DD300209A7 - Regenerierbare rauchgasanalysensonde - Google Patents

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DD300209A7 DD32524789A DD32524789A DD300209A7 DD 300209 A7 DD300209 A7 DD 300209A7 DD 32524789 A DD32524789 A DD 32524789A DD 32524789 A DD32524789 A DD 32524789A DD 300209 A7 DD300209 A7 DD 300209A7
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Cottbus Energiekombinat
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    • G01N27/26Investigating or analysing materials by the use of electric, electrochemical, or magnetic means by investigating electrochemical variables; by using electrolysis or electrophoresis
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine regenerierbare Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis, vorzugsweise zu O2-Restwertbestimmung in Rauchgasen im In-situ-Betrieb fuer den Hochtemperaturbereich, mit der lange Standzeiten erreicht werden und die den technischen Aufwand fuer den Dauerbetrieb entsprechender Analysenmeszwerte senkt. Ziel der Erfindung ist es des weiteren, dasz die erfindungsgemaesze Sonde eine Regenerierung mit geringem Aufwand, ohne Spezialkenntnisse sowie -werkzeuge ermoeglicht. Hierzu ist eine In-situ-Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis aus an definierten Grenzen loesbaren Funktionsbaugruppen Sondengrundkoerper, Kondensationsschutzrohr sowie einseitig geschlossenes keramisches Sensorrohr aufgebaut. Dabei umfaszt der Sondengrundkoerper alle erforderlichen Traegerbauteile, die Kaltfunktionsteile und die aufwendigsten Hochtemperaturbauteile einschlieszlich der Primaerelektroden. Das Kondensationsschutzrohr stellt ein Opferbauteil dar, waehrend das einseitig geschlossene keramische Sensorrohr mit 2 Zusatzpulverelektroden als Verschleiszteil wirkt. Zwischen den Funktionsbaugruppen sind loesbare Verbindungselemente angeordnet. Fig. 1{Analysensonde; Festelektrolytsonde; Rauchgas; Sauerstoffrestwert; Messung; Hochtemperaturbereich; Sensorrohr; Elektroden; Traegerrohr; Schutzrohr; Verbindung}

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine regenerierare Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis, vorzugsweise zur O2-Restwei tbestimmung in Rauchgasen im In-situ-Betrieb für den Hochtemperatureinsatz.
Charakteristik des bekannten Standee der Technik
Es ist bekannt, daß Rauchgasanalysensonden für den In-situ-Betrieb im Hochtemperaturbereich extrem hohen thermischen und chemischen korrosiven Einflüssen der Abgasatmosphäre unterworfen sind. Infolge nur weniger für den Einsatz im Hochtemperaturbereich geeigneter Werkstoffe sind bekannte anwendungsbereite Lösungen, z. B. für Dichtungen oder lösbare Verbindungen, aus dem Niedertemperaturbereich für den vorliegenden Einsatzbereich nicht anwendbar.
Die Probleme derartiger Sonden liegen in der Trennung zweier, durch einen Festelektrolyten geschiedenen, benachbarter Gasräume, der Unterdrückung von Kondensationen aus dem Abgas am Sensor und de.i Elektroden, in der Elektrodenkontaktierung am Sensor, der mechanischen Stabiltitä der Sonde, in Materialunverträglichkeiten im Sinn von niedrigschmelzenden Eutektika, in der Sensoralterung sowie in der Ausschaltung von Materialarten als deutliche Schwachstellen bezüglich der Hochtemperaturbeständigkeit.
Zur Trennung doi Gasräume wurden bereits besonders lange Sensoren vorgeschlagen und realisiert. Hierbei wird das Dichtungsproblem zur Gasraumtrennung dadurch gelöst, daß dieses in den Niedertemperaturbereich verlegt wird. Derartige überlange Sensoren sind jedoch äußerst aufwendig und daher wenig praktikabel.
Andererseits wurden auch bereits kurze, vorteilhaft aufwandsreduzierte Sensoren vorgeschlagen, so z. B. in der DE-OS 3709196, deren gasdichta Verbindung mit dem Anschlußrohrsystem durch Mörtelung oder Kitten realisiert wird. Bei diesen Lösungen verbleiben bezüglich der Dichtung Probleme der Zuverlässigkeit, Rißbildung durch Temperaturwechselbelastungen, Eutektikabildung und mechanisch unzureichende Stabilität. Zugleich erfordert die Herstellung solcher Sensoren hohe fertigungstechnische Präzision.
