DD297919A5 - Abgas-entschwefelungsverfahren - Google Patents

Abgas-entschwefelungsverfahren Download PDF

Info

Publication number
DD297919A5
DD297919A5 DD90342168A DD34216890A DD297919A5 DD 297919 A5 DD297919 A5 DD 297919A5 DD 90342168 A DD90342168 A DD 90342168A DD 34216890 A DD34216890 A DD 34216890A DD 297919 A5 DD297919 A5 DD 297919A5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
reaction
desulfurization
sludge
magnesium oxide
reaction process
Prior art date
Application number
DD90342168A
Other languages
English (en)
Inventor
Kenichi Nakagawa
Original Assignee
Nichimen Corporation,Jp
Fuji Machinery Engineering Co.,Ltd,Jp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to JP1003245A priority Critical patent/JPH03143527A/ja
Priority to EP19900901668 priority patent/EP0406446A4/en
Priority to PCT/JP1990/000013 priority patent/WO1990007972A1/ja
Priority to CN90104446.6A priority patent/CN1057208A/zh
Application filed by Nichimen Corporation,Jp, Fuji Machinery Engineering Co.,Ltd,Jp filed Critical Nichimen Corporation,Jp
Priority to DD90342168A priority patent/DD297919A5/de
Publication of DD297919A5 publication Critical patent/DD297919A5/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D53/00Separation of gases or vapours; Recovering vapours of volatile solvents from gases; Chemical or biological purification of waste gases, e.g. engine exhaust gases, smoke, fumes, flue gases, aerosols
    • B01D53/34Chemical or biological purification of waste gases
    • B01D53/46Removing components of defined structure
    • B01D53/48Sulfur compounds
    • B01D53/50Sulfur oxides
    • B01D53/501Sulfur oxides by treating the gases with a solution or a suspension of an alkali or earth-alkali or ammonium compound

