DD300808A7 - Bewegliches bauwerk zum abstellen von rollmaterial - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein bewegliches Bauwerk zum Abstellen von Rollmaterial, wie Fahrzeuge und dergleichen. Das Bauwerk ist ohne Fremdenergie aus dem Überdeckungsbereich entfernbar und mit relativ geringem geräte- und materialtechnischen Aufwand montier- und demontierbar. Die Bedienung ist bedarfsweise auch manuell und mit geringem Zeitaufwand möglich. Die Dach- und Wandelemente können unter einer geringen Strahlneigung weggeklappt werden. Die Anordnung der Betätigungsanlagen erfolgt ungefähr ebenerdig. Die Dachelemente und Wandelemente sind faltbar ausgebildet, wobei die Betätigung durch Zugvorrichtungen erfolgt und diese mindestens aus Zugseilen und Arbeitszylinder bestehen. Mit den Dachelementen sind Stützen starr verbunden. Die Füße der Stützen gleiten auf Führungsholmen. Dach-, Wandelemente und Fundamente sind durch Gelenke und Lager miteinander verbunden. Die Arbeitszylinder sind manuell betätigbar. Die Betätigungselemente sind durch Schutzverdecke geschützt. Fig.3
Description
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein bewegliches Bauwerk zum Abstellen von Rollmaterial wie Fahrzeuge und dergleichen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es ist eine Vielzahl von beweglichen Dächern und Vorrichtungen zum Abdecken von Anlagen bekannt. Hierfür werden auch bereits die unterschiedlichsten Bewegungsmechanismen eingesetzt, um solche Abdeckungen kipp-, fahr-, roll- oder schwenkbar auszubilden. Es wurde auch bereits ein Schutzbau für Flugzeuge und andere Fahrzeuge bekannt, der aus einer kuppeiförmigen Haube besteht, die als Ganzes um ein am Rand der Haube angebrachtes Gelenk mittels kraftbetätigter Heber hochschwenkbar ist.
Für die jeweiligen Einsatzgebiete, wie die Überdachung von Sportflächen, Gebäuden und verschiedenen Abstellflächen von Fahrzeugen und Gerätschaften mögen die gefundenen Lösungen hinsichtlich der an sie gestellten Forderungen ausreichend sein. Allen bisher bekannten Lösungen haftet jedoch der Mangel an, daß für den Zusammenklapp'organg eine Kraft erzeugt werden muß, die auf mechanischer, hydraulischer oder pneumatischer Basis beruhen kann.
Sei speziellen Einsatzbedingungen muß aber einkalkuliert werde.., daß entsprechende Energiequellen wie Elektroan'agen, Dieselaggregate und dgl. ausfallen können. Für den Bedarfsfall muß jedoch ein sekundenschnelles Beseitigen der Überdachung gewährleistet sein.
Einigen der bekannten Lösungen haftet weiterhin der Mangel an, daß sie selbsi im zusammengeklappten Zustand noch relativ hoch auftragen. Für ihren jeweiligen Verwendungszweck braucht eine solche aufragende Konstruktion keineswegs nachteilig zu sein; für die speziellen Einsatzbedingungen dürfen aber die Bauwerke im gedeckten Zustand nicht über eine vorgegebene Strahlneigung hinausragen. Sofern bei den bekannten Lösungen die Betätigungseinrichtungen sich nicht in entsprechender Weise über das Terrain erheben, sind sie - wie bei einer Dachkonstruktion zum Überdecken von Sportstadien, Schwimmsportanlagen oder dergleichen - in relativ großräumigen Erdgruben untergebracht. Für die gesuchte Lösung besteht allerdings die Forderung, daß das gegen unerwünschte äußere Einflüsse aufgeschüttete Erdreich, welches sich um das Bauwerk herum befindet, nicht durch darunterliegende technische Anlagen in größerem Maße beeinträchtigt werden darf. Unter den bekannten Lösungen sind auch Dachkonstruktionen, die über hallenartige Bauwerke geöffnet und geschlossen werden können, bekannt. Allerdings ist es mit den bekannten Lösungen nicht möglich, neben dem Dach auch die Wandelemente schnellstens abzuklappen.
Die Erfindung hat das Ziel, ein bewegliches Bauwerk zu schaffen, das ohne Fremdenergie aus dem Überdeckungsbereich entfernt werden kann. Die Konstruktion soll mit relativ geringen geräte- und materialtechnischem sowie baulichem Aufwand schnell montier- und demontierbar sein. Außerdem soll die Bedienung bedarfsweise-auch manuell und mit geringem Zeitaufwand möglich sein.
