DD293205A5 - Lichtleiterführung für ein medizinisches Beobachtungsgerät - Google Patents
Lichtleiterführung für ein medizinisches BeobachtungsgerätInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Lichtleiterfuehrung fuer ein medizinisches Beobachtungsgeraet. Um eine vollstaendige Innenverlegung des Lichtleiters zu ermoeglichen, ohne dasz der Lichtleiter durch Torsion zerstoert werden kann, wird der Lichtleiter im wesentlichen im Stativinnern und durch die Gelenkpunkte der Stativarme gefuehrt und mindestens an einem Lichtleiterende drehbar gelagert. Anwendbar bei medizinischen Untersuchungen. Fig. 1{Lichtleiterfuehrung; Mikroskop; Stereomikroskop; Tragestativ; drehbare Lagerung; Waelzlager; Beleuchtungseinrichtung}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung findet bei medizinischen Untersuchungen, vorzugsweise mit Stereomikroskopen und Kolposkopen, Anwendung.
Es ist bereits bekannt, das Licht einer Lichtquelle in Operationsmikroskopen und Kolposkopen über Lichtleiter an das Objektfeld heranzuführen. Dabei folgt der Lichtleiter im wesentlichen der Richtung des verwendeten Tragestativs, wobei das Lampengehäuse am oder im Stativ angeordnet ist (Zeiss „Kolposkop 99", Prosp.-Nr. 30-146-d, 1980; OPMI 99, Prosp.-Nr.
30-327-d, 1981).
Dabei ist der Lichtleiter teilweise im Innern des Stativarmes angeordnet. Einer der Gelenkarme des Stativs ist als Gehäuse ausgebildet und beinhaltet Lichtquelle und Stromversorgung.
Bei der Außenverlegung von Versorgungskabeln an Operationsmikroskopen und Kolposkopen besteht prinzipiell die Gefahr des Hängenbleibens durch das Bedienpersonal. Dazu kommen Nachteile bezüglich der Reinhaltung.
Speziell bei Lichtleitern können durch Herausreißen, Knicken über scharfe Kanten und Erzeugung von unzulässig engen Biegeradien Beschädigungen auftreten.
Einer Forderung nach vollständiger Innenverlegung des Lichtleiters steht entgegen, daß der Lichtleiter durch die Gelenkstellen des Stativs hindurchgeführt werden müßte.
Da bei bekannten Lösungen der Lichtleiter fest mit der Lichtquelle bzw. dem Lichtaustritt verbunden ist, wird der Lichtleiter bei Verschwenkung des Gerätes um die entsprechenden Gelenkstellen stark auf Torsion beansprucht.
Dadurch muß der Bewegungsbereich eingeschränkt werden, weil sonst der Lichtleiter zerstört werden könnte. Durch diese Einschränkung wird der Anwender stark behindert.
Ziel der Erfindung ist es, die Bedienbarkeit und Beweglichkeit medizinischer Beobachtungsgeräte bei besseren Reinhaltungsmöglichkeiten zu erhöhen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine vollständige Innenverlegung des Lichtleiters zu ermöglichen, ohne daß der Lichtleiter bei anschlagfreier Schwenkung des Gerätes und Verdrehung der Gelenkarme gegeneinander, entsprechend den jeweiligen Anforderungen, zerstört werden kann.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einer Lichtleiterführung für ein medizinisches Beobachtungsgerät, bestehend aus einem Mikroskop, vorzugsweise einem Stereomikroskop, einem Tragstativ und einer Beleuchtungseinrichtung, wobei das Licht einer Lichtquelle über einen Lichtleiter in ein optisches System im Mikroskop geführt wird, dadurch gelöst, daß der Lichtleiter im wesentlichen im Stativinnern und durch die Gelenkpunkte der Stativarme geführt ist und mindestens an einem Lichtleiterende drehbar gelagert ist. Besonders vorteilhaft ist es, daß sowohl der Lichtleitereingang als auch der Lichtleiterausgang drehbar gelagert sind, wobei der Lichtleiterausgang fest mit dem Innenring eines Wälzlagers verbunden ist, um den sich ein mit der Mikroskophalterung verbundener Außenring dreht, und der Lichtleitereingang in einer mit einem Parallelogrammtragarm verbundenen Drehachse fest angeordnet ist.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung wird nachstehend anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert
Fig. 1: zeigt eine teilgeschnittene Seitenansicht eines Kolposkopes.
Das Gerät ist über einen festen Tragarm 1 drehbar und vertikal verschiebbar an einer Säule 2 aufgenommen, die z. B. an einem Bodenstativ oder einer Wandhalterung angebracht ist.
Der Tragarm 1 beinhaltet die Elektrik, eine Lichtquelle 3 sowie eine Lagerstelle 4 für die Drehachse 15 eines Parallelogrammtragarmes 5. Der Tragarm 5 ist mikroskopseitig als Lagerstelle 6 ausgebildet, in der eine Montierung 7 aufgenommen ist, die ein Stereomikroskop 8 trägt.
An der Lagerstelle 4 kann eine Drehung des Parallelogrammtragarmes 5, an der Lagerstelle 6 eine Drehung der Montierung 7 um die vertikale Achse erfolgen. Das Stereomikroskop 8 kann um eine horizontale Achse 9 nach vorn und hinten geneigt werden. Das Licht der Lichtquelle 3 wird von einem Lichtleiter 10 über einen Kondensator 11, einen Umlenkspiegel 12 und ein Frontobjektiv 13 auf ein Untersuchungsobjekt 14 übertragen.
Der Lichtleitereingang ist hierbei in der Drehachse 15 des Parallelogrammtragarmes 5 fest angeordnet und macht die Drehung des Tragarmes 5 um die vertikale Achse mit. Dadurch wird eine anschlagfreie Rundumdrehung von Tragarm 5 und Lichtleiter 10 ermöglicht. Der Lichtleiter 10 wird durch das Parallelogramm des Tragarmes 5, das Drehlager 6 sowie ein Schwenklager der Achse 9 hindurchgeführt und in der Montierung 7 mit seinem Ausgang in einem Wälzlager 16 aufgenommen. Durch diese Art der Aufnahme des Lichtleiterausganges kann die Montierung 7 mit Stereomikroskop 8 um die vertikale Achse gedreht werden, ohne daß der Lichtleiter 10 mitgeführt wird. Dadurch wird die Torsionsbeanspruchung des Lichtleiters 10 verhindert, und das Stereomikroskop 8 kann anschlagfrei um die vertikale Achse gedreht werden.
Claims (4)
1. Lichtleiterführung für ein medizinisches Beobachtungsgerät, bestehend aus einem Mikroskop, vorzugsweise einem Stereomikroskop, einem Tragestativ und einer Beleuchtungseinrichtung, wobei das Licht einer Lichtquelle über einen Lichtleiter in ein optisches System im Mikroskop geführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtleiter im wesentlichen im Stativinnern und durch die Gelenkpunkte der Stativarme geführt ist und mindestens an einem Lichtleiterende drehbar gelagert ist.
2. Lichtleiterführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl der Lichtleitereingang als auch der Lichtleiterausgang drehbar gelagert sind.
3. Lichtleiterführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtleiterausgang fest mit dem Innenring eines Wälzlagers verbunden ist, um den sich ein mit der Mikroskophalterung verbundener Außenring dreht.
4. Lichtleiterführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Lichtleitereingang in einer mit einem Parallelogrammtragarm verbundenen Drehachse fest angeordnet ist.
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