DD295703A5 - Verfahren und anordnung zur vermeidung von lecklufteinbruechen an geschlossenen brennstofftransportsystemen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Vermeidung von Lecklufteinbruechen an geschlossenen Brennstofftransportsystemen, insbesondere an muehlengefeuerten Dampferzeugeranlagen. Zur Kompensation des durch die Muehle erzeugten Unterdruckes im Kohlefallschacht wird nach der Kohlenstaubventilatormuehle ein einen hohen Druck aufweisendes staubarmes Gas abgezweigt und dem Kohlefallschacht oberhalb der Einmuendung in den Rauchgasruecksaugkanal, im Gegenstrom zur Rohbraunkohle zugefuehrt. Zur Realisierung ist im Kohlefallschacht oberhalb der Einbindung in den Rauchgasruecksaugkanal ein einen Ringraum bildendes, in seinem Unterteil gasdicht mit dem Kohlefallschacht verbundenes und in Richtung Kohlezuteiler einen Ringspalt aufweisendes Ringblech, unterhalb des Kohlezuteilers eine Einblaseduese und am Kohlezuteiler eine Ableithaube angeordnet. Fig.{Brennstofftransport; Leckluft; Rauchgasruecksaugung; Kohlezuteiler; Kohlefallschacht; Unterdruck; Kompensation; Gaseinblasung; Ringblech; Einblaseduese; Feinstaub-Gas-Gemisch; Ableitung}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anordnung zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an geschlossenen Brennstofftransportsystemen, insbesondere an mühlengefeuerten Dampferzeugeranlagen.
Bei Mühlenfeuerungen mit direkter Einblasung erfolgt die Aufbereitung des Brennstoffes, und zwar der Mahlvorgang und die Trocknung, mittels von der Kohlenstaubventilatormühle aus der Brennkammer des Dampferzeugers angesaugter heißer Rauchgase.
Dabei wirkt sich das vor der Kohlenstaubventilatormühle entstehende Unterdruckgebiet über den Rauchgasrücksaugschacht bis in die Kohleeinf lallschurre aus, die das Verbindungsstück zwischen der Brennstoffzuteileinrichtung und der Rauchgasrücksaugung darstellt. Infolge dieses Unterdruckes wird mit dem einfallenden stückigen Brennstoff der Kohlenstaubmühle Kaltluft zugeführt, die einmal als Falschluft am Verbrennungsprozeß teilnimmt und dadurch den Abgasverlust vergrößert und zum anderen den von der Temperatur abhängigen Brennstoffaufbereitungsprozeß negativ beeinflußt, weil durch die Zumischung dieser Kaltluft zu den angesaugten heißen Rauchgasen deren Temperatur absinkt. Zur Vermeidung bzw. Verminderung dieses Falschlufteinbruches ist es aligemein bekannt, das Eindringen von Kaltluft in die Brennstoffzuteilereinrichtungen durch vollständige Kopplung oder durch Drosseleinrichtungen in Form von Brennstoffschleusen, die feder- oder gewichtsbelastete Pendelklappen sein können, die in die Kohleeinfallschurre eingebaut werden, zu verhindern.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß beide Varianten zu keiner Lösung dieser Problematikführen, weil dadurch die Zufuhr von Kaltluft über den Bunker und Zuteiler nicht verhindert wird und die Pendelklappen durch die nicht kontinuierlich einfallende Kohle weiter als unbedingt erforderlich geöffnet werden.
Außerdem haben beide Varianten den Nachteil, daß sie sehr hohe Anforderungen an die Wartung stellen und im Verlauf des rauhen Dauerbetriebes durch natürlichen Verschleiß ihre Wirksamkeit verlieren. Des weiteren ist auch schon gemäß DD-PS 51956 eine Einrichtung zur Drosselung des Falschlufteintritts in Rauchgasrückführungen bei Mühlenfeuerungen bekannt, bei der durch doppelte Pendelklappen eine von diesen nach oben und unten abgeschlossene Druckausgleichskammer entsteht, in der durch Heißluftzuführung ein Überdruckgebiet entstehen soll, das den Falschlufteinbruch verhindert. Diese Einrichtung ist jedoch mit den Nachteilen behaftet, daß einmal eine große Bauhöhe erforderlich ist, die zu beträchtlichen Mehraufwendungen führt, und zum anderen durch die diskontinuierlichen Pendelbewegungen das Überdruckgebiet immer mehr zusammenbricht, so daß dadurch kein vollständiger Schutz gegen Falschlufteinbruch erzielt wird bzw. ein Überdruckgebiet entsteht, das die Brennstoffzuteileinrichtung gefährdet.