Es ist Aufgabe der Erfindung, das Bauwerk so auszubilden, daß die Dach- und Wandelemento unter einer geringen Strahlneigung weggeklappt werden können. Die Anordnung der Betätigungsanlagen hat ungefähr ebenerdig zu erfolgen, ohne daß dabei das Terrain, welches das Bauwerk umgibt, wesentlich beeinträchtigt wird.
rfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß Dach- und Wandelemente faltbar ausgebildet sind, wobei die Betätigung durch Zugvorrichtungen erfolgt, die mindestens aus Zugseilen und Arbeitszylindern bestehen. Mit den Dachelementen sind Stützen, die der Stabilisierung des Bauwerkes dienen, starr verbunden. Mit ihren Füßen gleiten diese Stabilisierungsstützen auf Führungsholmen. Zur Entfaltung der Dacholemente und Wandelemente, die unter Krafteinwirkung erfolgt, werden, vorzugsweise durch den hydraulischen Druck von Arbeitszylindern, über die Zugseile die Stützen ausgefahren. Zur Zusammenfaltung der Dachelemente und Wandelemente, die ohne äußere Krafteinwirkung erfolgt, werden die Zugseile durch die Stützen von den Arbeitszylindern weggezogen. Die Arbeitszylinder fungieren dabei als Bremsen. Die Dachelemente und Wandelemente sind mittels Gelenken sowie die Wandelemente und Fundamente durch Fußlager miteinander verbunden. Die an den S'.ützenfüßen angeordneten Zugseile sind über Umlenkrollen mit den Arbeitszylindern verbunden. Zur Sicherung der entfalteten Dach- und Wandelemente sind im Bereich der Stützenfüße in den Führungsholmen Bohrungen zur Aufnahme von Sicherungsbolzen angeordnet. Zur Betätigung der Sicherungsbolzen sind Verriegeli'ngsvorrichtungen angeordnet. Die zur Entfaltung der Elemente verwendeten Arbeitszylinder sind auch manuell betätigbar. Im Bereich der Arbeitszylinder, Umlenkrollen und Führungsholme befinden sich Schutzverdecke mit Aussparungen für die Bewegungszonen der Stützen. Die Anordnung der Betätigungselemente, wie Arbeitszylinder, Umlenkrollen und Führungsholme erfolgt annähernd ebenerdig. An der Oberkante der Dachelemente sind Dichtungen angeordnet, mit deren sich die Dachelemente in paarweiser und spiegelbildlicher Anordnung in der Funktionsstellung zu einem Satteldach ausbilden können.
Die Konstruktion besteht jeweils aus einem Dachelement 1, einem Wandelement 2 und mehreren Stützen 3. Das Wandelement 2 ist über mehrere Fußlager 6 mit den Fundamenten 5 verbunden. Außerdem ist das Wandelement 2 mit dem Dachelement 1 über mehrere Gelenke 4 klappbar verbunden. Die Stützen 3 sind mit dem Dachelement 1 starr verbunden und mit ihren Stützenfüßen 7 in Führungsholmen 8 verschiebbar gelagert. An den Stützenfüßen 7 sind Zugseile 9 angeordnet, die entlang der Führungsholme 8 über Umlenkrollen 10 zu einem Arbeitszylinder 11 verlaufen. Unter einem Schufcrverdeck 12 ist d;o Zugvorrichtung zerstörungssicher angeordnet.
Außerdem befinden sich unter Aussparungen des Schutzverdeckes 12 die Führungsholme 8. Die Führungsholme 8 sind im Bereich der Stützenfüße 7 mit Bohrungen 14 versehen, die der Aufnahme von Sicherungsbolzen 15 dienen. Den Sicherungsbolzen 15 sind nicht näher dargestellte Verriegelungsvorrichtungen zugeordnet. Bei paarweise und spiegelbildlicher Anordnung der Konstruktion entsteht ein nach drei Seiten geschlossenes Bauwerk mit einem Satteldach. Die Längskanten der Dachelemente 1, die bei der paarweisen und spiegelbildlichen Aufrichtung der Konstruktion zusammenstoße,!, sind mit Dichtungen 13 in Form von Lippendichtungen ausgestattet.
