DD293743A5 - Verfahren zur verbesserung des flotationserfolges bei der flotativen aufbereitung leicht loeslicher salze - Google Patents

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Helmut Koehler
Wolfgang Schmidt
Burkhard Schulze
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Veb Kalibetrieb Zielitz,De
Veb Kalibetrieb Suedharz,De
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Abstract

Die Erfindung beinhaltet ein Verfahren zur Verbesserung des Flotationserfolges bei der flotativen Aufbereitung leicht loeslicher Salze. Die Erfindung betrifft die Aufbereitung leicht loeslicher Salze durch Flotation in konzentrierten Elektrolytloesungen als Tragloesungen unter Verwendung bekannter Sammlerreagenzien. Erfindungsgemaesz werden zur Steigerung des Ausbringens und zur Verbesserung des Flotationsverfahrens zu Beginn des Aufbereitungsprozesses anorganische Modifikatorreagenzien als Sulfate und/oder Chloride des Aluminiums und/oder Eisens in reiner Form oder in Mischungen dieser Salze oder in Form diese Verbindungen enthaltender Doppelsalze in Mengen von 5-50 g/t zugesetzt. Die Zugabe erfolgt zweckmaeszigerweise geloest in Wasser oder in Elektrolytloesungen.{Flotation; Salze; Aufbereitung; Elektrolytloesungen; Modifikatorreagenzien; Aluminiumverbindungen; Eisenverbindungen; Chloride; Sulfate}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft die Flotation leichtlöslicher Salze, insbesondere die flotative Gewinnung von Sylvin, Haltt und Kieserit aus Rohsalzen bzw. aus Verarbeitungsrückständen zur Herstallung chemischer Produkte.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei den in Betracht zu ziehenden flotativen Aufbereitungsverfahren werden die ar gestrebten Ziele, aus minderwertigen Feststoffen, die auch Rückstände anderer verfahrenstechnischer Prozesse sein können, mittels geeigneter Vorgänge und Handlungen hochwertige Produkte in maximaler Ausbeute zu gewinnen, u.a. durch reagensbestimmte Maßnahmen erreicht. Flotationsreagenzien dienen dem abgestimmten Hydrophobieren und Hydrophilieren einzelner Komponenten der Ausgangsprodukte. Dadurch werden die zum Trennen erforderlichen Merkmalsunterschiede geschaffen. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die sogenannten Regler- oder Modifikationsreagenzien, die wichtig« steuernde Funktionen ausüben. In Übereinstimmung mit H.SCHUBERT (Aufbereitung fester mineralischer Rohstoffe, Bd. II, Leipzig 1979) haben diese Reagenzien die Aufgabe der Hydrophilierung der Feinstschlammteilchen und im Zusammenhang damit des Beseitigens von Schlammüberzügen auf den Wertstoffteilchen, des Verminderns der Absorptionsaktivität der Schlammteilchen für die Sammlerreagenzien sowie des selektiven Flockens der Schlämme.
Für diese Aufgaben sind eine Vielzahl von chemischen Verbindungen für die Flotation löslicher Salze bekannt geworden, die als Besonderheit eine Wirkung in gesättigten Salzlösungen aufweisen müssen.
Vielfach sind die makromolekularen Modifikatorreagenzien gleichzeitig Flockungsmittel. So sind als Schlammdrücker Stärkeprodukte (nach DE 931 703 und DE 1008221), Karboxymethylzellulose (nach DE 917361, DE 1016653), Polyacrylamidprodukte (beispielsweise in DD 21241) sowie Guar-Derivate (DD 108043, DE 919703, DE 947453, DE 2309583, US 2952358, US 3805951) bekannt. Auch Lignosulfonate soilen derartige Wirkungen entfalten (SU 390834, US 2846068). Es sind jedoch mit den verschiedenen Harzen (SU 959830, SU 971481) und anderen organischen Substanzen (z.B. Sulfitablauge nach DD 156577) weitere Reagenzien vorgeschlagen worden, die den vorher genannten und weit verbreiteten Gruppen nicht angehören. Anorganische Zusätze, wie NaOH, Na2CO3, KHCO3, Kalk, Wasserglas, Natriumhexametaphosphat sind in der Kalisalzflotation bisher nicht zum Einsat/ gelangt. Dies hängt mit der Zusammensetzung der verwendeten Traglösungen zusammen, die konzentrierte Elektrolyiläsungen darstellen. Vorgeschlagen wurde bisher lediglich im DD WP 38073 die Zugabe von Kaliumhexacyanoferrat (II) zur Verbesserung der flotativen Anreicherung von Kalirohsalzen.
Ziel dor Erfindung
Es ist das Ziel der Erfindung, den Flotationsprozeß leichtlöslicher Salze so zu verbessern, daß ein höheres Wertstoffausbringen bei gleichbleibender Produktqualität erreicht wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Es ist die technische Aufgabe zu lösen, die Wertstoffanreicherung in einem bestehenden flotativen Aufbereitungsprozeß leichtlöslicher Salze in konzentrierten Elektrolytlösungen insbesondere unter den Bedingungen hoher MgCI2-Gehalte in diesen Lösungen zu aktivieren.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß den Flotationsaufgabetrüben Aluminium- und/oder Eisenverbindungen letztere in 2- und 3wertiger Form als Sulfate und/oder Chloride und deren Mischungen gelöst in Wasser bzw. in Lösungen der im Aufgabengut erhaltenen Mineralien zugesetzt werden. Neben den reinen Salzen und deren Mischungen sind
auch Doppelsalze, die diese Salze enthalten, wie beispielsweise die Alaune verwendbar. Überraschend wurde gefunden, daß der Zusatz fremder Ionen, wie sie die Aluminium- und Eisenverbindungen darstellen, offensichtlich aufgrund ihres Hydratationsverhaltens in den konzentrierten Elektrolytlösungen der Salztrüben die ausbringenssteigernde Wirkung entfalten. Die Zusammensetzung der Traglösungen hat hierbei keine Bedeutung. Als besonderer Vorteil stellt sich die Wirksamkeit in Lösungen mit hohen MgCI2-Konzentrationen heraus.
Der Zusatz der erfindungsgemäßen Modifikatorlösungen erfolgt möglichst zu Beginn des in der RegH mehrstufigen Anreicherprozesses in der für den Prozeß erforderlichen Gesamtmenge. Die notwendige spezifische Menge beträgt 5-5Og Modifikatorsubstanz pro Tonne Aufgabegut. Die Konzentration der Modifikatorlösung ist für die Wirkung des Zusatzstoffes ohne Belang.
Eine Wirkungssteigerung kann durch die Gewährleistung einer ausreichenden Agitationszeit der Dauer von 1 bis 15 min, vorzugsweise von 2 bis 5 min erzielt werden. Die erfindungsgemäßen Modifikatorreagenzien entfalten ihre Wirkung in der Mineralsalzflotation unabhängig von der Art und den Eigenschaften der verwendeten Sammler z. B. deren lonogenität. Negative Auswirkungen auf nachfolgende Prozeßstufen, beispielsweise Entfeuchtung oder Schritte einer Produktveredelung treten nicht in Erscheinung.
Ausführungsbeispiele
In den nachfolgenden Ausführungsbeispielen soll die Erfindung näher veranschaulicht werden, ohne sie dadurch einzuschränken.
Ausführungsbeispiel 1
Aus einem carnallithaltigen sylvinitischen Rohsalz wird unter Einsatz von 65g Rofamin pro t Rohsalz ein Kalidüngesalz durch Flotation in einer Lösung mit 120g MgCI2/! gewonnen.
Der Trübe wird vor Beginn des Flotationsvorganges eine Lösung von Aluminiumsulfat in Traglösung (Konzentration: 1 %) zugesetzt. Die erzielten Resultate zeigt nachstehende Tabelle:
tAgit. 1 min Rc 5min Rc
AI2(SO4I3 Cc 83,2 Cc 83,2
_ 44,5 84,4 44,5 85,9
10 g/t 44,4 84,1 45,0 86,7
25 g/t 43,3 84,6 44,7 86,7
50 g/t 43,1 45,1
Der Modifikatorzusatz sowie die gewährte Konditionierung bewirken, wie die Tabelle belegt, eine spürbare Steigerung des Wertstoffausbringens Rc bei der Sicherung der Produktqualität cc.
Ausführungsbeispiel 2
Das sylvinitische Rohsalz aus Beispiel 1 wird unter Einsatz einer Lösung von Eisen-ll-chlorid in Wasser (30g/l) als Modifikatorzusatz flotiert. Die Agitation des Modifikators wird für die Dauer von 2 min vor Flotationsbeginn vorgenommen. Bei unveränderten Anreicherungsverhältnissen in den einzelnen Flotationsstufen sind die Wertstoffverluste in den '(ückstandsprodukten bei Modifikatoreinsatz niedriger als ohne Zusatz. Mit dem Eisenchlorid-Zusatz ist eine Ausbringenserhöhung um 1,7%zu erreichen.
Ausführungsbeispiel 3
Im flotativen Verarbeitungsgang des Sylvinit-Rohsalzes aus Beispiel 1 wird als zusätzliches Modifikatorreagens aus der Gruppe der Alaune das Kalialaun KAI(SO4I2 12 H2O verwendet. Es wird dazu eine wäßrige Lösung bereitet und der Trübo zudosiert. Mit Einsatz einer spezifischen Menge von 35g/t steigt das Wertstoffausbringen von 83,2% auf 85,7%. Das anfallende Konzentrat entspricht den Anforderungen an das Produkt.
Ausführungsbeispiel 4
Bei der Flotation eines Hartsalzes mit einem Wertstoffgehalt von 13,0% K2O und einem Gehalt an Unlöslichem zwischen 0,9 und 1,7% tritt durch die Zugabe einer einprozentigen, wäßrigen Aluminiumsulfatlösung in einer spezifischen Menge von 25g/t eine Ausbringensverbesserung von 62,0% auf 64,2% ein. Die Konzentratgehalte bleiben damit mit 26,1 % K2O und 26,3% K2O unverändert. Die Modifikatorlösung wird dem Flotationsaufgabegut vor der Sammlerlösung zugesetzt. In den nachfolgenden Stufen der Produktveredelung gibt es keine Probleme.
Ausführungsbeispiel 5
Der Verarbeitungsrückstand eines halurgischen Prozbsses enthält neben HaMt u. a. nutzbare Mengen von Kieserit. Unter Einsatz eines sulfierten anionischen Sammlers (z. B. Veltanol) wird in einer konzentrierten Elektrolytlösung der Kiesorit ausgeschwommen. Neben dem verwertbaren Kieserit-Konzentrat fällt Natriumchlorid in einer anspruchsvollen Qualität an. Auch hier zeigt .'.ich die positive Wirkung des erfindungsgemäßen Modifikatorreagens-Zusatzes. Der Zusatz von 10g Aluminiumsulfat pro t Aufgabogut verbessert durch einen gesteigerten Austrag des Sulfat-Konzentrates die Reinheit des Natriumchlorids um 0,6% NaCI.

