DD296022A5 - Vorrichtung zum schleifen und/oder laeppen kegelfoermiger dichtflaechen von ventilarmaturen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schleifen und/oder Laeppen kegelfoermiger Dichtflaechen von Ventilarmaturen mit einem im Inneren der Armatur radial umlaufenden Schleifkopf. Die Vorrichtung ist so ausgebildet, dasz eine exakte Anpassung des Schleifkopfes an den Ventilsitz erfolgt, waehrend des Schleifens die erforderliche Anpreszkraft selbsttaetig aufgebracht wird und der Einsatz fuer verschiedene Nennweiten moeglich ist. Dies wird dadurch erreicht, dasz ein Spannring (1) vorgesehen ist, der auf das Ventilgehaeuse (17) aufsetzbar und mit diesem verspannbar ist, der Spannring (1) axial mittig ein Fuehrungsgehaeuse (2) aufnimmt, in welchem eine Antriebswelle (3) drehbar gelagert ist, im unteren Bereich auf die Antriebswelle (3) eine Druckfeder (13) und anschlieszend der Schleifkopf (4) aufgesteckt sind, von oben in den Spannring (1) eine Halterung (8) fuer einen Antriebsmotor (19) eingesteckt ist, die Antriebswelle (3) im oberen Bereich mit einer Kupplung (7) zur kraftschluessigen Verbindung mit dem Antriebsmotor (19) versehen ist, der Schleifkopf (4) aus einem Schaft (20) und einem Grundkoerper (21) gebildet ist, wobei der Grundkoerper (21) eine kegelfoermige Auszenflaeche aufweist und an seiner Stirnseite mit einem Ring (5) versehen ist, der mit einem Auszenzapfen (22) die kegelfoermige Auszenflaeche uebergreift und zwischen der Auszenflaeche und dem Ring (5) ein Schleifleinen (15) einspannbar ist. Figur{Ventilarmatur; Kegelsitz; Dichtflaeche; Nacharbeiten; Fuehrungsgehaeuse; Spannring; Antriebsmotor; Antriebswelle; Druckfeder; Schleifkopf; Schleifleinen}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schleifen und/oder Läppen kegelförmiger Dichtflächen von Ventilarmaturen mit einem im Inneren der Armatur radial umlaufenden Schleifkopf.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Vorrichtungen zum Nachschleifen von Ventilsitzen vor Ort und in der Werkstatt sind bekannt. Die meisten Vorrichtungen dieser Art sind für Ventile größerer Nennweiten oder kleinerer Nenndrücke mit Flachsitz ausgeführt (DE 3814189). Dies ermöglicht eine einfache Bearbeitung mit Planscheiben. Die Dichtwirkung zwischen Ventilsitz und Ventilspindel wird mit großer Sicherheit wieder erlangt. Die in Kraftwerken zum Einsatz kommenden Heißdampfventile kleinerer Nennweiten bei hohen Nenndrücken (400MPa) weisen eine Liniendichtung auf, die durch unterschiedliche Winkelgeometrie von Ventilsitz und Ventilspindel erreicht wird. Kennzeichnend ist, daß der Kegelsitz einen größeren Winkel als der Spindelsitz aufweist.
Die meisten bisher bekannten Vorrichtungen zum Nacharbeiten dieser Ventile sind auf Grund der langen Arbeitsspindel, die von der Ventilgehäuseoberkante bis zum Ventilsitz frei liegt, nicht in der Lage, einen exakten Rundlauf zu erreichen. Dieser Nachteil der freien Aufhängung der Arbeitsspindel wird zwar durch die Vorrichtung gemäß DD 150713 beseitigt, dort erfolgt jedoch eine zu starre Führung des Schleifkörpers bezogen auf das Ventilgehäuse, so daß Fehler im Ventilgehäuse auf den Ventilsitz übertragen werden. Außerdem ist diese Vorrichtung in ihrem konstruktiven Aufbau und ihrer Handhabung äußerst kompliziert.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, den Aufwand für das Schleifen kegelförmiger Dichtflächen von Ventilarmaturen vor Ort zu senken.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Schleifen und/oder Läppen kegelförmiger Dichtflächen von Ventilarmaturen mit einem im Inneren der Armatur radial umlaufenden Schleifkopf so auszubilden, daß eine exakte Anpassung des Schleifkopfes an den Ventilsitz erfolgt, während des Schleifens die erforderliche Anpreßkraft selbsttätig aufgebracht wird und der Einsatz für verschiedene Nennweiten möglich ist.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß ein Spannring vorgesehen ist, der auf das Ventilgehäuse aufsetzbar und mit diesem verspannbar ist, der Spannring axial mittig ein Führungsgehäuse aufnimmt, in welchem eine Antriebswelle drehbar gelagert ist, im unteren Bereich auf die Antriebswelle eine Druckfeder und anschließend der Schleifkopf aufgesteckt sind, von oben in den Spannring eine Halterung für einen Antriebsmotor eingesteckt ist, die Antriebswelle im oberen Bereich mit einer
Kupplung zur kraftschlüssigen Verbindung mit dem Antriebsmotor versehen ist, der Schleifkopf aus einem Schaft und einem Grundkörper gebildet ist, wobei der Grundkörper eine kegelförmige Außenfläche aufweist und an seiner Stirnseite mit einem Ring versehen ist, der mit einem Außenzapfen die kegelförmige Außenfläche übergreift und zwischen der Außenfläche und dem Ring ein Schleifleinen einspannbar ist.
