DD294861A5 - Stapesprothese - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine zweiteilige arretierbare Stapesprothese, die als Implantatkoerper bei Rekonstruktionsoperationen in der Gehoerknoechelkette Verwendung findet. Der Implantatkoerper ist aus einem den Schall sehr gut uebertragenden, biokompatiblen und degradationsresistenten Material, vorzugsweise aus pyrolytischem Kohlenstoff, gefertigt. Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung einer Stapesprothese, die sowohl schnell und einfach zu plazieren ist, als auch eine gute Schalluebertragung bei der Langzeitapplikation gewaehrleistet. Die Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz die OEse zweigeteilt ist und mit ihrem Unterteil in den Schaft mit endstaendiger Verdickung uebergeht. Der Verschlusz der OEse wird durch ein OEsenoberteil, das mit dem OEsenunterteil und Schaft mit einem Scharniergelenk verbunden ist, realisiert. Die Arretierung erfolgt durch ein geschlitztes, rastendes Knopfelement.{Schaft; endstaendige Verdickung; zweiteilige OEse; Arretierungswarzen; Stapesprothese; Schalluebertragung; Scharniergelenk, arretierbar, degradationsresistent}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine zweiteilige arretlerbare Stapeeprothese, die als Implantatkörper bei Rekonstruktionsoperationen in der Gehörknöchelkette Verwendung findet. Der Implantatkörper ist aus einem den Schall sehr gut übertragenden biokompatiblen und degradationsresistenten Material, vorzugsweise aus pyrolytischem Kohlenstoff, gefertigt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß bei einer Reihe von Operationsmethoden bei der Tympanoplastik üblicherweise Stapesprothesen verwendet werden, die eine Schallübertragung zwischen langem Amboßschenkef und ovalem Fenster wiederherstellen sollen. In DEOS 1926587 Ist eine Stapesprothese beschrieben, die aus einem mit dem Schaft verbundenen Ring besteht, welcher mit einer schlitzförmigen Aussparung versehen ist. Helms u.a. .Die Wiederherstellung der Schalleitungskette" HNO 31 (19831,37-44, beschreibt Verfahren, bei denen z. B. patienteneigene Knorpel, Knöchelchen, Stahldraht und bioaktive Vitrokeramen Einsatz finden. Ebenso ist bekannt, daß vor allem für Stapesprotheseu mit der hauptsächlich verwendeten Ringschlitz-Geometrie Polytetrafluorethylen und Polyethylen finden. Diese Werkstoffe führten jedoch in vielen Fällen zu Mißerfolgen. Die Verwendung von Aluminiumoxidkeramiken sollen nach DD-WP 259566 A1 bessere Anwendungsergebnisse ermöglichen.
Ein wesentlicher Nachteil der bisherigen technischen Lösungen liegt einerseits in der Verwendung von Werkstoffen mit einer hohen akustischen Dämpfung (PTFE, PE) begründet, andererseits in der ungünstigen konstruktiven Gestaltung, die intraoperativ eine Aufweitung nötig macht und eine feste Arretierung nur über materialspezifische Retardationsprozesse - nicht reproduzierbar- ermöglicht (DD-WP 32S9397). Ein anderes Konstruktionsprinzip ist in US-PS 4169292 beschrieben, bei dem der Schaft am oberen Ende in eine halboffene Ösenform ausläuft. Auch bei diesem Konstruktionsprinzip ergeben sich Schwierigkeiten bei der Applikation.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht darin, eine Langzeitgehörverbessorung durch den Einsatz einer den Schall sehr gut übertragenden und einfach arretierbaren Stapesprothese bei Tympanplastiken zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stapesprothese zu schaffen, die sowohl schnell und einfach zu plazieren ist, als auch eine gute Schallübertragung bei der Langzeitapplikation gewährleistet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Öse der Stapesprothese zweigeteilt ist und mit ihrem Unterteil in den Schaft mit endständiger Verdickung übergeht. Der Verschluß der Öse wird durch ein Osenoberteil, das mit dem Ösenunterteil und Schaft durch ein Scharniergelenk verbunden ist, realisiert. Die Arretierung erfolgt durch ein geschlitztes rastendes Knopfelement. Die Stapesprothese ist aus einem biokompatiblen, biodegradationsresistenten Werkstoff, vorzugsweise pyrolytischem Kohlenstoff hergestellt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand des in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Stapesprothese mit geschlossener und arretierter Öse in Gebrauchslage.
Gemäß Figur 1 befindet sich an einem Schaft 1 die endständige Verdickung 2 und das Ösenunterteil 3, das mit dem Ösenoberteil 4 durch ein Scharniergelenk 7 verbunden ist und die sichere intraoperetive Befestigung durch ein geschlitztes, rastendes Knopfelement 5 ermöglicht. Eine verbesserte Arretierungsmöglichkeit wird uurch die an der Öseninnenfläche befindlichen Arretierungswarzen 6 erzielt.
Claims (2)
1. Stapesprothese, bestehend aus einem biokompatiblen und biodegradationsresistenten Werkstoff, vorzugsweise pyrolytischer Kohlenstoff, gekennzeichnet dadurch, daß ein Schaft (1) an seiner Unterseite eine endständige Verdickung (2) zur verbesserten Schallankopplung und an der Oberseite das Ösenunterteil (3) der zweigeteilten Öse besitzt, daß das Unterteil (3) der zweigeteilten Öse mit dem Oberteil (4) über ein Scharniergelenk (7) verbunden ist und das die Verbindung der zweigeteilten Öse (3,4) über ein geschlitztes, rastendes Knopfelement (5) erfolgt.