Auch andere bekannte Methoden wie Verschweißen und Lötung mit Glasloten und dgl. weisen diese Restrisiken auf und erfordern zunehmenden technischen Aufwand.
Gleiche Aussage gilt für die Anwendung von Preßringen aus Platin als dichtende Halterung. Mit der DD-PS 282599 ist weiterhin eine gasdynamische Dichtung bekanntgeworden, die das Dichtungsproblem vorteilhafterweise teilweise gleichfalls in den Niedertemperaturbereich verlagert.
Diese Lösung sieht aber zur Versinterung neigende Dichtwerkstoffe vor, wodurch die Keramikwerkstoffe in der Umgebung der Dichtung gefährdet werden. Bei diesen Anordnungen ist ebenso wie auch bei einer hochtemperaturbeständigen Verbindung keramischer Festelektrolytsensoren mit einem gasführenden Anschlußrohrsystem nach DD-PS 248881 die Vorbindung von Sensor und Anschlußrohr nicht lösbar und dadurch die Sone nicht regenerierbar.
Zur Unterdrückung von Kondensation und Sublimation von Dämpfen aus dem Abgas, die besonders an Sensor und Elektroden kontaktlösend und zerstörend wirken, sind mehrere Lösungen vorgeschlagen worden. Zunächst wird die von der Sensorik begünstigte und vorteilhafte In-situ-Meßsituation aufgegeben und durch eino Messung außerhalb des Ofens mittels aufwendiger zumeist geregelt beheizter Sonden über die nachteilige und störanfällige Probenahme von Abgas ersetzt. Dies stellt insgesamt einen technischen Rückschritt dar. Des weiteren werden z.B. nach DDfS 260419 Gasfilter um den Sensor vorgeschlagen. Die Gasfilter sind durch Kondensation selbst besonders gefährdet und verstopfen schnell. Sie bilden häufig eine Schwachstelle der Temperaturbeständigkeit oder Werkstoffverträglichkeit. Außerdem schlagen am Sensor auch bei intaktem Filter Kondensate nieder und werden ggf. sogar dort festgehalten. Dsr zurückgezogene Einbau von Sensoren löst das Problem ebenfalls nicht, da lediglich die Art der niederschlagenden Kondensate, sich entsprechend der Kondensationstemperatur am Sensor ändert. Häufig wird hängender Einbau von In-situ-Sonden praktiziert. Dieser begünstigt das Abfließen von Kondensaten und unterdrückt damit schnelle Kondensationsschäden. Die Abrinnspuren de Kondensate führen aber langfristig doch zum erhöhten Sensorversch'eiß durch Kondensate.
Vorgeschlagen wurde weiterhin in Hrr DD-PG 252 243 die Anwendung eines äußeren Schutz- und Trägerrohres, das dem Abgas auf dem Weg zum Sensor innerhalb der Sonde und des Meßloches eino Temperaturvergangenheit der Art heiß-kalt-heiß aufzwingt und damit Kondensation am heißen Sensor und dessen Umgebung ausschaltet. Diese Lösung schützt zwar den Sensor und die Elektroden wirksam in diesem Sinne, stellt also für diese Bauteile einen Fortschritt dar, führt jedoch zu verstärktem Verschleiß des äuftoron Kondensations- und Trägerrohres, an dem starke Ablagerungen und Abschmelzungen auftreten. Die selbst unbeschädigten inneren Sondenbauteile können aber vom äußeren Schutz- und Trägerrohr, das sich schon nach kurzem Einsatz verformt, verglast und mit dan inneren Sondenteilen verspannt sein kann, nicht bruchfrei demontiert und zurückgewonnen worden, so daß der erzielte Schutzeffe) ί für Sensor und Elektroden nicht in eine wesentlich längere Nutzungsdauer der Sonde umgesetzt werden kann.
