DD297198A5 - Wäßriges Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen, vorzugsweise fürStahlbewehrungen autoklavisierter Silikatbetone - Google Patents

Wäßriges Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen, vorzugsweise fürStahlbewehrungen autoklavisierter Silikatbetone

Info

Publication number
DD297198A5
DD297198A5 DD297198A5 DD 297198 A5 DD297198 A5 DD 297198A5 DD 297198 A5 DD297198 A5 DD 297198A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
weight
ethylene
vinyl acetate
bitumen
steel reinforcements
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Publication date

Links

Abstract

Die Erfindung betrifft ein waessriges Korrosionsschutzmittel fuer Stahlbewehrungen, vorzugsweise fuer solche in autoklavisierten Silikatbetonen, aufbauend auf den Komponenten des bekannten pulverfoermigen Korrosionsschutzsystems mit 42-62 Ma.-% Bitumen, 36-55 Ma.-% Kalziumhydroxid, 2- 7 Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Kopolymer oder 4-10 Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Propfkopolymerisat und 0- 6 Ma.-% Polyvinylchlorid soll ein waessriges Korrosionsschutzsystem entwickelt werden, das mit weniger Energieaufwand einen guten Haftverbund zum Stahl erzeugt, der Autoklavbehandlung im alkalischen Milieu widersteht und ueber gute rheologische Eigenschaften verfuegt. Erfindungsgemaess besteht das Korrosionsschutzmittel aus: 15-30 Ma.- % der genannten bekannten pulverfoermigen Mischung mit einer Koernung von 0-150 mym, 40-65 Ma.- % einer bekannten, mit Ton stabilisierten Bitumenemulsion und 10-30 Ma.- % Wasser.{wäîrig; Korrosionschutzmittel; Stahlbewehrungen; Silikatbetone; autoklav; Bitumensuspension; Bitumenemulsion; Ethylen-Vinylacetat-Kopolymer; Ethylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropfkopolymerisat; Polyvinylchlorid}

