DD294522A5 - Kratzenrauhmaschine - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Kratzenrauhmaschine fuer textile Warenbahnen. Ausgehend vom Ziel der Erfindung, den Aufwand fuer das AEndern des Verhaeltnisses von der einen zu der anderen Art von Kratzenwalzen zu verringern, liegt ihr die Aufgabe zugrunde, saemtliche in jeder Rauhwalzeneinheit gelagerten Kratzenwalzen anzutreiben. Diese Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz an der Peripherie der Tambourscheiben Lager fuer die Aufnahmen angeordnet sind, dasz in jeder Aufnahme eine mit einem Antrieb verbundene Welle gelagert ist und dasz in jeder der beiden Aufnahmen einer Rauhwalzeneinheit eine Antriebsverbindung zwischen der angetriebenen Welle und wenigstens einer Kratzenwalze einer Walzenart besteht. Fig. 2{Kratzenrauhmaschine; Tambour; Kratzenwalze; Arten von Kratzenwalzen; Veraenderung des Verhaeltnisses der einen Art zu der anderen Art von Kratzenwalzen; Antrieb der Kratzenwalzen}
Description
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft eine Kratzenrauhmaschine für textile Warenbahnen.
Zur Erreichung eines Rauheffektes ist eine Relativgeschwindigkeit zwischen dan angetriebenen Kratzenwalzen (Gegenstrichwalzen und/oder Strichwalzen) und der zu rauhenden textlien Warenbahn erforderlich. Diese Relativgeschwindigkeit wird zusätzlich durch den Antrieb des Tambours beeinflußt.
Es ist bereits eine Kratzenrauhmaschine bekannt (DE-OS 3923611), bei d6r im Tambour mehrere mit Kratzenwalzen bestückte Rauhwalzeneinheiten angeordnet sind. Entsprechend einer Ausführungsform weisen diese Rauhwalzeneinheiten in beiderends vorgesehenen Aufnahmen jeweils zwei Kratzenwalzen der einen Walzenart und eine Kratzenwalze der anderen Walzenart auf. Damit ist es möglich, durch das Drehen und anschließende Arretieren der Rauhwalzeneinheiten das Verhältnis von Gegenstrichwalzen zu Strichwalzen zu ändern, beispielsweise von 1:1 auf 3:1, wenn in jeder Rauhwalzeneinheit zwei Gegenstrichwalzen und eine Strichwalze gelagert sind, oder nur mit Gegenstrichwalzen zu rauhen. In der bevorzugten Ausführungsform sind jedoch nur die sich in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen angetrieben, was bei einer Änderung des Verhältnisses von Gegenstrich-zu Strichwalzen und der damit verbundenen Schaffung des erforderlichen Antriebes der sich nunmehr in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen zu einem relativ hohen Aufwand führt.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, den Aufwand für das Ändern des Verhältnisses von der einen zu der anderen Art von Kratzenwalzen zu verringern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, sämtliche(in jeder Rauhwalzeneinheit gelagerten Kratzenwalzen anzutreiben.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an der Peripherie der Tambourscheiben Lager für die Aufnahmen angeordnet sind, daß in jeder Aufnahme eine mit einem Antrieb verbundene Welle gelagert ist und daß in jeder der beiden Aufnahmen einer Rauhwalzeneinheit eine Antriebsverbindung zwischen der angetriebenen Welle und wenigstens einer Kratzenwalze einer Walzenart besteht.
Zweckmäßige und weiterhin vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes gehen aus den dem ersten Anspruch folgenden Patentansprüchen hervor.
Durch die erfindungsgemäße Lösung ist es möglich, relativ schnell einen Wechsel des Verhältnisses der einen zu der anderen Art von Kratzenwalzen vornehmen zu können.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigt
Fig. 1: eine schematische Querschnittsdarstellung einer Kratzenrauhmaschine, Fig.2: eine öchematische Darstellung des Antriebes der Kratzenwalzen, Fig.3: einen Schnitt A-A nach Figur 2 und Fig.4: einen Schnitt B-B nach Figur 2.