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Entschwefelung von Abgas durch eine waeszrige Aufbereitung, wobei mit Hilfe fortlaufenden Gas-Fluessig-Kontakts in einem Entschwefelungsturm zwischen dem Schwefeloxide enthaltenden Abgas und der das Entschwefelungsmittel enthaltenden waeszrigen Aufbereitung Schwefeloxide absorbiert werden. Dabei wird leichtgebranntes Magnesiumoxid als Entschwefelungsmittel verwendet und mit einem aeuszeren Behandlungssystem gearbeitet, das einen ersten und einen zweiten Reaktionsprozesz sowie einen Fest-Fluessig-Trennprozesz auszerhalb des Entschwefelungsturms umfaszt. Im ersten Reaktionsprozesz wird eine vom Entschwefelungsturm zugefuehrte Entschwefelungsloesung gemischt und mit dem aus dem Fest-Fluessig-Trennprozesz gewonnenen Schlamm umgesetzt. Im zweiten Reaktionsprozesz werden die Reaktionsprodukte aus dem ersten Reaktionsprozesz vermischt und mit den leichtgegluehten Magnesiumoxid-Partikeln umgesetzt. Im Fest-Fluessig-Trennprozesz werden die Reaktionsprodukte aus dem zweiten Reaktionsprozesz in eine Fluessigkeit ohne Festgehalt und den zum ersten Reaktionsprozesz zu befoerdernden Schlamm getrennt. Die Fluessigkeit ohne den Feststoffgehalt gelangt als waeszrige Aufbereitung zum Entschwefelungsturm. Die Reaktion wird unterstuetzt, indem zumindest ein Teil des zum ersten Reaktionsprozesz gelangenden Schlamms zu Feinschlamm zerrieben wird. Fig. 1{Abgas, schwefelhaltiges; Entschwefelungsverfahren; Schwefeloxide; Entschwefelungsmittel; Magnesiumoxid, leichtgebranntes; Schlamm; Reaktionsschlammabtrennung}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnung
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Entschwefelungsverfahren für Schwefeloxide enthaltendes Abgas, das beispielsweise bei der Verbrennung von Schweröl oder Kohle entsteht, und ganz speziell ein Entschwefelungsverfahren, bei dem als Entschwefelungsmittel leichtgebranntes Magnesiumoxid zur Anwendung kommt. Die Begriffe „leichtgebrannt" und „leichtgeglüht" werden im folgerten synonym verwendet.
Bekannter Stand der Technik
Im allgemeinen erfolgt die Entschwefelung von Abgas in einem vertikalen Entschwefelungsturm, in dem eine aus der wäßrigen Lösung oder dem Schlamm eines Entschwefelungsmittels bestehende wäßrige Aufbereitung von oben wie über eine Dusche eingegossen und ständig mit dem von unten eingeführten Abgas in Kontakt gebracht wird, wodurch die in dem Abgas enthaltenen Schwefeloxide als Sulfate oder Sulfite fixiert werden. Nach dom Eingießen der wäßrigen Aufbereitung 'nachfolgend als „Entschwefelungslösung" bezeichnet) wird diese normalerweise hochgepumnt, um zusammen mit der ständig zugeführten frischen wäßrigen Aufbereitung zu zirkulieren, während die aus der frischen Zuführung resultierende Überschußmenge an Lösung abgelassen wird.
Als Entschwefeliingsmittel sind seit jeher Hydroxide wie Natriumhydroxid, Ammoniumhydroxid, Magnesiumhydroxid und Calciumhydroxid oder auch basische Oxide wie Calciumoxid bekannt. Von diesen wurde in jüngster Zeit häufig Magnesiumhydroxid verwendet, da dieses vergleichsweise billig ist und Entschwefelungsprodukte leicht wasserlöslich sind, ohne daß es zur Ablagerung kommt wie im Falle eines Calcium-Entschwefelungsmittels. Außerdem kann es in Form einer wäßrigen Lösung verwendet werden, in der Magnesiumhydroxid aufgelöst wird, wenn der pH-Wert der wäßrigen Lösung auf etwa 6 eingestellt wird.
Es muß kaum hervorgehoben werden, daß angestrebt wird, die Abgas-Entschwefelung im Hinblick auf die Kosten so günstig wie möglich vorzunehmen und daß ständig nach billigeren Entschwefelungsmitteln als Magnesiumhydroxid gesucht wird. Bisher wurden jedoch noch keine effektiven Alternativen gefunden. Es wurde beispielsweise zerkleinertes leichtgeglühtes Magnesiumoxid (MgO) angeboten, das durch Calcinieren von Magnesiumcarbonat-(MgCO3)-Erzen wie Magnesit bei einer relativ niedrigen Temperatur (800 bis 10000C) gewonnen werden kann. Es ist billiger als Magnesiumhydroxid, aufgrund der Calcinierung bei Niedrigtemperatur weich und fällt keine Schlacke aus. Außerdem gilt es als basisches Oxid von hoher Aktivität (z. B. leichte Hydratisierung in Hydroxid). Dennoch wurde es als Entschwefelungsmittel kaum genutzt, und zwar aus folgenden Gründen:
Erstens. Magnesiumoxid fallt durch die Hydration noch vor der Entschwefelung Hydroxid aus, und verglichen mit der Hydration von Calciumoxid (CaO) - das auch zu den basischen Oxiden gehört - läuft der Hydrationsprozeß relativ langsam ab. Dementsprechend ist die Entschwefelungseffektivität geringer.
Zweitens. Das erwähnte leichtgeglühte Magnesiumoxid wird durch die Calcinierung unterschiedlich großer granulierter Erze und Gesteine gewonnen und zu Partikeln zerkleinert. Die mit heißem Gas in Berührung kommende Erzoberfläche - obwohl !eichtgeglüht - fällt aufgrund der Überschußverbrennung weniger reaktive Teile wie Hartschlacke aus. Der Kernteil der großen Erzatücke bleibt sogar nichtcalciniertes Magnesiumcarbonat. Außerdem treten in den Erzstücken auch Verunreinigungen in Form von S1O2 und AI2O3 auf. Im Ergebnis werden unebene Partikel gewonnen, die aus einem Gemisch von Magnesiumoxid unbegrenzter Reaktionsfähigkeit und anderen Komponenten bestehen.