Zur sicheren Elektrodenkontaktierung sind zahlreiche Vorschläge unterbreitet worden. Zumeist wird eine gute Kontaktsicherheit, große Kontaktfläche oder hche Anzahl von Kontaktstellen durch erhöhten Materialaufwand beispielsweise von Platin, erzielt. Dabei worden generell fixierte, stabil befestigte Kontakte angestrebt. Die technische Lösung nach DD-PS 260420 stellt bezüglich der Kontaktsicherheit und Aufwandsreduzierung einen deutlichen Forlschritt durch die Einführung eines ionen- oder elektronenleitenden bzw. Gemischleiter-Pulverelektrode dar. Diese Erfindung sieht für die Anordnung derartiger Elektroden in einem Mantel, einen mit elektrisch isolierendem Füllstoff vermörtolten, aber äußerlich gasdurchlässig porös umhüllten Gasraum, z. B. einen Filter, vor. Lösbare Verbindungen für die Baugruppe .Sensor*' werden jedoch weder angestrebt noch ermöglicht. Vorteilhaft erscheint ebenfalls die Kontaktierung von Elektroden durch Federdruck vom Kaltteil der Sonde her. Diese Kontaktierung erfordert entsprechend aufwendige lange Sensoren, oder besonders sichere, mechanisch belastbare gasdichte und hochtemperaturbeständige Vorbindungslösungen. Dabei ist nachteilig, daß entweder die Vorbindung und das Widerlager oder in Kombination mit langen Sensoren nur letzteres stets relativ starken Federdruck ausgesetzt werden, wobei die Druckwirkung im H chtemopraturbereich ebenfalls kritisch ist. Verschiedene Kontaktunterstützungen haben sich praktisch bewährt. Dazu gehören feste Elektronenleiterschichton auf dem ionenleitenden Sensor, die den Kontakt zur elektronisch leitenden Ableitungselektrode begünstigen. Dieser Kontakt wird beim bekannten Stand dauerhaft und nichtlösbar ausgeführt. Dazu gehören Platzierungen des Sensors mit Platinmohr, Glanzplatin oder massiven bzw. gosputterton Schichten und die Verringerung des Übergangswiderstandes durch Platinnetze, Vorrödelungon, keramische Ringe und dergleiciion. Diese Maßnahmen stehen einer Regenerlerbarke:t dar Sonde entgegen. Das betrifft luch die erwähnte Pulverelektrodenanordnung. Zur Erzielung guter mechanischer Stabilität sind verschiedene Einzellösungen bekannt geworden. Im Einsatz hat sich ein hängender Sondeneinbau diesbezüglich bewährt.
Materialunverträglichkeiten, wie niedrigschmeuende Eutektika an Berührungsflächen, werden durch fachmännisches Handeln, Kenntnis der entsprechenden Liquiduscharakteristik sowie die generelle Beschränkung auf wenige Materialarten vermieden. Die Sensoralterung wird, abgesehen von Abgaseinflüsst.n, durch die Referenzmedien in Qualität und Quantität, sowie das Sensormaterial, insbesondere Stabilisatoren bestimmt. Sie entspricht aber auch bei den bekannten Bestwerten nicht den wachsenden Forderungen der Praxis und wird auch auf längere Sicht Schwachstelle von Fosteloktrolytsonden bleiben.
Ziel der Erfindung ist eine regenerierbare Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbas's, vorzugsweise zur O2-Restwertbestimmung in Rauchgasen im In-situ-Betrieb für den Hochtemperaturbereich, mit der lange Standzeiten erreicht werden und die den technischen Aufwand für den Dauerbetrieb entsprechender Analysenmeßwerto senkt. Ziel der Erfindung ist es des weiteren, daß die erfindungsgemäße Sonde eine Regenerierung mit geringem Aufwand, ohne Spezielkenntnisse sowie K -werkzeuge ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine regenerierbare In-situ-Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis, insbesondere für den Hochtemperaturbereich zu schaffen, mit der die bisherige Praxis des zwangsläufig kompletten Ersatzes von be- oder geschädigten Sonden trotz der an sich unbeschädigten Hauptbauteile von In-situ-Rauchgasanalysensonden überwunden und die daraus resultierende unvertretbare Material- und Aufwandsvergeudung vermieden wird. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß eine In-situ-Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis an definierten Grenzen aus lösbaren Funktionsbaugruppen Sondengrundkörper, Kondensationsschutzrohr sowie einseitig geschlossener keramisches Sensorrohr aufgebaut ist. Dabei umfaßt der Sondengrundkörper alle erforderlichen Trägerbauteile, Λ die Kaltfunktionsteile und die aufwendigsten Hochtemperaturbauteile einschließlich der Primärelektroden. Das Kondensationsschutzrohr stallt ein Opferbauteil dar, während das einseitig geschlossene keramische Sensorrohr mit 2 Zusatzpulverelektronen als Verschleißteil wirkt.
