DD293547A5 - Dekorativer papierverbund und verfahren zu seiner herstellung - Google Patents

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DD293547A5 DD33969090A DD33969090A DD293547A5 DD 293547 A5 DD293547 A5 DD 293547A5 DD 33969090 A DD33969090 A DD 33969090A DD 33969090 A DD33969090 A DD 33969090A DD 293547 A5 DD293547 A5 DD 293547A5
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DD33969090A
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Uwe Haase
Werner Lauterberg
Helmut Lusky
Dieter Marienberg
Fritz Mueller
Peter Naumann
Ricarda Stoeckel
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Interdruck Graphischer Grossbetrieb Leipzig,De
Leuna-Werke Ag,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen dekorativen Papierverbund und ein Verfahren zu seiner Herstellung. Der dekorative Papierverbund zur Herstellung von Bauteilen vorzugsweise fuer die Moebelindustrie, der bedruckt bzw. eingefaerbt sein kann, besteht aus einem extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage und einem plattenfoermigen Werkstoff aus Holz, wobei sich das Beschichtungsmaterial aus einem Spezialpapier mit einem Flaechengewicht von 30 bis 70 g/m2 und einem thermoplastischen Kunststoff-Film mit einem Flaechengewicht von 15 bis 30 g/m2 zusammengesetzt, ist erfindungsgemaesz dadurch gekennzeichnet, dasz das Spezialpapier eine geleimte glatte Oberflaeche, einen weitestgehend ungeleimten Kern und eine geleimte rauhere Oberflaeche besitzt, wobei der thermoplastische Kunststoff-Film auf die geleimte glatte Oberflaeche aufgebracht ist und das Beschichtungsmaterial mit der geleimten rauheren Oberflaeche auf dem plattenfoermigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt ist. Der Klebstoff dringt waehrend des Aufklebens in das Papiergefuege ein, fuellt die Hohlraeume weitestgehend aus und bewirkt unter Druck und Waerme eine Verfestigung des Papierkernes.{Papierverbund, dekorativ; Moebelindustrie; Beschichtungsmaterial, extrem leichtgewichtig; Holzwerkstoff, plattenfoermig; Kunststoff-Film, thermoplastisch; Spezialpapier, geleimt, verfestigt; Klebstoff}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft einen dekorativen bedruckten bzw. eingefärbten Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen, bestehend aus einem extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage und einam plattenförmigen Werkstoff aus Holz, wobei sich das Beschichtungsmaterial aus einem Spezialpapier mit einem Flächengewicht von 30 bis 70g/m2 und oinem thermoplastischen Kunststoff-Film mit einem Flächengewicht von 15 bis 30g/m2 zusammengesetzt und ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Oberflächenbeschichtung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz zur Herstellung von Möbelbauteilen erfolgt gegenwärtig weltweit durch den Einsatz von Dekorfolien, vorzugsweise im Bereich der Küchen-, Schlaf-und Kinderzimmer. Im Wohnraumbereich werden neben Dekorfolien auch noch in umfangreichem Maße Furniere zur Beschichtung verwendet. Es ist bekannt, daß für die Oberflächenbeschichtung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz als Dekorfolien auch extrem leichtgewichtige Beschichtungsmaterialien, sogenannte Dünnschichtfolien, verwendet werden (DE 2727312; DD 122497). Es kommen Papiere mit einem Flächengewicht von unter 70g/m*zum Einsatz, deren Kern durch chemisch-phyoikalische Umwandlungen soweit verfestigt ist, daß keine Imprägnierung benötigt wird. Aus der DE 2141703 ist z. B. ein Dekorpapier bekannt, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß das Basispapier ein hochverdichtetes, verfestigtes, pergamentartiges, in der Papiermasse pigmentfrei gehaltenes Zellstoffpapier mit einem Flächengewicht von weit unter 50g/m2 ist. Ohne die Verfestigung des Kernes würden diese Papiere aufspalten und wären in der Weiterverarbeitung nicht einsetzbar. Ein Nachteil dieser Papiere besteht darin, daß durch die starke Verfestigung des Kernes, während des Aufpressens auf plaUenförmige Werkstoffe aus Holz, von der Rückseite der Klebstoff nur bedingt oder gar nicht in das Papier einzudringen vermag, um eine Verfestigung des Kernes zu bewirken.