Wird daher ein Schlamm aus zerkleinertem leichtgeglühtem Magnesiumoxid als wäßrige Aufbereitung verwendet, dann ist die Entschwefelungseffektivität geringer. Solche nicht umgesetzten Komponenten wie Magnesiumoxid mit niedriger Reaktionsfähigkeit und andere Komponenten verbleiben als Rückstand im Zirkulationssystem, da die Reaktionszeit des Magnesiumoxids niedrig ist und außerdem die Komponenten mit hoher Reaktionsfähigkeit vorzugsweise aufgenommen werden. Mit der Zunahme von Rückständen ist die Wahrscheinlichkeit von Ablagerungen und Verstopfungen in den Pumpen und Rohren für die Zirkulation gegeben, was den ungestörten Betrieb einer Entschwefelun.gsanlage gefährdet.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Unter Berücksichtigung vorstehender Erwägungen ist es dor Sinn dieser Erfindung, auf der Grundlage von zerkleinertem leichtgeglühtem Magnesiumoxid als Entschwefelungsmittel ein Entschwefelungsverfahren mit hohem Nutzungskoeffizienten zu ermöglichen und gleichzeitig die beschriebene Ansammlung von Rückständen im Zirkulationssystem des Entschwefelungsturms zu verhindern, so daß Abgas kostengünstig, stabil und effektiv entschwefelt werden kann. Unter dieser Zielstellung hai der Erfinder im Hinblick auf die Reaktionsfähigkeit von Schwefeloxid in einer Entschwefelungslösung einen Vergleich zwischen leichtgeglühtem Magnesiumoxid und herkömmlich als Entschwefelungsmittel verwendetem Magnesiumhydroxid angestellt.
Im Ergebnis wurde festgestellt, daß-obgleich die Reaktionsgeschwindigkeit und die Konsistenz des leichtgeglühten Magnesiumoxids vergleichsweise geringer waren - eine dem Magnesiumhydroxid vergleichbare Effektivität erreicht werden kann, wenn große Mengen verwendet werden, da der Anteil des Magnesiumoxids mit hoher Reaktionsfähigkeit in den Komponenten anwächst. Bei Verwendung in großen Mengen wird jedoch das Problem der beschriebenen Rückstände bedenklich.
Durch eine Untersuchung und durch Forschungsarbeit war der Erfinder bemüht, ein äußeres Behandlungssystem zu finden, das einen spezifischen Prozeß außerhalb des Entschwefelungsturms einschließt. Bei dem äußeren Behandlungssystem wird eine große Menge leichtgeglühten Magnesiumoxids hydriert und eine aus dem Magnesiumoxid hoher Reaktionsfähigkeit gewonnene wäßrige Magnesiumhydroxid-Lösung dem Entsohwefelungsturm als wäßrige Aufbereitung zugeführt. Andererseits wird überschüssiges Magnesiumoxid niedriger Reaktionsfähigkeit in Form von Schlamm im äußeren Behandlungssystem zusammen mit Magnesiumcarbonat und Verunreinigungen zirkuliert. Gleichzeitig wird ein Teil der Entschwefelungslösung im Entschwefelungsturm in das Zirkulationssystem eingegeben, so daß das überschüssige Magnesiumoxid damit eine Reaktion eingehen kann. Es zeigte sich, daß mit Hilfe dieser Prozesse eine effektive Entschwefelung erreicht werden kann, ohne daß im Zirkulationssystem des Entschwefelungsturms Rückstände anfallen, daß die im zerkleinerten leichtgeglühten Magensiumoxid enthaltenen Komponenten niedriger Reaktionsfähigkeit zur Entschwefelung im äußeren Behandlungssystem beitragen und damit der Nutzungskoeffizient besagten Zerkleinerungsprodukts als Entschwefelungsmittel erhöht wird und somit die stabile und effektive Entschwefelung von Abgas ermöglicht wird.
Die vorliegende Erfindung sieht also ein Entschwefelungsverfahren vor, das folgendes enthält ein äußeres Behandlungssystem, das erste und zweite Reaktionsprozesse einschließt sowie einen Fest-Flüssig-Trennprozeß außerhalb eines Entschwefelungsturms, bei dem fortgesetzter Gas-Flüssig-Kontakt zwischen dem Schwefeloxide enthaltenden Abgas und einer ein Entschwefelungsmittel enthaltenden wäßrigen Aufbereitung hergestellt wird, um durch die wäßrige Aufbereitung, Mischung und Umsetzung im ersten Reaktionsprozeß die Schwefeloxide zu absorbieren, eine Entschwefelungslösung, die vom Entschwefelungsturm geliefert wird und die das Schwefeloxid mit dem vom Fest-Flüssig-Trennprozeß, der Mischung und Umsetzung gewonnenen Schlamm im zweiten Reaktionsprozeß absorbiert hat, ein Reaktionsprodukt des ersten Reaktionsprozesses mit zerkleinertem leichtgeglühtem Magnesiumoxid, wobei ein Reaktionsprodukt des zweiten Reaktionsprozesses in eine Flüssigkeit ohne Feststoffe und den aus dem ersten Reaktionsprozeß zuzuführenden Schlamm separiert und die besagte feststofffreie Flüssigkeit als wäßrige Aufbereitung zum Entschwefelungsturm geführt wird. Erfindungsgemäß wird bevorzugt, daß zumindest ein Teil des aus dem Fest-Flüssig-Trennprozeß zum ersten Reaktionsprozeß gewonnenen Schlamms durch ein Mahlmittel zu Feinschlamm zerrieben wird.
Nach dem vorliegenden Entschwefelungsverfahren wird es möglich, zerkleinertes leichtgeglühtes Magnesiumoxid kostengünstig als Entschwefelungsmittel zu verwenden und dessen Nutzungskoeffizienten in beträchtlichem Maße zu erhöhen. Verglichen mit der herkömmlichen Entschwefelungsmethode auf der Grundlage von Magnesiumhydroxid kann auf diese Weise eine spürbare Reduzierung der Behandlungskosten erreicht werden. Außerdem kann die Bildung von Rückständen im Entschwefelungsturm vollständig verhindert werden, so daß es zu keiner Ansammlung von Ablagerungen und Verstopfungen im Zirkulationssystem kommt. Demgemäß kann eine stabile und effektive Entschwefelung von Abgas zu niedrigen Kosten erreicht werden.
