DD294991A5 - Schaufel, insbesondere planierschaufel - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaufel, insbesondere Planierschaufel zum mechanisierten Abziehen eines Planums fuer Pflasterungen. Fuer ein moeglichst ebenes Planum ist ein ebener Schaufelboden 11 und ein derart verschwenkbares Schaufelschild 16 erforderlich, damit die Planierschaufel beim Rueckwaertsfahren des angekuppelten Fahrzeuges ueberschuessigen Sand aufnehmen und das Planum glaetten kann. Bei einer bekannten Planierschaufel dieser Art liegen die zum Verschwenken des Schaufelschildes 16 gegenueber dem Schaufelkoerper (Schaufelboden 11, Schaufelseitenwaende 12) dienenden Fuehrungen im Bereich des sich in der Planierschaufel sammelnden Sandes und sind daher einem erhoehten Verschleisz unterlegen. Um diesen Verschleisz zu vermindern und ein Verschwenken des Schaufelschildes 16 mit annaehernd gleichen (geringem) Abstand der Unterkante 30 zum Schaufelboden 11 zu ermoeglichen, verfuegt die erfindungsgemaesze Planierschaufel ueber gegenueber dem Schaufelboden 11 hochversetzte Fuehrungen (Fuehrungspunkte 19), die bogenfoermig ausgebildet sind. Fig. 1{Planierschaufel; verschwenkbares Schaufelschild; Verschleisz; Schaufelboden; hochversetzte (Schaufel-)Fuehrungen}
Description
Durch die Anordnung der Führungspunkte im oberen Bereich der Schaufelseitenteile, nämlich etwa in der Mitte derselben, ist die untere Hälfte des Schaufetschildes, die hauptsächlich mit Sand In Berührung kommt, frei von eventuellem Verschleiß unterlegenen, gleitenden Teilen. Damit trotz der im Vergleich zum Stand der Technik hochgesetzten Führungspunkte ein Entlanggleiten der Unterseite des Schaufelschildes mit etwa gleichem Abstand von dem Schaufelboden in sämtlichen · Schwenkpositionen gewährleistet ist, laufen weiterhin die Führungspunkte entlang eines mit einem entsprechenden Radius versehenen Bogenabschnitts.
Zweckmäßigerweise sind die Führungspunkte an gegenüberliegenden Seitenflächen des Schaufelschildes angeordnet. Sie befinden sich daher außerhalb der den Sand bewegenden Flächen des Schaufelschildes.
Vorzugsweise ist jedem Führungspunkt ein Führungshebel zugeordnet, der mit einem Ende schwenkbar an einem mit der jeweiligen Seitenfläche der Schaufel verbundenen Zapfen gelagertist und am anderen Ende drehbar einem festen Drehpunkt an der entsprechenden Schaufelseitenwand zugeordnet ist. Der Abstand der Zapfen am Schaufelschild gegenüber den Drehpunkten an den Schaufelseitenwänden ist dabei derart gewählt, daß die Führungspunkte eine einen entsprechenden Radius aufweisende Bahn entlang eines Kreisbogene während der Verschwenkung des Schaufelschildes abfahren und dadurch die Unterkante des Schaufelschildes stets an dem ebenen Schaufelboden entlangbewegt wird. Alternativ ist es denkbar, jeweils einen Zapfen an gegenüberliegenden Seitenwänden des Schaufelschildes in mit entsprechendem Radius versehendem Radius versehenen kreisbogenförmigen Langlöchern in den Schaufelseitenwänden zu führen. Auch hierdurch ist eine Parallelführung der Unterkante des Schaufelschildes zum ebenen Schaufelboden gewährleistet. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen Schaufel sind die oberen, vertikal verschiebbaren Lagerpunkte des Schaufelschildes an den Schaufelseitenwänden mit drehbaren Gleitstücken versehen, die zwischen parallelen, aufrechten Gleitflächen an den Schaufelseitenflächen auf- und abgleiten. Es erübrigen sich auf diese Weise die beim Stand der Technik erforderlichen oberen, vertikalgerichteten Langlöcher in den Schaufelseitonwänden. Außerdem lassen sich die Gleitstücke aus Materialien mit guten Notlaufeigenschaften herstellen, beispielsweise Polytetrafluorethylen. Diese laufen auch ohne Schmierung leicht und zuverlässig. Darüber hinaus lassen sich die separaten Gleitstücke, die üblicherweise aus einem im Vergleich zu den an den Schaufelseitenwänden angebrachten Gleitflächen leichter verschleißenden Material bestehen, im Verschleißfalle einfach auswechseln.