Die genannten Papiere werden auf einer Seite unifarben oder mit einem Dekor bedruckt, auf dieser Seite mit einem widerstandsfähigen duroplastischen Kunstharz überzogen und mit der Rückseite mit dem plattenförmigen Werkstoff aus Holz verklebt. Ein wesentlicher Nachteil besteht darion, daß die duroplastischen Kunstharze auf den genannten Papieren nur einen dünnen oberflächlichen Film ausbilden, so daß diese extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterialien vorrangig für sonstige sichtbare Innenflächen der Möbel, sogenannte untergeordnete Zwecke, verwendet werden. Im Grunde handelt es sich hierbei um lackierte Papiere, die in ihren Oberflächen- und Verarbeitungseigenschaften nicht den Anforderungen genügen, die an Oberflächenbeschichtungsmaterialien für die Kaschierung auf Spanplatte und den Anwendungsfall „sichtbare Außenflächen" der Möbel gestellt werden.
Weiterhin ist bekannt, daß für die Oberflächenbeschichtung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz unifarbene oder mit einem Dekor bedruckte thermoplastische Kunststoffolien, sogenannte thermoplastische Dekorfolien, verwendet werden (DE 2450959). Kunststoffolien dieser Art weisen ein Flächengewicht im Bereich von 200 bis 350 g/m2 auf. Ein wesentlicher Nachteil im Prozeß der Weiterverarbeitung (Veredlung) und im Gebrauch thermoplastischer Dekorfolien besteht darin, daß zur Sicherung einer stabilen Qualität ein Nachbehandeln der Dekorfolien durch Tempern und Recken notwendig ist. Ohne das Tempern und Recken würden die thermoplastischen Dekorfolien schrumpfen. Trotz des Temperns und Reckens verbleibt eine Restschrumpfung (vgl. Böhme P; Dekorfolien, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1988,2. Auflage, S. 129-130). Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß für die Beschichtung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz mit thermoplastischen Dekorfolien, die in der DDR für die Beschichtung mit duroplastischen Dekorfolien entwickelten Klebstofftypen nicht eingesetzt werden können (vgl.
P.Böhme, Dekorfolien, VEB Fachbuchverlag Leipzig, 1980,2. Auflage, S. 145).
Nach DD 140154 ist auch ein dekorativer abwaschbarer Belag bekannt, bei dem ein bedrucktes Papiersubstrat, z. B. mit oinem Film aus Polyethylen und/oder Ethylencopolymerisaten untor Anwendung von Druck und Wärme durch Extrusionsbeschichtung beschichtet wird. Der Belag wird als Wandverkleidung in Küche, Bad, Korridor und Hausflur angewendet. Der Papierträger besitzt ein Flächengewicht von teilweise weit über 70g/m2. Er ist nicht spaltfest.
Es ist bekannt, solche dekorativen abwaschbaren Beläge, z.B. abwaschbare Tapete, zu prägen (DD 0153615).
Der geprägte abwaschbare Belag hat den Nachteil, daß das Prägemuster unter Einwirkung von Wärme und Druck gemindert
bzw. zerstört wird.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung ist ein dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund mit qualitativ verbesserten Eigenschaften und einer ökonomisch günstigeren Gestaltung. Der Papierverbund soll vorzugsweise als Möbelbauteil in der Möbelindustrie eingesetzt werden.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen dekorativen bedruckten bzw. eingefärbten Papierverbund, bestehend aus einem extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage mit einem Flächengewicht unter 100g/m2 und einem plattenförmigen Werkstoff aus Holz, zu entwickein, der zur Herstellung von Möbelbauteilen verwendet werden kann.