Nutzt diese Entschwefelungsmethode außerdem den Aufbau, wonach mindestens ein Teil des aus dem Fest-Flüssig-Trennprozeß zum ersten Reaktionsprozeß gewonnenen Schlamms durch ein Zermahlmittel zu Feinschlamm zerrieben wird, dann erhöht sich die Reaktionsfähigkeit besagten Schlamms aufgrund des vergrößerten Reaktionsbereichs der zermahlenen Partikel. Aus diesem Grund erhöht sich der Nutzungskoeffizient des leichtgeglühten Magnesiumoxids beträchtlich, und die Behandlungskosten verringern sich spürbar.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Zu sehen ist die schematische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung für das Entschwefelungsverfahren.
-3- 297 919 Günstigstes Ausführungsbeispiel der Erfindung
Unter Bezugnahme auf die Zeichnung wird nachfolgend das Entschwefelungsverfahren gemäß Erfindung beschrieben.
In der Zeichnung steht das Bezugssymbol A für einen Entschwefelungsturm, in dem eine wäßrige Aufbereitung- bestehend aus einer wäßrigen Magnesiumhydroxidlösung, die durch ein äußeres Behandlungssystem B außerhalb des Turms gewonnen wird - von oben wie aus einer Dusche eingegossen wird und einen Gas-Flüssig-Kontakt mit dem Schwefeloxide enthaltenden Abgas G, herstellt. Im Ergebnis werden Schwefeloxide absorbiert und durch Entschwefelungsreaktion in der wäßrigen Aufbereitung als Magnesiumsulfit fixiert. Gleichzeitig wird das Abgas G2, aus dem die Schwefeloxide beseitigt wurden, von der Spitze des Turms abgegeben.
Die wäßrige Aufbereitung fließt in einen niedrigeren Tank a des Entschwefelungsturms A, d. h. eine Entschwefelungslösung, die Schwefeloxide absorbiert hat, schließt im allgemeinen ein Gemisch von MgSO3, MgSO4 und Mg(HSOa)2 ein. Diese Lösung wird zusammen mit einer neu zugelieferten wäßrigen Aufbereitung durch eine Pumpe P1 und ein Rohr L1 zum obigen Teil des Turms gebracht, wobei die Wiederholung dieses Vorgangs die ständige Zirkulation der Lösung im Turm A ermöglicht.
Das äußere Behandlungssystem B umfaßt einen ersten Reaktionstank 1 für einen ersten Reaktionsprozeß, einen zweiten Reaktionstank 2 für einen zweiten Reaktionsprozeß, einen Absetztank 3 für einen Fest-Flüssig-Trennprozeß, einen Materialtank 4 zur Speicherung wäßrigen Schlamms von leichtgeglühten Magnesiumoxid-Partikeln und eine Naßmühle 5. Die Reaktionstanks 1 und 2 sind jeweils mit einem Rührwerk 6 ausgerüstet.
Im ersten Reaktionstank 1 wird die aus dem Turm A durch eine Pumpe P2 und eine Rohr L2 gelieferte Entschwefelungslösung gemischt und mit dem aus dem Absetztank 3 durch eine Pumpe P3 zugeführten Schlamm umgesetzt. Reaktionsprodukte in Schlammform gelangen zum zweiten Reaktionstank 2. Im zweiten Reaktionstank 2 wird der wäßrige Schlamm von leichtgeglühten Magnesiumoxid-Partikeln, der im Überschuß vom Materialtank 4 aus zugeführt wird, gemischt und mit den vom Reaktionstank 1 gewonnenen Reaktionsprodukten umgesetzt. Die hier erhaltenen Reaktionsprodukte gelangen zum Absetztank 3 und werden in Flüssig„ditsüberstand und Absetzschlamm getrennt. Der abgesonderte Flüssigkeitsüberstand gelangt als wäßrige Aufbereitung in den Turm A, während der Absetzschlamm zum ersten Reaktionstank 1 befördert wird. Die Reaktion in den Reaktionstanks 1 und 2 erfolgt natürlich auf gleiche Weise wie im Entschwefelungsturm A, d. h. es kommt zu einer Reaktion zwischen dem durch die Hydrierung des festen Magnesiumoxids gebildeten Magnesiumhydroxids und den in der Entschwefelungslösung enthaltenen Schwefeloxiden. Im Flüssigkeitsüberstand im Absetztank 3 werden überschüssiges Magnesiumhydroxid, das nicht in der obigen Reaktion aufgebraucht wird, und das Magnesiumsulfit als Reaktionsprodukt aufgelöst. Der Festgehalt des Absetzschlamms enthält nicht umgesetzte Magnesiumoxid-Komponenten, die vordem nicht hydriert wurden, d. h. Bestandteile mit niedriger Reaktionsfähigkeit, Magnesiumoubonat, das von den Partikeln des leichtgeglühten Magnesiumoxids herrührt, und Verunreinigungen wie AI2O3, SiO2 usw.
Beim ersten Reaktionsprozeß im ersten Reaktionstank ist der Schlamm aus dem Absetztank 3 von niedriger Reaktionsfähigkeit, wie bereits erläutert, doch die Entschwefelungslösung aus dem Entschwefelungsturm A ist aufgrund des hohen Mg(HSO3I2-Gehalts von hoher Reaktionsfähigkeit. Dementsprechend wird die niedrige Reaktionsfähigkeit des Schlamms durch die hohe Reaktionsfähigkeit der Lösung ergänzt und somit die Entschwefelung unterstützt. Hinzu kommt, daß-wenn die Naßmühle 5 am Weg des gemäß Zeichnung vom Absetztank 3 zum ersten Reaktionstank 1 gelangenden Schlamms angebracht wird, um entweder einen Teil oder die Gesamtheit des gelieferten Schlamms in einen Feinschlamm ?u verwandeln - die Fläche für die Reaktion der Festpartikel erweitert und die obige Reaktion stärker gefördert wird.
Magnesiumoxid-Komponenten von extrem niedriger Reaktionsfähigkeit zirkulieren wiederholt entlang der Route des ersten Reaktionstanks 1, des zweiten Reaktionstanks 2 und des Absetztanks 3, werden schrittweise für die Reaktion aufgebraucht und verringert.
Im zweiten Reaktionstank 2 enthält die behandelte Lösung wenig Mg(HSO3I2, da die Reaktion im ersten Reaktionstank 1 erfolgt
Der größte Teil des besagten restlichen Mg(HSOj)2 wird in MgSO3 verwandelt, da Magnesiumoxid-Komponenten von hoher Reaktionsfähigkeit in überschüssigem Maße zugeführt werden. Der pH-Wert der effektiv neutralisierten Lösung beträgt etwa 9.