Wie aus Fig. 1 und Fig. 2 zu entnehmen ist, besitzt der zur Kratzenrauhmaschine gehörende Tambour im wesentlichen eine in den Lagerstellen 1 des Maschinengestell gelagerte Tambourwelle 2 mit zwei Tambourscheiben 3 und einem Tambourantriebsgetriebe 4 sowie an der Peripherie der Tambourscheiben 3 mehrere gelagerte Rauhwalzeneinheiten 5. Zu jeder Rauhwalzeneinheit 5 gehören unter anderem zwei Aufnahmen 5.1, in denen drei angetriebene Kratzenwalzen 6-zwei Gegenstrichwalzen 6.1 und eine Strichwalze 6.2 - gelagert sind. Bei beispielsweise einer Kratzenrauhmaschine mit vierundzwanzig sich in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen 6 (Fig. 1) ist der Tambour mit zwölf Rauhwalzeneinheiten 5 und bei einer Kratzenrauhmaschine mit zweiunddreißig sich in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen 6 ist der Tambour mit sechzehn Rauhwalzeneinheiten 5 bestückt. Als die sich in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen 6 werden diejenigen betrachtet, die sich auf dem Teilkreis 6.3 befinden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung weiterer zur Kratzenrauhmaschine gehörender Baugruppen, wie Gestell, Warenbahnführung etc., verzichtet. Ebenfalls wurden aus Gründen der Übersichtlichkeit von den in der Kratzenrauhmaschine vorhandenen Rauhwalzeneinheiten 5 in Fig. 2 lediglich zwei gezeigt, und zwar, um einmal den Antrieb der Gegenstrichwalzen 6.1 - rechte Seite der Fig. 2 - und zum anderen den Antrieb der Strichwalzen 6.2- linke Seite der Fig.2 - übersichtlicher darstellen zu können, wobei von der in Fig. 1 gezeigten Anordnung der Rauhwalzeneinheiten 5 in Fig.2 abgewichen wurde.
In den folgenden Darlegungen zum Ausführungsbeispiel wird dabei auf den Antrieb dieser in Fig. 2 gezeigten Kratzenwalzen 6 eingegangen. Für die übrigen Rauhwalzeneinheiten 5 liegt die Analogie zu den beiden gezeigten Rauhwalzeneinheiten 5 und den darin gelagerten Kratzenwalzen 6 einschließlich ihres Antriebes vor. Es sei ferner darauf verwiesen, daß von den zwei Gegenstrichwalzen 6.1 und der einen Strichwalze 6.2 pro Rauhwalzeneinheit 5 in der oberen in Fig. 2 dargestellten Rauhwalzen6inheit 5 lediglich zwei Gegenstrichwalzen 6.1 und in der unteren in dieser Fig. 2 dargestellten Rauhwalzeneinheit 5 lediglich eine Gegenstrichwalze 6.1 und eine Strichwalze 6.2 eingezeichnet sind.
An der Peripherie der beiden Tambourscheiben 3 befinden sich Lagerstellen 7 für die Aufnahmen 5.1. In diesen Lagerstellen 7 sind ου Rauhwalzeneinheiten 5 gemeinsam oder getrennt voneinander schwenkbar und durch jeweils eine Arretiervorrichtung 8 gegenüber der (den) Tambourscheibe(n) 3 in ihrer Lage fixierbar. Durch das Schwenken der Rauhwalzeneinheiten 5 ist es möglich, das Verhältnis von sich in Arbeitsstellung befindenden Gegenstrichwalzen 6.1 zu Strichwalzen 6.2 zu ändern, wie es beispielsweise aus der nachstehenden Aufstellung ersichtlich ist.
(im Uhrzeigersinn gesehen)
3:1 G-G-G-S-...
1:1 G-S-G-S-...
24:0 G-G-G-G-...
(G:0)
bei vierzundzwanzig sich in Arbeitsstellung befindenden Gegenstrichwalzen 6.1
die Gegenstrichwalze 6.1 den Antriebszapfen 6.11 auf der einen Seite und den Zapfen 6.12 auf ihrer Gegenseite und die
den Antriebszapfen 6.11 und 6.21 fest angeordnete Riemenscheiben 9 sowie auf dem Zapfen 6.12 einer der beiden in jeder
antriebsseitige Verbindung von den Antriebsscheiben 14 zu den Riemenscheiben 12 erfolgt durch einen Riementrieb 15 undzwischen den Riemenscheiben 13 und den auf den Antriebszapfen 6.11 und 6.21 der Rauhwalzen 6 angeordneten
erster Riementrieb 16 jeweils die auf der Welle 11 und die auf den Antriebszapfen 6.11 der beiden Gegenstrichwalzen 6.1angeordneten Riemenscheiben 9 auf einem Teil ihres Umfanges.
