DD296479A5 - Verfahren zur herstellung eines organischen naturduengestoffes - Google Patents

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DD296479A5
DD296479A5 DD90342567A DD34256790A DD296479A5 DD 296479 A5 DD296479 A5 DD 296479A5 DD 90342567 A DD90342567 A DD 90342567A DD 34256790 A DD34256790 A DD 34256790A DD 296479 A5 DD296479 A5 DD 296479A5
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Wolfgang Naundorf
Ralf Wollenberg
Dietmar Trommer
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Bergakademie Freiberg Direktorat Fuer Forschung,De
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    • Y02W30/40Bio-organic fraction processing; Production of fertilisers from the organic fraction of waste or refuse

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines organischen Naturduengestoffes, der insbesondere bei der Duengung von gaertnerischen und kleingaertnerischen Kulturen Anwendung findet. Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur UEberfuehrung von Dung in einen geruchsfreien, gut handhabbaren sowie gut und ohne Naehrstoffverluste lange Zeit lagerfaehigen organischen Duengestoff zu entwickeln, wobei auf den Zusatz von basisch reagierenden anorganischen Stoffen in der Feuchtphase verzichtet werden soll, damit der biologische Abbau im Duengestoff in der Herstellungsphase des Duengers und waehrend der Zeit der Lagerung weitgehend verhindert wird. Die technische Aufgabe wird dadurch geloest, dasz vorrangig einstreufreier Dung oder anderer Feuchtdung von Rindern, Kaelbern, Bullen, Gefluegel, Schafen, Pferden oder Schweinen mit einem trockenen, fasrigen organischen Produkt, das in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzusaugen, wie Holzspaene, Holzmehl, zerkleinertes Stroh, zerkleinerte Bargasse oder aehnliche Bioprodukte, im Mengenverhaeltnis von 1:1 bis 2:1 homogen vermischt wird und die erhaltene oberflaechentrockene, kruemlige Mischung erfindungsgemaesz auf einen Feuchtegehalt von w4 bis 12%, vorzugsweise 6-8% getrocknet und mit Preszdruecken von 50-120 MPa kompaktiert wird.{organischer Duengestoff; Dung; fasrige organische Abprodukte; Holzspaene; Holzmehl; Stroh; Bargasse; Kompaktierung}