Schließlich verfügt die Schaufel nach einer bevorzugten Weiterbildung über einen Geräteträger, mit dem der Schaufelkörper mit dem Schaufelschild kippbar verbunden ist. Zweckmäßigerweise ist der Schaufelkörper mit dem Schaufelschild in bezug auf eine aufrechte bzw. geneigte Querebene gegenüber dem Geräteträger um eine senkrechte (mittige) Drehachse der Querebene verkippbar. Auf diese Weise kann der Schaufelkörper mit dem Schaufelschild so verkippt werden, daß der Schaufelboden quer zur Abzielrichtung gegenüber dem Fahrzeug (Radlader, Raupe etc.) verschwenkt werden kann zur Bildung eines schrägen Planums gegenüber dem abzuziehenden Boden.
Zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Schaufel werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigen
Bei den hier gezeigten Schaufeln handelt es sich um Planierschaufeln zum Anbau an ein nicht gezeigtes Baufahrzeug, beispielsweise einen Radlader, einer Raupe, einen Gabelstapler oder dergleichen. Die Schaufeln eignen sich besonders zum Abziehen eines Planums für Pflasterungen, können aber auch wie übliche Planierschaufeln zu Erdbewegungs-, Lade- und ähnlichen Arbeiten benutzt werden.
Die Planiertschaufeln setzen sich zusammen aus einem an entsprechende Hubarme des Baufahrzeugs ankuppelbaren Geräteträger 10, einem Schaufelschild 16 und einem Schaufelkörper. Letzterer verfügt über einen ebenen Schaufelboden 11 und zwei an gegenüberliegenden Schmalseiten desselben angeordnete, aufrechte Schaufelseitenwände 12, die nach oben gegenüber dem Schaufelboden 11 vorstehen. Der Schaufelboden 11 ist an der Unterseite 13 demnach ebenflächig ausgebildet. Die oberen, freien Randbereiche 14 der beiden Schaufelseitenwände 12 sind verbunden durch einen parallel zum Schaufelboden 11 verlaufenden Querholm 15. Auf diese Weise verfügt der Schaufelkörper über eine rahmenartige Grundgestalt. Zwischen den beiden Schaufelseitenwänden 12 ist das Schaufelschild 1 β um eine obenliegende, parallel zum Querholm 15 verlaufende Drehachse 17 gelagert.
Bei der Planierschaufel gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung (Figuren 1 bis 3) erfolgt die Lagerung des Schaufelschildes 16 zwischen den beiden Schaufelseitenwänden 12 an zwei der Drehachse 17 zugeordneten, obenliegenden Schwenkpunkten 18 und zwei darunterliegenden Fuhrungspunkten 19. Die Schwenpunkte 18 und die Führungspunkte 19 sind verteilt auf die gegenüberliegenden Seitenflächen 20 des Schaufelschildes 16 (Fig. 3). Erfindungsgemäß sind die beiden Führungspunkte 19 etwas oberhalb einer (gedachten) horizontalen Mittel&rhse des Schaufelschildes 16 angeordnet. Die beiden gleich ausgebildeten Schwenkpunkte 18 sind einerseits gebildet aus jeweils ein etwa quaderförmiges Gleitstück 21 aus Kunststoff, Insbesondere Polytetrafluorethylen, das um einen seitlich gegenüber der entsprechenden Seitenfläche 20 des Schaufelschildes 16 vorstehenden (zylindrischen) Zapfen 22 drehbar ist und andererseits zwei zu gegenüberliegenden aufrechten Seiten des Gleitstücks 21 korrespondierende, aufrechte Gleitflächen 23, die mit dem Schaufelschild 16 verbunden sind. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind aus Stabilitätsgründen die Gleitflächen 23 an Ihren unteren Rändern durch einen quergerichteten Steg 24 miteinander verbunden (Fig. 5). Die Anordnung der Gleitflächen 23 und des entsprechenden Stegs 24 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel derart getroffen, daß diese mit der Außenseite der jeweiligen Schaufelseitenwand 12
verbunden sind, indem sie einen entsprechenden rech teckfor m igen Ausschnitt 26 in der Schaufelseitenwand 12 rahmenartig umgeben und in diesem (aufrechten) Rahmen das jeweilige Gleitstück 21 mit dem Schaufelschild 1 β auf- und abbewegbar sind. Die obere Drehachse 17 am Schaufelschild 1β, in deren Verlängerung sich die Zapfen 22 und die Gleitstücke 21 befinden, bewegt sich dementsprechend mit auf und ab (in der Fig. 2 strichpunktiert dargestellt).
Erfindungsgemäß bewegen sich die Führungspunkte 19 beim Verschwenken des Schaufelschildes 1 β von der Vorderkante 25 des Schaufelbodens 11 zur Rückkante 26 deoselben auf einer gebogenen Bahn, nämlich einer Kreisbahn (Fig. 2). Diese kommt beim gezeigten Ausführungsbeispiel der Schaufel dadurch zustande, daß mit Abstand unterhalb der Zapfen 22 für die Schwenkpunkte 18 ein weiterer Zapfen 27 vorstehend mit jeder Seitenfläche 20 des Schaufelschildes 16 verbunden ist. Auf jedem Zapfen 27 gelagert ist drehbar ein Ende eines länglichen Führungshebels 28. Das den Zapfen 27 gegenüberliegende Ende des Führungshebels 28 ist drehbar verbunden mit einem festen Lagerpunkt, nämlich einem weiteren Zapfen 29, der an der Außenseite der jeweiligen Schaufelseitenwand 12 befestigt ist. Auf diese Weise wird beim Verschwenken des Schaufelschildes 16 aus der Vertikalen der ebenfalls vertikalgerichtete Führungshebel 28 (Fig. 2) entgegengesetzt verschwenkt zum Schaufelschild 18, wodurch der vertikale Abstand zwischen den Zapfen 27 und 29 gegenüber dem in der vertikalen Position des Führungshebels 28 verkürzt wird und um diesen Betrag die Drehachse 17 mit den Gleitstücken 21 in den Schwenkpunkten 18 nach unten wandert (strichpunktiert angedeutete Position in der Fig. 2). Der Betrag dieses Vertikalversatzes entspricht der Verkürzung des vertikalen Abstandes zwischen der Drehachse 17 und der Unterkante 30 des Schaufelschildes 16 im verschwenkten Zustand desselben. Dadurch wird die Unterkante 30 des Schaufelschildes 16 über den gesamten Schwenkbereich parallel zum ebenen Schaufelboden 11 geführt, und zwar mit geringfügigem Abstand von demselben oder leichter Anlage daran.
Die vorstehend geschilderte Kinematik an den Führungspunkten 19 wird durch eine bestimmte Länge der beiden gleich ausgebildeten Führungshebel 28 erreicht. Der Abstand zwischen den Zapfen 27 zur Bildung der Führungspunkte 19 und den fest an den Schaufelseitenwänden 12 angeordneten Zapfen 29 ist nämlich derart gewählt, daß die Führungspunkte 19 auf einer gestrichelt in der Fig.2 dargestellten Kreisbogenbann sich entlangbewegt, wodurch die Unterkante 30 des Schaufelschildes 16 am geraden Schaufelboden 11 entlanggleitet bzw. einen nahezu konstanten, geringen Abstand zum Schaufelboden 11 aufweist. Die Führungshebel 29 befinden sich außerhalb des Schaufelkörpers, sind nämlich den Außenseiten der Schaufelseitenwände 12 zugeordnet (Fig.3). Dementsprechend ragen die zur Bildung der Führungspunkte 19 dienenden Zapfen 27 an den Seitenflächen 20 des Schaufelschildes 16 durch eine entsprechende Freimachung 31 in der ihnen zugeordneten Schaufelseitenwand 12 hindurch, so daß sie gegenüber den Außenseiten der Schaufelseltenwände 12 - wie die daran befestigten Zapfen 29- vorstehen, um durch die Führungshebel 28 verbunden zu werden. Die Freimachungen 31 sind hier als gebogene Langlöcher ausgebildet, deren Radius etwa dem Abstand der Zapfen 27 zu den Zapfen 29 entspricht. Dabei sind die Abmessungen der Freimachungen 31 jedoch derart getroffen, daß die Zapfen 27 bzw. die diesen umgebenden Lagerbuchsen der Führungshebel 28 nicht in Kontakt mit den Freimachungen 31 treten können. Alternativ ist es auch denkbar, zur einfacheren Herstellung die Freimachungen als entsprechend groß bemessene Rechtecke oder Kreise auszubilden. Das Verschwenken des Schaufelschildes 16 gegenüber dem Schaufelkörper erfolgt durch zwei Druckmittelorgane, nämlich doppeltwirkende Hydraulikzylinder 32. Jeweils ein Hydraulikzylinder 32 ist von der Innenseite her einer Schaufelwand 12 zugeordnet. Dazu ist ein freies Ende jeder Kolbenstange 33 bei einem festen Gelenkpunkt 34 mit einer entsprechenden Schaufelseitenwand 12 verbunden, und zwar einem Endbereich desselben auf der zum Geräteträger 10 weisenden Rückseite des Schaufelschildes 16. Die Enden der Zylinder 36 sind dagegen an einem Schwenkpunkt 37 mit der Rückseite des Schaufelschildes 16 etwa auf der Höhe der Führungspunkte 19 verbunden. Auf diese Weise kann durch das Ein- und Ausfahren der fest am Schaufelkörper befestigten Hydraulikzylinder 32 das Schaufelschild 16gegenüberdemSchaufelkörperverschwenkt werden zur Vorderkante 25 bzw. Rückkante 26 des ebenen Schaufelrades 11 hin (Fig. 2).
Der Geräteträger 10 wiederum ist schwenkbar mit dem Schaufelkörper verbunden, indem die Enden seiner parallelen Querholme 38 bzw. 39, die durch mehrere quergerichtete Stege 40 miteinander verbunden sind, in Gleitführungen 41 bzw. 42 an den gegenüberliegenden Schaufelseitenwänden 12 einerseits und dem Querholm 15 zur Verbindung der oberen Randbereiche der Schaufelseitenwände 12 andererseits verschieblich gelagert sind. Die Gleitführungen 41 bzw. 42 bestehen aus jeweils parallelen, aufrechten Führungswangen 43, die fest mit den Schaufelseitenwänden 12 bzw. dem Querholm 15 des Schaufelkörpers verbunden sind. Dazwischen sind die Endbereiche der Querholme 38 bzw. 39 des Geräteträgers 10 auf- und abbewegbar gelagert, wobei zur Bildung leicht laufender Gleitflächen gegenüberliegende aufrechte Seiten der Endbereiche der Querholme 38,39 mit an den Führungswangen 43 anliegenden Gleitplatten 44 aus Kunststoff, beispielsweise Polytetrafluorethylen, versehen sind. Durch diese Lagerung des Geräteträgers 10 am Schaufelkörper ist es möglich, diesen um eine senkrechte Mittelachse 45 gegenüber der durch die vier Gleitführungen 41,42 aufgespannten (vertikalen) Ebene zu verkippen. Auf diese Weise ist der Schaufelboden 11 quer zur Planierrichtung aus der Horizontalen herausschwenkbar. Das Verschwenken des Schaufelkörpers mit dem Schaufelschild 16 gegenüber dem Geräteträger 10 erfolgt wiederum durch zwei Druckmittelorgane, nämlich Hydraulikzylinder 46. Diese sind annähernd aufrecht mit parallelem Abstand einerseits mit dem langen Querholm 38 des Geräteträgers 10 und andererseits mit dem Querholm 15 am Schaufelkörper verbunden. Dieses erfolgt derart, daß die Enden der Zylinder 47 gelenkig an den über den (kurzen) Querholmen 39 vorstehenden Endbereichen des (langen) Querholms 38 angelenkt sind, während die Enden der Kolbenstangen 48 ebenfalls gelenkig mit den gegenüber den (kurzen) Querholmen 39 vorstehenden Endbereichen des Querholms 15 zwischen den Schaufelseitenwänden 12 verbunden sind (Hg. 1). Auf diese Weise kann durch gleichmäßiges, aber gegensinniges Betätigen der Hydraulikzylinder 46 der Schaufelkörper mit dem Schaufelschild 16 gegenüber dem Geräteträger 10 um die Mittelachse 45 verdreht werden. Das zweite Ausführungsbeispiel der Planierschaufel unterscheidet sich von dem vorstehend beschriebenen durch anders ausgebildete Führungspunkte 49 (Fig.4 und 5). Ansonsten entspricht die Planierschaufel dieses Ausführungsbeispiele derjenigen des ersten Ausführungsbeispiels, so daß insoweit auf die vorstehenden Erläuterungen Bezug genommen wird und für gleiche Teile gleiche Bezugsziffern verwendet werden.
Die Führungspunkte 49 sind ebenfalls im Bereich oberhalb der Mitte des Schaufelschildes 16 angeordnet. Sie verfügen auch über gegenüber den Seitenflächen 20 des Schaufelschildeo 18 hervorstehende Zapfen 50, die jedoch nicht an Führungshebel, sondern lediglich einem entsprechenden kreisbogenförmigen Langloch 51 in der jeweiligen Schaufelseitenwand 12 geführt sind. Dazu sind die kreispunktförmigen Langlöcher 51 in der Breite korrespondierend zum Durchmesser der Zapfen 50
bemessen, »ο daß diese mit geringfügigem Spiel hierin entlanggleiten können. Die krelspunktförmlgen Langlöcher 51 sind mit ihren konvexen Seiten zu den Schwenkpunkten 18 gerichtet in den Schaufelseitenwänden 12 angeordnet. Die gleich großen Radien der Langlochmitten 52 beider Langlöcher 51 sind so gewählt, daß in jeder beliebigen Schwenkposition des Schaufelschildes 16 dessen Unterkante 30 einen gleichbleibenden Abstand zum Schaufelboden 11 aufweist bzw. an der Innenseite desselben entlanggleitet (Fig.4 und 5).
Die Planierschaufeln beider Ausführungsbeispiele können an ihrer Unterkante mit einer auswechselbaren Gleitschiene versehen sein, die geleitet von den Führungspunkten 19 beim Verschwenken des Schaufelschildes 16 mit gleichbleibendem, geringem Abstand oder leicht anliegend an der Innenseite des Schaufelbodens 11 entlanggleitet.
Claims (13)
1. Schaufel, insbesondere Planierschaufel zur Anordnung an einem Fahrzeug (Radlader, Raupe etc.), mit einem gegenüberliegenden, aufrechte Schaufelseitenteile aufweisenden, ebenen Schaufelboden, und mit einem Schaufelschild, das mindestens an zwei oben liegenden, vertikal verschieblichen Schwenkpunkten und zwei darunter liegenden, ebenfalls verschieblichen Führungspunkten zwischen den Schaufelseitenteilen in Richtung auf die Vorderkante bzw. die Hinterkante hin- und herbewegbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungspunkte (19; 49) in einem oberen Bereich des Schaufelschildes (16) angeordnet und entlang eines Bogenabschnitts derart geführt sind, daß über den gesamten Verschwenkbereich des Schaufelschildes (16) eine Unterkante (30) desselben sich im wesentlichen parallel zum ebenen Schaufelboden (11) bewegt.
2. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungspunkte (19; 49) im Bereich eines mittleren Drittels des Schaufelschildes (16) angeordnet sind, vorzugsweise etwas über der Mitte, und vorzugsweise jeder Seitenfläche (20) des Schaufelschildes (16) ein Führungspunkt (19; 49) zugeordnet ist.
3. Schaufel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Führungspunkt (49) durch einen gegenüber der entsprechenden Seitenfläche (20) des Schaufelschüdes (16) vorstehenden Zapfen (50) gebildet ist, der zur Führung des Schaufelschildes (16) beim Verschwenken desselben in jeweils ein kreisbogenförmiges Langloch (51) in der korrespondierenden Schaufelseitenwand (12) hineinragt und in diesem geführt ist.
