DD295814A5 - Verfahren und vorrichtung zum einfuehren einer materialbahn in eine verarbeitungsmaschine - Google Patents
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Abstract
Zum Einfuehren einer Materialbahn (1) in eine Vearbeitungsmaschine, insbesondere in eine Maschine zum Aufwickeln von Papier- oder Kartonbahnen zu Wickelrollen * wird ein elastisches, zugfestes Band (15) mittels Druckluft, die im wesentlichen laminar und parallel zu einem entlang der Bahnfuehrungsstrecke angeordneten Fuehrungselement (13) stroemt, in die Bahnfuehrungsstrecke eingefuehrt. Anschlieszend wird der Bahnanfang der Materialbahn (1) an dem Band (15) befestigt und die Materialbahn (1) mit dem Band (15) durch die Bahnfuehrungsstrecke gezogen. Eine Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens weist ein sich parallel und mit geringem Abstand entlang der Bahnfuehrungsstrecke erstreckendes Bahnfuehrungselement * insbesondere eine U-foermige Rinne, auf, dem in regelmaeszigem Abstand Flachstrahlduesen (14) zugeordnet sind. Fig. 1{Verfahren; Vorrichtung; Einfuehren; Materialbahn; Verarbeitungsmaschine; Aufwickeln; Papier-Kartonbahnen; Wickelrollen; elastisches Band; Druckluft; Fuehrungselement; Bahnfuehrungsstrecke; Rinne; Flachstrahlduesen}
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Einfuhren einer Materialbahn in eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere in eine Maschine zum Aufwickeln von Papier- oder Kartonbahnen zu Wickelrollen, gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und eine Vorrichtung zur Durchfuhrung des Verfahrens
Zum Einfuhren einer Matenalbahn in eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere in eine Maschine zum Aufwickeln von Papieroder Kartonbahnen, sind verschiedene Systeme bekannt, die einen erheblichen Arbeits und Konstruktionsaufwand erfordern Insbesondere das Heranfuhren eines neuen Bahnanfanges an die Stutz- oder Tragwalze einer Wickelmaschine mit emerteilweise Unterflur verlaufenden Bahnfuhrungsstrecke gestaltet sich schwierig, da die Bahnfuhrungsstrecke streckenweise nicht zugänglich ist In dem unzugänglichen Bereich müssen aufwendige Transportbander und Banderschwingen zur Fuhrung des Materialbahnanfangs angeordnet werden, darüber hinaus ist es erforderlich, daß eine Bedienungsperson an den kritischen Stellen manuell nachhilft
Um den Einzug einer neuen Matenalbahn zu automatisieren ist aus der DE-OS 3710039 ein gattungsgemaßes Verfahren bekannt, bei dem längs der Matenalbahnfuhrung ein Auffuhrseil über UmlenKrollen gefuhrt ist, an dem der Materialbahnanfang anschließbar ist Diese Vorrichtung ist konstruktiv aufwendig, da zusätzliche Umlenkrollen fur das stationär angeordnete Auffuhrseil und Auswurfmittel fur das Auffuhrseil erforderlich sind, die es nach dem Bahneinzug in eine nicht störende Position bringen
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemaßes Verfahren zu schaffen das bei geringem konstruktiven Aufwand eine sichere Einfuhrung einer neuen Matenalbahn ermöglicht Eine wertere Aufgabe liegt in der Bereitstellung einer Vorrichtung zur Durchfuhrung eines erfindungsgemaßen Verfahrens