Description

Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft ein wäßriges Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen, vorzugsweise für solche in autoklavisierten Silikatbetonen.
Stand der Technik
Es sind Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen autoklavisierter Silikatbetone auf der Basis wäßriger Polymerdispersionen bekannt. Im DD-WP 232164 werden bekannte elastische bzw. thermoplastische Polymerdispersionen, wie eine Karboxyllatexdispersion des Kopolymerisates aus einer -ß-Vinylidenkarbonsäure, Butadien und Styren oder eine Styrenacrylatdispersion des Copolymers aus einem Acrylsäureester, Styren und Butadien mit Bitumen, Ton und wasserlöslichen Zusätzen, wie Zellulosederivate, Polyalkohole, Stearate, Pigmente, als eine Kombinationsmischung aufgezeigt. Auftretende Schaumbildung bei der Herstellung dieses Korrosionsschutzsystems sowie das Verbessern der Konsistenzeinstellung wird beseitigt, indem die elastischen bzw. thermoplastischen Polymerdispersionen mit Natriumhydroxid neutralisiert sowie stabilisiert werden und die Gesamtmischung durch eine wäßrige Lösung aus Natriumhydroxid und Natriumcarbonat in die gewünschte Konsistenz gebracht wird. Die hohe Zahl von Ausgangskomponenten, unter denen sich gesundheitsschädigende Materialien, wie Bleiverbindungen, befinden, erweist sich als nachteilig.
In den DD-WP 250631 und DD-WP 230706 wird ein pulverförmiges Korrosionsschutzmittel für Bewehrungsstäbe autoklavisierter Silikatbetone beschrieben, das sich nur aus Bitumen, einem Ethylen-Vinylacetat-Copolymerisat oder einem Ethylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropfcopolymerisat, Vinylchlorid und Kalziumhydroxid zusammensetzt.
Die Anwendung dieses Systems ist an eine Wirbelbettanlage cder elektrostatische Beschi 'itungsanlage gekoppelt. Bei beiden Auftraguiigsarten sind Temperaturen von mindestens 160oC-180°C erforderlich, damit die Pulverlackteilchen auf dem Stahl iu einem fehlstellonfreien Film verschmelzen. Beim Wirbelbettverfahren muß der Stahl vor dem Beschichten auf 220°C-250°C erhitzt werden. Das elektrostatische Beschichten benötigt einen Sinterofen, in dem das bei Raumtemperatur aufgetragene Pulver zu einem Film bei 160T-1800C verschmilzt.
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung soll ein wäßriges Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen in Silikatbetonen zum Einsatz kommen, das sich aus einer geringen Zahl von Ausgangsstoffen zusammensetzt, keinerlei Gesundheitsgefährdung für Menschen im Prozeß der Herstellung und der Verarbeitung darstellt und sich in den Grundkomponenten vorfertigen läßt, wodurch am Ort der Verarbeitung der gerätetechnische Aufwand für das Herstellen sich auf einen Mischer reduziert.
Wesen der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aufbauend auf den Komponenten des bekannten pulverförmiger! Korrosicnsschutzsystems ein wäßriges zu entwickeln, das zur Schutzfilmbildung beim Auftragen auf die Stahlbewehrung wesentlich weniger Energie benötigt und der Haftverbund zur Stahlbewehrung in Silikatbetonen sich während der Autoklavbehandlung trotz des alkalischen Milieus erhöht.
Mit den Mischungsbestandteilen Bitumen, Kalziumhydroxid, Ethylen-Vinylacetat-Kopolymer oder Elhylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropfcopolymerisat und Polyvinylchlorid wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß 15-35Ma.-% der Mischung mit bekannterweise
42-62 Ma.-% Bitumen
36-55 Ma.-% Kalziumhydroxid 2-7 Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymer oder 4-10Ma.-%Ethylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropf-Copolymerisatund
O-β Ma.-% Polyvinylchlorid
in einem Körnungsbereich von 0-150μηι mit
40-65Ma.·% einer bekannten Bitumenemuleion,
10-30Ma.-% Wasser homogen gemischt sind.
Bei dem Bitumen, das im bekannten Pulverlack eingesetzt wird, handelt es sich um ein höhermolekulares geblasenes Bitumen, und In der Bitumenemulsion wird ein niedermolekulares Bitumen verwendet. Beide bituminöse Stoffe unterscheiden sich nui durch ihr Erwnichungsverhalten, wodurch Grenzflächenspannungsprobleme minimiert werden und sich sowohl das Herstellen als auch das Verarbeiten der Stoffkombination erleichtern, weil eine Schaumbildung, aber auch eine Stofftrennung ausgeschlossen Ist. Das niedermolekulare Bitumen, das bekannterweise mit Ton stabilisiert sein kann, wirkt als Haftvermittler zwischen dem Bewehrungsstahl und den Pulverlackteilchen während des Tauchprozesses und vor allem während des Trocknungsprozesses, der bei 60°C-80°C liegt.
Das bekannte pulverförmige Korrosionsschutzmittel kann handelsüblich erworben werden und wird im Anwenderbetrieb mit der Bitumenemulsion und Wasser in einem Mischer homogenisiert. Es entsteht eine Suspension, die eine Pastenstruktur mit hoher Fließgrenze aufweist. Damit schafft sie gute Tauchbedingungen, eine geringe Tropfenbildungstendenz und eine weitest iahende Unabhängigkeit der Schichtdicke des Schutzfilmes von der Hubgeschwindigkeit beim Beschichtungsprozeß. GegenüL ' der reinen Pulverlacktechnologie wird der Energieaufwand für den Prozeß der Schutzfilmbildung dadurch gesenkt, daß schon während des Trocknungsprozesses bei 60°C-80°C ein fehlstellenfreier Film entsteht und während der Autokiavisierung des Silikatbetons sämtliche Pulverleckteilchen zu einem Theologisch stabilen Überzug verschmelzen.
Ausführungsbelsplele Beispiel 1
65Ma.·% Bitumenemulsion werden mit 20Ma.-% Wasser unter Einsatz eines hochtourigen Rührers vermischt.
In diese verdünnte Emulsion werden 15 Ma.-% Pulverlack gemäß WP 250631 (60 Ma.-% GB 125/0,36 Ma.-% Calciumhydroxid
und 4Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Copolymer) mit einer Teilchengröße unter 0,09mm eingerührt. Nac!·. Abschluß der
Pulverlackzugabe ist die Suspension verai beitungsfähig. Beispiel 2 Es werden in einem Rührwerk 40Ma.-% Bitumenemulsion vorgelegt und unter Rühren mit 25Ma.-% Wasser verdünnt. Danach
erfolgt die Zugabe von 35 Ma.-% Pulverlack in der Zusammensetzung wie Beispiel 1 mit einer Teilchengröße unter 0,15 mm.
Beispiel 3
45Ma.-% dieser Bitumenemulsion werden unter ständigem Rühren mit 30Ma.·% Wasser verdünnt. Zu dieser Mischung werden 25 Ma.-% Pulverlack zugefügt, der eine Teilchengröße unter 0,1 mm besitzt. Nach einmaligem Tauchen und Trocknen des Bewehrungsstahls resultiert eine Schutzschicht von ca. 0,2 mm.
Beispiel 4 Analog zu Beispiel 3 werden 27 Ma.-% des gleichen Pulverlackes in eine Mischung aus 63Ma.-% Bitumenemulsion und 10 Ma.-% Wasser eingetragen. Mit Hilfe dieser Suspension werden Schutzschichten mit einer Dicke von ca. 0,3-0,35mm erzeugt.