In weiterer Ausbildung wird der Schleifkopf von einem Zylinderstift in einem Langloch in der Antriebswelle gehalten, wobei der Zylinderstift von einer außen auf den Schaft des Schleifkopfes aufschiebbaren Hülse abgedeckt ist. Der Spannring und die Halterung für den Antriebsmotor sind miteinander verschraubt.
Der Außenzapfen des Ringes übergreift etwa Vs bis Ѵз die kegelförmige Außenfläche des Grundkörpers.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt die auf einem Ventilarmaturengehäuse verspannte Vorrichtung im Schnitt.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Spannring 1, einem Führungsgehäuse 2, einer Antriebswelle 3, einem Schleifkopf 4 und einer Halterung 8.
Der Spannring 1 nimmt axial mittig das Führungsgehäuse 2 auf. Im Führungsgehäuse 2 ist über Nadellager die Antriebswelle 3 drehbar gelagert. Im unteren Bereich ist auf die Antriebswelle 3 eine Druckfeder 13 und anschließend der Schleifkopf 4 aufgesteckt, wobei der Schleifkopf 4 von einem Zylinderstift 12 in einem Langloch 18 in der Antriebswelle 3 gehalten ist. Der Schleifkopf 4 ist aus einem Schaft 20 und einem Grundkörper 21 gebildet. Zur Sicherung des Zylinderstiftes 12 ist dieser von einer außen auf den Schaft 20 aufschiebbaren Hülse 6 abgedeckt. Der Grundkörper 21 weist eine kegelförmige Außenfläche auf und ist an seiner Stirnseite mit einem Ring 5 versehen, der mit einem Außenzapfen 22 die kegelförmige Außenfläche etwa Vs bis Ѵз übergreift. Zwischen der Außenfläche und dem Ring 5 ist ein Schleifleinen 15 einspannbar. In den Spannring 1 ist von oben die Halterung 8 für einen Antriebsmotor 19 eingesteckt, wobei der Spannring 1 und die Halterung 8 miteinander durch Schrauben 1T verschraubt sind. Die Antriebswelle 3 ist im oberen Bereich mit einer Kupplung 7 zur kraftschlüssigen Verbindung mit dem Antriebsmotor 19 versehen.
Die Vorrichtung ist insbesondere für die Vor-Ort-Instandsetzung, d. h. das Nachschleifen oder Läppen von Hochdruckventilen mit einem Kegelsitz der Nennweiten 15 bis 50mm und einem Nenndruck bis 400 MPa einsetzbar. Dazu ist das Oberteil des Ventils zu demontieren. An dem Schleifkopf 4 werden die Schrauben 14, mit denen der Ring 5 an dem Grundkörper 21 befestigt ist, soweit gelöst, daß zwischen dem Grundkörper 21 und dem Ring 5 ein Schleifleinen 15 entsprechender Körnung eingelegt werden kann. Liegt das Schleifleinen 15 glatt an der Außenfläche des Grundkörpers 21 an, werden die Schrauben 14 angezogen. Dann wird die Vorrichtung mit dem Führungsgehäuse 2 in das Innere des Ventilgehäuses 17 soweit eingeführt, bis der Spannring 1 auf der Oberkante des Ventilgehäuses 17 aufliegt. Der Spannring 1, der zwei im Durchmesser unterschiedliche Kammern aufweist, ist mit der dem Außendurchmesser des Ventilgehäuses 17 entsprechenden Kammer nach unten auf dem Führungsgehäuse 2 mittels der Schrauben 11 zu befestigen.