Die erste Aufgabe wird mit den Maßnahmen des Patentanspruchs 1 gelost Es hat sich gezeigt, daß sich ein Band mittels einer laminaren Druckluftstromung entlang eines Fuhrungselementes durch eine mit Kurven versehene Strecke transportieren laßt Es werden nur ein schmales Bahnfuhrungselement, vorzugsweise eine Rinne, und in regelmäßigen Abstanden angeordnete Flachstrahldusen benotigt Das Führungselement kann an den die Bahnfuhrung kreuzenden Stellen Unterbrechungen aufweisen, so daß der Bahnverlauf nicht beeinträchtigt wird Zum Einfuhren einer Materialbahn wird zunächst das elastische zugfeste Band mittels Druckluft in die Bahntuhrungsstrecke eingeführt, anschließend wird es mit der daran befestigten Matenalbahn durch die Bahnfuhrungsstrecke gezogen und so wieder aus dieser entfernt Die zweite Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 2 gelost
Die Unteranspruche enthalten bevorzugte Ausgestaltungen einer Vorrichtung nach Anspruch 2 Wahrend das Merkmal des Anspruchs 3 einen sicheren Transport des Bandes durch die Bahnfuhrungsstrecke gewahrleistet, ermöglicht das Merkmal des Anspruchs 4 eine Verkürzung der fur die Einfuhrung benotigten Zeit da die neue Vorratsrolle bereits vorher vorbereitet werden kann und wahrend der Stillstandszeit nur noch das Band an das am Anfang der Matenalbahn befestigte Verbindungsteil angekuppelt werden muß Die Zeichnung dient zur Erläuterung der Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten Ausfuhrungsbeispiels
Fig 1 zeigt einen Längsschnitt in Bahnlaufrichtung durch eine Wickelmaschine mit einer Bahneinfübungseinrichtung nach der
Erfindung, Fig 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt der Fuhrungsrinne
Die in Fig 1 schematisch gezeigte Wickelmaschine ist eine sogenannte Stutzwalzen-Rollmaschine bei der die Matenalbahn 1, eine bis zu 8 m breite Papier-oder Kartonbahn, von einer Abrollung 2 ankommend längs in Einzelbahnen aufgeteilt wird, die zu Wickelrollen 3 aufgewickelt werden Die Wickelrollen 31 legen wahrend des Aufwickeins wechsel wei se beidseits der Scheitelli nie
angeordnet auf einer angetriebenen Stutzwalze 4 Die Bahn 1 wird an die Stutzwalze 4 von unten herangeführt, so daß diese teilweise umschlungen ist Mit Abstand unterhalb der Stutzwalze 4 befindet sich eine Langsschneideeinrichtung 5, die die Bahn 1 in Einzelbahnen aufteilt
Bei einer Zufuhrung der Bahn 1 von unten an eine Trag-oder Stutzwalze ist es erforderlich die Bahn 1 zumindest teilweise Unterflur zu fuhren, damit zwischen der Abrollung 2 und der Wickelmaschine ein Freiraum zum Entladen der vollen Wickelrollen 3 bleibt Zur Bahnfuhrung dienen Leitrollen 6 bis 10, die die Bahn 1 zunächst nach unten in den Unterflurbereich ablenken, dann in etwa horizontal bis in den Bereich unterhalb der Stutzwalze 4 Dort wird sie von einer Leitrolle 11 in etwa senkrecht nach oben umgelenkt Im Anschluß an die senkrechte Strecke, an der die Langsschneideeinrichtung 5 angeordnet ist, lenkt eine Umlenkrolle 12 die Bahn in etwa tangential an die Stutzwalze 4
Zum Einfuhren einer neuen Bahn 1 in die Wickelmaschine, ζ B nach einem Vorratsrollenwechsel in der Abrollung 2 oder nach einem Bahnabriß, dienen die nachfolgend beschriebenen Elemente
