DD297419A5 - Acrylcopolymerisate und verfahren zu ihrer herstellung - Google Patents

Acrylcopolymerisate und verfahren zu ihrer herstellung Download PDF

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DD297419A5 DD90342544A DD34254490A DD297419A5 DD 297419 A5 DD297419 A5 DD 297419A5 DD 90342544 A DD90342544 A DD 90342544A DD 34254490 A DD34254490 A DD 34254490A DD 297419 A5 DD297419 A5 DD 297419A5
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F220/00Copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride ester, amide, imide or nitrile thereof
    • C08F220/02Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms; Derivatives thereof
    • C08F220/10Esters
    • C08F220/26Esters containing oxygen in addition to the carboxy oxygen
    • C08F220/28Esters containing oxygen in addition to the carboxy oxygen containing no aromatic rings in the alcohol moiety
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Abstract

Die Erfindung betrifft Acrylcopolymerisate und ein Verfahren zu ihrer Herstellung. Die erfindungsgemaeszen Acrylcopolymerisate basieren auf mindestens einem Polyoxyether-methacrylat, Methacrylsaeureanhydrid, mindestens einem Alkylmethacrylat mit fluorierter Alkylgruppe und mindestens einem Alkoxyalkylmethacrylat. Die erfindungsgemaeszen Acrylcopolymerisate sind zur Herstellung von Beschichtungen brauchbar, die auf Bitumenmaterialien aufgetragen werden koennen.{Acrylcopolymerisate; Verfahren; Herstellung; Beschichtung; Formulierung; Dispersion; Bitumenmaterial}

Description

Anwendungsgebiet
Die Erfindung betrifft Acrylcopolymerisate, die zur Beschichtung von Bitumenmaterialien brauchbar sind, sowie ein Verfahren zur ihrer Herstellung.
Charekteristik des bekannten Standes der Technik
Bitumenmaterialien sind als Dichtungsmaterialien in der Bauindustrie und im Tiefbau bekannt, wo sie insbesondere zur Abdichtung von mineralischen Oberflächen und von Metallelementen, die Feuchtigkeit ausgesetzt sind, wie Terrassen, Pipelines, Off-shore-Konstruktionon, verwendet werden. Sie werden außerdem in der Bauindustrie als Bitumenbeschichtung auf Wegen, Straßen, Flugpisten etc. verwendet. Bei diesen Anwendungsmöglichkeiten besteht ein bekannter Nachteil der Bitumenmaterialien in der Schwierigkeit diese zu übermrlen oder mit einer Beschichtung zu versehen, die in der Lage ist, ihren Abbau bei Sonnenbestrahlung zu verhindern und ihr Aussehen zu modifizieren und die insbesondere in der Lage ist, die schwarze Farbe durch eine hellere Farbe nach Wunsch des Anmelders zu ersetzen. In vielen Bereichen der Architektur und insbesondere beim Putzwerk von Bauwerken ist dieser Nachteil der Grund für den Ersatz von Bitumenmaterialien durch andere Dichtungsmaterialien, die aufwendiger sind, aber deren Aussehen sich ohne Schwierigkeiten modifizieren läßt. Im Bereich von öffentlichen Bauvorhaben müsse· ^itumenmaterialien beispielsweise im Bereich von Fußgängerübergängen quer über die Straße mit Signalstreifen beschichtet werden. Dabei haben die Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Adhäsion der Beschichtung auf den Bitumenmaterialien insbesondere zusammen mit den Witterungsunbilden und der Inanspruchnahme durch den Verkehr, zur Folge, daß die Signalstreifen sehr häufig erneuert werden müssen.