Durch die Fase am unteren Ende des Führungsgehäuses 2 wird die Vorrichtung innerhalb des Ventilgehäuses 17 zentriert. Die erforderliche Vorspannung des Schleifkopfes 4 (Anlage an der Dichtfläche des Kegelsitzes) ist vorhanden, wenn der Spannring 1 auf dem Ventilgehäuse 17 aufliegt. In die Halterung 8, die in die obere Kammer des Spannringes 1 eingesetzt ist, wird der Antriebsmotor 19 eingesetzt. Auf die Welle des Antriebsmotors 19 ist eine Mutter 23 aufgeschraubt, die mit der Kupplung 7 auf der Antriebswelle 3 in Eingriff gebracht wird. Durch Zusammenziehen des Spannringes 16, der im oberen Teil der Halterung 8 a usgebildet ist, wird der Antriebsmotor 19 mit der Vorrichtung verspannt. Durch Einschalten des Antriebsmotors 19 wird der Schleifkopf 4 in eine Drehbewegung versetzt und mit dem Schleifleinen 15 die Kegelsitzfläche mit hoher Maßgenauigkeit nachgeschliffen. Sollte ein Schleifvorgang nicht ausreichen, so ist die Vorrichtung aus dem Ventilgehäuse 17 herauszunehmen, das Schleifleinen 15 zu erneuern, die Vorrichtung wieder in das Ventilgehäuse 17 einzusetzen und ein erneuter Schleifvorgang auszuführen. Die für die unterschiedlichen Ventile erforderliche Anpreßkraft des Schleifkopfes 4 an den Ventilsitz wird durch Einsetzen entsprechender Druckfedern 13 realisiert. Die axiale Anpassung des Schleifkopfes 4 an den Ventilsitz wird durch das Langloch 18 in der Antriebswelle 3 erreicht. Für Ventile mit größeren Nennweiten ist es zur besseren Führung zweckmäßig, auf das Führungsgehäuse 2 eine Distanzhülse 10 aufzuschieben. Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung können kegelförmige Dichtflächen von Ventilarmaturen vor Ort, d. h. im eingebauten Zustand, nachgeschliffen werden. Ohne zusätzliche Ausrichtarbeiten wird der Schleifkopf 4 über die gesamte Länge der Arbeitsspindel genau geführt und exakt an den Ventilsitz angepaßt. Die Vorrichtung kann für verschiedene Nennweiten ohne große Umrüstung eingesetzt werden.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Schleifen und/oder Läppen kegelförmiger Dichtflächen von Ventilarmaturen mit einem im Inneren der Armatur radial umlaufenden Schleifkopf, dadurch gekennzeichnet, daß ein Spannring (1) vorgesehen ist, derauf das Ventilgehäuse (17) aufsetzbar und mit diesem verspannbar ist, der Spannring (1) axial mittig ein Führungsgehäuse (2) aufnimmt, in welchem eine Antriebswelle (3) drehbar gelagert ist, im unteren Bereich auf die Antriebswelle (3) eine Druckfeder (13) und anschließend der Schleifkopf (4) aufgesteckt sind, von oben in den Spannring (1) eine Halterung (8) für einen Antriebsmotor (19) eingesteckt ist, die Antriebswelle (3) im oberen Bereich mit einer Kupplung (7) zur kraftschlüssigen Verbindung mit dem Antriebsmotor (19) versehen ist, der Schleifkopf (4) aus einem Schaft (20) und einem Grundkörper (21) gebildet ist, wobei der Grundkörper (21) eine kegelförmige Außenfläche aufweist und an seiner Stirnseite mit einem Ring (5) versehen ist, der mit einem Außenzapfen (22) die kegelförmige Außenfläche übergreift und zwischen der Außenfläche und dem Ring (5) ein Schleifleinen (15) einspannbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkopf (4) von einem Zylinderstift (12) in einem Langloch (18) in der Antriebswelle (3) gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderstift (12) von einer außen auf den Schaft (20) des Schleifkopfes (4) aufschiebbaren Hülse (6) abgedeckt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring (1) und die Halterung (8) für den Antriebsmotor (19) miteinander verschraubt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenzapfen (22) etwa Vs bis Ѵз die kegelförmige Außenfläche übergreift.
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| DD34211890A DD296022A5 (de) | 1990-06-27 | 1990-06-27 | Vorrichtung zum schleifen und/oder laeppen kegelfoermiger dichtflaechen von ventilarmaturen |
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| DD296022A5 true DD296022A5 (de) | 1991-11-21 |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN104742005A (zh) * | 2015-04-21 | 2015-07-01 | 沈阳达明电工机械有限公司 | 用于研磨汽轮机主汽门阀座的装置 |
| CN107471083A (zh) * | 2017-09-14 | 2017-12-15 | 沈阳多元机电设备有限公司 | 一种汽轮机阀门阀座密封面研磨修复设备 |
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1990
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