DD296474A5 - Verfahren zur herstellung von lichtbrechenden- bzw. reflektierenden schichten aus glaskugeln - Google Patents

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DD296474A5 DD34247790A DD34247790A DD296474A5 DD 296474 A5 DD296474 A5 DD 296474A5 DD 34247790 A DD34247790 A DD 34247790A DD 34247790 A DD34247790 A DD 34247790A DD 296474 A5 DD296474 A5 DD 296474A5
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Gunter Boesewetter
Wilfried Galle
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Ve Ingenieurbetrieb Fuer Automatisierung Chemnitz Werk Schwarzenberg,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schichten aus Glaskugeln. Angewandt zur Herstellung von lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schichten aus Hochindex-Microglaskugeln fuer Gegenstaende aus Glas, Keramik oder Email. Erfindungsgemaesz ist, dasz Microglaskugeln in Form von Suspension oder als Paste auf das Substrat aufgebracht werden, und dasz nach der Zwischentrocknung bei einer Temperatur, die zwischen Erweichungs- und Erschmelztemperatur beider Schichten liegt, diese eingebrannt werden. Die Kugelform bleibt bei dieser Verbindung erhalten.{Glas; Keramik; Email; Reflexion, lichtbrechend; Kugelform; Temperatur; erhitzen; verbinden; Suspension; Paste}