Das Basispapier soll analog duroplastischer Dekorfolien bedruckt werden.
Das Beschichtungsmaterial soll auf den für duroplastische Dekorfolien bekannten Folienbeschichtungsanlagen aufklebbar sein und bekannte Vorzüge thermoplastischer Dekorfolien vereinen. Das Verfahren zur Herstellung des Papierverbundes soll gekennzeichnet werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die geleimte glatte Oberfläche eines 30 bis 70g/m2 schweren holzhaltigen Spezialpapieres, das auch eingefärbt sein kann, analog duroplastischer Dekorfoli' bedruckt wird.
Das Papier ist dadurch gekennzeichnet, daß es neben der geleimten glatten Oberfläche einen weitestgehend ungeleimten Kern und eine geleimte rauhere Oberfläche besitzt.
Besonders günstig ist es, wenn das Papier ein Flächengewicht von 65 g/m2 hat und die Leimungszahl des Papieres höchstens 15
beträgt.
Auf die bedruckte Seite wird durch Extrusionsbeschichtung ein durchsichtiger thermoplastischer Kunststoff-Film mit einem Flächengewicht von 15-30g/m2 aufgebracht.
Dieser Kunststoff-Film kann ein Polyolefin und bzw. oder Polyamid sein. Besonders günstig ist es, wenn die Beschichtung 22,5g/m2 beträgt. Das bedruckte und mit dem thermoplastischen Kunststoff-Film überzogene Beschichtungsmaterial sollte vorzugsweise ein Flächengewicht von 90g/m2 aufweisen.
Zur Verbesserung der Haftung des thermoplastischen Kunststoff-Filmes kann zwischen dem bedruckten bzw. eingtfärbten Spezialpapier und dem thermoplastischen Kunststoff-Film eine Primerschicht aufgebracht werden.
Der Kunststoff-Film kann zur Erhöhung der Deckkraft vorzugsweise bei unifarbenen Beschichtungsmaterialien zusätzlich durch
Einarbeitung von Farbpigmenten eingefärbt werden. Weiterhin kann der Kunststoff-Film zur verbesserten dekorativen Wirkung mit unterschiedlichem Glanzgrad (z, B. seidenmatt) ausgeführt werden. Das bedruckte und beschichtete extrem leichtgewichtige Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage wird auf bekannten Folienbeschichtungsanlagen unter Anwendung von Wärme und Druck sowie eines wäßrigen Klebstoffes mit der geleimten rauhen Oberfläche auf einen plattenförmigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt und so der dekorative bedruckte bzw. eingefärbte Papierverbund erhalten. Der plattenförmige Werkstoff aus Holz kann eine Hartfaserplatte oder eine Spanplatte sein. Während der Aufpressung des Beschichtungsmateriales auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz dringt der Klebstoff in das Papiergefüge ein und bewirkt eine zusätzliche Verfestigung des weitestgehend ungeleimten Papierkernes. Die eingesetzte Klebstoffmenge beträgt 60 bis 100% des Flächengewichtes des Spezialpapieres.
Der Klebstoff besitzt einen Wasseranteil von 40 bis 60%. Besonders günstig ist es, wenn die eingesetzte Klebstoffmenge 90% des Flächengewichtes des Spezialpapieres beträgt und der Klebstoff einen Wasseranteil von 60% besitzt.
Die Beschichtung des plattenförmigen Werkstoffes aus Holz erfolgt bei Temperaturen mindestens 20 bis 300C unterhalb des Schmelzbereiches des thermoplastischen Kunststoff-Filmes.
