DD293328A5 - Verfahren und vorrichtung zum umspulen von texturfaeden - Google Patents

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DD293328A5
DD293328A5 DD33934490A DD33934490A DD293328A5 DD 293328 A5 DD293328 A5 DD 293328A5 DD 33934490 A DD33934490 A DD 33934490A DD 33934490 A DD33934490 A DD 33934490A DD 293328 A5 DD293328 A5 DD 293328A5
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DD33934490A
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Wolfgang Weber
Joachim Kroeher
Helmut Knospe
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Forschungsinstitut Fuer Textiltechnologie,De
Veb Garnveredlungswerke Sehma,De
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Abstract

Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Texturfaeden. Ziel und Aufgabe der Erfindung ist, durch Zwangsfuehrung von einfachen oder gefachten Faeden eine konstante, mathematisch definierte Fadenzugkraft zum Zwecke gleichmaesziger Verwirbelung eines Fadens zu sichern. Erreicht wird dies dadurch, dasz der Texturfaden von einer weichbewickelten Vorlagespule durch Abrollung abgezogen, mittels einer Fadenbremse vorgespannt und zwischen Abzugsgaletten und einer Liefergalette mit definierter Fadenzugkraft in einer Wirbelduese verwirbelt wird. Fadenzugkraftschwankungen, bedingt durch die abrollenden Spulen und die Aufwicklung, werden durch die Erfindung ausgeschaltet und offene Stellen im Faden vermieden.{umspulen, Texturfaden; Zwangsfuehrung; definierte Fadenzugkraft; Verwirbelung; abrollende Vorlagespule; Abzugsgalette; Liefergalette; Fadenbremse; Wirbelduese}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Umspulen von Texturfäden, bei dem gleichzeitig durch Verwirbeln ein Fadenschluß erteilt wird, um voluminöse Fäden herzustellen, welche vorrangig für die Herstellung von Strumpfwaren und Trikotagen verwendet werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Erteilung von Fadenschluß durch Verwirbeln an Texturseiden ist an Texturiermaschinen bereits bekannt. Dabei werden einfache oder zweifache Texturseiden mittels einer Wirbeldüse verwirbelt, wobei die Elementarfäden stellenweise so miteinander verflochten werden, daß bessere Verarbeitungseigenschaften unter Wegfall des Zwirnens erreicht werden. Die Anordnung der Wirbeldüsen erfolgt zwischen dem Ausgangslieferwerk und der Aufwicklung einer Falschdrahttexturiermaschine in einer getrennten Zone vor oder nach der Falschdrahterteilung oder in der Modifizierzone vor dem zweiten Heizkörper (DD-PS 269407).
Des weiteren sind aus der DD-PS 274 638 ein Verfahren und eine Anordnung zur Herstellung eines voluminösen Fadengebildes an Texturiermaschinen bekannt, bei denen eine große Palette von diversen voluminösen Fäden hergestellt werden kann. Ein synthetischer Filamentfaden wird über das Lieferwerk von der Vorlagespule durch einen Heizer fixiert, von hier in der Texturierstelle falschgedrallt und zu einem zweiten Lieferwerk geführt, wobei sodann zwischen dem zweiten und einem dritten Lieferwerk der Faden in einem weiteren Heizer nachfixiert und hiernach zwischen dem dritten und einem vierten Lieferwerk in der Verwirbelungsdüse verwirbelt und über das vierte Lieferwerk zur Aufspulung auf die Färbespule geführt wird. Der Faden wird dabei in einem jeweils definierter· Fadenzugkraftverhältnis verwirbelt bzw. aufgespult.
Den bekannten Anordnungen ist gemeinsam, daß ein Fadenschluß erzielt werden soll, der an einem über Kopf abgezogenen oder geführten rohweißen Faden erteilt wird. Ist der Faden bereits texturiert und fadengefärbt, aber nicht verwirbelt, müssen die zylindrischen Aufwickelkörper der Falschdrahttexturiermaschine beim Spulen abgerollt werden. Fadenzugkraftschwankungen durch den Fadenablauf von der Spule und deren Abrollung sind unvermeidlich, wenn die abziehende Fadenzugkraft nicht definiert werden kann. Darüber hinaus darf die im Rhythmus der Aufspulung schwankende Aufwickelfadenzugkraft die Fadenzugkraft in der Wirbelzone nicht beeinflussen, wenn die gleichmäßige Verwirbelung erreicht werden soll.
In der GB-PS 1499628 wird das Verwirbeln farbiger Fäden vorgeschlagen, wobei die Wirbeldüse in der Aufwickelzone angeordnet ist.
