DD293355A5 - Verfahren zur herstellung von feinteiligen sinterfaehigen polyvinylchlorid - Google Patents

Verfahren zur herstellung von feinteiligen sinterfaehigen polyvinylchlorid Download PDF

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DD293355A5
DD293355A5 DD33937990A DD33937990A DD293355A5 DD 293355 A5 DD293355 A5 DD 293355A5 DD 33937990 A DD33937990 A DD 33937990A DD 33937990 A DD33937990 A DD 33937990A DD 293355 A5 DD293355 A5 DD 293355A5
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Joachim Stude
Detlev Eickner
Wolfgang Thuemmler
Vera Steinert
Wally Huebner
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Veb Chemische Werke Buna,De
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Abstract

Verfahren zur Herstellung von feinteiligen, sinterfaehigen Polyvinylchlorid nach einem abproduktarmen Suspensionsverfahren, wobei das mit geringen Fremdstoffmengen belastete PVC-Pulver aus runden Teilchen mit glatter Oberflaeche besteht, so dasz daraus duenne, flexible Separatorplatten mit hoher Porositaet und Festigkeit gesintert werden koennen. Die Polymerisation wird in bekannter Weise mit einer Suspensionsstabilisatorkombination, bestehend aus 0,10-0,25 Masseanteilen in %, bezogen auf Vinylchlorid, einer Methylhydroxipropylzellulose und eines Alkylsulfonats im Verhaeltnis 5:1 bis 2:1, unter Zusatz eines Azoinitiators und eines Puffersalzes bei einem p H-Wert von 6-8 durchgefuehrt. Nach Entmonomerisierung und Eindickung der Suspension setzt man dieser 0,10-0,35 Masseanteile in %, bezogen auf PVC, Dodecylbenzensulfonsaeure zu und arbeitet sie ueber Zerstaeubungstrocknung auf.{Mikroscheider-PVC; Suspensionspolymerisation; Zerstaeubungstrocknung; Zelluloseether; Alkylsulfonat; Puffersalz; Azoinitiator; Ethylenoxid-Propylenoxid-Addukt; Alkylbenzensulfonsaeure; Abprodukt}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung feinteiligen Suspensions-PVC-Pulvers, aus dem durch Sinterung poröse Separatorplatten für Bleiakkumulatoren gefertigt werden können, wobei als Suspensionsstabilisator eine Methylhydroxipropylzellulose, die 19-24 Masseanteile in % Methoxi und 4-12 Masseanteile in % Hydroxipropylgruppen enthält und deren Molekulargewicht (Mn) 25000-28000 beträgt, in Kombination mit Natriumalkylsulfonat, bei Zusatz eines Puffersalzes und einer Azoverbindung als Initator, mit oder ohne Zusatz eines Antioxidans, verwendet werden, ein Ethylenoxid-propylenoxid-Addukt oder ein Silikonentschäumer und als Sintermodifikator eine Alkylbenzensulfonsäure zugegeben werden.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß poröse Separatorplatten, die in Bleiakkumulatoren den Plattenkontakt zwischen positiven und negativen Elektroden verhindern sollen, durch Sinterung aus PVC-Pulver hergestellt werden. Die wichtigsten Kenngrößen solcher Separatoren sind neben einer ausreichenden Festigkeit die offene Porosität sowie der Gehalt an extrahierbaren Stoffen. Die Porosität bestimmt über den elektrischen Flächenwiderstand den elektrochemischen Prozeß der Batterie, was sich deutlich an den Kaltstarteigenschaften zeigt. Der Gehalt an extrahierbaren Stoffen, also die Menge an oxidierbaren Verbindungen oder gar Batteriegiften, beeinflußt die Lebensdauer der Batterie.