Description

Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung wird in der Glas-, Keramik-und Emailindustrie zur Herstellung von lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schichten aus Hochindex-Microglaskugeln für herkömmliche Gegenstände aus Glas, Keramik oder Email angewandt, um diesen eine lichtbrechende bzw. reflektierende Oberfläche zu geben.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bekannte Verfahren, um lichtbrechende bzw. reflektierende Flächen mit Hilfe von Hochindex-Microglaskugeln auf unterschiedliche Substrate herzustellen gibt es.
Die technischen Lösungen in DE 2721 885 und DE 2755 088 gehen davon aus, daß Microglaskugel η in Thermoplasten eingebettet zu Folien verarbeitet bzw. als organisch gebundene Emulsionen flüssig aufgebracht werden.
Als nachteilig erweist sich dabei, daß ca. 50-80% der Schicht bzw. Emulsion aus Thermoplasten bestehen und die Haftung auf dem Grundsubstrat nur durch diese Thermoplaste bzw. durch zusätzliche Verbindungsschichten zustande kommt.
Daher ist die Haftung der Glaskugeln untereinander bzw. dieser Schichten und Folien auf Glas, glasierten Keramik- bzw.
Emailschichten und Emailuntergrund sehr schlecht. Gleichzeitig werden diese von Umweltfaktoren maßgeblich negativ beeinflußt.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, die Nachteile üblicher lichtbrechender bzw. reflektierender Schichten aus Hochindex-Microglaskugeln ohne zusätzliche Einbettung in Thermoplaste bzw. durch zusätzliche haftvermittelnde organische Substanzen zu beseitigen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, lichtbrechende bzw. reflektierende Schichten aus Hochindex-Microglaskugeln auf Glas, glasierten Keramik- und Emailoberflächen zu erhalten.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Microglaskugeln in Form von trockenem Pulver elektrostatisch, als Suspension z. B. durch Schlicker oder als Paste mittels Siebdruckverfahren auf das vorgesehene Substrat aufgebracht werden und daß nach der Zwischentrocknung bei einer Temperatur, die zwischen Erweichungs- und Erschmelztemperatur beider Schichten liegt, diese eingebrannt werden.
Dabei verbinden sich im Bereich dieser Reaktionstemperatur das Substrat mit Glaskugeln bzw. die Glaskugeln untereinander so, daß sie die Kugelform nicht verlieren.
Ausführungsbeispiele
1. Es soll ein konventionell hergestelltes Emailschild farbiger Gestaltung mit einem transparenten reflektierenden Überzug versehen werden. Dazu wird ein Pulver aus transparenten Microglaskugeln im Bereich <63pm in bekannter Weise mit Polysiloxanen behandelt. Dieses so erhaltene Pulver aus transparenten Microglaskugeln wird im elektrischen Feld auf das
Substrat aufgetragen und anschließend in einem Umkehremaillierofen auf ca 750-800 C aufgeheizt Damit wird sogleich eine, den dekorativ gestaltenden Untergrund sichtbare und bei Lichteinfall reflektierende Oberflache erreicht Es soll auf einem Substrat aus Flachglas (Fensterglas) flachig oder partiell eine Schicht aufgebracht werden, welche eine lichtbrechende bzw reflektierende Wirkung hervorruft Dazu wird ein Pulver aus transparenten oder aus farbigen Microglaskugeln ca 20 pm dick auf dem Substrat mittels Schablone aufgepudert und anschließend bei ca 800-850 С Л mm gemeinsam in einem Muffelofen aufgeheizt Mit Hilfe dieses Verfahrens können großflächige, nicht blendende und gleichzeitig reflektierende Glasscheiben hergestellt werden
100 Teile Microglaskugeln im Bereich 60— 100μηι mit einer bestimmten Anzahl von Teilen Latex und Wasser intensiv miteinander vermischt bis eine auftragsfahige Suspension entsteht Diese wird durch tauchen auf ein farbig emailiertes Verkehrsschild flachig aufgetragen, anschließend getrocknet und bei ca 740-8000C 2 min in einem beliebigen Emaillierofen aufgeheizt Somit entsteht neben der farbigen Untergrundschicht, welche bei Tageslicht durch die Reflexionsschicht hindurch deutlich zu erkennen ist oder bei intensiver Lichteinstrahlung durch Kfz Scheinwerfer, eine zusatzliche Reflexionsschicht, die die Symbolik des Verkehrszeichens nicht entstellt.
Eine in Art und Weise bekannte Coil-Coatmganlage fur die Herstellung von Architekturpaneelen wird um eine Bearbeitungsstufe erweitert, in dem auf die Mittel des Blechbandes ein reflektierender Abschnitt gewünschter Breite pneumatisch aufgespritzt wird Zur Herstellung des Spritzschlickers werden 100 Teile der Microglaskugeln im Bereich 30-50 μπι mit einer bestimmten Anzahl von Teilen Karboxymetylzellulose und Wasser intensiv vermischt Die aufgetragene Schicht wird getrocknet und in der zur Coil-Coatmganlage gehörigen Brennstation bei ca 750-800 0C kontinuierlich aufgeheizt Dadurch entsteht zusätzlich zur haltbaren, gegen Umwelteinflusse bestandigen Emailschicht eine reflektierende Effektschicht fur Signal-, Hinweis- bzw Reklamezwecke

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung von lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schichten auf Glas-, Keramik- und Emailoberflächen, dadurch gekennzeichnet, daß diese aus Microglaskugeln bestehende Schicht in einer Stärke aufgebracht wird, die die Transparenz der darunterliegenden Schicht ermöglicht und daß die lichtbrechende bzw. reflektierende Schicht sich mit der Grundschicht bei einer Reaktionstemperatur, die zwischen den Erschmelzungs- und Erweichungstemperaturen beider Schichten liegt, verbindet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Verbindung und dem Einbrennen der Grundschicht mit der lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schicht, diese mit einem organischen bzw. anorganischen Überzug versehen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragen der lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schicht in Form einer wäßrigen Suspension beispielsweise durch pneumatisches oder elektrostatisches Spritzen, Tauchen, Fluten oder Übergießen erfolgt, und daß für die Herstellung der Suspension anstelle von Ton ein synthetisches Schwebemittel, wie z. B. Kieselsäure-, Zellulose-, Latex- oder Xanthanverbindungen angewandt wird, wobei Glaskugeln bzw. die Suspensionsschicht farbig sein können.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufbringen der lichtbrechenden bzw. reflektierenden Schicht in trockenem Zustand, wie z. B. durch Pudern oder elektrostatischen Pulverauftrag erfolgt.
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