Description

Durch dio Absenkung des Feuchtegohaltes auf 4-12% wird die Mischung gut brikottierfählg. Das ist eine wichtige Voraussetzung für die Erzeugung von festen Preßlingen mit hoher Dichte, wodurch gleichzeitig die Geruchstoffe gebundon werden. Die Trocknung auf einen Feuchtegehalt von 4-12% und die Intensive Preßverdichtung bewirken neben der Verringerung des Volumens und damit der Verbesserung der Transport- und Lagorfühlgkoit insbesondere eine marke Konservierung gegen den weiteren biologischen Abbau. Die nach dom erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Preßlinge sind mechanisch sehr stabil, können maschinell verpackt worden, sind gut transportierbar und im trockenen Zustand unbegrenzt lagerbar. Von besonderem Vorteil ist ihre vollkommene Geruchsfreihoit. Sie sind hygienisch und angenehm In ihrer Handhabung. N.?ch dem Ausbringen auf die Anbaufläche zerfallen die erfindungsgomäß hergestellten Preßlinge kurze Zeit nach dor Befeuchtung durch die Quellfähigkeit der fasrigen organischen Abprodukte in die feucht-krümlige Ausgangsstruktur. Neben der Düngewirkung tragen die organischen Stoffe zur Humusbildung und Boclonauflockerung bei.
Ausführungsbelsplel
Das erfindungsgemäße Verfahren soll anhand der folgenden drei Beispiele näher erläutert werden:
Beispiel 1
Bullendung ohne Einstreukomponente aus einer Intensivaufzuchtanlage wird mit trockenen Holzspänen im Mengenverhältnis von 2:1 vorgemischt. Die Holzspäne haben eine Körnung von 1/Omm und eine Feuchtigkeit von w = 11 %. Es ensteht ein erdfeuchtes krümliges Mischprodukt mit einem Feuchtegehalt von w = 50%. Nach der Trocknung auf den Brikettierfeuchtegehalt von w = 7% wird das Gemisch mit einem Preßdruck von 80MPa auf einer Formkanalstempelpresse zu Preßlingen mit den Abmaßen 50mm x 50mm x 30mm verpreßt. Die Preßlinge haben eine Druckfestigkeit von 70MPa und eino Abriebfestigkeit R30 (100) von 97%. Ihre hohe mechanische Stabilität erlaubt eine Verp ickung mit Automaten. Sie sind in verpackter Form unbegrenzt lagerbar und transp jrtstabll. Außerdem sind sie vollkommen geruchsfrei. Bei der Befeuchtung zerfallen diese Tabletten In die krümlige Ausgangsstruktur.
Beispiel 2
Bullendung ohne Einstreukomponente wird mit zerkleinertem trockenen Stroh mit einer Halmlänge von etwa 2 mm und einem Feuchtegehalt von w = 10%im Mengenverhältnis 2:1 vorgemischt. Das feucht-krümlige Mischprodukt mit einem Feuchtegehalt von w = 48% wird auf einen Brikettierfeuchtegehalt von w = 6% getrocknet und anschließend mit 0,1 Masseanteile Kalidüngemittel vermischt. Die Brikettierung erfolgt auf einer Formkanalstempelpresse mit einem Preßdruck von 1COMPa. Die Preßlinge mit den Abmaßen 50mm x 50mm x 30mm haben eine Druckfestigkeit von 80MPa und eine Abriebfestigkeit R30 (100) von 95% und besitzen hinsichtlich Verpackungs-, Lagerungs-, Transport- und Zerfaüsverhalten gleich gute Eigenschaften wie im Beispiel 1 dargestellt.
Beispiel 3
Bullendung ohne Einstreukompononte wird mit trockenen Holzspänen im Masseverhältnis von 2:1 vorgemischt. Die Holzspäne haben eine Körnung von 3/0 mm und einen Feuchtegehalt von 6%. Es entsteht ein erdfeuchtes, krümliges Mischprodukt mit einem Feuchtegehalt von w = 46%. Nach Trocknung auf einen Feuchtegehalt von w = 6% wird das Gut mit 0,1 Masseanteile Mischdünger und 0,05 Masseanteile Dolomitmehl vermischt. Die Preßverdichtung erfolgt mit einer Lochscheibonwalzenpresse. Die Pellets mit einem Durchmesser von 8cm und einer Länge von 5-15cm haben eine Abriebfestigkeit von R10 (100) = 92% und besitzen hinsichtlich Verpackungs-, Lagerungs-, Transport- und Zerfallsverhalten gleich gute Eigenschaften wie im Beispiel 1 dargestellt.

