DD294786A5 - Einrichtung zur erfassung der startleistung in den leichtathletischen laufdisziplinen beim tiefstart - Google Patents
Einrichtung zur erfassung der startleistung in den leichtathletischen laufdisziplinen beim tiefstart Download PDFInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erfassung der Startleistung in den leichtathletischen Laufdisziplinen beim Tiefstart. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine zweidimensionale Reaktionskraftmessung fuer beide Beine getrennt voneinander wesentliche Einfluszfaktoren fuer die Startleistung zu ermitteln. Dies wird erfindungsgemaesz dadurch erreicht, dasz an der dem Laeufer abgewandten Seite der Trittplatte ein mit einer geformten Durchtrittsoeffnung versehenes und mit einer elektronischen Auswerteschaltung gekoppeltes Mehrkomponenten-Kraftmeszelement fest angeordnet ist, welches ueber die gleichfalls im Bereich der Durchtrittsoeffnung geformte Achse sowie dem Feststellelement mit dem Mittelsteg verbunden ist. Figur{Leichtathletik; Tiefstart; Messung; Kraft; Zeit; Startblock; Trittplatte; Kraftmeszelement, zweidimensional; Achse, geformt}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erfassung dor Startleistung in den leichtathletischen Laufdisziplinen beim Tiefstart.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannt ist ein variabler Sprinter-Startblock für Links- und Rechtsstarter, wobei kein Umbau des Startblockes netwendig ist und eine stufenlose Befestigung gewährleistet ist (DE-OS 2645837).
Die Schräglage der Startklotzebene in Stufen oder stufenlos zu verstellen, ist ebenfalls bekannt (DE-OS 2507468).
Weiterhin bekannt ist ein Leichtathletik-Startblock, bestehend aus einer mit Feststellelementen versehenen Schiene sowie an dieser befestigbaren Trittflächen, wobei die Schiene am vom Läufer abgekehrten Ende ein Querstück mit Rutschsicherungen aufweist, daß zwei beidseitig an der Schiene befestigbare Trittflächen, auf einer einstückigen Halterung und parallel zum Querstück angeordnet sind (DE-OS 3403759).
Die Halterung ist mit Hilfe von Last- oder Feststellelementen auf der Schiene feststellbar. Die Schiene weist an dem Läufer zugewandten Ende eine dritte Trittfläche auf.
Bekannt sind Vorrichtungen zur Fehlstartsignalisation, wobei der Zeitpunkt des Startblockverlassens im Vergleich zum Startsignal gemessen und in Kombination mit einer Videobildaufzeichnung der Fehlstai ter signalisiert wird.
Die Nachteile aller bekannten Startblöcke sind:
- eine Messung der Bodenreaktionskräfte des Sportlers ist nicht möglich
- der Kraft-Zeit-Verlauf beim Startvorgang ist nicht vollziehbar
- eine getrennte Messung beider Beine ist nicht möglich.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine einfache und effektive Vorrichtung zu entwickeln, die den Kraft-Zeit-Verlauf beim Startvorgang von Leichtathleten exakt mißt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung Nagt die Aufgabe zugrunde, durch eine zweidimensional^ Reaktionskraftmessung für beide Beine getrennt voneinander wesentliche Einflußfaktoren für die Startleistung zu ermitteln. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß an der dem Läufer abgewandten Seite der Trittplatte ein mit einer geformten Durchtrittsöffnung versehenes und mit einer elektronischen Auswerteschaltung gekoppeltes Mehrkomponenten-Kraftmeßelement fest angeordnet ist, welches über die gleichfalls im Bereich der Durchtrittsöffnung geformte Achse sowie dem Feststellelement mit dem Mittelsteg verbunden ist. Das Mehrkomponenten-Kraftmeßelement kann dabei an mehreren Trittplatten unabhängig voneinander angeordnet werden, damit die Bodenreaktionskraft beider Beine getrennt gemessen werden kann. Eine mittige oder außermittige Anordnung unter der Trittplatte sichert eine genaue Messung, ohne daß Kraftanteile in die Konstruktion ungemessen eingeleitet werden. Die drehbar gelagerte Achse gewährleistet eine direkte geradlinige Krafteinleitung in das Kraftmeßelement und eine Anpassung an den jeweiligen Sportler durch den Einsatz einer stufenlosen Führungsschiene bzw. einer Zahnleiste. Das Feststellelement am Mittelsteg sichert ab, daß keine Verschiebungen und Verdrehungen beim Startvorgang eintreten. Durch diese Reaktionskraftmessung ist exakt die gerichtete Kraft beim Startvorgang in Verbindung zur Reaktionszeit meßbar. Der Winkel der Kraft zeigt die Oberkörperhaltung des Sportlers, der Betrag gibt Auskunft über die eingeleitete Kraft. Beides zusammen erlaubt eine trainingsmethodisch verbesserte Methode zum Training des Startverhaltens von Leichtathleten. Die gleiche Formung der Achse im Bereich der Durchtrittsöffnung mit dieser Öffnung gewährleistet eine Verhinderung von Verdrehungen, die das Meßergebnis verfälschen würden.