4. Schaufel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Führungspunkt (19) einen gegenüber der entsprechenden Seitenfläche des Schaufelschildes (16) vorstehenden Zapfen (22) aufweist, auf den ein Ende eines Führungshebels (28) schwenkbar angelenkt ist, während das gegenüberliegende Ende des Führungshebels (28) um einen festen Drehpunkt, nämlich ebenfalls an einer entsprechenden Seitenfläche (20) des Schaufelschildes (16) angeordneten Zapfen (27), schwenkbar gelagert ist.
5. Schaufel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungshebel (28) an den Seitenflächen (20) des Schaufelschildes (16) gegenüberliegenden Außenseiten der jeweiligen Schaufelseitenwand (12) zugeordnet sind.
6. Schaufel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Zapfen (27) zur drehbaren Lagerung der oberen Enden der Führungshebel (28) durch die ihnen zugerichtete Schaufelseitenwand (12) hindurchgeführt sind, insbesondere durch eine entsprechende Freimachung (31) in der jeweiligen Schaufelseitenwand (12), die vorzugsweise korrespondierend zu dem Schwenkweg des jeweiligen Zapfens (27) ausgebildet sind, beispielsweise kreisbogenförmig.
7. Schaufel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Führungshebel (28), bezogen auf den Abstand der Zapfen (27 bzw. 29), bzw. der Radius der kreisbogenförmigen Langlöcher (51) derart gewählt ist, daß das Schaufelschild (16) und die (obere) Drehachse (17) desselben beim Verschwenken auf- bzw. abbewegbar sind zum parallelen Führen der Unterkante (30) des Schaufelschildes (16) zum (ebenen) Schaufelboden (11).
8. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Schwenkpunkte (18)drehbar auf den Zapfen (22) gelagerte Gleitstücke (21) aufweisen, die zwischen zwei parallelen, aufrechten Gleitflächen (23) am oberen Rand der entsprechenden Schaufelseitenwand (12) auf- und abbeweglicii geführt sind.
9. Schaufel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelschild (16) durch vorzugsweise zwei Druckmittelorgane (Hydraulikzylinder 32) verschwenkbar ist, wobei jedes Druckmittelorgan (Hydraulikzylinder 32) einerseits fest mit der entsprechenden Schaufelseitenwand (12) und andererseits etwa auf der Höhe der Führungspunkte (19; 49) am Schaufelschild (16) angelenkt ist.
10. Schaufel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen an das Fahrzeug (Radlader, Raupe etc.) ankuppelbaren Geräteträger (10), gegenüber dem der Schaufelkörper (Schaufelseitenwände 12; Schaufelboden 11) und das SchaufelschiJd (16) in einer aufrechten bzw. geneigten Quereben? des Geräteträgers (10) um eine vorzugsweise mittig quergerichtet zu diese Querebene verlaufende Mittelachse (45) kippbar verbunden ist, wobei der Geräteträger (10) vorzugsweise über vier Gleitführungen (41,42) mit dem Schaufelkörper (Schaufelseitenwände 12; Querholm 15) verbunden ist.
11. Schaufel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Gleitführungen (41,42) zwei mit Abstand zueinander in parallelen Ebenen zur Ebene des Geräteträgers (10) liegende Führungswangen (43) aufweist, die mit den Schaufelseitenwänden (12) bzw. dem Querholm (15) fest verbunden sind, und vorzugsweise die zwischen den Führungswangen (43) geführten Bereiche von Querholmen (38,39) des Geräteträgers (10) mit Gleitplatten (44) versehen sind.
12. Schaufel nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaufelschild (16)undder Schaufelkörper (Schaufelboden 11; Schaufelseitenwände 12; Querholm 15) gegenüber dem Geräteträger (10) durch vorzugsweise zwei Druckmittelorgane (Hydraulikzylinder 46) verschwenkbar sind.
13. Schaufel nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckmittelorgane (Hydraulikzylinder 46) einerseits am Geräteträger (10) und andererseits am Schaufelkörper, nämlich am Querholm (15) desselben, angelenkt sind, wobei die Druckmittelorgane (Hydraulikzylinder 46) zwischen dem Geräteträger (10) und dem Querholm (15) vorzugsweise gleichmäßig, aber mit entgegengesetzt gerichtetem Hub betätigbar sind.