Durch die Feststellung des pH-Wertes durch einen pH-Regler (PHC) 7 a wird automatisch ein Zufuhrventil V1 kontrolliert und so die Zufuhrmenge des Schlamms vom Materialtank 4 reguliert.
Ein einzelner Reaktionstank wäre nicht ratsam, da die vom Materialtank 4 aus zugeführten Magnesiumoxid-Komponenten von hoher Reaktionsfähigkeit vorzugsweise reagieren würden und die Komponenten mit niedriger Reaktionsfähigkeit aus dem Absetztank 3 nicht zur Reaktion beitragen würden. Im Ergebnis sammeln sich die Magnesiumoxid-Komponenten mit niedriger Reaktionsfähigkeit rasch als nicht umgesetzte Produkte im Absetztank 3 an.
Magnesiumoxid-Komponenten mit extrem niedriger Reaktionsfähigkeit, die selbst bei wiederholter Zirkulation entlang der Route der Reaktionstanks 1,2 und des Absetztanks 3 nicht reagieren, und Magnesiumcarbonat sowie andere Verunreinigungen setzen sich nach und nach im Zirkulationssystem ab. Der Anstieg des Feststoffgehalts erfolgt jedoch so langsam, daß es keinerlei Probleme bereitet, eine der Anstiegsmenge entsprechende Menge Schlamm über ein mit dem Absetztank 3 verbundenes Ausstoßrohr 8 auszuscheiden.
Obwohl der Entschwefelungsturm A den Flüssigkeitsüberstand als wäßrige Aufbereitung vom Absetztank 3 erhält, setzt das Zirkulationssystem einschließlich der Pumpe P1 und des Rohrs L1 den stabilen Betrieb ohne Ablagerungen oder Verstopfungen aufgrund von Rückständen fort, da die wäßrige Aufbereitung keine Feststoffe enthält.
Im Interesse einer Verhinderung von Ablagerungen ist es wünschenswert, den pH-Wert der Entschwefelungslösung im unteren Tank bei etwa 6 zu halten. Aus diesem Grunde wird der pH-Wert von einem pH-Regler (PHC) 7 b überwacht und auf diese Weise ein automatisches Kontrollventil V2 kontrolliert, um die Zufuhrmenge der in den ersten Reaktionstank 1 zu befördernden Entschwefelungslösung zu steuern.
Die Menge der vom Absetztank 3 aus zugeführten wäßrigen Aufbereitung übersteigt die Menge der zum ersten Reaktionstank 1
beförderten Entschwefelungslösung um die Menge des vom Materialtank 4 aus zugeführten Schlamms. Diese Überschußmenge wird durch ein Ausstoßrohr 9 aus dem System abgelassen.
In obiger Ausführungsform wird für den ersten bzw. zweiten Reaktionsprozeß ein einzelner Tank verwendet. Es ist iedoch vertretbar, für entweder einen oder beide Prozesse, die an einem oder beiden Enden hintereinander oder parallel verbunden sind, zwei oder mehr Reaktionstanks zu verwenden.
Im Hinblick auf den Fest-Flüssig-Trennprozeß kann anstelle des Absetztanks 3 ein Hydrozyklon oder eine andere Fest-Flüssig-Trennanlage verwendet werden.
Das leichtgeglühte Magnesiumoxid gemäß Erfindung wird am günstigsten durch die Calcinierung von Magnesiumkarbonat-Erz bei niedriger Temperatur gewonnen. Verwendbar sind auch durch andere Materialien erhaltene Stoffe wie Staub, der während der Verarbeitung von Magnesiumoxid-Schlacke aus einem Reaktionsdrehofen gewonnen wird. Nachstehend eine Darstellung zum Entschwefelungsverfahren gemäß dem genannten System:
Abgas Gi aus einem Schwerölkessel C mit einem Gehalt von 1200 ppm Schwefeldioxid (SO2) wird mit einer Geschwindigkeit von 104 Nm/h in den Entschwefelungsturm A eingegeben. Die Entschwefelung erfolgt über den fortgesetzten Gas-Flüssig-Kontakt zwischen dem Abgas und der wäßrigen Aufbereitung, die von oben wie bei einer Dusche eingegossen wird. Die in dem unteren Tank a eingespeicherte Entschwefelungslösung wurde auf einen pH-Wert von 5,9 bis 6,0 und eine Temperatur von 550C eingeregelt und gelangte mit Hilfe der Pumpe P1 mit einer Geschwindigkeit von 4500kg/h zum ersten Reaktionstank mit einem Rauminhalt von 1 m3. Die gleiche Entschwefelungslösung wurde mit 1400kg/h durch Ausstoßrohr 9 wieder aus dem System abgegeben.
Im ersten Reaktionstank 1 wurden die Entschwefelungslösung und der Schlamm vom Absetztank 3 mit 120kg/h gemischt und mit einer Verweilzeit von etwa 10 Minuten umgesetzt. Die ichlammärinlichen Reaktionsprodukte wurden dann kontinuierlich an den zweiten Reaktionstank 2 mit einem Rauminhalt von 1 m3 abgegeben. Im zweiten Reaktionstank 2 wurden die Reaktionsprodukte aus dem ersten Reaktionstank gemischt und mit dem Schlamm der leichtgeglühten Magnesiumoxid-Partikel (durchschnittliche Partikelgröße von 20pm) mit 30 Ma.-% Festgehalt umgesetzt, die kontinuierlich vom Materialtank 4 abgegeben wurden, mit einer Verweilzeit von etwa 10 Minuten. Die schlammähnlichen Reaktionsprodukte wurden dann kontinuierlich in den Absetztank 3 abgeführt.
Die Schlamm-Zufuhrmenge vom Materialtank 4 zum zweiten Reaktionstank 2 wurde kontrolliert, so daß der pH-Wert innerhalb des zweiten Reaktionstanks 2 während des normalen Betriebsverlaufs bei 9,0 gehalten wurde. Im Absetztank 3 wurde der Absetzschlamm mit Hilfe der Pumpe P3 über die Naßmühle 5 mit der erwähnten Geschwindigkeit zum ersten Reaktionstank 1 befördert, und der gesamte austretende Flüssigkeitsüberstand gelangte kontinuierlich zvm Entschwefelungsturm A. Damit erfolgt die Entschwefelung von Abgas in ununterbrochener Folge, und im Ergebnis betrug die Schwefeldioxid-Konzentration im behandelten Abgas G2 aus dem Entschwefelungsturm A 10ppm. Dazu kommt, daß es sich bei der im unteren Tank a des Turms A gespeicherten Entschwefelungslösung um eine wäßrige Lösung handelte, die im Durchschnitt 1,2 Ma.-% MgSO4,1,32 Ma.-% MgSO3,1,48 Ma.-% Mg(HSO3I2 und kaum Feststoffe enthielt.