Bei dieser Anordnung werden die Änderungen in der Aufwickelfadenzugkraft in die Verwirbelungszone mit eingeschleppt, so daß Fadenzugkraftschwankungen und ungleichmäßige Verwirbelungen die Folge sein müssen.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist, die aufgezeigten Nachteile zu beseitigen und weichbewickelte rohweiße und gefärbte durch Abrollung abgezogene Fäden einen Fadenschluß erhalten, so daß diese ohne Nachbehandlung weiterverarbeitet werden können.
-2- 293 328 Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch Zwangsführung von einfachen oder gefachten Fäden eine konstante, mathematisch definierte Fadenzugkraft zum Zwecke gleichmäßiger Verwirbelung eines Fadens zu sichern. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die durch die Wirbeldüse zwangsgeführten Fäden einer Fadenzugkraft unterliegen, die durch folgende Beziehung definiert ist:
F2=-^-xF1 +kxTM-^--1) + R v2 v2
Darin bedeuten
F2 Fadenzugkraft in der Wirbelzone in ρ
v2 Geschwindigkeit der Liefergalette in m/min
ν 1 Geschwindigkeit der Abzugsgaletten in m/min
k feinheitsbezogene Fadenzugkraft in p/tex ermittelt aus der
Kraft-Dehnungkurve des Fadens bei 10% Dehnung
(für PA-S-t etwa 0,5p/tex) Tt Fadenfeinheit in tex R Reibungskraft des Fadens in der Wirbeldüse in ρ
Die Fadenzugkraft hangt ab:
- vom Geschwindigkeitsverhältnis beider Walzen (1... 1,05, gewählt 1,03, damit der Faden nicht überdehnt wird)
- von der Eingangsfadenzugkraft F1 in p, die einstell- und meßbar ist,
- von den Fadeneigenschaften,
- von der Reibung des Fadens in der Wirbeldüse.
Die wichtigste Einflußgröße der Beziehung ist F1. Empfohlen wird die Anwendung der Beziehung
F1 =0,9 — χ Tt tex
Für RTt 20 tex erhält man die Fadenzugkraft F1 = 18 p.
Die Eingangsfadenzugkraft sichert im wesentlichen die gleichbleibende Fadenzugkraft in der Wirbelzone. Die Fadenbremsevor den Abzugsgaletten muß straff eingestellt werden, da zusätzliche Fadenzugkraftschwankungen durch Turbulenzen auftreten, die durch die Fadenbremse unterdrückt werden können. Die Fadenzugkraft F2 wird - in Abhängigkeit der Ausdrücke in der angegebenen Beziehung-etwa 4...5p höher als F1 sein.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsboispieles näher erläutert. Die dazugehörige Zeichnung zeigt die schematische Darstellung einer Spulmaschine.
Wie in der Zeichnung dargestellt, ist nach der abrollenden Vorlageepule 1 und vor den Abzugsgaletten 4 eine Fadenbremse 3 angeordnet. Zwischen den Abzugsgaletten 4 und der angetriebenen Liefergalette 8 befindet sich die Wirbeldüse 6. Die Aufwickeleinrichtung 11 sowie die Gitterbremse 10 sind der Liefergalette 8 nachgeordnet.
Rohweiße PS-S-rtFD10texf24 x 2wird auf der in der Zeichnung dargestellten modifizierten Präzisionskreuzspule, an der das erfindungsgemäße Fadenspannungssystem mit der Wirbeldüse nach WP D 02 G/323 635.8 angeordnet ist, verwirbelt. Abgerollt wird der Faden 2 von einer weichbewickelten Vorlagespule 1 durch die Abzugsgaletten 4. Dabei wird der Faden 2 über die Fadenbremse 3 geführt, mit der die Eingangsfadenzugkraft \ orbestimmt wird, die beispielsweise 18p beträgt. Zwischen der Liefergalette 8, welche wahlweise etwa 10% schneller als die Abzugsgalette läuft, wird der Faden 2 in der Wirbeldüse 6 verwirbelt. Die Wirbeldüse 6 ist zwischen den Abzugsgaletten 4 und der Liefergalette 8 angeordnet. Unter abgestuften Prozeßbedingungen werden etwa 70 Verwirbelungen pro Meter erreicht, die für die Weiterverarbeitung beispielsweise in der Strumpfindustrie benötigt werden. Kürzere Verweilzeiten in der Wirbeldüse 6 infolge steigender Liefergeschwindigkeiten erfordern linear höhere Luftdrücke, um etwa die gleiche Anzahl von Verwirbelungen zu erhalten. Bei niedrigerer Liefergeschwindigkeit (380 m/min) und relativ hohem Luftdruck (0,84 MPa) werden höhere Verwirbelungen pro Meter erreicht (90,2). Der verwirbelte Faden 2 wird dann der Aufwickeleinrichtung 11 zugeführt, aufgewickelt und ohne Nachbehandlung weiterverarbeitet, beispielsweise auf Kleinrundstrickmaschinen zur Herstellung von Buntsocken. Das vorgeschlagene System mit zwangsgeführtem Faden ist von den Fadenzugkraftschwankungen der abrollenden Vorlagespule 1 und der Aufwicklung 11 des Fadens völlig getrennt.

Claims (6)

1. Verfahren zum Umspulen von Texturfäden, bei dem gleichzeitig durch Verwirbeln ein Fadenschluß erteilt wird, um voluminöse Fäden herzustellen, dadurch gekennzeichnet, daß der durch eine Wirbeldüse (6) zwangsgeführte Faden (2) einer definierton Fadenzugkraft unterliegt, die durch die Beziehung
definiert ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Faden (2) die Liefergalette (8) 220 bis 240° umschlingt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Liefergalette (8) 5 bis 20% schneller als die Abzugsgalette (4) angetrieben wird.
4. Vorrichtung zum Umspulen von Texturfäden, bei dem gleichzeitig durch Verwirbelung ein Fadenschluß erteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß nach einer abrollenden Vorlagespule (1) vor den Abzugsgaletten (4) eine Fadenbremse (3) angeordnet ist und zwischen der angetriebenen Liefergalette (8) und den Abzugsgaletten (4) eine Wirbeldüse (6) vorgesehen ist und die Aufwickeleinrichtung (11) und Gitterbremse (10) der Liefergalette (8) nachgeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Liefergalette (8) zwangsläufig angetrieben wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Liefergalette (8) zylindrisch ausgebildet ist.
DD33934490A 1990-04-03 1990-04-03 Verfahren und vorrichtung zum umspulen von texturfaeden DD293328A5 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19809600C1 (de) * 1998-03-03 1999-10-21 Heberlein Fasertech Ag Garnbehandlungseinrichtung
DE10006196B4 (de) * 2000-02-11 2004-08-19 Zimmer Ag Parallel-Spinnprozeß mit Fadenverwirbelung zwischen Galetten und Spinnanlage hierzu

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DE19809600C1 (de) * 1998-03-03 1999-10-21 Heberlein Fasertech Ag Garnbehandlungseinrichtung
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