Eine verbesserte dekorative Wirkung erhält der bedruckte bzw. eingefärbte Papierverbund vorteilhafterweise durch eine Prägung. Erfindungsgemäß gelingt dies dadurch, indem die Prägung nach dem Aufbringen auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz in Verbindung mit dem Prozeß des Verklebens auf bekannten kontinuierlich arbeitenden Folienbeschichtungsanlagen erfolgt. Die mittlere Prägetiefe beträgt vorteilhafterweise 70 bis 80% der Schichtdicke des Beschichtungsmateriales. Die Vorteile des dekorativen bedruckten bzw. eingefärbten Papierverbundes resultieren insbesondere aus dem extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage. Besondere Vorzüge des Beschichtungsmateriales sind die hervorragende Chemikalienbeständigkeit bzw. geringe Fleckenempfindlichkeit, die Wirkung als „Formaldehydsperre", seine Formaldehydfreiheit und die zähelastischen Eigenschaften. Darüber hinaus läßt der hohe Wasserdampf-Diffusionswiderstand des Beschichtungsmateriales einen Einsatz des Papierverbundes in Feuchträumen, z. B. in Küchen, Badezimmern oder Hallenbädern, durchaus zu.
Das Beschichtungsmaterial hat weiterhin den Vorteil, daß aufgrund des Papierträgers die Schrumpfung des thermoplastischen Kunststoff-Filmes gering gehalten wird, so daß auf ein Nachbehandeln durch Tempern und Recken verzichtet werden kann. Aufgrund des geringen Flächengewichtes ist das Beschichtungsmaterial materialökonomisch günstig. Das Spezialpapier hat den Vorteil, daß es aufgrund der Einsparung von Arbßitsschritten bei seiner Herstellung billiger als die durch chemischphysikalische Umwandlung verfestigten bekannten Dünnpapiere ist. Der Druck und das Verkleben des Beschichtungsmateriales mit dem plattenförmigen Werkstoff aus Holz kann auf den für duroplastische Dekorfolien bekannten Druckmaschinen und Folienbeschichtungsanlagen erfolgen. Dabei ist beim Verkleben von besonderem Vorteil, daß das Beschichtungsmaterial mit den an sich für die Verarbeitung duroplastischer Dekorfolien bekannten und in der DDR entwickelten Klebstofftypen, z. B. Wilbra FR, auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt werden kann.
Die Erfindung liegt somit insbesondere in der Abfolge und Komination von Verfahren aus unterschiedlichen technologischen Bereichen zur Herstellung des dekorativen bedruckten bzw. eingefärbten Papierverbundes, seiner Verwendung zur Herstellung von Möbelbauteilen und wird ergänzt durch die Kennzeichnung des Verfahrens zu seiner Herstellung. Die Verwendung der Extrusionsbeschichtung zur Herstellung des Beschichtungsmateriales war nicht naheliegend, da das Beschichten von Papieren zur Oberflächenbeschichtung von plattenförmigen Werkstoffen aus Holz durch Lackierung und die Extrusionsbeschichtung von Papieren, z. B. zur Herstellung von dekorativen abwaschbaren Wandbelägen, unterschiedlichen technologischen Bereichen angehören. Es war überraschend, daß das Beschichtungsmaterial auf bekannten Folienbeschichtungsanlagen auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt werden kann. Darüber hinaus war nicht zu erwarten, daß das extrem leichtgewichtige Beschichtungsmaterial den Anforderungen beim Verkleben auf eine Spanplatte genügt und damit der Papierverbund als Möbelbauteil auch für „sichtbare Außenflächen" der Möbel geeignet ist Die Erfindung wird nachstehend an Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei erfolgt die Bestimmung der in den Beispielen genannten Flächengewichte der beschichteten Substrate an Proben aus dem mittleren Bereich der Warenbahn.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Ein holzhaltiges Spezialpapier mit einer geleimten glatten Oberfläche, einem weitestgehend ungeleimten Kern und einer geleimten rauhen Oberfläche, das eine Leimungszahl von 13 besitzt, wird auf der geleimten glatten Oberfläche in dem Tiefdruckverfahren mit einem Dekor bedruckt. Anschließend wird auf der bedruckten Seite im Extrusionsbeschichtungsverfahren ein durchsichtiger thermoplastischer Kunststoff-Film aus Hochdruckpolyäthylen, das eine Dichte von 0,919g/cm3 aufweist, mit einem Glanzgrad von 7 aufgebracht.