Zwischen den Funktionsbaugruppen sind lösbare Verbindungselemente angeordnet.
Ein derartiges zwischen dem Sondengrundkörper und dem Kondensationsschutzrohr angeordnetes, besteht aus einem schrägen Segmentanschliff mit Sperrkante am einseitig geschlossenen Kondensationsschutzrohr nahe der offenen Rohrseite sowie ein gegen die Sperrkante gerichtetes Klemmfederwiderlager mit Überwurfsicherung und Spannschraube am Metallschaft der Sonde.
Das Klemmfederwiderlager ist dabei in Form einer Mantelausschnittsfahne eines äußeren metallischen Haltoschaftes aufgebaut, die ihrerseits gegen eine Erhabenheit der Klemmfeder in der Sperrlage mit einer zylindrischen Überwurf sicherung verriegelt ist. Der Halteschaft weist eine innere Schubschraubhülse als Drucklager für das keramische Kondensationsschutzrohr auf. Eine zwischen den Funktionsbaugruppen Sondengrundkörper und dem einseitig geschlossenen Sensorrohr angeordnete lösbare Verbindung besteht aus den an sich bekannten Bauteilen umfangendes Trägerrohr, stirnseitig bündig anschließendes Schubrohr und innere Kapillare in bekannter Anordnung mit zruückgesetztem Schubrohr sowie einem keramischen Widerlager in Form eines einseitig geschlossenen Rohres mit Schwalbenschwanzhalterung, deren Aufnahme am inneren Trägerrohr angeordnet ist. Das offene Sensorende wird im übrigen ohne Dichtungsmaterial direkt auf das Schubrohr aufgesetzt. Erfindungsgemäß weisen die sich gegenüberliegenden Stirnseiten des Schubrohres und des Sensorrohres einen Kugel-Pfanneschliff und zwei enge Gasströmungsschlitze an deren inneren und äußeren Mantelflächen auf, die ihrerseits in Trägerrohr und Schubrohr einmünden. Mit diesen Gasräumen ist eine Absaugpumpe verbunden.
Die Bauteile Schubrohr und Kapillare der Funktionsbaugruppe Sondengrundkörper werden für die eingefahrene Betriebs- und ausgefahrene Montageposition mit 2 am Sondenkopf angeordneten ineinanderliegenden Einstellschraubrohren von außen einstellbar gehaltert. Die vorgeschlagene Rauchgasanalysensonde ist mit an sich bekannten Sensorinnen- und außenelektroden ausgerüstet. Erfindungsgemäß werden beide durch jeweils eine Zusatzpulverelektrode als lösbares Verschleißteil ergänzt. Diese werden durch klein gehaltene Bauteilfreiräume zwischen Sensorwiderlager bzw. Kapillare und Sensor positioniert. Die erfindungsgemäße Anordnung der Funktionsbaugruppen gewährleistet die Befestigung des Kondensationsschutzrohres und der Verschleißteilbaugruppe einschließlich Widerlager jeweils am Sondengrundkörper, ohne daß diese untereinander Berührungskontakte aufweisen.
Ausführungsbeispiel Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die zugehörige Zeichnung zeigt in Fig. 1: die Funktionsbaugruppe einseitig geschlossenes keramisches Sensorrohr, in Fip 2: die Funktionsbaugruppe Kondensationsschutzrohr, in Fig. 3: die Funktionsbaugruppe Sondengrundkörper (Heißteil) sowie in Fig.4: das Kaltteil des Sondengrundkörpers, den Sondenkopf jeweils in einer Schnittdarstellung.