Ziel der Erfindung
Die Erfindung hat zum Ziel, eine neue Beschichtung für Bitumenmaterialien zur Verfugung zu stellen, mit der diese Bitumenmaterialien beschichtet werden können, die fest auf diesen haftet (selbst wenn sie längere Zeit den Witterungsunbilden ausgesetzt ist) und die in der Lage ist, ein Vergilben der Beschichtung durch Migration und Exsudation polyaromatischer Verbindungen und/oder von Stellölen (Chryss;i) aus den Bitumenmaterialien heraus im wesentlichen zu verhindern.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, neue Acrylcopolymerisate und ein Verfahren zu deren Herstellung anzugeben. Diese Acrylcopolymerisate umfassen pro 100Gew.-Teile:
- etwa 2 bis 65Gew.-Teile wenigstens eines Polyoxyetheracrylats oder -methacrylats der Formel:
H2C - C - C - O - (CH2)m- O -(CHj)n- OR2 R, O
Rt einen Methylrest oder ein Wasserstoffatom bedeutet,
Rj einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet,
1 S m ^ 20 und isns20,
- etwa 1 bis 6Gew.-Teile Acrylsäure- oder Methacrylsäureanhydrid,
- etwa 0 bis 65Gew.-Telle wenigstens eines Alkylacrylats oder -methyacrylats, wobei die Alkylgruppe fluoriert ist, und
- etwa 0 bis 97Gew.-Teile wenigstens eines Alkoxyalkylacrylats oder -methacrylats,
Als Methacrylat der obengenannten Formel (Polyoxyether-methacrylat) kann man insbesondere das Ethyldiglyl.olacrylat nonnen,
Erfindungsgamäß brauchbare Alkylmethacrylate mit fluorierter Alkylgruppe sind vorzugsweise die Verbindungen der Formel:
R1 O
I ^
H^C =: C ™* C Rq
\ I
O - C - Cn
R3
Ri ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest bedeuiot,
R2 und R3, die gleich oder verschieden sind, ausgewählt cind unter H1CH1, CH2-CH3 und CF3,
η für Ibis 20 steht, und
m eine Zahl von 0 bis η bedeutet.
Ein Beispiel für diese Verbindungen ist das 2,2,2-TrifluoreOiylmethacrylat.
Als Alkoxyalkylmethacrylate verwendet man vorzugsweise die Verbindungen der Formel:
HoC — C * C *™ O Ro — O — Ro
I Il
R1 O
Ri eine Methylgruppe oder ein Wasserstoffatom bedeutet,
Rj einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet und R3 einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen bedeutet.
Beispiele dieser Verbindungen sind Methoxymethyl-, Ethoxyethyl-, Ethoxymethyl-, Methoxyethyl-, Isopropoxymethyl- oder Isopropoxyethylacrylat oder -methacrylat.
Die in den erfindungsgemäßen Copolymerisaten vorhandenen Polyoxyether-methacrylate sind nicht zu verwechseln mit den Alkylenglykolmethacrylaten, die eine endständige Hydroxygruppe besitzen.