Bekanntermaßen sollte ein PVC-Pulver, aus dem man hochwertige Separatorplatten sintern will, einen mittleren Korndurchmesser von 10 bis 50 · 10~e m besitzen. Diese Vorgabe kann mit PVC-Typen erfüllt werden, die sowohl nach dem Suspensions-als auch nach dem Emulsionspolymerisationsverfahren hergestellt wurden. Emulsions-PVC ist zwar von Haus aus sinterfähig, hat aber den Nachteil, daß es, bedingt durch das Herstellungsverfahren, einen sehr hohen Gehalt an extrahierbaren Stoffen (ca. 2-3%) unterschiedlichster Eigenschaften und Wirkungen enthält. Zudem ist der für ein Mikroscheider-PVC entscheidende Korngrößenbereich nur durch Aggregation und Absiebung des Ursprungspulvers mit zusätzlichem energetischen und apparativen Aufwand zu erhalten.
Suspensions-PVC-Pulver kann durch geeignete Polymerisationsbedingungen gut reproduzierbar in den erforderlichen Korngrößenbereich gebracht werden, wobei relativ hohe Suspensionsstabilisatorkonzentrationen - jedoch deutlich geringere als bei einer Emulsionspolymerisation-eingesetzt werden müssen, um Teilchen zu erhalten, die dem einzelligen Morphologiety zuzuordnen sind. Ein großer Teil dieser und weiterer anderer Polymerisationshilfsstoffe verbleibt nach der Polymerisation im Suspensionsmedium. Dieses wird bei der Aufarbeitung als Abwasser verworfen, wodurch beträchtliche Klärkapazitäten erforderlich werden.
Die Sinterfähigkeit von Suspensions-PVC-Pulver ist wenig ausgeprägt und muß durch geeignete Zusätze, die sogenannten Sintermodif ikatoren, auf das notwendige Maß gebracht werden. PVC-Suspensionen, die aus mit hohen Suspensionsstabilisatorkonzentrationen durchgeführten Polymerisationen stammen, neigen beim Entspannen des Reaktors von unumgesetzten Monomeren zum Schäumen. Dem muß durch Zugabe von schaumzerstörenden Substanzen, sogenannten Entschäumern, begegnet werden.
Die auf diese Art erhaltenen feinteiligen Polymerisate haben meist keine glatte Kornoberfläche, da eine gleichzeitig in geringen Umfang ablaufende Emulsionspolymerisation bewirkt, daß sich deren Endprodukte als „Rauhigkeiten" auf der Oberfläche der größeren Suspensionspolymerisatkörner absetzen. Aber nur kugelförmige Teilchen mit glatter Oberfläche können sich so packen, daß beim späteren Sintern ein Verbund mit hoher Porosität und hoher Festigkeit erhalten wird. Mikroscheider-PVC wird im allgemeinen direkt vom Pulver aus, also ohne weitere Zusätze oder Verarbeitungshilfsstoffe, wie z. B. Thermostabilisatoren, Weichmacher oder Gleitmittel, der Sinterung bei ca. 473K unterworfen. So kommt es mehr oder weniger zum Austreten von Zersetzungsprodukten, für deren Beseitigung umfangreiche Maßnahmen getroffen werden müssen.
In der DT-OS 2127654 wird beschrieben, eine PVC-Formmasse zur Herstellung von Separatoren durch Abmischung eines Suspensionspolymerisats mit einem Emulsionspolymerisat herzustellen, wobei ersteres in Gegenwart eines Zelluloseethers und eines anionaktiven Netzmittels polymerisiert wird. Obwohl die Mischungen grundsätzlich in weiten Grenzen variierbar sein sollen, bleibt ein optimales Verhältnis kritisch, auch wegen der durch den Mischer bewirkten morphologischen Änderungen der Pulver. Die resultierende Korngrößenverteilung erschwert die Herstellung von Separatoren mit niedrigem elektrischen Flächenwiderstand, da die Feinstkornanteile die Poren der Sinterplatten verstopfen. Auch haben diese Separatoren keine hohe Festigkeit.