Als Ausführungsbeispiel wird eine Festelektrolytrauchgasanalysensonde für den Einsatz an einem Glasschmelzofen Io der Nähe des Abgasaustritts aus dem Ofenraum bei maximalen Rauchgastemperaturen knapp oberhalb von 1600°C gewählt, wobei der Anwendungsfall durch hoho Belastung an kondensationsfähigen Abgasbestandteilen gekennzeichnet ist. Die Sonde besteht aus den drei Baugruppen Sensorrohr 1, dem Kondensationsschutzrohr 4 und dem Sondengrundkörper 8. Die Verschleißteilbaugruppe Sensorrohr ist aus einem einseitig geschlossenen, ytriumstabilisierten Zirkonoxidrohr und dem Sensorrohr, das an der offenen Seite grob als Kugel einer Kugel-Pfanne-Verbindung angeschliffen ist, aufgebaut. Die Zusatzpulvorelektroden 2 haben die Zusammensetzung des Festelektrolytrohres und sind grob klassiert zum einen in das Sensorrohr und zum anderen in die Sensorwiderlagorkappe 3 eingeschüttet. Das als Opferbauteil ausgelegte Kondensationsschutztrohr 4 wird von einem einseitig geschlossenen Sinterkorundrohr mit einem Gaseintrittsanschliff 5 der in heiß-kalt-Richtung deutlich hinter dem Sensorrohr liegt, gebildet, das außerdem an der offenen Seite drei schräge Segmentanschliffe 6 mit Sperrkante 7 aufweist. Diese bilden ein keramisches Widerlager.
Die Verbindung des Opferbauteiles Kondensationsschutzrohr 4 mit dem Sondsngrundkörper 8 erfolgt mittels dreier axial einwärts gewölbter Mantelausschnittsfahnen 9 des äußeren metallischen Halteschaftes 10 des Grundkörpers, din an der Basis federnd gegen das Widerlager gerichtet sind. Dabei weisen die Fahnen mittig auswärts je eine Erhabenheit 11 als Riegelsperrpunkt der Überwurfsicherung 12 auf. Als Überwurfsicherung wird im Beispiel das eigentliche Dichtungsschubrohr 13 genutzt.
Der Druck- bzw. Schubeintrag in Jas keramische Kondensationsschutzrohr gegen das Widerlager wird mit einer Schubschraubhülse 14, die im Halteschaft 10 angeordnet ist, realisiert. Im Ausführungsbeispiel wird dieses vom heißen Ende des äußeren Sondenträgerrohres 15 gebildet.
Im Ausführungsbeispiel sind mit Ausnahme des Sensorrohres 1 alle Bauteile gemäß Anspruch 3 als Sint6rkorundrohre ausgeführt. Das Schubrohr 16 ist zur Sensorfixierung gegenüber dem umfangenden inneren Trägerrohr 17 etwa um den Betrag des Außendurchmessers des Sensorrohres zurückgesetzt. Die innere Kapillare 18 nimmt die Ableitung der inneren Primärelektrode 19 auf und ist bis in das Sensorrohr 1 eingeführt. In Betriebsposition wird die Fixierung des Sensorrohres in axialer Richtung einerseits durch den Kugel-Pfanne-Schliff am Fuß des Sensorrohres 1 und andererseits durch eine Konvex-Konkavpassung an der geschlossenen Seite des Sensorrohres mit der Sensorwiderlagerkappe 3, zwischen die die Primäraußenelektrode 20 eingebettet ist, sowie dem über die Schraubenverbindung eingetragenen Druck vom kalten Sondenende her durch die Anordnung eines einstellbaren äußeren Einstellschraubrohres 21 gesichert. Das innere Einstellschraubrohr 22 ermöglicht das Zurückziehen der Kapillare in die Montageposition. Die Einbau' ge der Sonde ist hängend. Die Spaltbreite der Bauteilfreiräume zur Fixierung der Zusatzpulverelektroden 2 sind annähernd gleich der unteren Absiebgröße des Pulvers. Der Vermeidung von Gasvermischungen innerhalb der 2 Gasräume um das und im Sensorrohr, im Zusammenhang mit der gasundichten Verbindung zwischen Sensor- und Schubrohr 1,16, dient die Anordnung einer nicht dargestellten Taumelscheibenpumpe als Absaugpumpe für die Gasräume im inneren Trägerrohr 17 und Schubrohr 16.
Im Ausführungsbeispiel ist die Anordnung des Opferbauteils Kondensationsschutzrohr 4 zur berührungsfreien Positionierung gegenüber den Verschleißteilen und der Sensorwiderlagerkappe 3 durch eine Dimensionierung des Kondensationsschutzrohres gegenüber der Sensorwiderlagerkappe dadurch gelöst, daß der verbleibende freie Rohrabstand die Summe der Fertigungstoleranzen beider Keramikbauteile sowie der Achsabweichung von Trägerrohr und Kondensationsschutzrohr deutlich übertrifft. Dabei tritt im Ausführungsbeispiel als größter Summand der Gesamttoleranz, die Achsabweichung des Kondensationsschutzrohres auf, die überwiegend durch die Halterung zwischen den Funktionsbaugruppen Sondengrundkörper 8 und Kondensationsschutzrohr 4 bedingt ist. Im Beispiel war zu sichern, daß diese bei einem äußeren Durchmesser der Sensorwiderlagerkappe von 15mm und dem Innendurchmesser des 400mm langen Kondensationsschutzrohres von 20mm, eine Abweichung des Kondensationsschutzrohres von der Achse größer als 0,3° nicht zuläßt, so daß im Beispiel eine Dreipunkt-Ausführung der Halterung des Kondensationsschutzrohres sich als zweckmäßig erwies.