Claims (1)

  1. Wäßriges KorrosionsschutzmiUel für Stahlbewehrungen, vorzugsweise für Stahlbewehrungen in autoklavisierten Silikatbetonen, auf der Basis eines pulverförmiger! Korrosionsschutzmittels mit den Mischungsbestandteilen Bitumen, Kalziumhydroxid, Ethylen-Vinylacotat-Kopolymer oder Ethylon-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropfkopolymerisat und Polyvinylchlorid, dadurch gekennzeichnet, daß 15-35Ma.-% der Mischung mit bekannterweise
    42-62 Ma.-% Bitumen
    • 36-55 Ma.-% Kalziumhydroxid
    2-7 Ma.-% Ethylen-Vinylacetat-Kopolymeroder
    A-IOMa.^Ethylen-Vinylacetat-Vinylchlorid-Pfropfkopolymerisat 0-6 Ma. % Polyvinylchlorid mit einer Körnung von 0-150μιη mit 40-65Ma.-% einer bekannten Bitumenemulsion und 10-30 Ma.-% Wasser
    homogen gemischt sind.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2722752C3 (de) Plastisole auf Basis von Methylmethacrylat-Mischpolymerisaten
EP0088951B1 (de) Verfahren zum Überziehen von Arzneiformen mittels eines in Wasser dispergierten Überzugsmittels
EP0568831B1 (de) Wässrige Polymerisatdispersion
DE2543542A1 (de) Gelierfaehige massen
EP0568834B1 (de) Wässrige Polymerisatdispersion
DE1769722A1 (de) Verfahren zur Herstellung von dampfgehaertetem Leicht-Eisenbeton und UEberzugsmittel zur Durchfuehrung des Verfahrens
EP0567819B1 (de) Wässrige Polymerisatdispersion
DE1495645B2 (de) Verfahren zur Herstellung stabiler, wäßriger Emulsionen bzw. Dispersionen von Äthylen-Mischpolymerisaten
DE2024015A1 (de) Polymerisationsverfahren
EP0076368B1 (de) Plastisole aus Copolymerisaten des Methylmethacrylats mit verbesserter Haftfestigkeit und ihre Verwendung
DE2314338A1 (de) Verfahren zum ueberziehen von in form von einzelteilchen vorliegenden elastomeren mit einem harz
DE1289319B (de) UEberziehen von Zusatzstoffen fuer Kunststoffe mit Paraffin
DE3333503A1 (de) In benzin gelbildende verdickungs- und bindemittel
DE2000166C3 (de) Druckempfindlicher Klebstoff auf Basis eines carboxylierten Acrylsäureester-Copolymerisats
DE2426525A1 (de) Verfahren zur herstellung eines verfestigten produktes aus kautschuk-latex
EP0401200B1 (de) Copolymerisat sowie dessen Verwendung
DE3226681A1 (de) Waessrige polyvinylester-dispersion, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung
DE3234992C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines beständigen kationischen Acryllatex und dessen Verwendung
EP1448678B1 (de) Sprühgetrocknete dispersionen, verfahren zu ihrer herstellung und deren anwendung
EP0056842B1 (de) Verfahren zur Herstellung von wässrigen Kunststoffdispersionen mit hohem Pigmentbindevermögen
DE4407842A1 (de) Schutzkolloid-stabilisierte Polyacrylat-Dispersionen
EP0928308B1 (de) Sprühgetrocknete dispersionen, verfahren zu ihrer herstellung und deren anwendung
DD297198A5 (de) Wäßriges Korrosionsschutzmittel für Stahlbewehrungen, vorzugsweise fürStahlbewehrungen autoklavisierter Silikatbetone
DE3303930A1 (de) Verwendung einer waessrigen poly(meth)acrylat-sekundaerdispersion als verdickendes bindemittel fuer buntsteinputz
DE2815098A1 (de) Verfahren zur herstellung von kautschukpulver