In der DT-OS 2310431 beschreibt man die Herstellung eines feinteiligen Suspensions-PVC in Gegenwart eines Zelluloseethers sowie einer als Emulgator zugesetzten Alkylbenzensulfonsäure, die gleichzeitig als Sintermodifikator wirkt. Unter Berücksichtigung weiterer Hilfsstoffe beträgt die auf Vinylchlorid bezogene Gesamtstabilisatorkonzentration 0,8 Masseanteile in %. Die Doppelfunktion der Alkylbenzensulfonsäure bedingt ihre hohe Einsatzkonzentration. Diese bewirkt im Verlauf der Polymerisation einen starken „Geleffekt", einem Zustand, bei dem die Abführung der Polymerisationswärme nicht gesichert werden kann, und es zum Anstieg der Innentemperatur kommt. Die im stark sauren Milieu durchgeführte Suspensionspolymerisation führt bekanntermaßen zu niedrigen Thermostabilitätswerten bei den dabei erhaltenen Polymerisaten. Bei direktem Entzug des Suspensionsmediums im Dekanter vereinzelt der aus dem feinteiligen PVC bestehende Filterkuchen nicht, wodurch Förder- und später Trocknungsprobleme entstehen. Deshalb soll das Herstellungsverfahren entsprechend der DT-OS 2310431 so modifiziert werden, daß ein Teil der Alkylbenzensulfonsäure auf das gebildete Polymerisat nach dessen Abtrennung vom Suspensionsmedium aufgebracht werden soll (DT-OS 2402314). An den Hilfsstoffmengen wird nichts geändert; der überwiegende Teil wird mit dem Abwasser verworfen und muß entsprechend entsorgt werden. Durch den Zusatz von Alkylbenzensulfonsäure wird die 1 hermostabilität des Endpulvers stark herabgesetzt. Deshalb ist eine exakte Dosierung und gleichmäßige Verteilung unumgänglich, was aber beim Auftragen auf ein feuchtes Pulver schwer zu realisieren ist.
Die technologisch frühe Zugabe der als Sintermodifikator verwendeten Alkylbenzensulfonsäure führt zu starken Korrosionserscheinungen an den Produktionsanlagen. Aus der DT-OS 2646595 ist bekannt, durch Zugabe von quarternären Ammoniumsalzen die korrosive Wirkung abzuschwächen. Natürlich sind dann weitere Dosiereinrichtungen notwendig. Auch bedarf die Unbedenklichkeit solcher Zusätze in Hinblick auf den empfindlichen elektrochemischen Prozeß weitgehender, sichernder Untersuchungen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die verbesserte Herstellung von feinteiligen Suspensions-PVC, aus dem durch Sinterung poröse Separationsplatten mit erhöhten Gebrauchswertoigenschaften für Bleiakkumulatoren gefertigt werden können.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von feinteiligen sinterfähigen Suspensions-PVC in einer abproduktarmen Fahrweise und einer geringen Umweltbelastung durch Hilfsstoffe zu entwickeln, wobei das feinteilige Suspensions-PVC-Pulver aus Teilchen mit glatter Oberfläche besteht, aus denen dünne, flexible Separatorplatten mit hoher Porosität und Festigkeit gesintert werden können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Suspensionspolymerisation mit einer Gesamtkonzentration der Methylhydroxipropylzellulose und des Natriumalkylsulfonats, dessen Alkylrest ein Gemisch von Ketten mit 12-16 C-Atomen ist, von 0,10-0,25 Masseanteilen in %, bezogen auf Vinylchlorid, bei einem Verhältnis der Komponenten von 5:1 bis 2:1, vorzugsweise 3:1 ,unter Zusatz von 0,01-0,03 Masseanteile in %, bezogen auf Vinylchlorid, Natriumhydrogenkarbonat bei einem pH-Wert von 6-8 in bekannter Weise durchgeführt wird. Aktiviert wird mit einem Azoinitiator, wie 2,2'-Azobis (2,4-dimethylvaleronitril). Vor dem Entspannen des Reaktors von unumgesetzten Vinylchlorid, während oder unmittelbar danach werden 0,01 bis 0,06 Masseanteile in %, bezogen auf das gebildete Polymere, eines Ethylenoxid-Propylenoxid-Adduktes oder 0,001 bis 0,01 Masseanteile in % eines üblichen Silikonentschäumers zugegeben. Die Suspension wird entmonomerisiert- das Monomere zurückgewonnen -, eingedickt - das Abwasser verworfen - und in bekannter Weise mittels Zerstäubungstrocknung aufgearbeitet, wobei unmittelbar bevor die Suspension auf die Zerstäuberscheibe läuft, 0,10-0,35 Masseanteile in %, bezogen auf den in der Suspension enthaltenen PVC-Feststoff, Dodecylbenzensulfonsäure als 10-20%ige wäßrige Lösung zugemischt werden.
Ein Vorteil des Verfahrens ist, daß bei zunehmenden gewichtsmäßigen Ausgleich des Verhältnisses der Suspensionshilfsstoffe, also bei absoluter Erhöhung der Konzentration an Natriumalkylsulfonat, die Gesamtkonzentration bezogen auf Vinylchlorid drastisch gesenkt werden kann und man ohne Erhöhung der Rührgeschwindigkeit Polymerisate erhält, die die Korngrößenforderungen erfüllen. Dabei läuft man nicht Gefahr, agglomerierte Kornstrukturen zu erzeugen. Wird gleichzeitig der pH-Wert des Suspensionsmediums zwischen 6 und 8 eingestellt, bewirkt dies eine starke Verringerung des üblicherweise im Suspensionsmedium neben dem feinteiligen PVC verbleibenden kolloidalen Feststoffgehaltes, erkennbar auch daran, daß das Suspensionsmedium, das bei der Eindickung als Abwasser abgetrennt wird, völlig klar ist. Auch wird unter diesen Bedingungen ein PVC-Pulver erhalten, das oberflächlich glatt ist, und damit wird die Voraussetzung geschaffen, beim Sintern Separatoren zu erzeugen, deren Porosität ca. 10% über den Materialien liegt, die nach den oben beschriebenen Verfahren hergestellt werden. Polymerisationsseitig kann man die Korngröße im Bereich von 10 bis 50 · 10"em variieren. Die Produkte haben eine enge Korngrößenverteilung und es entfallen aufwendige Grobgutabsiebungen.
Durch Anwendung der Zerstäubungstrocknung, die bei einem durch Suspensionspolymerisation hergestellten PVC nicht üblich ist, werden alle Schwierigkeiten umgangen, die beim Dekantieren einer feinteiligen Suspension mit dem nicht vereinzelnden Filterkuchen entstehen. Auf elegante Weise können der Sintermodifikator, aber auch weitere andere Stoffe, z. B. Füllstoffe, so zugegeben werden, daß ihre Verteilung im Pulver gleichmäßig ist, und es wird gesichert, daß die erforderlichen Zusätze nur in
der unbedingt notwendigen Konzentration zugegeben werden, Durchflußmenge, Umfangsgeschwindigkeit der Zerstäuberschiebe, Kopf- und Fußtemperatur des Trockners werden so eingestellt, daß keine Kornagglomerationen auftreten, wodurch nachfolgend nur eine Schutzabsiebung zum Abtrennen geringer Mengen Grobgutes notwendig ist. Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahrensweise besteht in einer optimalen Abstimmung der für ein störungsfreies Funktionieren der Separatoren erforderlichen Hilfsstoffe, z.B. hinsichtlich Sinterfähigkeit, Benetzbarkeit, Antischaumverhalten, und einer geringen Umweltbelastng, wie Abwasserentsorgung, Restmonomerengenalt, thermische Zersetzungsprodukte, in Verbindung mit der. Möglichkeit Separatoren herzustellen, die den gegenwärtigen Forderungen der Batteriehersteller nach dünnen, elastischen Mikroscheidern mit geringem „Maximalen Porenduchmesser", niedrigen „Elektrischen Flächenwiderständen", geringen Extraktgehalten und hoher „Offener Porosität" in au. gezeichneter Weise entsprechen.