die auf der anderen Welle 11 der Rauhwalzeneinheit 5'est angeordnete Riemenscheibe 13 und die auf dem Antriebszapfen 6.21·der Strichwalze 6.2 fest angeordnete Riemenscheibe 9 und die auf dem Zapfen 6.12 der Gegenstrichwalze 6.1 lose mitlaufende
Die textile Warenbahn 18 wird durch eine am Eingang und eine weitere am Ausgang der Kratzenrauhmascnine angeordnete Zugwalze 17 über den Tambour geführt und aufgrund der zwischen der Transportgeschwindigkeit der textlien Warenbahn 18 und der Umfangsgeschwindigkeit der sich in Arbeitsstellung befindenden Kratzenwalzen 6 vorhandenen Differenzgeschwindigkeit gerauht. Die Differenzgeschwindigkeit wird dabei durch den Antrieb der Kratzenwalzen 6 wie auch durch die Rotationsbewegung des Tambours beeinflußt. Die Bewegungsrichtung der textlien Warenbahn 18 ist in Fig. 1,3 und 4 durch Pfeile dargestellt. Dieses trifft auch auf die in Fig. 1 gezeigte Drehrichtung des Tambours zu, wobei der Pfeil mit der unterbrochenen Linie die Drehrichtung des Tambours beim sogenannten Gegenrauhen darstellt. Die Kratzenwalzen 6 werden wie folgt angetrieben:
Für den Antrieb der Gegenstrichwalzen 6.1 und den der Strichwalzen 6.2 ist jeweils zwischen der Riemenscheibe 14 und den Riemenscheiben 12 eine kraftschlüssige Leistungsübertragung durch einen Riementrieb 15 zu den in den Aufnahmen 5.1 gelagerten Wellen 11 vorhanden. Zwischen der auf der Welle 11 einer jeden gegenstrichwalzenantriebsseitigen Aufnahme 5.1 angeordneten Riemenscheibe 13 und den auf den Antriebszapfen 6.11 der zu dieser Rauhwalzeneinheit 5 gehörenden Gegenstrichwalzen 6.1 angeordneten Riemenscheiben 9 ist die kraftschlüssige Leistungsübertragung durch den Riementrieb gebildet (Fig.3).
Für den Antrieb der Strichwalzen 6.2 (Fig. 4) ist zwischen der auf der Welle 11 einer jeden strichwalzenantriebsseitigen Aufnahme 5.1 angeordneten Riemenscheibe 13 und den auf den Antriebszapfen 6.21 derzu dieser Rauhwalzeneinheit 5 gehörenden Strichwalzen 6.2 angeordneten Riemenscheiben 9 die kraftschlüssige Leistungsübertragung durch den Riementrieb 16 gebildet. Um denselben Umschlingungswinkel auch auf der Antriebsseite der Strichwalze 6.2 zu besitzen, befindet sich in dieser Antriebsverbindung eine lose auf dem Zapfen 6.12 der Gegenstrichwalze 6.1 gelagerte Riemenscheibe Im Ausführungsbeispiel wurden als Antriebselemente die Riementriebe 15,16 genannt. Hierbei können vorzugsweise Keil- und/oder Zahnriemen oder aber auch andere Übertragungselemente, auch in Kombination mit den vorstehend genannten Übertragungselementen, Anwendung finden. Auf die Darstellung der Spannelemente für Riementriebe 15,16 wurde ebenfalls aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
Der Antrieb der Gegenstrichwalzen 6.1, der Strichwalzen 6.2, des Tambours und der Zugwalzen 17 kann sowohl durch einen gemeinsamen Motor, aber auch durch gesonderte regelbare Motoren erfolgen. Insbesondere sind die Antriebe der Gegenstrichwalzen 6.1 und der Strichwalzen 6.2 getrennt voneinander regel- beziehungsweise steuerbar. Ohne von der Erfindung abzuweichen, ist es ferner möglich, daß jede Rauhwalzeneinheit 5 anstelle von zwei Gegenstrichwalzen 6.1 und einer Strichwalze 6.2 mit einer Gegenstrichwalze 6.1 und zwei Strichwalzen 6.2 bestückt ist. Ferner ist es auch möglich, die Rauhwalzeneinheit 5 so zu gestalten, die Rauhwalzeneinheit 5 mit einer anderen Anzahl von Gegenstrichwalzen 6.1 und Strichwalzen 6.2 zu bestücken.
Eine weitere Möglichkeit wird darin gesehen, daß die unterschiedliche Walzenart auch darin bestehen kann, daß Gegenstrichwalzen 6.1 oder Strichwalzen 6.2 mit unterschiedlichem Kratzenbeschlag versehen sind.
Claims (3)
1. Kratzenrauhmaschine für textile Warenbahnen mit wenigstens einem angetriebenen Tambour, wobei im Tambour mehrere, dreh- und arretierbar gelagerte Rauhwalzeneinheiten angeordnet sind, welche in beiderends vorgesehenen Aufnahmen gelagerte Kratzenwalzen unterschiedlicher Walzenart aufweisen, und je Walzenart ein gesonderter Antrieb vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß an der Peripherie der Tambourscheiben (3) Lager (7) für die Aufnahmen (5.1) angeordnet sind, daß in jeder Aufnahme (5.1) eine mit einem Antrieb verbundene Welle (11) gelagert ist und daß in jeder der beiden Aufnahmen (5.1) eine Rauhwalzeneinheit (5) eine Antriebsverbindung (9,13,16) zwischen der angetriebenen Welle (11) und wenigstens einer Kratzenwalze (6) einer Walzenart besteht.
2. Kratzenrauhmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Antriebsverbindung (9,13,16) die WeIIe(H), mindestens eine Kratzenwalze (6) und mindestens eine frei drehbare auf einer Drehachse einer weiteren Kratzenwalze (6) angeordnete Scheibe (10) einbezogen sind.
3. Kratzenrauhmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (11) zentrisch in der Aufnahme (5.1) gelagert ist.
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