Die erfindungsgemäßen Copolymerisate können in wäßriger Dispersion vorliegen, wobei der Trockenextrakt (Gehalt an Feststoffen) der Dispersion bis zu etwa 70Gew.-% annehmen kann. Die Größe der Teilchen der wäßrigen Dispersion (bestimmt mittels Trübungsmessung) kann im Bereich von etwa 0,05 bis 0,5 μιη liegen. Die Brookfield-Viskositäteiner wäßrigen Dispersion der erfindungsgemäßen Copolymerisate bei 20°C liegt im allgemeinen im Bereich von 30 bis 30OmPa · s. Die erfindungsgemäßen Copolymerisate können außerdem pro lOOGew.-Teilebiszu etwa 5Gew.-Teile Acrylsäure und/oder bis zu e* -'a 3Gew.-Teile wenigstens eines monomeren Vernetzungsmittels enthalten, ausgewählt unter N-Hydroxyalkylamiden der Acryl- und Methacrylsäure, Acrylamid, Methacrylamid, Divinylbenzol und Ollgoacrylate und Oligomethacrylate von Polyolen, wie insbesondere Triethylenglykol-dimethacrylat, Ethylenglykol-dimethacrylat, Tetraethylenglykol-dimethaacrylat, Polyethylenglykol 200-dimethacrylat, !,e-HexandioUdimethacrylat, Neopentylglykol-dimethacrylat, 1,3-Butylenglykoldimethacrylat, Diethylenglykol-dimethacrylat.Trimethylolpropan-trimethacrylat, Dimethacrylat von ethoxyliertem Bisphenol A, Pentaerythrit-tetraacrylat, Tripropylenglykol-diacrylat, Dipentaerythrit-hydroxypentaacrylat, Triacrylat von Trihydroxyethylisocyanurat und ethoxyliertem Trimethylolpropan.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Copolymerisate durch Polyermisation der Monomere in wäßriger Emulsion, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Mischung der zu polymerisierenden Monomeren pro 100Gew.-Teile umfaßt:
- etwa 2 bis 65Gew.-Teile wenigstens eines Polyoxyether-acrylats oder -methacrylate der Formel
H2C - C - C - O - (CH2)n- O -(CH2Jn- OR
R1 O
Ri eine Methylgruppe oder ein Wasserstoffatom bedeutet,
R2 einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, 1 S m S 20 und 1 < η S 20
- etwai bis 6Gew.-Teile Acrylsäure- oder Methacrylsäureanhydrid,
- etwa 0 bis 65Gew.-Teile wenigstens eines Alkylacrylats oder Alkylmethacryls mit fluorierter Alkylgruppe, und
- etwa O bis 97 Gew.-Teile wenigstens eines Alkoxyalkylacrylats oder -methacrylate,
- 0 bis BGew.-Taile Acrylsäure und
- 0 bis 3Gew.-Teile eines monomeren Vernetzungsmittels wie oben beschrieben.
Die Polymerisation erfolgt im allgemeinen bei einer Temperatur im Bereich von etwa 55 bis 90 C in Gegenwart wenigstens eines Radikalstarters während einer Zeitdauer von etwa 2 bis 8 h.
Der Radikalstarter ist insbesondere ausgewählt unter Persulfaten, Peroxyden, Hydroperoxyden und Diazoverbindungen; wenn man ein Alkalipersulfat wählt, kann es in Kombination mit einem Reduktionsmittel zur Anwendung kommen, das ausgewählt ist unter Polyhydroxyphenolen, Natriumsulfit und Natriumblsulfit, Dimethylaminopropionnitril, Dia; omercaptanen und Eisencyaniden. Den Starter und gegebenenfalls das Reaktionsmittel verwendet man jeweils in einor Menge von 0,1 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an vorhandenen Monomeren.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann bekanntlich in Gegenwart wenigstens eines anionischen, kationischen oder nichtionischen Dispergiermittels erfolgen, das üblicherweise in einer Menge von 0,5 bis 10Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an vorhandenen Monomeren, zur Anwendung kommt. Beispiele für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens brauchbarer Dispergiermittel sind insbesondere die Alkalimetall- und Ammoniumsalze der Alkyl-, Aryl-, Alkaryl-, und Aralkylsulfonate und -sulfate oder der Polyethersulfate; die entsprechenden Phosphate und Phosphonate; und ethoxylierte Fettsäuren, Ester, Alkohole, Amine, Amide und Alkylphenole.
Außerdem kann man cie Polymerisation vorteilhafterweise in Gegenwart von 0,1 bis 0,5 Teilen eines Puffers, wie Natriumbicarbonat, durchführen.
Wie es aus dem Stand der Technik bekannt ist, kann man den pH-Wert der erfindungsgemäß erhaltenen wäßrigen Dispersion durch Zugabe von Alkali oder Aminen auf den gewünschten Wert einstellen. Gewünschtenfalls können die erfindungsgemäßen Copolymerisate durch bekannte Flockungs-, Gefrier- und Sprühverfahren isoliert werden.
Weiter betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Beschichtung von Bitumenmaterialien, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Bitumenmaterialien mit einer Formulierung beschichtet, die eine wäßrige Dispersion eines erfindungsgemäßen Copolymerisats umfaßt und anschließend gewünschtenfalls einen Deckanstrich (Schlußanstrich) aufträgt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahren trägt man auf das Bitumenmaterial eine Formulierung auf, die 40 bis 75Gew.-% der erfindungsgemäßen wäßrigen Dispersion umfaßt. Diese Formulierung umfaßt außerdem im allgemeinen:
- wenigstens ein Verdünnungsmittel, das Wasser sein kann und/oder
- wenigstens ein Verdickungsmittel, wie ein Cellulosederivat (insbesondere Hydrox/ethylcellulose), ein ethoxyliertes Polyurethan oder ein Polyacrylat und/oder
- wenigstens ein Dispergiermittel, wie ein Polyacrylat, Polymaleat oder Natriumhexameiaphosphat und/oder
- wenigstens ein biocides Mittel und/oder
- wenigstens einen plattenförmigen Füllstoff, wie ein Silikat, Aluminiumoxid, Mica, Kaolin, Talkum, Siliciumdioxid, Graphit, Schieferpulver und/oder
- wenigstens ein Koaleszenzmittel, wie Butyldiglykol und/oder
- wenigstens ein Pigment, wie Aluminiumzement, Eisenoxid oder Titanoxid und/oder
- wenigstens ein Antischaummittel.
Der Schlußanstrich, den man gegebenenfalls auf die Formulierung auf Basis der wäßrigen Dispersion der erfindungsgemäßen Acrylcopolmerisate aufträgt, besteht aus einer Dekorbeschichtung der gleichen Art, wie sie üblicherweise auf einer Zwischenbeschichtung vom Acryltyp aufgebracht wird, beispielsweise ein Glycerophthalanstrich.
Der Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahrens besteht in der Tatsache, daß die mit der erfindungsgemäßen wäßrigen Dispersion erhaltene Zwischenbeschichtung fest an dem Bitumenmaterial haftet und zwar selbst dann, wenn sie längere Zeit den Witterungsunbilden ausgesetzt ist, und eine wirksame Barriere gegen die Migration und Exsudation polyaromatischer Verbindungen und/oder von Stellölen (Chrysen) aus den Bitumenmaterial in den Schlußanstrich darstellt, so daß ein vorzeitiges Vergilben des Schlußanstriches vermieden wird.
Ausführungsbeispiele
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Erfindung ohne sie zu begrenzen.
Beispiele 1 bis 4
In einem 5-l-Reaktionsgefäß polymerisiert man diskontinuierlich eine Mischung von 2,2,2-Trifluorethylmethacrylat (MATRIFE), Ethyldiglykolacrylat (EDGA), Methacrylsäureanhydrid (AMA), Ethoxyethylmethacrylat (MAEE), Acrylsäure (AA) und N-Methylolacrylamid (NMA), emulgiert in 150 Teilen Wasser in Gegenwart von 0,35 Teilen Ammoniumpersulfat und 0,35 Teilen Natriummetabisulfit als Initiator und in Gegenwart von 3 Teilen Natriumnonylphenylsulfat, das mit 25 Mol Ethylenoxid oxethyleniert ist, als grenzflächenaktives Mittel. Die Polymerisation erfolgt 4 h bei 08°C. Man erhall auf diese Weise eine wäßrige Dispersion mit einem Trockenextrakt von 40Gew.-%, deren Partikel eine mittlere Teilchengröße d besitzen, die turbidimetrisch bestimmt und in Mikron ausgedrückt ist und in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt ist. Die Mengen der zur Anwendung kommenden monomeren Acrylverbindungen, ausgedrückt in Gew.-Teilen sind in der gleichen Tabelle angegeben. Ebenso ist die minimale Filmbildungstemperatur TMF angegeben, die in °C ausgedrückt und definiert ist als die Temperatur, unterhalb der es nicht möglich ist, einen kohäsiven und adhäsiven Film ohne Verwendung eines Koaleszenzmittels zu bilden.
Beispiel 1 4 2 3 4
EDGA 5 10,5 9 15,5
MATRIFE 4 10 5 10
ΑΜΑ 85 4 4 4
MAFE 1 73,5 80 68,5
AA 1 1 1 1
NMA 0,14 1 1 1
d +10 0,10 0,10 0,11
TMF +1 +3 +3
Anschließend stellt man Formulierungen her, die pro 10OOGew.-Teile enthalten:
- 476Gew.-Teile einer wäßrigen Dispersion, erhalten gemäß dem oben angegebenen Verfahren,
- 152 Teile Wasser,
- 2 Teile eines Celluloseethergels, vertrieben von der Fa. Hoechst unter der Bezeichnung TYLOSE H 20,
- 2 Teile 22%iges Ammoniak,
- 2 Teile Polyacrylatdispergiermittel, vertrieben von der Fa. Exploitation des Procedes Coatex unter der Bezeichnung COATEX P 890,
- 2 Teile eines bioziden Mittels, vertrieben von der Fa. Union Carbide unter der Bezeichnung PIROR P 840,
- 2 Teile eines Antischaummittel, vertrieben von der Fa. Henkel unter der Bezeichnung NOPCO NDW,
- 200 Teile eines Aluminiumsilikats, vertrieben unter der Bezeichnung MICFtOMICA MU 2/1 von Comptoir de Nineraux et Matieres Premieres,
- 5 Teile Butyldiglykol (Koaleszenzmittel),
- 8 Teile eines ethoxyliert6n Polyurethans, vertrieben unter der der Bezeichnung PRIMAL QR 1001 von Rohm & Haas,
- 150 Teile Kaolin Supreme, vertrieben von der Fa. English China Clay.
Die auf diese Weise hergestellten Formulierungen sind durch ihren pH-Wert bei 2O0C und ihre nachfolgend angegebenen Viskositäten, gemessen bei 2O0C und ausgedrückt in mPa · s charakterisiert:
- Brookfield-Viskosität bei 50U/min (B50)
- Brookfield-Viskosität bei 5U/min (B6)
- Viskosität η bei 104S"1.
Auf eine sandgestrahlte Stahlplatte mit den Abmessungen 7,5cm χ 15cm trägt man nacheinander zwei Schichten in einer Menge von 100g/m2 pro Schicht einer Epoxymasse auf, vertrieben von der Fa. COFIDEP unter der Bezeichnung FREITABRAI. Anschließend trägt man zwei Schichten in einer Menge von 100g/m3 pro Schicht einer Zwischenbeschichtung aus der oben angegebenen Formulierung und schließlich zwei Schichten in einer Menge von 100g/ma pro Schicht eines ulycerophthalsäureschlußanstrichs, vertrieben von der Fa. Cofidep unter der Bezeichnung RIPOLIN 500 SL, auf. Die Eigenschaften der Formulierungen sind in der nachfolgenden Tabelle Il angegeben.
Die Bewertung der Migrationsbeständigkeit der polyaromatischen Verbindungen und/oder der Stellöle der Epoxymasse erfolgt durch Messung des Colorimetrieindikators L nach 40 Tagen. Dieser Wert ist in der Tabelle Il angegeben. L ist die Farbwertkoordinate des Systems Hunter Lab = 10Y, wobei Y der Leuchtdichtefaktor des Farbbestimmungssystems ist, definiert von der Commission International de l'Eclairage, mit L = O (schwarz), und L = 100 (weiß).
Tabelle Il
Beispiel 1 7,5 2 7,3 3 7,3 4 7,7
pH 76 66 86 42
B60 16,8 15,6 19,2 12
B6 0,5 0,5 0,55 0,55
η 93,6 92,6 92,7 91,2
L
Beispiel 5
In einem 5-l-Reaktionrgefäß polymerisiert man diskontinuierlich eine Mischung aus 47,5 Teilen 2,2,2-Trifluorethylmethacrylats, 47,5 Teilen Ethyldiglykolacrylat, 4 Teilen Methacrylsäureanhydrid und 1 Teil N-Methylolacrylamid in Emulsion in 150 Teilen Wasser in Gegenwart von 0,35 Teilen Ammoniumpersulfat und 0,35 Teilen Natriummetabisulfit als Initiator und in Gegenwart von 3 Teilen Natriumnonylphenylsulfat, oxethyleniert mit 25 Mol Ethylenoxid, als grenzflächenaktives Mittel. Die Polymerisation erfolgt 4 h bei 680C. Man erhält auf diese Weise eine wäßrige Dispersion mit einem Trockenextrakt von 39Gew.-%, deren Partikel eine mittlere Teilchengröße, gemessen mittels Turbidimetric, von Ο,ΙΟμιτι aufweisen. Diese Dispersion ist außerdem gekennzeichnet durch:
- eine Glasübergangstemperatur von -30C,
- eine Brookfield-Viskosität bei 200C, nach Neutralisation auf pH i[ von 4OmPa · s. Anschließend stellt man eine Formulierung her, die pro 10OOGew.-Teile umfaßt:
- 576 Teile der oben erhaltenen wäßrigen Dispersion,
- 135 Teile Wasser,
- 4 Teile Hydroxyethylcellulose
- 2TeileAminomethylpropanol (Neutralisationsmittel),
- 4 Teile Polyacrylat, vertrieben unter der Bezeichnung COATEX P 890,
- 2 Teile eines bioziden Mittels, vertrieben unter der Bezeichnung PIROR P 840,
- 2 Teile eines Antischaummittel, vertrieben unter der Bezeichnung NOPCO NOW,
- 200 Teile eines Aluminiumsilikats, vertrieben unter der Bezeichnung MICROMICA MU 2/1,
- 5TeiieButyldiglykol,
- 20 Teile eines ethoxylierten Polyurethans, vertrieben unter der Bezeichnung PRIMAL QR 1001, und
- 5OTeHf Aluminiumzemont.
Auf eine sandgestrahlte Stahlplatte mit den Abmessungen 7,5cm χ 15cm trägt man nacheinander zwei Schichten in einer Menge von 100g/m2 pro Schicht einer Epoxymasse, vertrieben von der Fa. Cofidep unter der Bezeichnung FREITABRAI auf. Anschließend trägt man zwei Schichten in einer Menge von 100g/m2 pro Schicht einer Zwischenschicht, bestehend aus der obigen Formulierung, und schließlich zwei Schichten in einer Menge von 100g/m2 pro Schicht, eines Glycerophthalsäureschlußanstrichs, vertrieben von der Fa. Cofidep unter der Bezeichnung RIPOLIN 500 SL, auf. Nach 4 Monaten bei Umgebungstemperatur kann man beobachten, daß der Farbton des Schlußanstrirhs unverändert war. Die colorimetrisch gemessene Vergilbungszahl ist 19. Zum Vergleich bett ägt die Vergilbungszahl eines Schlußanstrichs ohne die Zwisc' anschient zu den gleichen Bedingungen 61.

Claims (10)

  1. - 1 bis 6Gew.-Teile Acrylsäure-oder Methacrylsäureanhydrid,
    - 0 bis 65Gew.-Teile wenigstens eines Alkylacrylats oder -methacrylate mit fluorierter AJkylgruppe,
    - 0 bis 97 Gew.-Teile wenigstens eines Alkoxyalkylacrylats oder -methacrylats.
    1. Acrylcopolymerisate, dadurch gekennzeichnet, daß sie pro 100Gew.-Teile umfassen:
  2. 2. Copolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem pro 100Gew.-Teile bis zu 5 Teile Acrylsäure umfaßt.
    - 2 bis 65Gew.«Teile wenigstens eines Polyoxyetheracrylats oder-methacrylats der Formel:
    H2C = C - C - O - (CH2)m~ O -(CH2Jn- OR2
    ι Il R1 O
    worin
    R1 einen Methylrest oder ein Wasserstoffatom bedeutet, R2 einen Kohlenwasserstoff rest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, 1 <m<20und1 < η < 20,
  3. 3. Copolymerisat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es außerdem pro 100 Gew.-Teile bis zu 3 Teile mindestens eines monomeren Vernetzungsmittels enthält.
  4. 4. Copolymerisat nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das fluorierte Alkylmethacrylat eine Verbindung der Formel ist:
    R1 ein Wasserstoffatom oder einen Methylrest bedeutet, R2 und R3, die gleich oder verschieden sind, ausgewählt sind unter H, CH3, CH2-CH3 und CF3, η für eine ganze Zahl von 1 bis 20 steht, und m für eine ganze Zahl von 0 bis η steht.
  5. 5. Copolymerisat nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß es in wäßriger Dispersion vorliegt.
  6. 6. Copolymerisat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Teilchen der Dispersion im Bereich von 0,05 und 0,5Mm liegt.
  7. 7. Copolymerisat nach einem der Ansprüche 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Brookfield-Viskosität der Dispersion bei 2O0C 30 bis 30OmPa · s beträgt.
  8. 8. Verfahren zur Herstellung eines Copolymerisates nach einem der Ansprüche 1 bis 7 durch Polymerisation der Monomeren in wäßriger Emulsion, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischung der zu polymerisierenden Monomeren pro 100Gew.-Teile umfaßt:
    - etwa 2 bis 65Gew.-Teile wenigstens eines Polyoxyether-acrylats oder-methacrylats der Formel:
    H2C = C - C - O - (CH2)m- O -(CH2Jn- OR2
    R1 O
    worin
    R1 eine Methylgruppe oder ein Wasserstoffatom bedeutet, R2 einen Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, 1 < m < 20 und 1 < η <
    bis 6Gew.-Teile Acrylsäure- oder Methacrylsäureanhydrid,
    - etwa 0 bis 65 Gew.-Teile wenigstens eines Alkylacrylats oder -methacrylats mit fluorierter Alkylgruppe und
    - etwa 0 bis 97 Gew.-Teile wenigstens eines Alkoxyalkylacrylats oder -methacrylats,
    - 0 bis 5 Teile Acrylsäure und
    - 0 bis 3 Teile wenigstens eines monomeren Vernetzungsmittels.
  9. 9. Verfahren zur Beschichtung vor Bitumenmaterialien, dadurch gekennzeichnet, daß man die Bitumenmaterialien mit einer Formulierung beschichtet, die eine wäßrige Dispersion eines Copolymerisates nach einem der Ansprüche 1 bis 4 umfaßt.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Formulierung außerdem umfaßt:
    - wenigstens ein Verdünnungsmitte!, das Wasser sein kann und/oder
    - wenigstens ein Verdickungsmittel, wie ein Cellulosederivat (insbesondere Hydroxyethylcellulose), ein ethoxyliertes Polyurethan oder ein Polyacrylat und/oder
    - wenigstens ein Dispergiermittel, wie ein Polyacrylat, Polymaleat oder Natriumhexametaphosphat und/oder
    - wenigstens ein biozides Mittel und/oder
    - wenigstens einen plattenförmigen Füllstoff, wie ein Silikat, Aluminiumoxid, Mica und/oder
    - wenigstens ein Koaleszenzmittel, wie Butyldiglykol und/oder
    - wenigstens ein Pigment, wie Aluminiumzement, Eisenoxid oder Titanoxid und/oder
    - wenigstens ein Antischaummittel.
DD90342544A 1989-07-06 1990-07-05 Acrylcopolymerisate und verfahren zu ihrer herstellung DD297419A5 (de)

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