DD298237A5 - Verfahren zur herstellung von reinem ethylenchlorhydrin aus ethylenoxid und chlorwasserstoff - Google Patents
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Abstract
Die Herstellung von reinem Ethylenchlorhydrin aus Ethylenoxid und Chlorwasserstoff im kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Prozesz gelingt in einer Reaktionsstufe ohne Korrosion verursachende Chlorwasserstoffueberschuesse und ohne wesentliche Nebenproduktbildung bei guter Beherrschung der entstehenden Reaktionswaerme, indem in eine Loesung von Ethylenoxid in Ethylenchlorhydrin mit einer Ethylenoxidkonzentration von maximal 0,017 kg/kg eine zu Ethylenoxid stoechiometrische Menge Chlorwasserstoff eingeleitet wird.{Ethylenchlorhydrin; Ethylenoxid; Chlorwasserstoff; kontinuierlicher Prozesz; diskontinuierlicher Prozesz; stoechiometrisches Verhaeltnis der Reaktionspartner; Nebenproduktbildung; Minimierung; Reaktionswaerme; Korrosion; Minimierung}
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von reinem Ethylenchlorhydr in aus Ethylenoxid und Chlorwasserstoff in einem diskontinuierlichen oder kontinuierlichen Prozeß. Das Ethylenchlorhydrin dient als Synthesegrundstoff für Farbstoffe und Sulfidkautschuk sowie als Lösungsmittel für die Herstellung von Fotomaterialien.
Wasserfreies Ethylenchlorhydrin {2-Chlorethanol-1) wird In allen praktisch genutzten Verfahren aus Ethylenoxid und Chlorwasserstoff hergestellt. Das dabei auftretende Problem besteht in der Bildung höher oxethylierter Chlorh'ydrine als Nebenprodukte, die nicht nur die Ausbeute schmälern, sondern auch als nicht verwertbarer Rückstand auftreten und außerdem die destillative Reinigung des Ethylenchlorhydrins erschweren.
In den bekannten Ausführungsformen der Ethylenchlorhydrinsynthese werden die Temperaturführung und die Anwendung von Chlorwasserstoff im Überschuß als Maßnahmen gegen die Nebenproduktbildung angewendet. Die Synthese wird in der Regel in kondensierter Phase durchgeführt. Als Lösungsmittel verwendet man zweckmäßig Ethylenchlorhydrin selbst. In CS-PS 100737 wird diese Anwendung als nicht wäßriges Lösungsmittel beschrieben, das weder mit Ethylenoxid noch mit Chlorwasserstoff reagiert.
In der DD-PS 142185 erhält man gute Ausbeuten an Ethylenchlorhydrin, indem als Lösungsmittel eine Mischung von Ethylenchlorhyderin mit dem Rückstand aus dessen destillativer Reinigung eingesetzt wird.
In der SU-PS 422241 wird eine Ausführungsform der Synthese beschrieben, bei der die Herstellung von Ethylenchlorhydrin an die Hydrolyse von Organochlorsilanen mit Ausbeuten von 88 bis 92% gekoppelt wird.
Eine lösungsmittelfreie Synthese beschreibt die DD-PS 146040. Dabei setzt man gasförmig Ethylenoxid mit Chlorwasserstoff um und arbeitet bei hohen Temperaturen (über 13O0C) und Drücken unter 20 bar, vorzugsweise mit einem 3- bis 6facnen Chlorwasserstoffüberschuß.
Die Nachteile bekannter Verfahren mit Ethylenoxid und Chlorwasserstoff bestehen allgemein darin, daß der überschüssige Chlorwasserstoff in der Mehrzahl der Anwendungsfälle des reinen Ethylenchlorhydrins vorher daraus entfernt werden muß.
Dazu ist entweder eine zweite Synthosestufe erforderlich, in der man mit einem Ethylenoxidüberschuß die Säure neutralisiert, oder andere, das Verfahren komplizierende Stufen mit Ouenchen, Strippern und Verdichtern.
Die in der DD-PS 146040 beschriebene stöchiometrische Rohstoffanwendung erfordert einen speziellen Reaktionsapparat, z.B.
in der Wirkung eines Dampferzeugers. Dieser Synthese droht durch die hohe Wärmetönung der Reaktion immer die Gefahr, daß die Reaktionstemperaturen bis in die Nähe der Zündtemperaturen für Ethylenchlorhydrin oder Ethylenoxid kommen, da es technische Probleme zur Abführung der Reaktionswärme gibt.
Auch der Einsatz des Destillationsrückstandes als Lösungsmittel für die Synthese ist nachteilig, weil für die destillative Trennung des Ethylenchlorhydrins von einem hoch cxethyiierten Rückstand, der im kontinuierlichen Verfahren entsteht, erhöhte Temperaturen erforderlich sind, die zur Bildung von Zersetzungsprodukten führen, wie z. B. 1,4-Dioxan, das die Qualität des Reinproduktes verschlechtert.
