DD295648A5 - Gleitmittel fuer insbesondere bitumhaltige massen - Google Patents

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DD295648A5
DD295648A5 DD34300790A DD34300790A DD295648A5 DD 295648 A5 DD295648 A5 DD 295648A5 DD 34300790 A DD34300790 A DD 34300790A DD 34300790 A DD34300790 A DD 34300790A DD 295648 A5 DD295648 A5 DD 295648A5
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masses
lubricant
glycerol
oligomerized
fatty acids
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DD34300790A
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Ullrich Wehder
Werner Busse
Juergen Plaetke
Burghard Schneider
Original Assignee
Waschmittelwerk Genthin Gmbh I.G.,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Gleitmittel fuer insbesondere bitumenhaltige Massen zum Zwecke der Verhinderung von Anklebungen dieser Massen an Oberflaechen. Ziel der Erfindung ist es, ein in oekologischer und toxikologischer Hinsicht voellig unbedenkliches und kostenguenstiges Mittel zu schaffen, das vorteilhaft beim Transport und bei der Verarbeitung eben dieser Massen beispielsweise im Straszenbau eingesetzt werden kann. Die Aufgabe wird dadurch geloest, dasz mittels thermischer Behandlung im schwach saurem p H-Bereich oligomerisiertes Glycerol mit Fettsaeuren modifiziert wird. Dieses gleitmittelwirksame Agens wird mit Wasser und Fettalkoholpolyglykolether gemischt. Die Anwendung erfolgt mittels Aufspruehen auf die Oberflaeche des Transportmittels oder der Verarbeitungsmaschine.{Gleitmittel; bitumenhaltige Massen; Oberflaechen; oligomerisiertes Glycerol; Fettsaeure; Fettsaeureester; Kettenlaenge; nichtionogenes Tensid; Fettalkoholpolyglykolether; Ethylenoxidgruppen}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Gleitmittel für insbesondere bitumhaltige Massen zum Zwecke der Verhinderung von Anklebungen dieser Massen an Oberflächen.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Gleitmittel für insbesondere bitumenhaltige Massen zum Zwecke der Verhinderung von Anklebungen dieser Massen an Oberflächen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Vielerorts in der Technik spielen Zubereitungen, deren Aufgabe es ist, die Adhäsion zweier verschiedener Stoffe an ihren Oberflächen zu verhindern, eine wichtige Rolle.
Dieser Adhäsionseffekt wirkt sich besonders negativ in technologischen Schritten wie Pressen und Formgießen, bei der Herstellung von Formstücken aus Plasten, Elasten, Schaumstoffen, Glas, Keramiken, Metallen, Beton usw. aus.
Auch beim Transport und der Verarbeitung von bitumenhaltigen Massen wie z. B. im Straßenbau führt die Adhäsion zu erheblichen Materialverlusten und unzumutbaren Arbeitserschwernissen. Um dem vorzubeugen, bedient man sich Zubereitungen, die je nach ihrem speziellen Verwendungszweck als Trenn-, Gleit- oder Schalungsmittel bezeichnet werden.
Ihnen allen ist gemeinsam, daß sie ein oder mehrere Wirkkomponenten gelöst, dispergiert oder emulgiert enthalten. Sie werden in der Regel als Film oder in einer ähnlichen Form auf die Oberfläche des Werkzeuges aufgebracht, bevor der Werkstoff zugegeben wird. Sie können aber auch, kraft ihrer Fähigkeit sich an der Oberfläche anzureichern, dem Werkstoff selbst zugemischt werden.
Spezielle Gleitmittel für bitumenhaltige Massen sind bisher nicht beansprucht worden. In der Praxis jedoch ist die Anwendung von Dieselkraftstoff als Mittel zum Verhindern von Anklebungen der bitumenhaltigen Massen an Metalloberflächen nicht unüblich. DE-OS 3525255 beschreibt ein Trennmittel fur Beton, in dem Mineralöl mit Aminsalzen, Alkaliseifen, Emulgatoren und Sulfitablauge konditioniert wurde. Andere trennmittelwirksame Stoffe sind Kombinationen aus Zinkseifen (-oleat oder -laurat) und einem Fettamin (U.S 4897428), eine Mischung aus einer Fettsäure, einem Fettsäureester, Harnsaure und einem Harnsäureester in Polypropylenglykol (DE-PS 3822162).
Auch Alkylmercaptanmonoschichten (U.S. 4584156) und Mikroemulsionen aus Organopolysiloxanen (EP 0254274) sind beschrieben worden.
Lösungen trennmittelaktiver Agentien wie Wachse, Silikone und Schwermetallseifen in Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) beanspruchen DE-OS 3335870 und EP 0307832.
Bei all den genannten Zubereitungen handelt es sich um Mehrstoffgemische, die entweder Mineralole, Schwermetallseifen, Chlorkohlenwasserstoffe, FCKW oder andere ökologisch bedenkliche Stoffe enthalten, die das Erdreich, Grund- oder Oberflächenwasser beeinträchtigen können, humantoxische Relevanz aufweisen, oder, wie im Falle der FCKW, als Photooxidantien für gravierende Veränderungen der Zusammensetzung der Erdatmosphäre verantwortlich gemacht werden.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es deshalb, ein in ökologischer und toxikologischer Hinsicht völlig unbedenkliches und kostengünstiges Gleitmittel für insbesondere bitumenhaltige Massen zu schaffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gleitmittel für insbesondere bitumenhahige Massen zu entwickeln, das sparsam einsetzbar ist und eine hohe Lagerstabilität ohne Entmischungs- und Zersetzungserscheinungen im Temperaturbereich von — 15°C bis +45"C und über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten aufweist. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
a) 20 bis 70 Volumenanteile eines bei pH 3,5 bis 5,0, einem Druck von 10 bis 15mbarund einer Temperatur von 1700C bis 175°C oligomerisiertes Glycerol, das mit einem Anteil von 25% bis maximal 50% Fettsäuren modifiziert wurde,
b) 25 bis 79,9 Volumenanteile Wasser und
c) 0,1 bis 5 Volumenanteile eines nichtionogenen Tensides miteinander vermischt werden.
Das so erhaltene Produkt ist als dunkelbraune, aromatisch riechende Flüssigkeit mittlerer Viskosität charakterisiert, Komponente a) hierin ist das gleitmittelwirksame Agens, das gleichzeitig kraft seiner Fähigkeit, den Gefrierpunkt des Wassers zu erniedrigen, dem Produkt eine Frostbeständigkeit bis -15°C verleiht.
Komponente b) fungiert als Lösungsmittel zum Einstellen der Viskosität, um Probleme bei der Handhabung des Produktes, wie
z. B. Abfüllen, Umfüllen, Dosieren usw. zu vermeiden.
Komponente c) wird so dosiert, daß ein bakterieller Abbau der Wirksubstanz verhindert wird und diese gleichzeitig stabil in Losung verbleibt.
Die Anwendung des Mittels erfolgt, indem es mit einem Druck von mindestens 300 kPa mittels Sprühgerätes in einer Menge von ca. 0,1 l/m2 auf die Oberfläche von Transportmitteln oder Verarbeitungsgeräten für bitumenhaltige Massen ausgetragen wird.
Eine Adhäsion zwischen Oberfläche und bitumenhaltiger Masse wird für die Zeitdauer von mindestens 6 Stunden vermieden.
Das Gleitmittel ist sehr gut biologisch abbaubar und toxikologisch und dermatologisch irrevelant.
Die Erfindung soll an nachstehenden 2 Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
Ausführungsbeispiele
Ausführungsbeispiel 1
1 kg Glycerol technischer Qualität und 400 g aus natürlichem Fett gewonnene Fettsäure, die Fettsauren der gesamten relevanten Kettenlängen enthält, werden bei pH4,0,10 bis 15mbar und 17OX bis 175°C 8 Stunden lang behandelt.
Ursprünglich vorhandenes und bei der Reaktion entstehendes Wasser wird destillativ abgetrennt.
1 Liter der so erhaltenen, braunen und nach dem Abkühlen hochviskosen Flüssigkeit wird mit 4ml handelsüblichem Fettalkoholpolyglykolether mit einer Kettenlängenverteilung von C)2 bis C18 und 5 bis 10 Ethylenoxidgruppen sowie mit 996ml Wasser vermischt.
Das so erhaltene gebrauchsfertige Gleitmittel wird mittels Druckluft von 30OkPa und einem üblichen Sprühgerät auf Metallteile, die mit bitumenhaltigen Massen zum Zwecke deren Verarbeitung oder deren Transport in Berührung kommen, in einer Menge von 0,1 l/m* aufgesprüht. Eine Adhäsion ist für mindestens 6 Stunden unterbunden.
Ausführungsbeispiel 2
Der gleitmittelaktive Wirkstoff (Komponente a)) gemäß Ausführungsbeispiel 1 wird auf folgende Art und Weise gewonnen: Rohglycerol mit einem Glycerolgehalt von 86Ma.-% einer Verseifungszahl von 4,4 und einem pH-Wert von 4,0 wird bei 10 bis 15mbar und 1700C bis 175°C behandelt.
Dabei werden 94% des Glycerols, das ursprünglich vorhandene und das bei der Reaktion entstehende Wasser destillativ abgetrennt. Der gleitmittelaktive Wirkstoff verbleibt im Reaktionsgefäß.

Claims (4)

1. Gleitmittel für insbesondere bitumenhaltige Massen, dadurch gekennzeichnet, daß es
a) 20 bis 70 Volumenanteile eines bei pH3,5-5,0, einem Druck von 10- 15mbar und einer Temperatur von 170 bis 175°C oligomerisierten Glycerols, das mit einem Anteil von 25% bis maximal 50% Fettsäuren modifiziert wurde,
b) 25 bis 79,9 Volumenanteile eines nichtionogenen Tensides enthält:
2. Gleitmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderlichen Fettsäuren aus tierischen und/oder pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden.
3. Gleitmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fettsäuren mindestens teilweise mit dem oligomerisierten Glycerol verestert sind.
4. Gleitmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als nichtionogenes Tensid Fettalkoholpolyglykolether mit Kettenlängen von C12 bis C18 und 5 bis 10 Ethylenoxidgruppen enthält.
DD34300790A 1990-07-24 1990-07-24 Gleitmittel fuer insbesondere bitumhaltige massen DD295648A5 (de)

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