Bekannt ist ebenfalls, in den Kohleeinfallschurren schrägt nach oben und/oder unten gerichtete Düsen anzuordnen, die vom Luftvorwärmer kommende Heißluft einblasen und damit den Unterdruck im Kohlezuteiler abbauen (DD-PS 136765). Nachteilig ist hierbei, daß die Luftregulierung kompliziert ist und die Anzapfung am Luftvorwärmer eines hohen Leitungsaufwandes bedarf.
Die Zufuhr von Luftsauerstoff in die Mahlanlage erhöht die Gefahr von Verpuffungen im Mahlsystem bzw, zur Wärmeentbindung im Rücksaugschacht.
Es ist weiterhin bekannt, zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an geschlossenen Brennstofftransportsystemen, die Leckluft am Kohlezuteiler derart abzusaugen, daß im Kohlzuteiler und im angrenzenden Kohleübergabekanal eine Luftströmung in Richtung der Mühle mit einer Geschwindigkeit in der Nähe von Null herrscht, die abgesaugte Luft mittels eines Gebläses in den Innenraum des Kesselhauses abgegeben oder über einen Luftkanal der Saugseite des Frischlüfters am Luvo direkt zugeleitet wird {DD-PS 272347). Die Nachteile dieser Lösung bestehen darin, daß heiße Rauchgase für die Auftrocknung der Kohle abgezweigt und damit unwirksam gemacht werden, ein hoher zusätzlicher Lüfterleistungsbedarf besteht und eine aufwendige Leitungsführung erforderlich ist.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, bei geringer Bauhöhe und geringen zusätzlichen apparativen Aufwendungen den Lecklufteinbruch ständig wirksam zu verhindern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Anordnung zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an geschlossenen Brennstofftransportsystemen, insbesondere an mühlengefeuerten Dampferzeugeranlagen zu entwickeln, in denen gegenüber der Umgebung Unterdruck herrscht oder erzeugt wird.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß zur Kompensation des durch die Mühle erzeugten Unterdruckes im Kohlefallschacht, nach der Kohlenstaubventilatormühle ein einen hohen Druck aufweisendes staubarmes Gas abgezweigt und dem Kohlefallschacht oberhalb der Einmündung in den Rauchgasrücksaugkanal zugeführt wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
Die Zeichnung zeigt die Anordnung zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an einem Kohlezuteiler.
Der Dampfkessel 1 weist den Rauchgasrücksaugkanal 2, die Kohlenstaubventilatormühle 3 mit dem Übergangsstück4 und dem Sichter 5 sowie die Staubleitung 6 auf.
In die Brennkammer 7 sind die Brenner 8, der Zusatzbrenner 10 und über die Rücksaugöffnung 9 der Rauchgasrücksaugkanal 2 eingebunden. Im Oberteil 11 des Rauchgasrücksaugkanals 2 mündet der Kohlefallschacht 12 der mit dem Kohlezuteiler 13 verbunden ist. Innerhalb des Kohlefallschachtes 12 ist das Ringblech 14 angeordnet, das mit dem Kohlefallschacht 12 den Ringraum 31 bildet und im Oberteil den Ringspalt 33 aufweist.
In derzwischen dem Kohlezuteiler 13 und dem Kohlefallschacht 12 angeordneten Schräge 17 ist die Einblasedüse 18 eingebunden. Der Ringraum 31 ist über die das Absperrorgan 16 aufweisende Anströmleitung 15 und die Einblasedüse 18 über
die das Absperrorgan 19 aufweisende Anströmleitung 39 mit der Leitung 20 verbunden, die in das Übergangsstück 4 der Kohlenstaubventilatormühle 3 eingebunden ist. Der Kohlezuteiler 13 weist oberhalb der Abwurfrolie 21 die Schürze 22 und die Ableithaube 23 auf.