2. Zweiteilige arretierbare Stapesprothese nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß sich an den Öseninnenflächen des Unter- und Oberteiles (3,4) mehrere Arretierungswarzen (6) befinden.
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine zweiteilige arretierbare Stapesprothese, die als Implantatkörper bei Rekonstruktionsoperationen in der Gehörknöchelkette Verwendung findet. Der Implantatkörper ist aus einem den Schall sehr gut übertragenden biokompatiblen und degradationsresistenten Material, vorzugsweise aus pyrolytischem Kohlenstoff, gefertigt.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, daß bei einer Reihe von Operationsmethoden bei der Ty mpanoplastik üblicherweise Stapesprothesen verwendet werden, die eine Schallübertragung zwischen langem Amboßschenkel und ovalem Fenster wiederherstellen sollen. In DE-OS 1926587 Ist eine Stapesprothese beschrieben, die aus einem mit dem Schaft verbundenen Ring besteht, welcher mit einer schlitzförmigen Aussparung versehen ist. Helms u.a. »Die Wiederherstellung der Schalleitungskette" HNO 31 (1983), 37-44, beschreibt Verfahren, bei denen z. B. patienteneigene Knorpel, Knöchelchen, Stahldraht und bioaktive Vitrokeramen Einsatz finden. Ebenso ist bekannt, daß vor allem für Stapesprothese.i mit der hauptsächlich verwendeten Ringschlitz-Geometrie Polytetrafluorethylen und Polyethylen finden. Diese Werkstoffe führten jedoch in vielen Fällen zu Mißerfolgen. Die Verwendung von Aluminiumoxidkeramiken sollen nach DD-WP 259566 A1 bessere Anwendungsergebnisse ermöglichen. Ein wesentlicher Nachteil der bisherigen technischen Lösungen liegt einerseits in der Verwendung von Werkstoffen mit einer hohen akustischen Dämpfung (PTFE, PE) begründet, andererseits in der ungünstigen konstruktiven Gestaltung, die intraoperativ eine Aufweitung nötig macht und eine feste Arretierung nur über materialspezifische Retardationsprozesse - nicht reproduzierbar- ermöglicht (DD-WP 3259397). Ein anderes Konstruktionsprinzip ist in US-PS 4169292 beschrieben, bei dem der Schaft am oberen Ende in eine halboffene Ösenform ausläuft. Auch bei diesem Konstruktionsprinzip ergeben sich Schwierigkeiten bei der Applikation.
Ziel der Erfindung
DasZiel der Erfindung besteht darin, eine Langzeitgehörverbessorung durch den Einsatz einer den Schall sehr gut übertragenden und einfach arretierbaren Stapesprothese bei Tympanplastiken zu erreichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stapesprothese zu schaffen, die sowohl schnell und einfach zu plazieren ist, als auch eine gute Schallübertragung bei der Langzeitapplikation gewährleistet.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Öse der Stapesprothese zweigeteilt ist und mit ihrem Unterteil in den Schaft mit endständiger Verdickung übergeht. Der Verschluß der Öse wird durch ein Ösenoberteil, das mit dem ösenunterteil und Schaft durch ein Scharniergelenk verbunden ist, realisiert. Die Arretierung erfolgt durch ein geschlitztes rastendes Knopfelement. Die Stapesprothese ist aus einem biokompatiblen, biodegradationsresistenten Werkstoff, vorzugsweise pyrolytischem Kohlenstoff hergestellt.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll anhand des in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die Figur 1 zeigt die erfindungsgemäße Stapesprothese mit geschlossener und arretierter Öse in Gebrauchslage. Gemäß Figur 1 befindet sich an einem Schaft 1 die endständige Verdickung 2 und das Ösenunterteil 3, das mit dem Ösenoberteil 4 durch ein Scharniergelenk 7 verbunden ist und die sichere intraoperative Befestigung durch ein geschlitztes, rastendes Knopfelement 5 ermöglicht. Eine verbesserte Arretierungsmöglichkeit wird durch die an der öseninnenfläche befindlichen Arretierungswarzen 6 erzielt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD34122790A DD294861A5 (de) | 1990-06-01 | 1990-06-01 | Stapesprothese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD34122790A DD294861A5 (de) | 1990-06-01 | 1990-06-01 | Stapesprothese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD294861A5 true DD294861A5 (de) | 1991-10-17 |
Family
ID=5618878
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD34122790A DD294861A5 (de) | 1990-06-01 | 1990-06-01 | Stapesprothese |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD294861A5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29609687U1 (de) * | 1996-05-31 | 1996-08-22 | Heinz Kurz GmbH Medizintechnik, 72144 Dußlingen | Steigbügel-Prothese zur Implantation im Mittelohr |
-
1990
- 1990-06-01 DD DD34122790A patent/DD294861A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE29609687U1 (de) * | 1996-05-31 | 1996-08-22 | Heinz Kurz GmbH Medizintechnik, 72144 Dußlingen | Steigbügel-Prothese zur Implantation im Mittelohr |
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Legal Events
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