Das Flächengewicht (g/m2) des so erhaltenen extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmateriales setzt sich wie folgt zusammen: Spezialpapier 65,0 g/m2
Dekordruck 2,5 g/m2
Hochdruck-
polyethylenschicht 22,5 g/m2
90,0 g/m2
Das auf Rolle gewickelte Beschichtungsmaterial wird auf bekannten Folienbeschichtungsanlagen durch Kaltkaschierung bei
5O0C mit der geleimten rauheren Oberfläche mittels eines wäßrigen Klebstoffes auf der Grundlage von PVAC-Dispersionen auf eine Hartfaserplatte aufgeklebt. Der Klebstoff besitzt einen Wasseranteil von 40% und der Klebstoffauftrag beträgt 30g/m2. Der Papierverbund ist zur Anwendung als Möbelbauteil für Rückwände der Möbel geeignet.
Beispiel 2 Ein holzhaltiges Spezialpapier gemäß Beispiel 1 wird auf der geleimten glatten Oberfläche mit einem deckenden weißen Fond
bedruckt.
Anschließend wird auf die bedruckte Seite im Extrusionsbeschichtungsverfahren ein durchsichtiger thermoplastischer Kunststoff-Film aus weiß eingefärbten Niederdruckpolyethylen, das eine Dichte von 0,941 g/cm3 aufweist, mit einem Glanzgrad von 10 aufgebracht. Das Flächengewicht (g/m2) des extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmateriales setzt sich wie folgt zusammen:
Spezialpapier 65 g/m2
Fonddruck 5 g/m2
eingefärbtes Ni»der-
druckpolyethy. ι 25g/m2
95 g/m2
Das auf Rollen gewickelte Beschichtungsmaterial wird auf bekannten Folienbeschichtungsanlagen durch Kaltkaschierung bei 6O0C mit der geleimten rauheren Oberfläche mittels eines wäßrigen Klebstoffes auf der Grundlage von PVAC-Dispersionen auf eine Hartfaserplatte aufgeklebt.
Der Klebstoff besitzt einen Wasseranteil von 50% und der Klebstoffauftrag beträgt 50g/m2.
Der Papierverbund ist zur Anwendung als Möbelbauteil für Rückwände der Möbel geeignet.
Beispiel 3
Ein holzhaltiges Spezialpapier gemäß Beispiel 1 wird auf der geleimten glatten Oberfläche mit einem Dekor bedruckt. Anschließend wird auf die bedruckte Seite im Extrusionsbeschichtungsverf ahren ein durchsichtiger thermoplastischer Kunststoff-Film aus Polypropylen, das eine Dichte von 0,91 g/cm3 aufweist, mit einem Glanzgrad von 12 aufgebracht. Das Flächengewicht (g/m2) des so erhaltenen extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmateriales setzt sich wie folgt zusammen:
Spezialpapier 65,0 g/m2
Dekordruck 2,5 g/m2
Polypropylenschicht 27,5 g/m2 95,0 g/m2
Das auf Rolle gewickelte Beschichtungsmaterial wird auf bekannten Folienbeschichtungsanlagen durch Heißkaschierung bei 800C mit der geleimten rauheren Oberfläche mittels eines wäßrigen Klebstoffes auf der Grundlage von Harnstoff-Formaldehyd-Harzen auf eine Spanplatte aufgeklebt und dabei mit einer Prägetiefe, die 75% der Schichtdicke des Beschichtungsmateriales beträgt, geprägt
Der Papierverbund ist zur Anwendung als Möbelbauteil für Frontflächen der Möbel geeignet.

Claims (12)

1. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen, bestehend aus einem extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmaterial auf thermoplastischer Grundlage und einem plattenförmigen Werkstoff aus Holz, wobei sich das Beschichtungsmaterial aus einem Spezialpapier mit einem Flächengewicht von 30 bis 70g/m2 und einem thermoplastischen Kunststoff-Film mit einem Flächengewicht von 15 bis 30 g/m2 zusammensetzt, dadurch gekennzeichnet, daß das Spezialpapier eine geleimte glatte Oberfläche, einen weitestgehend ungeleimten Kern, in dem die Hohlräume weitestgehend durch Klebstoff ausgefüllt sind, und eine geleimte rauhere Oberfläche besitzt, wobei der thermoplastische Kunststoff-Film auf die geleimte glatte Oberfläche aufgebracht und das Beschichtungsmaterial mit der geleimten rauheren Oberfläche auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt ist.
2. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leimungszahl des Spezialpapieres 10-15 beträgt.
3. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengewicht des thermoplastischen Kunststoff-Filmes 25 bis 50% des Flächengewichtes des Spezialpapieres beträgt.
4. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Spezialpapier unifarben oder mit einem Dekor bedruckt ist.
5. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der thermoplastische Kunststoff-Film aus Polyolefin, Polyester, Polyurethan, Polyvinylchlorid, Ethen-Vinylacetat-Copolymerisat und bzw. oder Polyamid besteht.
6. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der thermoplastische Kunststoff-Film einen unterschiedlichen Glanzgrad aufweist.
7. Dekorativer bedruckter bzw. eingef&rbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der thermoplastische Kunststoff-Film eingefärbt ist.
8. Dekorativer bedruckter bzw. eingefärbter Papierverbund zur Herstellung von Möbelbauteilen nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß sich zwischen dem beschichteten bzw. bedruckten eingefärbten Spezialpapier und dem thermoplastischen Kunststoff-Film eine Primerschicht befindet.
9. Verfahren zur Herstellung eines bedruckten bzw. eingefärbten Papierverbundes nach Anspruch 1 bis 8, durch Extrusionsbeschichtung des Spezialpapieres mit dem thermoplastischen Kunststoff-Film und Verkleben des so erhaltenen extrem leichtgewichtigen Beschichtungsmateriales auf thermoplastischer Grundlage mit dem plattenförmigen Werkstoff aus Holz unter Anwendung von Druck und Wärme sowie eines wäßrigen Klebstoffes, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spezialpapier, auf dessen geleimter glatten Oberfläche ein thermoplastischer Kunststoff-Film aufgebracht ist und dessen Kern weitestgehend ungeleimt ist, mit der geleimten rauheren Oberfläche auf einen plattenförmigen Werkstoff aus Holz aufgeklebt wird, wobei der Klebstoff in das Papiergefüge eindringt und unter Druck und Wärme eine Verfestigung des Papierkernes erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein wäßriger Klebstoff auf der Grundlage von PVAC-Dispersionen bzw. Harnstoff-Formaldehyd-Harzen eingesetzt wird, der einen Wasseranteil von 40 bis 60% besitzt und die eingesetzte Klebstoffmenge 60 bis 100% des Flächengewichtes des Spezialpapieres beträgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Beschichtungsmaterial auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz bei Temperaturen 200C bis 300C unterhalb des Schmelzbereiches des thermoplastischen Kur.ststoff-Filmes aufgebracht wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Papierverbund nach dem Aufbringen auf den plattenförmigen Werkstoff aus Holz in Verbindung mit dem Prozeß des Verklebens mit einer mittleren Tiefe, die 70 bis 80% der Schichtdicke des Beschichtungsmateriales beträgt, geprägt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006007869A1 (de) * 2006-02-17 2007-08-30 Jowat Ag Verfahren zur Kaschierung von Kunststoffolien auf Holzwerkstoffsubstraten, insbesondere zur Erzeugung von Hochglanzoberflächen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006007869A1 (de) * 2006-02-17 2007-08-30 Jowat Ag Verfahren zur Kaschierung von Kunststoffolien auf Holzwerkstoffsubstraten, insbesondere zur Erzeugung von Hochglanzoberflächen
US8506742B2 (en) 2006-02-17 2013-08-13 Jowat Ag Method for laminating plastic films with wood-base substrates, in particular for producing high-gloss surfaces

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