In die Ableithaube 23 ist der Ableitkanal 24 eingebunden, der das Absperrorgan 25 aufweist und mit dem Zusatzbrenner 10 verbunden ist. Das Absperrorgan 25 ist mit dem Regler 26 verbunden, der über die Impulsleitung 28 mit Druckeinrichtung 27 mit dem Kohlefallschacht 12 verbunden ist.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Durch die Kohlenstaubventilatormühle 3 wird Rücksauggas 29 aus der Brennkammer 7 in den Rauchgasrücksaugkanal 2 gefördert.
Durch die Saugwirkung der Kohlenstaubventilatormühle 3 entsteht im Rauchgasrücksaugkanal 2 im Kohlefallschacht 12, und im Zuteiler 13 ein Unterdruck.
Zur Vermeidung von Falschlufteinbrüchen aus dem Kohlezuteiler 13 wird aus dem Übergangsstück 4 der Kohlenstaubventilatormühle 3 staubarmes Gas 30 mit einem hohen Druck abgezweigt und über die Leitung 20 und die Anströmleitung 15 mit dem Absperrorgan 16 in den Ringraum 31 gefördert.
Entgegen dem Kohlestrom 32 tritt das staubarme Gas 30 mit hoher Geschwindigkeit als Einblasegas 34 aus dem Ringspalt 33 aus.
Das Einblasegas 34 bewirkt eine Kompensation des durch die Kohlenstaubventilatormühle 3 erzeugten Unterdruckes im Bereich des Kohlefallschachtes 12 und des Kohlezuteilers 13 sowie eine Vertrocknung des heraballenden Kohlestromes 32.
Dabei wird durch die Aufnahme von Feinstaub 37 das Feinstaub-Gas-Gemisch 38 gebildet, das über die Ableithaube 23 und den nachgeschalteten Ableitkanal 24 dem Zusatzbrenner zugeführt wird. Die bewegliche Schürze 22 wirkt dabei als Leiteinrichtung.
Zusätzlich zum Einblasegas 34 wird das über die Leitung 20 und die das Absperrorgan 19 aufweisende Anströmleitung 39 geförderte Sperrgas 35 mittels der in der Schräge 17 angeordneten Einblasedüse 18 unterhalb der Abwurfrolie 21 dem Kohlefallschacht 12 zugeführt. Neben der Kompensation des Unterdruckes wird durch die Sperrgaseinblasung eine gezielte Auflockerung der herabfallenden Kohle erzielt. Die Abführung des Sperrgases 35 erfolgt gleichzeitig mit dem Einblasegas 34
über den Ableitkanal 24 zum Zusatzbrenner 10. g
Die Einbindung des Zusatzbrenners 10 unterhalb der Rücksaugöffnung ,!^"gewährleistet einen sicheren Abbrand des mitgeführten Feinstaubes 37. Die Druckmeßeinrichtung 27 initiiert über die Meßleitung 28 eine entsprechende Regelvorgabe für den Regler 26, der im Zusammenwirken mit dem Absperrorgan 25 eine Gasströmung über den Kohlefallschacht 12 in den Rauchgasrücksaugkanal 2 verhindert.
Durch die Erfindung werden folgende Vorteile erreicht:
1. sichere Vermeidung von Lecklufteinbrüchen,
2. einfache Steuerung des Unterdruckes im Kohlefallschacht,
3. Vermeidung von Verpuffungen infolge Inertgaseinblasung,
4. Entlastung der Mühle,
5. Vortrocknung der Kohle im Kohlefallschacht,
6. Vermeidung von Kohleansätzen im Fallschacht.
Claims (11)
1. Verfahren zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an geschlossenen
Brennstofftransportsystemen, insbesondere an mühlengefeuerten Dampferzeugeranlagen, wobei die Rohbraunkohle über einen Kohlezuteiler, einen Kohlefallschacht und einen Rauchgasrücksaugkanal einer Kohlenstaubventilatormühle zugeführt wird, gekennzeichnet dadurch, daß zur Kompensation des durch die Mühle erzeugten Unterdruckes im Kohlefallschacht, nach der Kohlenstaubventilatormühle (3) ein einen hohen Druck aufweisendes staubarmes Gas (30) abgezweigt und dem Kohlefallschacht (12) oberhalb der Einmündung in den Rauchgasrücksaugkanal (2) zugeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß das staubarme Gas (30) im Gegenstrom zur Kohle (36) dem Kohlefallschacht (12) zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet dadurch, daß das staubarme Gas (30) mengengeregelt zugeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet dadurch, daß das staubarme Gas (30) unter Mitführung von Feinstaub (37) als Feinstaub-Gas-Gemisch abgesaugt und einem Zusatzbrenner (10) zugeführt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, gekennzeichnet dadurch, daß das Feinstaub-Gas-Gemisch (38) dem Zusatzbrenner (10) mengengeregelt zugeführt wird.
6. Anordnung zur Vermeidung von Lecklufteinbrüchen an geschlossenen Brennstofftransportsystemen, insbesondere an mühlengefeuerten Dampferzeugeranlagen, wobei die Stauaufbereitungsanlage einen Kohlezuteiler, einen Kohlefallschacht, einen Rauchgasrücksaugkanal und eine Kohlenstaubventilatormühle aufweist, gekennzeichnet dadurch, daß im Kohlefallschacht (12) oberhalb der Einbindung in den Rauchgasrücksaugkanal (2) ein einen Ringraum (31) bildendes, in seinem Unterteil gasdicht mit dem Kohlefallschacht (12) verbundenes und in Richtung Kohlezuteiler (13) einen Ringspalt (33) aufweisendes Ringblech (14), unterhalb des Kohlezuteilers (13) eine Einblasedüse (18) und am Kohlezuteiler(13) eine Ableithaube (23) angeordnet, der Ringraum (31) und die Einblasedüse (18) über eine Leitung (20) mit dem Übergangsstück (4) der Kohlenstaubventilatormühle (3) sowie die Ableithaube über einen Ableitkanal (24) mit einem Zusatzbrenner (10) verbunden ist.
7. Anordnung nach Anspruch 6, gekennzeichnet dadurch, daß der Ringraum (31) über eine ein Absperrorgan (16) aufweisende Anströmleitung (15) mit der in bekannterWeiseindas Übergangsstück (4) der Kohlenstaubventilatormühle (3) eingebundenen Leitung (20) verbunden ist.
8. Anordnung nach Anspruch 6 und 7, gekennzeichnet dadurch, daß die Einblasedüse (18) über eine ein Absperrorgan (19) aufweisende Anströmleitung (39) mit der Leitung (20) verbunden ist.
9. Anordnung nach Anspruch 6 bis 8, gekennzeichnet dadurch, daß die Einblasedüse (18) unterhalb des Kohlezuteilers (13) entgegengesetzt und in einem Winkel zum Kohlestrom (32) angeordnet ist.
10. Anordnung nach Anspruch 6, gekennzeichnet dadurch, daß in dem Ableitkanal (24) ein Absperrorgan (25) angeordnet ist
11. Anordnung nach Anspruch 6 und 10, gekennzeichnet dadurch, daß das Absperrorgan (25) mit einem Regler (26) in Wirkverbindug steht, der über eine eine Druckmeßeinrichtung (27) aufweisende Impulsleitung (28) mit dem Kohlefallschacht (12) verbunden ist.
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| DD34301090A DD295703A5 (de) | 1990-07-24 | 1990-07-24 | Verfahren und anordnung zur vermeidung von lecklufteinbruechen an geschlossenen brennstofftransportsystemen |
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| DD295703A5 true DD295703A5 (de) | 1991-11-07 |
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ID=5620040
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN112923356A (zh) * | 2021-03-15 | 2021-06-08 | 贵州赤天化纸业股份有限公司 | 一种用于cfb的具有防磨降尘缓速功能的落煤溜槽管 |
| CN117983628A (zh) * | 2022-11-01 | 2024-05-07 | 中国石油天然气集团有限公司 | 氢火焰色谱仪鉴定器废气自动排除装置及排除方法 |
-
1990
- 1990-07-24 DD DD34301090A patent/DD295703A5/de not_active IP Right Cessation
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