Claims (2)

1. Abgas-Entschwefelungsverfahren, gekennzeichnet durch ein äußeres Behandlungssystem mit ersten und zweiten Reaktionsprozessen und einem Fest-Flüssig-Trennprozeß außerhalb eines Entschwefelungsturms, in dem fortlaufend Gas-Flüssig-Kontakt zwischen Schwefeloxide enthaltendem Abgas und einer ein Entschwefelungsmittel enthaltenden wäßrigen Aufbereitung besteht, um durch die wäßrige Aufbereitung, Vermischung und Umsetzung im ersten Reaktionsprozeß die Schwefeloxide zu absorbieren; eine Entschwefelungslösung, die am zweiten Reaktionsprozeß vom Entschwefelungsturm zugeführt wird und das Schwefeloxid mit dem im Fest-Flüssig-Trennungsprozeß, dem Mischen und Umsetzen anfallenden Schlamm absorbiert hat; ein Reaktionsprodukt des ersten Reaktionsprozesses mit zerkleinertem leichtgebranntem Magnesiumoxid, wobei ein Reaktionsprodukt des zweiten Reaktionsprozesses in eine Flüssigkeit ohne Feststoffgehalt und den zum ersten Reaktionsprozeß zu befördernden Schlamm getrennt wird und die Flüssigkeit ohne Feststoffgehalt als wäßrige Aufbereitung zum Entschwefelungsturm gelangt.
2. Abgas-Entschwefelungsverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des vom Fest-Flüssig-Trennprozeß zum ersten Reaktionsprozeß gelangenden Schlamms durch ein Vermahlmittel zu Feinschlamm zerkleinert wird.
DD90342168A 1989-01-10 1990-06-27 Abgas-entschwefelungsverfahren DD297919A5 (de)