Etwa mittig zur Arbeitsbreite ist entlang der Bahnfuhrungsstrecke mit geringem Abstand von dieser ein Führungselement, vorzugsweise eine Fuhrungsrinne 13, fur ein Schleppband 15 angeordnet Die Fuhrungsrinne 13 weist einen U-formigen Querschnitt auf und ist zur Bahnfuhrungsebene hm offen Ihre Breite betragt zwischen 50mm und 100 mm, die Hohe der Schenkel ca 20mm Die Rinne 13 befindet sich im in etwa waagerecht verlaufenden Teil der Bahnfuhrungsstrecke unterhalb von dieser und reicht bis zur letzten Umlenkrolle 11 vor der Langsschneideeinrichtung 5 Zur Vermeidung von störenden Kreuzungen mit der Bahnfuhrungsstrecke ist die Fuhrungsrinne 13 im Bereich der nach unten ablenkenden Leitrolle 8 unterbrochen Dort befindet sich oberhalb der Leitrolle 8 ein kreisbogenformig gekrümmtes Teil 13 1 der Fuhrungsrinne 13, das nach unten geöffnet ist, wobei fur die kreuzende Bahn 1 Freiraume zur Rinne 13 freigelassen wurden Die Fuhrungsrinne 13 ist in regelmäßigen Abstanden, etwa alle 0,5—1 m, unterbrochen An den Unterbrechungen sind jeweils Flachstrahldusen 14 angeordnet, die in Bahnlaufrichtung laminar stromende Druckluft in die Rinne 13 einblasen, wobei der Abstand der Ausblasoffnungen vom Boden der Rinne 13 weniger als 10mm, vorzugsweise 0,5mm-1 mm, betragt Der Aufbau derartiger Flachstrahldusen ist in der DE-PS 2413614 beschrieben Auf diese Weise wird die gesamte Rinne 13 von einer zu ihrem Boden in etwa parallelen laminaren Druckluftstromung durchflutet
Im senkrechten Bereich zwischen den Leitrollen 11 und 12 ist ein heb-und senkbares Rinnenstuck 13 2 angeordnet, das zwischen den auseinandergefahrenen Messern der Langsschneideeinrichtung 5 bis an die obere Leitrolle 12 angehoben und bis unterhalb der unteren Leitrolle 11 abgesenkt werden kann Im Bereich der Leitrolle 12 schließt sich ein entsprechend gekrümmtes Fuhrungsinnenteil 13 3 an, mit Abstand von diesem - da an dieser Stelle die Bahn 1 die Fuhrungsrinne 13 wiederum kreuzt folgt ein Fuhrungsrinnenteil 13 4, das in etwa tangential an die Stutzwalze 4 heranreicht Zum Einfuhren einer neuen Bahn 1 wird zunächst das Teil 13 2 der Fuhrungsrinne hochgefahren, so daß die senkrechte Strecke zwischen den Leitwalzen 11 und 12 überbrückt ist Anschließend wird die Druckluft eingeschaltet, so daß die gesamte Fuhrungsrinne 13 von der Abrollung 2 bis zur Stutzwalze 4 von laminar strömender Druckluft durchströmt ist Danach wird ein leichtes, jedoch zugfestes Band 15 aus Papier, Textil oder Kunststoff von geringerer Breite als die Breite der Fuhrungsrinne 13 bei der Abrollung 2 in die Fuhrungsrinne 13 eingeführt Das Band 15 hat eine größere Lange als die Unterflur verlaufende Bandfuhrungsstrecke und wird von der Druckluft durch die Rinne 13 transportiert bis sein Anfang an der Stutzwalze 4 aus dem Unterflurbereich hervortritt Am Ende des Bandes 15 ist eine Befestigungsmoglichkeit fur ein Verbindungsteil zur Materialbahn angebracht Ais Verbindungsteil wird ein sogenannter „Drachen" verwendet, ein trapezförmiges Verbindungsteil, das an dem Anfang der neuen Bahn 1 losbar, ζ B mit einem Klebestreifen, befestigt werden kann Der Drachen wird an dem vorbereiteten Bahnanfang der neuen Vorratsrolle 2 1 befestigt Nachdem sein Ende an dem Drachen angekuppelt wurde, wird das Band 15 im Bereich der Stutzwalze 4 manuell oder maschinell aus der Fuhrungsrinne 13 herausgezogen und dabei aufgewickelt Um die Zugbelastung möglichst gering zu halten, wird dabei der Antrieb der Abrollung 2 zugeschaltet Das Band 15 zieht so den neuen Bahnanfang durch die Unterflur liegende Bahnfuhrungsstrecke bis der neue Bahnanfang an der Stutzwalze 4 aus dem Unterflurbereich heraustritt und von der als Saugwalze ausgebildeten Stutzwalze 4 übernommen wird Das Ende des Schleppbandes 15 wird danach vom Bahnanfang gelost, das Rinnenteil 13 2 wird abgesenkt, und die Messer der Langsschneideeinrichtung 5 werden an die Bahn 1 gefahren Der Transport des neuen Bahnanfangs zu den Wickelstationen und die Befestigung der Einzelbahnen an den jeweiligen Wickelhulsen erfolgt dann in bekannter Weise mit der Stutzwalze 4, an der der Bahnanfang festgesaugt ist
Das aufgewickelte Schleppband 15 wird zu der Abrollung 2 befordert und steht somit fur die Einfuhrung des nächsten Bahnanfangs bereit Um die zur Einfuhrung eines neuen Bahnanfangs benotigte Zeit möglichst kurz zu halten, kann das Band 15 bereits wahrend des Entladens der vollen Wickelrollen 3 durch die Fuhrungsrinne 13 gefuhrt werden Bereits wahrend die vorhergehende Vorratsrolle 2 1 noch abgewickelt wird, wird die neue Vorratsrolle außerhalb der Abrollstation vorbereitet, indem der Bahnanfang angespritzt und ein Drachen daran befestigt wird Nach Einhangen der neuen Vorratsrolle in die Abrollung braucht daher nur noch das Ende des Schleppbandes 15 an dem Drachen befestigt zu werden Das vorstehend beschriebene Ausfuhrungsbeispiel zeigt das Einfuhren einer neuen Bahn durch den schwer zugänglichen Unterflurbereich einer Wickelmaschine Das erfmdungsgemaße Verfahren ist jedoch nicht auf diese Ausfuhrungsformen beschrankt Es ist vorteilhaft an allen Verarbeitungsmaschinen fur Materialbahnen einsetzbar, die eine schwer zugängliche, mit Kurven versehene Bahnzufuhrung aufweisen
Claims (4)
1. Verfahren zum Einfuhren einer Materialbahn in eine Verarbeitungsmaschine, insbesondere in eine Maschine zum Aufwickeln von Papier- oder Kartonbahnen zu Wickelrollen, bei den die Materialbahn mittels eines am Bahnanfang befestigten, sich durch die Bahnfuhrungsstrecke erstreckenden Schleppelements in die Verarbeitungsmaschine eingezogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein elastisches, zugfestes Band (15) mittels Druckluft, die im wesentlichen laminar und parallel zu einem entlang der Bahnfuhrungsstrecke angeordneten Führungselement (13) strömt, in die Bahnfuhrungsstrecke eingeführt wird, und anschließend das Band (15) mit der daran befestigten Matenalbahn (1) durch die Bahnfuhrungsstrecke gezogen wird.
2 Vorrichtung zur Durchfuhrung eines Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich parallel und mit geringem Abstand entlang der Bahnfuhrungsstrecke ein Führungselement (13), insbesondere eine U-formige Rinne, fur ein Band (15) erstreckt, dem in regelmäßigen Abstanden Flachstrahldusen (14) zugeordnet sind, die im wesentlichen laminare Druckluft in Transportrichtung entlang seiner Oberflache blasen.
3 Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flachstrahldusen (14) alle 0,5 bis 1 m angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (15) an seinem Ende eine Befestigungsmoglichkeit fur ein am Anfang der Matenalbahn (1) befestigbares Verbindungsteil, insbesondere fur einen Drachen, aufweist.
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