Aus diesem Aufbau ergibt sich folgende Wirkungsweise: Aus der Bereitschaftsstellung heraus, wie sie in Firj. 1 dargestellt ist, erfolgt die Aufrichtung in die Funktionsstellung gemäß Fig. 2. Hierzu wird mittels des Arbeitszylinders 11 das Zugseil 9 gestrafft, das über die Umlenkrollen 10 die Stützen 3 an ihren Füßen 7 in Richtung 17 entlang der Führungsholme 8 bis zu ihrem Anschlagpunkt hinter den Bohrungen 14 bewegt. Bei Ausfall der Energiezufuhr ist ein Aufrichten in die Funktionsstellung auch durch manuelle Betätigung des Arbeitszylinders 11 möglich. Mit der Aufrichtung der Stützen 3 wird ein entfalten des Dachelementes 1 und Wandelementes 2 bewirkt. Das bedeutet, daß von dem Wandelement 2 eine annähernd vertikale und dem Dachelement 1 eine entsprechende Schrägstellung eingenommen wird. Die Schwenkbewegung dor Elemente 1; 2 wird über die Gelenke 4, die sich zwischen Dachelement 1 und Wandelement 2 befinden, sowie über die Fußlager 6 zwischen dem Wandelement 2 und den Fundamenten 5 ausgeführt. Bei paarweiser Anordnung der Konstruktion stoßen im aufgerichteten Zustand die beiden Längskanten der spiegelbildlich angeordneten Dachelemente 1 aneinander und werden in dem sich bildenden Firstbereich mittels der Dichtung 13 miteinander verbunden. Das Zugseil 9 hält während des entfalteten Zustandes die Konstruktion in der Funktionsstellung, wobei die Sicherungsbolzen 1B ein Zusammenklappen im Havairefall bei äußeren zerstörenden Einflüssen ausschalten. Der Vorgang des Zurückschwenkens in die Bereitschaftsstollung beginnt mit der Entfernung der Sicherungsbolzen 15, dem die Öffnung des Rückströmventils am Arbeitszylinder 11 folgt, was zu einer Aufhebung der Spannung in dem Zugseil 9 führt. Mit dem Rückströmventil wird dabei im Arbeitszylinder 11 die Bremskraft für
die Geschwindigkeit des Zuklappons der Elemente 1; 2 reguliert. Das schrägstehende Dachelement 1 und das Wandelement 2 haben das Bostr jben, in dem Gelank 4 zusammenzuklappen, wobei die Stützen 3 in den Führungsholmen 8 entgegen der Bewegungsrichtung 17 bewegt werdon und das Zugseil 9 aus dem Arbeitszylinder 11 ausfährt. Nach wenigen Sekunden ist der Vorgang des Zusammenklappens abgeschlossen.
In Betracht gezogene Druckschriften: CH-PS 437" 44, DE-AS 281 7745, DE-AS 2134631
Claims (9)
1. Bewegliches Bauwerk zum Abstellen von Rollmaterial, insbesondere von Fahrzeugen, bestehend aus gelenkig miteinander verbundenen, faltbaren Dach- und Wandelementen, gekennzeichnet dadurch, daß am Dachelem (1) eine starr verbundene Stütze (3) angeordnet ist, die mit ihren Füßen (7) auf Führungsholmen gleitet und an denen Zugseile (9) befestigt sind, wobei die Zugseile (9) über Umlenkrollen (10) mit hydraulischen Arbeitzylindern (10) verbunden sind.
2. Bauwerk nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dachelemente (1) und Wandelemente (2) mittels Gelenken (4) sowie die Wandelemente (2) und Fundamente (5) mittels Fußlagem (6) miteinander verbunden sind.
3. Bewegliches Bauwerk nach Punkt 1 bis 2, gekennzeichnet dadurch, daß in den Führungsholmen (8) Bohrungen (14) zi ^fnahme von Sicherungsbolzen (15) angeordnet sind.
4. Bauwerk nach Punki ι und 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung der Sicherungsbolzen (15) Verriegelungsvorrichtungen angeordnet sind.
5. Bauwerk nach Punkt 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (11) zur Entfaltung der Elemente (1; 2) hilfsweise manuell betätigbar ausgebildet ist.
6. Bauwerk nach Punkt 1,3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Arbeitszylinder (11) sowie der Umlenkrollen (10) und Führungsholme (8) Schutzverdecke (12) mit Aussparungen fürdie Bewegungszonen der Stützen (3) angeordnet sind.
7. Bauwerk nach Punkt 1 und 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet daß die Betätigungselemente, insbesondere Arbeitszylinder (11), Umlenkrollen (10) und Führungsholme (8) annähernd ebenerdig angeordnet sind.
8. Bauwerk nach Punkt 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß davon zwei jeweils paarweise und spiegelbildlich zueinander angeordnet sind.
9. Bauwerk nach Punkt 1,2 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Oberkante der Dachelemente (1) Dichtungen (13) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD23841182A DD300808A7 (de) | 1982-03-24 | 1982-03-24 | Bewegliches bauwerk zum abstellen von rollmaterial |
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Publications (1)
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| DD300808A7 true DD300808A7 (de) | 1992-08-06 |
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| DD (1) | DD300808A7 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT12007U1 (de) * | 2010-04-26 | 2011-09-15 | Isosport Verbundbauteile Gesmbh | Verbundplatte mit einem schaumkern |
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1982
- 1982-03-24 DD DD23841182A patent/DD300808A7/de unknown
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