Claims (6)

1. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde auf Festelektrolytbasis, vorzugsweise zur O2-Restwertbestimmüng in Rauchgasen im In-situ-Betriebfürden Hochtemperatureinsatz, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde aus den an definierten Grenzen zerstörungsfrei lösbaren Fiinktionsbaugruppen Sondengrundkörper {8) als Opferbauteil fungierendes Kondensationsschutzrohr (4) sowie einseitig geschlossenes Sensorrohr (1) aufgebaut ist, wobei der Sondengrundkörper alle Trägerbauteile, die Kaltfunktionsteile und dia aufwendigsten Hochtemperaturbauteile einschließlich der Primärelektroden (19), (20) umfaßt und das Sensorrohr (1) einschließlich zweier Zusatzpulverelektroden (2) als Verschleißteil ausgestattet ist.
2. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sondengrundkörper (8) und dem Kondensationsschutzrohr (4) einb lösbare Verbindung besteht, die gebildet wird aus schrägen Segmentanschliffen (6) mit Sperrkanten (7) am einseitig geschlossenen Kondensationsschutzrohr nahe dessen offener Seite sowie gegen die Sperrkanten einwärts gerichtete Widerlager in Form von axial gewölbten Mantelausschnittsfahnen (9) des äußeren metallischen Halteschaftes (10), die ihrarsaits gegen je eine Erhabenheit (11) in der Sperrlage mit einer zylindrischen Überwurfsicherung (12) verriegelt sind und der Halteschaft mit einer inneren Schubschraubhülse (14) als Drucklager für das Rohrende des keramischen Kondensationsschutzrohres versehen ist.
3. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß von der Funktionsbaugruppe Sondengrundkörper (8) zum einseitig geschlossenen keramischen Sensorrohr (1) eine lösbare Verbindung besteht, die aus don an sich bekannten Bauteilen eines umfangenden inneren Trägerrohrs (17), stirnseitig bündig anschließendes Schubrohr (16) und innere Kapillare (18) in bereits bekannter Anordnung jedoch mit zurückgesetztem Schubrohr sowie einem keramischen Widerlager in Form eines einseitig geschlossenen Rohres mit einer am inneren Trägerrohr aufgenommenen Schwalbenschwanzhalterung aufgebaut ist und daß die sich gegenüberliegenden Stirnseiten des Schubrohres (16) und des Sensorrohres (1) einen Kugel-Pfanne-Schliff und zwei enge Gasströmungsschlitze an deren inneren und äußeren Mantelflächen aufweisen, die ihrerseits in Träger- und Schubrohr münden, wobei mit diesen Gasräumen eine Absaugpumpe verbunden ist.
4. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß 2 in den Sondenkopf eingeschraubte ineinanderliegende Einstellschraubrohr zur Elektrodenanpreßdruckeinstellung und Kraftschlußentlastung für Regenerierungsmaßnahmen druckkraftschlüssig an die zum Sondenkopf weisenden Rohrenden der Bauteile Schutzrohr (16) und Kapillare (18) angeordnet sind.
5. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß an sich bekannte Sensorinnen- und -außenelektroden (19,20) sowie zwei diese als lösbare Verschleißteile ergänzende Zusatzpulverelektroden (2) in engen Bauteilfreiräumen zwischen Sensor- und Sensorwiderlager sowie Kapillare und Sensor fixiert werden, dadurch, daß die begrenzenden Spaltbreiten kleiner als die mittleren Pulverkorngrößen ausgelegt sind.
6. Regenerierbare Rauchgasanalysensonde, nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kondensationsschutzrohr (4) und Sensorrohr (1) einschließlich der Sensorwiderlagerkappe (3) untereinander berührungslos jeweils am Sondengrundkörper (8) angeordnet sind.
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