Priority Applications (5)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1003245A JPH03143527A (ja) 1989-01-10 1989-01-10 排ガスの脱硫方法
EP19900901668 EP0406446A4 (en) 1989-01-10 1990-01-08 Desulfurization of exhaust gas
PCT/JP1990/000013 WO1990007972A1 (fr) 1989-01-10 1990-01-08 Desulfuration de gaz d'echappement
CN90104446.6A CN1057208A (zh) 1989-01-10 1990-06-12 废气脱硫方法
DD90342168A DD297919A5 (de) 1989-01-10 1990-06-27 Abgas-entschwefelungsverfahren

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP1003245A JPH03143527A (ja) 1989-01-10 1989-01-10 排ガスの脱硫方法
CN90104446.6A CN1057208A (zh) 1989-01-10 1990-06-12 废气脱硫方法
DD90342168A DD297919A5 (de) 1989-01-10 1990-06-27 Abgas-entschwefelungsverfahren

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD297919A5 true DD297919A5 (de) 1992-01-30

Family

ID=36763286

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD90342168A DD297919A5 (de) 1989-01-10 1990-06-27 Abgas-entschwefelungsverfahren

Country Status (5)

Country Link
EP (1) EP0406446A4 (de)
JP (1) JPH03143527A (de)
CN (1) CN1057208A (de)
DD (1) DD297919A5 (de)
WO (1) WO1990007972A1 (de)