Vergleichsbeispiel 1 (VB 1):
In einen 60 m3 Polymerisationsreaktor gibt man 30 m3 entionisiertes Wasser, indem
42 kg Methylhydroxipropylzellulose (19-24 Masseanteile in % Methoxi-, 4-12 Masseanteile in % Hydroxipropylgruppen, Molekulargewicht (Mn] 26000)
6 kg Natriumalkylsulfonat (Alkylrest ist ein Gemisch von Ketten mit 12-16 C-Atomen) gelöst sind. Der pH-Wert des Suspensionsmediums beträgt 6,6.
Nach Zugabe von
1,9 kg Diisopropylperoxidikarbonat
wird der Reaktor mit Stickstoff gespült. Man füllt 17 m3 Vinylchlorid
ein und polymerisiert unter Rühren bei 333 K. Vor und nach dem Entfernen des unumgesetzten Monomeren werden in zwei gleichen Teilen
7 kg Ethylenoxid-Propylenoxid-Addukt folgender Zusammensetzung
H-(OCHr-CH2)B-(O-CH{CH3)-CH2)3E,-(O-CHz-CH2)6-OH in Wasser gelöst zugegeben.
Die feinteilige Suspension wird durch Dampf- oder Inertgaseinspeisung bei Temperaturen zwischen 353 und 363 K entmonomerisiert. Das ausgetriebene Vinylchlorid wird kondensiert und dem Prozeß wieder zugeführt. Die Suspension läuft über einen Pendel- und durch einen Rotationseindicker, wo soviel Flüssigkeit entzogen wird, daß der Feststoff in der dann vorliegenden Suspension 40-45 Masseanteile in % beträgt. Die anfallende Mutterlauge ist milchig trüb. In ihr sind 0,4 Masseanteile in % Feststoff enthalten, ihr pH-Wert beträgt 3,2. Sie wird als Abwasser verworfen und entsorgt. Bezogen auf den PVC-Gehalt werden, kurz bevor die Suspension auf die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft, 0,25 Masseanteile in % Dodecylbenzensulfonsäure als 10%ige wäßrige Lösung zudosiert und intensiv eingemischt. Die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 100m/s. Bei einer Kopftemperatur von 443 K und einer Fußtemperatur von 338 K erhält man ein trockenes, gut riesel- und siebfähiges Pulver (Tabelle 1). Die einzelnen Körner sind oberflächlich dicht mit kleinen Flocken besetzt.
Das Pulver läßt sich nur schwer profilieren. Höhere Rippen sind nicht beständig. Nach dem Sintern zeigen sich Querrisse, die keine Eigenschaftsbestimmung dieses Materials erlauben.
Vergleichsbeispiel 2 (VB 2):
In einen 60m3 Polymerisationsreaktor gibt man 30m3 entionisiertes Wasser, in dem
27 kg Methylhydroxipropylzellulose (19-24 Masseanteile in % Methoxi-, 4-12 Masseanteile in % Hydroxipropylgruppen, Molekulargewicht (Mn] 26000)
9 kg Natriumalkylsulfonat (Alkylrest ist ein Gemisch von Ketten mit 12-16 C-Atomen) 3 kg Natriumhydrogenkarbonat
gelöst sind. Der pH-Wert des Suspensionsmediums betrngt 6,9
Nach Zugabe von
1,9 kg Diisopropylperoxidkarbonat
wird der Reaktor mit Stickstoff gespült. Man füllt 17 m3 Vinylchlorid
ein und polymerisiert unter Rühren bei 333K. Vor und während des Entfernens des unumgesetzten Monomeren werden in zwei gleichen Teilen
7 kg Ethylenoxid-Propylenoxid-Addukt folgender Zusammensetzung
in Wasser gelöst zugegeben.
Die feinteilige Suspension wird durch Dampf- oder Inertgaseinspeisung bei Temperaturen zwischen 353 und 363 K entmonomerisiert. Das ausgetriebene Vinylchlorid wird kondensiert und dem Prozeß wieder zugeführt.
Die Suspension läuft über einen Pendel- und durch einen Rotationseindicker, wo soviel Flüssigkeit entzogen wird, daß der Feststoff in der dann vorliegenden Suspension 40-45 Masseanteilen in % beträgt. Die Mutterlauge ist klar, ihr Feststoffgehalt ist nur 0,1 Masseanteile in %, der pH-Wert 7,8. Sie wird als Abwasser verworfen und entsorgt.
Bezogen auf den PVC-Genalt werden, kurz bevor die Suspension auf die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft, 0,25Masseanteile in % Dodecylbenzensulfonsäure als 10%ige wäßrige Lösung zudosiert und intensiv eingemischt.
Die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 100m/s. Bei einer Kopftemperatur von 443K und einer Fußtemperatur von 338 K erhält man ein trockenes, gut förder- und siebfähiges Pulver (Tabelle 1).
Das Pulver besteht aus Körnern mit glatter Oberfläche. Beim Erwärmen auf 503K wird nach 15min ein Verlust von 1,3 Masseanteilen in % ermittelt. Das Pulver läßt sich gut profilieren und zu einwandfreien Separatoren sintern (Tabelle 2).
Während des Sinterns ist ein intensiver Geruch bemerkbar.
Ausführungsbeispiel (AB):
In einen 60m3 Polymerisationsreaktor gibt man 30m3 entionisiertes Wasser, in dem
27 kg Methylhydroxipropylzellulose (19-24 Masseanteile in % Methoxi-, 4-12 Masseanteile in % Hydroxipropylgruppen, Molekulargewicht [Mn] 26000)
9 kg Natriumalkylsulfonat (Alkylrest ist ein Gemisch von Ketten mit 12-16 C-Atomen) 3 kg Natriumhydrogenkarbonat
gelöst sind. Der pH-Wert des Suspensionsmediums beträgt 6,8
Nach Zugabe von
3,5 kg 2,2-Azobis(2,4-dimethylvaleronitril) wird der Reaktor mit Stickstoff gespült. Man füllt 17 m3 Vinylchlorid
ein und polymerisiert unter Rühren bei 333K. Vor und während des Entfernens des unumgesetzten Monomeren werden in zwei gleichen Teilen
7 kg Ethylenoxid-Propylenoxid-Addukt folgender Zusammensetzung
in Wasser gelöst zugegeben.
Die feinteilige Suspension wird durch Dampf- oder Inertgaseinspeisung bei Temperaturen zwischen 353 und 363K entmonomerisiert. Das ausgetriebene Vinylchlorid wird kondensiert und dem Prozeß wieder zugeführt.
Die Suspension läuft über einen Pendel- und durch einen Rotationseindicker, wo soviel Flüssigkeit entzogen wird, daß der Feststoff in der dann vorliegenden Suspension 40-45 Masseanteile in % beträgt. Die Mutterlauge ist klar, sie enthält 0,1 Masseanteile in % Feststoff, ihr pH-Wert beträgt 7,5. Sie wird als Abwasser verworfen und entsorgt.
Bezogen auf den PVC-Gehalt werden kurz bevor die Suspension auf die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft, 0,25 Masseanteile in % Dodecylbenzensulfonsäure als 10%ige wäaßrige Lösung zudosiert und intensiv eingemischt.
Die Scheibe des Zerstäubungstrockners läuft mit einer Umfangsgeschwindigkeit von 100m/s. Bei einer Kopftemperatur von 443 Kund einer Fußtemperatur von 338K erhält man ein trockenes, gut förder- und siebfähiges Pulver (Tabelle 1).
Das Pulver besteht aus Körnern mit glatter Oberfläche. Beim Erwärmen auf 503K wird nach 15min ein Verlust von 0,8 Masseanteilen in % ermittelt. Es läßt sich gut profilieren. Die Sinterung führt zu einwandfreien Separatoren (Tabelle 2). Es ist nur ein geringer Geruch wahrnehmbar.
Tabelle 1: g/l VB1 VB 2 AB
PVC-Pulvereigenschaftswerte 10"em 65 65 65
% 490 470 460
K-Wert % 16 22 22
Schüttdichte min 0,44 0,40 0,35
Mittlerer Korndurchmesser ppm 0,07 0,08 0,08
Methanolextrakt 20 24 27
Restfeuchte 8 7 8
Thermostabitität (433 K)
Restmonomerengehalt mm
T&belle 2: MPa VB 2 AB
Separatorplatteneigenschaften 10-°m 0,28 0,27
10"em 6,8 8,5
Dicke Ohmcm2 24 16
Zugfestigkeit % 15 12
Maximaler Porendurchmesser % 0,18 0,15
Mittlerer Porendurchmesser 42 50
Elektrischer Flächenwiderstand 0,27 0,18
Offene Porosität
Wasserextrakt

Claims (1)

  1. -1- 293 356 Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung feinteiligen Suspensions-PVC-Pulvers, aus dem durch Sinterung poröse Separatorplatten für Bleiakkumulatoren gefertigt werden können, wobei als Suspensionsstabilisator eine Methylhydi oxipropylzellulose, die 19-24 Masseanteile in % Methoxi- und 4-12 Masseanteile in % Hydroxipropylgruppen enthält und deren Molekulargewicht (Mn) 25000-28000 beträgt, in Kombination mit Natriumalkylsulfonat, bei Zusatz eines Puffersalzes und einer Azoverbindung als Initator, mit oder ohne Zusatz eines Antioxidans, verwendet werden, ein Ethylenoxid-Propylenoxid-Addukt oder ein Silikonentschäumer und als Sintermodifikator eine Alkylbenzensulfonsäure zugegeben werden, gekennzeichnet dadurch, daß die Suspensionspolymerisation mit einer Gesamtkonzentration der Methylhydroxipropylzellulose und des Natriumalkylsulfonats, dessen Alkylrest ein Gemisch von Ketten mit 12-16 C-Atomen ist, von 0,10-0,25 Masseanteile in %, bezogen auf Vinylchlorid, bei einem Verhältnis der Komponenten von 5:1 bis 2:1, unter Zusatz von 0,01-0,03 Masseanteile in %, bezogen auf Vinylchlorid, Natriumhydrogenkarbonat sowie von 0,015-0,025 Masseanteilen in %, bezogen auf Vinylchlorid, 2,2'-Azobis(2,4-dimethylvaleronitril) bei einem pH-Wert von 6-8 in üblicherweise durchgeführt und die feinteilige Suspension nach Entmonomerisierung und Eindickung mittels Zerstäubungstrocknung aufgearbeitet wird, wobei der zum Zerstäuber fließenden Suspension 0,10-0,35 Masseanteile in %, bezogen auf den PVC-Gehalt, Dodecylbenzensulfonsäure als 10-20%ige wäßrige Lösung zugemischt werden.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0657494A4 (de) * 1992-08-11 1995-12-06 N Kommercheskoe Predpr Polimer Zusammensetzung zur herstellung von geschäumtem polyvinylchloridmaterial und verfahren zur herstellung.

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0657494A4 (de) * 1992-08-11 1995-12-06 N Kommercheskoe Predpr Polimer Zusammensetzung zur herstellung von geschäumtem polyvinylchloridmaterial und verfahren zur herstellung.

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