Claims (4)

1. Verfahren zur Verbesserung des Flotationserfolges bei der flotativen Aufbereitung leicht löslicher Salze in einem ein- oder mehrstufigen Prozeß in konzentrierten Elektrolytlösungen als Traglösung unter Zugabe der für das Ausschwimmen vorgesehenen Sammlerreagenzien, dadurch gekennzeichnet, daß der Flotationsaufgabetrübe Aluminum- und/oder Eisenverbindungen als Sulfate oder Chloride und deren Mischungen auch in Form diese Verbindungen enthaltender Doppelsalze als Lösung in Wasser oder in wäßrigen Lösungen der im Aufgabegut enthaltenen Mineralien zu Beginn des Anreicherprozesses zugesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßrige Lösung vorzugsweise die im Flotationsprozeß verwendete Traglösung eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zugesetzten Modifikatorverbindungen in spezifischen Mengen von 5 bis 50g/t Aufgabegut zum Einsatz kommen.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flotationstrübe zu Beginn des Prozesses unter Zugabe der Modifikatoren bei einer Agitationszeit von 1 bis 15 min, vorzugsweise 2 bis 5min, konditioniert wird.
DD33998490A 1990-04-23 1990-04-23 Verfahren zur verbesserung des flotationserfolges bei der flotativen aufbereitung leicht loeslicher salze DD293743B5 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN101554618B (zh) * 2009-05-08 2013-03-27 国投新疆罗布泊钾盐有限责任公司 从含七水硫酸镁的混盐中正浮选提取七水硫酸镁的工艺

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CN101554618B (zh) * 2009-05-08 2013-03-27 国投新疆罗布泊钾盐有限责任公司 从含七水硫酸镁的混盐中正浮选提取七水硫酸镁的工艺

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