Ziel der Erfindung ist es, die Synthese von wasserfreiem Ethylenchlorhydrin so zu verbessern, daß die bekannten Nachteile vermieden werden und in einer Synthesestufe mit hoher Sicherheit gearbeitet werden kann. Dabei sollen Gefährdungen der Anlage durch saure Korrosion auf eine kurze Reaktionsstrecke begrenzt bleiben.
Darstellung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung von reinem Ethylenchlorhydrin aus Ethylenoxid und Chlorwasserstoff in einem diskontinuierlichen oder kontinuierlichen Prozeß bei für diese Reaktion üblichen Temperaturen zu entwickeln, das mit einer minimalen Nebenproduktbildung belastet ist, bei dem die Reaktionswärme mit Kühlwassc und nicht mit Kühlsole abgeführt werden kann und bei dem keine sauren, korrosiven Medien auftreten.
Erfindungsgemäß wird in eine Lösung von Ethylenoxid in Ethylenchlorhydrin mit einer Ethylenoxidkonzentration von maximal 0,017 kg/kg eine zu Ethylenoxid stöchiometrische Menge Chlorwasserstoff eingeleitet. Das Wesen der Erfindung besteht also darin, daß Ethylenoxid in sehr starker Verdünnung mit Chlorwasserstoff umgesetzt wird. Dadurch wird die Wärmeabführung sehr gut beherrscht. Es ist überraschend, daß bei Anwendung der vorgeschlagenen milden Reaktionsbedingungen die gemäß dem Stand der Technik erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung bzw. Minimierung der Bildung von höher oxethylierten Chlorhydrinen nicht erforderlich sind und die mit diesen genannten Maßnahmen verbundenen Nachteile vermieden v/erden.
technologischer bzw. ökonomischer Sicht.
verdünnte Lösung von Ethylenoxid in Ethylenchlorhydrin eingeleitet wird, bis das Ethylenoxid vollständig umgesetzt ist. Die
wobei das Ethylenoxid über der Einleitungsstelle des Chlorwasserstoffs zugeführt wird. Die Neubildung von Ethylenchlorhydrin
läuft aus einem Überlauf kontinuierlich ab.
separaten Chlorwasserstoff-Absorber und über einen Kühler einen aufgeteilten Produktstrom leitet, wobei das Ethylenoxid überdem Zulauf der Chlorwasserstofflösung der Waschkolonne zugeführt wird. Die räumliche Trennung der
einem Einleitungsrohr für Chlorwasserstoff ausgerüstet ist, gibt man 100g technisches Ethylenchlorhydrin mit einem Gehalt anfreiem Ethylenoxid von 0,54%.
eingeleitet, daß die Leitfähigkeit auf 9uS/cm ansteigt und sich nicht weiter verändert. Es hat sich 1 g Ethylenchlorhydrin gebildet.
und Chlorwasserstoff von 0,16% auf 0,17 % erhöht.
sechsten Siebboden angeordnet. Im unteren Kolonnenteil sind 9 Verteilerböden mit abwechselnd zentrischem und peripheremAblauf.
In ein Gefäß, ausgerüstet wie im Beispiel 1, werden 50g Ethylenchlorhydrin gegeben, in dem 0,54g Ethylenoxid gelöst wurden. In das Gefäß wird unter Rühren und Kühlen mit äußerem Eiswasser Chlorwasserstoff eingeleitet. Nachdem das Ethylenoxid verbraucht ist, wird eine Zunahme des Gehaltes an Diethylenglykolchlorhydrin um 0,04% ermittelt.
Bolsplel4
0,46% freiem Chlorwasserstoff gegeben. Die Zunahme an Diethylenglykolchlorhydrin wird mit 0,017% ermittelt.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von reinem Ethylenchlorhydrin aus Ethylenoxid und Chlorwasserstoff in einem diskontinuierlichen oder kontinuierlichen Prozeß bei für diese Reaktion üblichen Temperaturen, gekennzeichnet dadurch, daß in eine Lösung von Ethylenoxid in Ethylenchlorhydrin mit einer Ethylenoxidkonzentration von maximal 0,017 kg/kg eine zu Ethylenoxid stöchiometrische Menge Chlorwasserstoff eingeleitet wird.Anwendungsgebiet der Erfindung
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD32548989A DD298237A5 (de) | 1989-02-03 | 1989-02-03 | Verfahren zur herstellung von reinem ethylenchlorhydrin aus ethylenoxid und chlorwasserstoff |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DD298237A5 true DD298237A5 (de) | 1992-02-13 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| WO1996030324A1 (en) * | 1995-03-31 | 1996-10-03 | Novácke Chemické Závody A.S. | Method of producing anhydrous ethylene chlorohydrin of high purity |
-
1989
- 1989-02-03 DD DD32548989A patent/DD298237A5/de not_active IP Right Cessation
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