DD301352A7 - Verfahren zur erhoehung der adsorptionsfaehigkeit von flaechengebilden - Google Patents

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DD301352A7
DD301352A7 DD26928284A DD26928284A DD301352A7 DD 301352 A7 DD301352 A7 DD 301352A7 DD 26928284 A DD26928284 A DD 26928284A DD 26928284 A DD26928284 A DD 26928284A DD 301352 A7 DD301352 A7 DD 301352A7
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adsorbents
silica gel
polymer
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DD26928284A
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Juergen Dipl-Chem Semmler
Guenther Jurthe
Manfred Dipl-Chem Herrmann
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Bundesamt Fuer Wehrtechnik Und
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  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Abstract

Die erfindungsgemäß hergestellten Flächengebilde finden vielseitigen Einsatz in der Militärtechnik, beispielsweise zur Herstellung von Schutzbekleidung, die den Menschen vor den Einflußfaktoren von Massenvernichtungsmitteln (Kampfstoffe, Lichtimpuls) schützt, als Filtermaterial, als Detektor- oder Trägermaterial. Es ist Ziel der Erfindung, die Adsorptionsfähigkeit von Flächengebilden, die in Form von Schutzbekleidung den Schutz vor dem Einfluß von Massenvernichtungsmitteln gewährleisten, zu erhöhen. Die Aufgabe besteht darin, ein Flächengebilde, bestehend aus einem nach einem Schaumkoagulationsverfahren hergestellten Polymerschaum und einem Kieselgel bzw. Kieselgel-Aktivkohle, wobei deren Gehalt an adsorptionsfähigem Material 50 bis 300 % bezogen auf das Polymer beträgt, durch ein geeignetes Nachbehandlungsverfahren in seiner Adsorptionsfähigkeit weiter zu erhöhen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß das Flächengebilde mit einem organischen Lösungsmittel und/oder einer Temperatur von 100 bis 150 Grad C nachbehandelt wird.

Description

Auoführur.£«belsplele
1. Kampfstoffdampfadsorption
Probe Adsorbens Gehalt zur 2. Wasserdampfadsorption Gehalt Adsorbens Durchschlagszeit in Minuten von Kampfstoffdampf Lösungs- 60 min Lösungsmittel- Prüfsubstanz
Nr. Polymer Proben zur Polymermasse unbeh. mittelboh. bei 130 0C und Temperatur
masse Nr. 300% behandlung
% 1 220% 70 _ -
1 Aktivkohle 80 2 200% 15 500 - - Sarin
Aktivkohle 80 3 320 - 230 265 Yperit
2 Aktivkohle/ 40/ 4 190 Sarin
Kieselgel 220 - 350 480
Aktivkohle/ 40/ reines mittel 235 Yperit
Kieselgel 220 poriges - 160 270
3 Kieselgol 220 Kieselgel 110 - 240 510 Sarin
Kieselgel 220 165 Yperit
Wasserdampfadsorption
bei 100% rel. Luftfeuchte bezogen auf Gehalt Adsorbens
26% bei 100% rel. Luftfeuchte
25% 38%
24,5% 36,5%
37,5% 35%
-

Claims (1)