Ausführungsbeispiel
Anhand eines Ausführungsbeispieles soll nachstehend die Erfindung näher erläutert werden. Dabei zeigt
Fig. 1: den Startblock im Schnitt
Die Einrichtung besteht aus dem Mittelsteg 1, der über eine geformte Achse 2 in einer Durchtrittsöffnung 3 des Mehrkomponenten-Kraftelementes 4 geführt ist. Das als zweidimensional Kraftsensor ausgeführte Mehrkomponenten-Kraftmeßelement 4 ist fest mit einer Trittplatte 5 verbunden. Die geformte Achse 2 ist, ebenso wie die Durchtrittsöffnung 3 ii dessen Bereich als Sechskant ausgebildet. Die geformte Achse 2 ist im Mittelsteg 1 in einer Führungsschiene 6 stufenlos verschiebbar und über ein Gewinde mit Überwurfmutter arretierbar.
- Durch die Erfindung ist es möglich, eine quasistatische Messung durchzuführen, wobei die gerichtete Kraft in ihrem Winkel und ihrem Betrag exakt feststellbar ist.
- Daraus lassen sich genaue Schlußfolgerungen bezüglich des Startverhaltens des Sportlers ziehen, wie z. B. Oberkörperneigung, Abdruckkraft.
- Es ist eine getrennte Erfassung der Bodenreaktionskräfte der Füße möglich, woraus der Anteil des rechten und des linken Beines an der Startleistung ermittelt werden kann.
- Darauf aufbauend ist ein zielgerichteter Trainingsprozeß für jedes Bein möglich.
- Gleichzeitig zum Kraftverlauf ist die Reaktionszeit vom Startsignal bis zum Abdruck über die Kraftmeßelemente meßbar.
- Der Startblock besitzt eine geringe Masse, ist leicht montierbar und demontierbar und entspricht den Wettkampfvorschriften, woraus ein Einsatz im Training und im Weltkampf resultiert.
- Behinderungen des Sportlers durch die Meßanordnung treten nicht auf.
Claims (9)
1. Einrichtung zur Erfassung der Startleistung in den leichtathletischen Laufdisziplinen beim Tiefstart, wobei ein mit einem Feststellelement versehener Mittelsteg über eine Achse mit einer Trittplatte verbunden ist, gekennzeichnet dadurch, daß an der dem Läufer abgewandten Seite der Trittplatte (5) ein mit einer geformten Durchtrittsöffnung (3) versehenes und mit einer elektronischen Auswerteschaltung gekoppeltes Mehrkomponenten-Kraftmeßelement (4) fest angeordnet ist, welches über die gleichfalls im Bereich der Durchtrittsöffnung (3) geformte Achse (2) sowie dem Feststellelement mit dem Mittelsteg (1) verbunden ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß mehrere Trittplatten (5) unabhängig voneinander mit jeweils einem Mehrkomponenten-Kraftmeßelement (4) fest verbunden sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Mehrkomponenten-Kraftmeßelement (4) mittig an der Trittplatte (5) angeordnet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das Mehrkomponenten-Kraftmeßelement (4) außermittig an der Trittplatte (5) angeordnet ist.
5. Einrichtung nach Anspruch ^gekennzeichnet dadurch, daß die geformte Achse (2) im Bereich des Feststellelementes drehbar gelagert ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 5, gekennzeichnet dadurch, daß das Feststellelement als Zahnleiste ausgeführt ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 1,5 und 6, gekennzeichnet dadurch, daß das Feststellelement als Zentralrohr mit Mantelhülse und Befestigungsschraube ausgeführt ist.
8. Einrichtung nach Anspruch 1,5, gekennzeichnet dadurch, daß die geformte Achse (2) in einer Führungsschiene (6) des Mittelsteges (1) geführt ist.
9. Einrichtung nach Anspruch 1,5 und 8, gekennzeichnet dadurch, daß die geformte Achse (2) ein Gewinde und eine Überwurfmutter aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD34086390A DD294786A5 (de) | 1990-05-21 | 1990-05-21 | Einrichtung zur erfassung der startleistung in den leichtathletischen laufdisziplinen beim tiefstart |
Applications Claiming Priority (1)
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| DD34086390A DD294786A5 (de) | 1990-05-21 | 1990-05-21 | Einrichtung zur erfassung der startleistung in den leichtathletischen laufdisziplinen beim tiefstart |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD294786A5 true DD294786A5 (de) | 1991-10-10 |
Family
ID=5618633
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DD34086390A DD294786A5 (de) | 1990-05-21 | 1990-05-21 | Einrichtung zur erfassung der startleistung in den leichtathletischen laufdisziplinen beim tiefstart |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD294786A5 (de) |
-
1990
- 1990-05-21 DD DD34086390A patent/DD294786A5/de not_active IP Right Cessation
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