Hierzu 4 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Schaufel, insbesondere eine Planierschaufel, zur Anordnung an einem Fahrzeug (Radlader, Raupe etc.) gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei der Herstellung einer Pflasterung muß nach dem Verdichten des Bodens eine ebene (Sand-)Fläche geschaffen werden - das sogenannte Plenum. Auf dieses werden die zur Bildung der Pflasterung dienenden Pflastersteine verlegt. Während letzteres heutzutage i.o allgemeinen von Hand geschieht, erfolgt die Herstellung des Plenums, das einen erheblichen Kostenfaktor an der Pflasterung darstellt, vorzugsweise maschinell.
Es ist bekannt, mit einer an ein entsprechendes Fahrzeug, beispielsweise einem Radlader oder einer Raupe, montierten Planierschaufel das Planum herzustellen. Eine solche übliche Planierschaufel erlaubt jedoch nur die Aufnahme von Erde bei der Vorausfahrt, nicht abr bei einer Rückwärtsfahrt. Diese ist bei der Herstellung eines Plenums notwendig, damit die Fahrspuren des Fahrzeugs das Planum nicht wieder zerstören. Daher kann mit einfachen Planierschaufeln der Boden in der Rückwärtsfahrt nur glattgestrichen, nicht aber abgezogen werden.
Eine das Abziehen des Plenums bei zurückfahrendem Fahrzeug ermöglichende Planierschaufel ist bekannt aus der DE-OS 3626454. Hier ist das Schaufelschild schwenkbar an einem feststehenden Schaufelkörper gelagert. Das Schaufelschild kann dadurch j& nach Rückwärtsfahrt zur Vorder- oder Hinterkante des Schaufelbodens am Schaufelkörper bewegt werden, wodurch auch bei der Rückwärtsfahrt (bei zur Vorderseite des Schaufelbodens geschwenktem Schaufelschild) zum Abziehen des Plenums überschüssige Erde aufgenommen werden kann. Die Führung des Schaufelschildes beim Verschwenken gegenüber dem Schaufelkörper erfolgt bei dieser bekannten Planierschaufel durch zwei Langlochpaare, die jeweils gegenüberliegend senkrecht und waagerecht in bezug auf die Ebenen des Schaufelbodens verlaufen und in den daran angrenzenden (aufrechten) Schaufelseitenwänden angeordnet sind. In diese Langlochpaare greifen entsprechende Zapfen an den Seitenflächen des Schaufelschildes ein. Nachteilig hat sich hierbei erwiesen, daß die geradlinig verlaufenden, horizontalen Langlöcher, die wegen der Parallelführung der Unterkante des Snhaufelschildes zum Schaufelboden ziemlich weit unten an der Planierschaufel angebracht werden müssen, ständig mit der abgezogenen Erde in Berührung kommen und wegen der bekanntermaßen stark abrasiven Eigenschaften der Erde rasch verschleißen. Darüber hinaus kann durch die unteren Langlöcher Erde seitlich aus der Planierschaufel heraustreten und auf das bereits abgezogene Planum gelangen.
Ziel der Erfindung
Es ist Ziel der Erfindung, die genannte Verschleißanfälligkeit auszuräumen und die Herstellung eines exakten, sauberen Planums zu ermöglichen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine veränderte (verbesserte) Anlenkung der Planlerschaufel vorzusehen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Führungspunkte in einem oberen Bereich des Schaufelschildes angeordnet und entlang eines Bogenabschnittes derart geführt sind, daß über den gesamten Verschwenkber<jich des Schaufelschildes eine Unterkante desselben sich im wesentlichen parallel zum ebenen Schaufelboden bewegt.
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| NL2011518C2 (nl) * | 2013-09-27 | 2015-03-30 | Bos Konstruktie En Machb B V | Grondbewerkingsinrichting voor een voertuig. |
Family Cites Families (5)
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|---|---|---|---|---|
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| US4044843A (en) * | 1976-04-22 | 1977-08-30 | Arnold Emeral Holub | Tractor-mounted scraper |
| FR2448002A1 (fr) * | 1979-02-02 | 1980-08-29 | Dorliat Claude | Perfectionnements aux pelles hydrauliques dont le godet est pourvu d'une palette d'ejection articulee |
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