  1. Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionsfähigkeit von Flächengebilden, hergestellt nach einem Schaumkoagolationsverfahren aus einem Polymersystem und Kieselgel bzw. Kieselgel-Aktivkohle, dadurch gekennzeichnet, daß das Flächengebilde mit einem organischen Lösungsmittel und/oder bei einer Temperaturvon 100 bis 1500C nachbehandelt wird.
    Anwendungsgeblot der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung der Adsorptionskapazität eines Flächengebildes, wobei sich das Flächengebilde durch eine sehr hohe Adsorptionsfähigkeit gegenüber Schadstoffen, insbesondere Dämpfen und Aerosolen chemischer Kampfstoffe, auszeichnet und im Zusammenhang mit einer erwünschten Wasserdampfadsorption einen zusätzlichen Schutzeffekt gegenüber dem Lichtimpuls einer Kernwaffendetonation und eine hohe Flammschutzwirkung aufweist. Ausgehend von dem hohen Gebrauchswert dieses Flächengebildes leiten sich vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Militärtechnik ab, beispielsweise zur Herstellung von Schutzbekleidung, die den Menschen vor den Einflußfaktoren von Massenvernichtungsmitteln schützt, als Filtermaterial (Filterventilationsanlagen, Atemschutzfilter, Respiratoren, Kabinenabdichtunrjen, Luftontfeuchtung, als Detektor- oder Trägermaterial für chemisch-physikalische oder physikochemische Nachweis- und Aufi:lärungssysteme für chemische Kampfstoffe.
    Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
    Verfahren zur Herstellung von Materialien filtrierenden und adsorbierenden Typs sind an sich bekannt. Sie basieren in erster Linie auf imprägnierten Flächengebilden in Form von Geweben, Vliesen, ausgehärteten Polymerschäumen, die mit Chemosorbentien, Adsorbentien, in letzter Zeit jedoch fast ausschließlich mit Aktivkohle imprägniert werden. Teilweise wird auch die Möglichkeit der Verwendung von carbonisieren und aktivierten Fasern, Fäden bzw. Flächengebilden unterschiedlichen Ursprungs erwähnt, die nach bekannten Verfahren hergestellt werden.
    Diesen Materialien haften einige Nachteile bei ihrer Anwendung an: Imprägnierte Materialien mit Chemosorbentien sind instabil, bieten also nur kurzzeitigen Schutz, eine Lagerung über längere Zeiträume ist unmöglich, Hautreizungen beim Träger sind unvermeidbar.
    Mit Adsorptionsmittel imprägnierte Vliesstoffe sind steif und brüchig und haben daher sehr schlechte Trageeigenschaften. Die verwendeten Bindemittel setzen die Poren der Adsorbentien zu. Mit Aktivkohle imprägnierte Laminate aus Polymerschaum sind relativ dick. Durch die im allgemeinen lockere Bindung der Aktivkohleteilchen kommt es schnell zu Ausrieselerschainungen während des Tragens, und das führt ebenso wie bei den imprägnierten Vliesen zum Abbau der Adsorptionseigenschaften. Carbonisierte und aktivierte Flächengebilde sind unabhängig vom Ausgangsmaterial (PAN, Viskose) von äußerst geringer Festigkeit, so daß ein Einsatz als Schutzbekleidung gegenwärtig unmöglich ist. Ein entscheidender Nachteil aller auf Aktivkohlebasis verwendeten Materialien ist die schwarze Farbe. Sie bewirkt einerseits tine fast 100%ige Lichtstrahlungsadsorption und schließt einige Anwendungsmöglichkeiten z. B. als Detektor oder Trägermaterial für Nachweis- und Aufklärungssysteme aus. Darüber hinaus ist die Herstellung all dieser adsorptionsfähigen Flächengebilde darauf gerichtet, die Adsorptionseigenschaften der eingesetzten Adsorbentien zu erhalten. Dies ist äußerst schwierig, da Bindemittel und Polymere die Poren zusetzen ~id durch andere Technologien nur äußerst lockere Bindungen der Adsorbeniien erreicht werden (Ausrieselung).
    Ziel der Erfindung
    Es ist Ziel der Erfindung, die Adsorptionsfähigkeit von Flächengebilden, die in Form von Schutzbekleidung den Schutz des Menschen vor den Einflußfaktoren von Massenvernichtungsmitteln gewährleisten, zu erhöhen und ihre Einsatzgebiete zu erweitern.
    Darlegung des Wesens der Erfindung
    Die technische Aufgabe, die durch die Erfindung gelöst wird.
    Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Flächengebilde, bestehend aus einom nach einem Schaumkoagulationsverfahren hergestellten Polymerschaum und einem Kieselgel bzw. Kieselgel-Aktivkohle, wobei deren Gehalt an adsorptionsfähigen Material 50 bis 300%, bezogen auf das Polymersystem, beträgt, durch ein geeignetes Nachbehandlungsverfahren in seiner Adsorptionsfähigkeit weiter zu erhöhen.
    Merkmale der Erfindung
    Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelött, daß das Flächengebilde, hergestellt nach einem Schaumkoagulationsverfahren aus einem Polymersystem und Kieselgel bzw. Kieselgel-Aktivkohle, mit einem organischen Lösungsmittel und/oder einer Temperatur von 100 bis 1 S0°C nachbehandelt wird.
DD26928284A 1984-11-08 1984-11-08 Verfahren zur erhoehung der adsorptionsfaehigkeit von flaechengebilden DD301352A7 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0968765A1 (de) * 1998-07-01 2000-01-05 The Secretary of State for Defence in her Britannic Majesty's Gov. of the United Kingdom of Great Britain and North Ireland Katalytische Mikrogele

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0968765A1 (de) * 1998-07-01 2000-01-05 The Secretary of State for Defence in her Britannic Majesty's Gov. of the United Kingdom of Great Britain and North Ireland Katalytische Mikrogele

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