Families Citing this family (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
JP2994913B2 (ja) * 1993-07-12 1999-12-27 三菱重工業株式会社 酸化マグネシウムによる湿式排煙脱硫装置及びその脱硫方法
DE29517698U1 (de) * 1995-07-29 1996-01-18 Gottfried Bischoff GmbH & Co. KG, 45136 Essen Rauchgasentschwefelungsanlage
JP3751340B2 (ja) * 1995-08-22 2006-03-01 東洋エンジニアリング株式会社 排ガスの脱硫方法
CN100335154C (zh) * 2005-09-09 2007-09-05 清华大学 一种氧化镁烟气脱硫及产物浓浆法氧化回收工艺
CN101607173B (zh) * 2008-06-17 2012-05-23 陆泳凯 外部再生循环亚硫酸镁法烟气或废气的脱硫工艺
CN104445306B (zh) * 2014-12-03 2016-05-11 北京中晶佳镁环境科技股份有限公司 制造硫酸镁的装置与方法
CN115353132A (zh) * 2022-09-23 2022-11-18 西安交通大学 一种基于氯碱盐泥的七水硫酸镁制备方法及系统

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3600131A (en) * 1969-01-27 1971-08-17 Chemical Construction Corp Removal of sulfur dioxide from waste gases
GB1328403A (en) * 1969-12-15 1973-08-30 Babcock & Wilcox Co System of absorbing so2 gas in effluent gas stream
US4490341A (en) * 1983-09-01 1984-12-25 The M. W. Kellogg Company Flue gas desulfurization process

Also Published As

Publication number Publication date
WO1990007972A1 (fr) 1990-07-26
EP0406446A4 (en) 1991-07-24
JPH03143527A (ja) 1991-06-19
EP0406446A1 (de) 1991-01-09
JPH0476725B2 (de) 1992-12-04
CN1057208A (zh) 1991-12-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69613210T2 (de) Verfahren zum Behandeln von Fluor Ion enthaltenden Abwässern durch koagulierende Sedimentation
DE69807868T2 (de) Verfahren zur behandlung von abwasserstroemen
DE69012148T2 (de) Abwasserbehandlung unter Verwendung eines Kreislaufes von hochdichtem Schlamm.
DE60120156T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von entschwefelungsmitteln für heisse metalle
EP2699524B1 (de) Verfahren zur behandlung und verwertung von bypass-stäuben aus dem zementherstellungsprozess
DE2613639A1 (de) Verfahren zum ausscheiden von flugasche aus rauchgas in einem geschlossenen system mit nasskrubber
DE3507370A1 (de) Verfahren zur behandlung von abgas
DE3244898C2 (de) Verfahren zur Abtrennung von mineralischem ultrafeinen Korn aus Waschwässern der Kohleaufbereitung bzw. aus Kohleschlämmen
DE3208704A1 (de) Verfahren zur chemischen entfernung der asche aus kohle sowie vorrichtungen zur durchfuehrung dieses verfahrens
DE2816305A1 (de) Verfahren zur entfernung von surfaktanten aus fluessigextraktions-systemen
DD297919A5 (de) Abgas-entschwefelungsverfahren
DE2814644C2 (de) Verfahren zur Entschwefelung von Abgasen unter Gewinnung von Gips als Nebenprodukt
DE3917412C2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Zusammensetzung zum Behandeln von verunreinigtem Wasser
DE69415325T2 (de) Methode zur rückgewinnung von mindestens ein metall aus einem angesauerten abwasserschlamm
DE2804910C3 (de) Verfahren zur Behandlung von uranhaltigen Erzen
EP0278282A2 (de) Verfahren zum Entfernen von Schwermetallen aus Böden
DE69706358T2 (de) Verfahren zum Entfernen von Selen aus einer Selenionen enthaltenden Flüssigkeit
DE3781058T2 (de) Natrium-kalkstein-doppelalkalirauchgasentschwefelungsverfahren mit kalksteinverwendung.
DE2903289A1 (de) Verfahren zum granulieren der aus ammoniumverbindungen durch substitution mit erdalkaliverbindungen entstandenen faellungsprodukte
DE2112271C3 (de) Verfahren zur Aufarbeitung verbrauchter Beizflüssigkeit
DE69914384T2 (de) Verfahren und Anlage zur Aufarbeitung zinkhaltiger Abfälle mittels basischer Laugung
DE69917808T2 (de) Wiederverwertung von feinen calcium fluorid pulvern
DE2223402A1 (de) Verfahren zum Behandeln von Abwasser
EP2840069A1 (de) Verfahren zum Reduzieren des Abwasservolumens einer Rauchgasentschwefelungsanlage
DE69513038T2 (de) Verfahren zur aufbereitung von sauren abflüssen

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee