbesondere die als Umhüllung verwendeten Plastfolien, auf Mülldeponien unkontrolliert deponiert werden.

Claims (8)

1. Verfahren zur Aufbereitung von Mineralwollematten, die in hydroponischen Prozessen anfallen, dadurch gekennzeichnet, daß die Folienumhüllungen von den verbrauchten Mineralwollematten (1) entfernt werden, eine mechanische Zerkleinerung der Mineralwollematten (1) erfolgt und die entstandenen Mineralwolleteilchen (6) bei einer Temperatur von 150-?.00°C über einen Zeitraum von 4-5 Minuten desinfiziert und nachfolgend in einem Wasserbad gespült, anschließend ausgepreßt und danach auf ihre Ausgangsgröße vor der Desinfektion zerkleinert werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine Desinfektion der Mineralwolleteilchen (6) durch Dämpfen über einen Zeitraum von 4 Stunden erfolgen kann.
3. Anlage zur Aufbereitung von Mineralwollematten, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage aus einem Aufnahmetisch (2) mit einer Zuführeinrichtung (3) und einer Folienschneid- und -abnahmevorrichtung (4) besteht, dem eine Zerkleinerungsvorrichtung (5) sowie eine Desinfektionseinrichtung (9) folgt und in technologischer Folge eine Spülvorrichtung (10), eine Preßvorrichtung (14) und eine Zerkleinerungsvorrichtung (15) nachgeordnet sind.
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Zerkleinerungsvorrichtung (5) und der Desinfektionseinrichtung (9) ein Transportband (7) vorgesehen ist und innerhalb sowie durch die Desinfektionseinrichtung (9) hindurchführend, eine Transporteinrichtung (8) angeordnet ist.
5. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Spülvorrichtung (10), der Preßvorrichtung (14) sowie der Zerkleinerungsvorrichtung (15) weitere Fördereinrichtungen (12; 13) angeordnet sind.
6. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördereinrichtung (12) vorzugsweise als Schneckenförderer ausgebildet und in der Preßvorrichtung (14) ein in ihrem Walzspalt veränderbares Walzenpaar angeordnet ist.
7. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der.Zerkleinerungsvorrichtung (15) eine Transporteinrichtung (16) nachgeordnet ist.
8. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Spülvorrichtung (10) Rührer (11) vorgesehen sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19519516A1 (de) * 1995-06-01 1996-12-05 Thyssen Altwert Umweltservice Verfahren und Vorrichtung zur Aufbereitung von Faserbestandteile und Fremdbestandteile enthaltenden Faserstoffen, insbesondere von Alt-Mineralwolle
CN110191981A (zh) * 2019-03-29 2019-08-30 香港纺织及成衣研发中心有限公司 用于服装到服装回收的方法和系统

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