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung eines organischen Naturdüngestoffes, wobei einstreufreier Dung oder anderer feuchter Dung von Rindern, Kälber, Bullen, Geflügel, Schafen, Pferden oder Schweinen mit einem trockenen, fasrigen organischen Produkt, wie Holzspäne, Holzmehl, zerkleinertes Stroh, zerkleinerte Bargasse oder ärmliche Bioprodukte, im Mengenverhältnis von 1:1 bis 2:1 homogen vermischt wird, gekennzeichnet dadurch, daß die feucht-krümlige Mischung auf einem Feuchtegehalt von w = 4 bis 12% getrocknet und mit Preßdrücken von 50-120MPa kompaktiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der getrockneten Grundmischung andere Düngstoffe, Löschkalk, Dolomitmehl und/oder andere geeignete Ca- bzw. Mg-haltige Produktein Anteilen bis zu 30% zugesetzt werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines organischen Naturdüngestoffas, der insbesondere bei der Düngung von gärtnerischen und kleingärtnerischen Kulturen Anwendung findet.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
In den Intensivaufzuchtanlagen für Rinder und Bullen fallen große Mengen an einstreufreiem Mist und GUMe an, für deren Beseitigung durch biologischen Abbau oder Verwendung als Düngemittel unter Berücksichtigung von Aspekten des Umweltschutzes hohe Aufwendungen erforderlich sind.
Nach DE-OS 3711356 wird Gülle aus Tierhaltungen mit Asche aus Kohlofeuerungsanlagen vermischt, wobei die in der Gülle enthaltenen Stickstoffverbindungen, insbesondere Nitrat, in die Mischung eingebunden werden, und das Gemisch wird granuliert. Der Vorteil dieses Düngemittels besteht in der Möglichkeit einer längeren Lagerung und einer geringeren Umweltschädigung durch eine langsamere Stickstoff jbgabe. Nachteilig ist das Einbringen von in der Asche enthaltenem Gips sowie enthaltener Schwermetallverbindungen in den Boden. Das EP 285208 betrifft ein Verfahren zur Behandlung von Mist und/oder Klärschlamm. Nach diesem Verfahren wird CaO mit Mist und/oder Klärschlamm im Verhältnis von etwa 1 ;2,5 durch Rühren vermischt. Durch die exotherme Reaktion von CaO mit Wasser steigt dabei die Temperatur auf über 90°C. Dieses Gemisch wird 8-24 Stunden zwiachengelagert, danach Torf zugesetzt und politisiert. Nachteilig bei diesem Verfahren ist, daß erhebliche Mengen an anorganischen und stark alkalisch reagierenden Zusatzstoffen eingesetzt werden müssen. Durch diese alkalisch reagierenden Zusatzstoffe wird durch Ammonial;abtreibung der Stickstoffgehalt des Düngers verringert. Pferdedung, der aufgrund seiner Konsistenz kein handelsfähiges Produkt darstellt, kann nach DE-OS 3609162 in ein geruchsarmes Düngemittel mit torfmullartiger Konsistenz überführt werden, Indem der Pferdedung mit Stroh in einer Mühle fein vermählen wird. Dabei können Beimengungen, wie Torfmull, Kunstdünger, anderer Dung, Mutterboden, in prozentual beliebiger, dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßter Menge zugesetzt werden. Nachteilig bei diesem organischen Naturdüngestoff ist die begrenzte Lagerfähigkeit durch den fortschreitenden biologischen Abbau. Dieser Düngestoff ist zwar geruchsarm, aber nicht geruchsfrei.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, Dung durch ein einfaches Verfahren in einen lange Zeit verlust- und geruchsfrei lagerbaren, handelsfähigen, organischen Düngestoff mit hohen Gebrauchseigenschaften zu überführen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die technische Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Überführung von Dung in einen geruchsfreien, gut handhabbaren sowie gut und ohne Nährstoffverluste lange Zeit lagerfähigen organischen Düngestoff zu entwickeln, wobei auf den Zusatz von basisch reagierenden anorganischen Stoffen in der Feuchtphase verzichtet v/erden soll, damit der biologische Abbau im Düngestoff in der Herstellungsphase des Düngers und während der Zeit der Lagerung weitgehend verhindert wird. Die technische Aufgabe wird dadurch gelöst, daß vorrangig einstreufreier Dung oder anderer Feuchtdung von Rindern, Kälbern, Bullen, Geflügel, Schafen, Pferden oder Schweinen mit einem trockenen, fasrigen organischen Produkt, das in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzusaugen, wie Holzspäne, Holzmehl, zerkleinertes Stroh, zerkleinerte Bargasse oder ähnliche Bioprodukte, im Mengenverhältnis von 1:1 bis 2:1 homogen vermischt wird und die erhaltene oberflächentrockene, krümlige Mischung erfindungsgemäß auf einen Feuchtegehalt von w = 4 bis 12%, vorzugsweise 6-8%, getrocknet und mit Preßdrücken von 50-120MPa kompaktiert wird.
Die Agglomeration des getrockneten Mischgutes erfolgt durch intensive Preßverdichtung zu Preßlingen oder Pellets. Besonders geeignet dafür sind Formkanalstempelpressen, Lochmatrizenpressen bzw. Formmuldenwalzpressen. Der Grundmischung aus Dung und fasrigen organischen Produkten können zur Einstellung gezielter Düngewirkungen und zur Bodenverbesserung nach der Trocknung und vor der Verpressung Kunstdünger, Löschkalk, Kalksteinmehl und/oder Dolomitmehl bzw. andere Mgund/odar Ca-haltige Produkte in feinkörniger Form in Mengenanteilen bis zu 30% zugesetzt werden.
DD90342567A 1990-07-06 1990-07-06 Verfahren zur herstellung eines organischen naturduengestoffes DD296479A5 (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007014855A1 (de) 2007-03-28 2008-10-02 Vattenfall Europe Mining Ag Verfahren zur Herstellung einer organischen Erde
DE102008045520A1 (de) * 2008-09-03 2010-03-04 Rwe Power Ag Verfahren zur Herstellung von Brennstoff-Presslingen auf der Basis von Biomasse sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE102017005770A1 (de) * 2017-06-20 2018-12-20 Rwe Power Aktiengesellschaft Verfahren zur Behandlung von Gülle

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DE102008045520A1 (de) * 2008-09-03 2010-03-04 Rwe Power Ag Verfahren zur Herstellung von Brennstoff-Presslingen auf der Basis von Biomasse sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE102017005770A1 (de) * 2017-06-20 2018-12-20 Rwe Power Aktiengesellschaft Verfahren zur Behandlung von Gülle

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