DD301586A7 - Visüll hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien - Google Patents

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DD301586A7
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Steffen Koal
Brigitte Kaendler
Irmgard Janke
Klaus Loeffler
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Zentrale Forschungs Und Entwic
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Abstract

Visuell hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien, die optisch und im spektralen Remissionsverhalten im Wellenlängenbereich von 400 bis 1 100 nm der natürlichen Vegetation von Gras entspricht. Mit der Erfindung wird eine Einfärbung von Tarnfolien erreicht, die eine Aufklärung damit getarnter Gegenstände mit visuellen und fotographischen Mitteln unmöglich macht bzw. erheblich erschwert. Die Aufgabe wird durch die Erfindung dadurch gelöst, daß die Einfärbung aus einer Kombination von 75 bis 85 Masseteilen einer Metalloxidmischung der Elemente Kobalt, Chrom, Zink u. Titan, gelistet als Pigmentgrün 26, Colorindex 77344 8 bis 15 Masseteilen Bleisulfatchromat, gelistet als Pigmentgelb 34, Colorindex 77600 6 bis 12 Masseteilen Cadmiumsulfid/-selenid, Colorindex 77202:1 0,2 bis 1,0 Masseteilen Perylentetracarbonsäurediimid, Colorindex P.B.31 besteht.{Einfärbung; Tarnfolie; Pigment; Farbe; Remission, hellgrün}

Description

Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Pigmentrezeptur zur Erzielung einer hellgrünen Einfärbung von Tarnfolien, die visuell und im spektralen Remissionsbereich, im Wellenlängenbereich von 400 bis 1100 nm der natürlichen Vegetation von Gras entspricht.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, zur Einfärbung von Tarnfolien spezielle Pigmente zu verwenden, die in ihrer Mischung hellgrüne Farbtöne ergeben, mit denen die Umgebungsvegetation farblich relativ gut nachgestellt werden kann. Dazu wird in FR-PS 1360462 eine Mischung der Pigmente Chromoxidgrün, a-Eisen-lll-oxid, a-Eisenoxidhydrat, Titandioxid und Ruß angegeben. Der Farbeindruck einer derartigen Einfärbung wirkt gegenüber dem Vegetationsgrün jedoch zu blaustichig, so daß bereits bei visueller Aufklärung eine Enttarnung möglich ist.
Aus dem Stand der Technik ist eine Kombination der Pigmente Antrachinonschwarz, gelbes Monoazopigment unverlackt, Chromoxidgrün, a-Eisenoxidhydrat, Titandioxid und blaustichiges a-Eisen-lll-oxid bekannt, die einen der natürlichen hellgrünen Vegetationsumgebung gut entsprechenden Farbeindruck hervorruft. Das Remissionsverhalten dieser Pigmentmischung weicht jedoch besonders im Bereich von 500 bis 700 nm von dem typischen Remissionsverhalten hellgrüner Graslandschaft ab, welches hauptsächlich von der Remission des Chlorophylls bestimmt wird. Damit wirken die mit dieser Pigmentkombination eingefärbten Folien im beschriebenen Remissionsbereich enttarnend und können mit Hilfe moderner selektiver fotographischer Methoden, wie beispielsweise Aufnahmen mit Interferenzfiltern oder spezieller Farbsensibilisierung der Filme, geortet werden.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Schaffung von Voraussetzungen für eine hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien, die eine Aufklärung damit getarnter Objekte mit visuellen und fotographischen Methoden unmöglich macht bzw. erheblich erschwert.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Pigmentrezeptur für eine hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien zu schaffen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Einfärbung aus einer Kombination von
75,0 bis 85,0 Masseteilen einer Metalloxidmischung der Elemente Kobalt, Chrom, Zink und Titan, gelistet als Pigmentgrün 26, Colorindex 77344
8,0 bis 15,0 Masseteilen Bleisulfatchromat, gelistet als Pigmentgelb 34, Colorindex 77600 6,0 bis 12,0 Masseteilen CadiumsulfidAselenid, Colorindex 77202:1
0,2 bis 1,0 Masseteilen Perylentetracarbonsäurediimid, Colorindex P.B. 31 besteht. Dieser Kombination können gegebenenfalls noch weitere, an sich bekannte Pigmente und/oder Extender zugesetzt werden. Die damit eingefärbten Tarnfolien besitzen eine hellgrüne Farbe sowie ein spektrales Remissionsverhalten, welches weder mit visuellen noch mit fotographischen Methoden eine Unterscheidung gegenüber der natürlichen hellgrünen Vegetationsumgebung erlaubt.
Für den Erfindungsgedanken ist es wesentlich, daß das eingesetzte Grünpigment eine spektrale Eigenremission von maximal 5% über einen Wellenlängenbereich von 650 bis 680nm und einen nachfolgenden steilen Anstieg der Remission auf über 65% bei ca. 700nm besitzt.
Ausführungsbeispiel
Eine hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien besteht aus einer Pigmentkombination von 80,01 Masseteilen Irgacolorgrün 10405 (Fa. Ciba & Geigy Schweiz) 11,36 Masseteilen Homa-Chromgelb GMXH-45-SQ (Fa. Hoechst, BRD)
8,36 Masseteilen Sicotherm-Orange K 2801 STA (Fa. BASF, BRD)
0,18 Masseteilen Paliogenschwarz L 0088 (Fa. BASF, BRD)
0,09 Masseteilen Paliogenschwarz L 0084 (Fa. BASF, BRD).
Diese Pigmentkombination wird mit Diallylphthalat im Verhältnis von 1 Teil Diallylphthalat zu 1,6 Teilen Pigmentkombination angerieben und die entstehende Farbpaste einem PVC-Dryblend im Verhältnis 19 Teile Dryblend zu 1 Teil Farbpaste zugegeben. Die Figur 1 zeigt das typische Remissionsverhalten des eingesetzten Irgacolorgrün 10405 (Kurve A) im Unterschied zum Remissionsverhalten des üblicherweise für Tarnfolien eingesetzten Grünpigments Chromoxidgrün (Kurve B). In Figur 2 ist der Remissionsverlauf von 400 bis 1100 nm einer erfindungsgemäß eingefärbten Tarnfolie (Kurve A) dem Remissionsverlauf einer Tarnfolie gegenübergestellt, die bezüglich ihrer Einfärbung den Stand der Technik repräsentiert (Kurve B). Dabei wird besonders deutlich, daß die erfindungsgemäße Einfärbung der Tarnfolie im für die spektrozonale Erkennbarkeit wichtigen Wellenlängenbereich von 620 bis 670 nm eine der natürlichen Vegetation von Gras entsprechende, niedrige Remission von ca. 8% aufweist. Die (,emäß dem Ausführungsbeispiel eingefärbte Tarnfolie besitzt folgende Normfarbwerte nach TGL 29773, gemessen mit Normlichtart D65 (Tageslicht) auf einem Farbmeßgerät FS4 (Fa. Pretema, Schweiz) mit Ulbrichtscher Kugel und Meßgeometied/O5: X= 9,52 Y= 10,94 Z = 7,21.

Claims (2)

1. Visuell hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien, die eine Kombination verschiedener Pigmente und an sich bekannter Extender enthält, gekennzeichnet dadurch, daß die Einfärbung aus einer Kombination von
75,0 bis 85,0 Masseteilen einer Metalloxidmischung der Elemente Kobalt, Chrom, Zink und Titan,
gelistet als Pigmentgrün 26, Colorindex 77344
8,0 bis 15,0 Masseteilen Bleisulfatchromat, gelistet als Pigmentgelb 34, Colorinder 77600 6,0 bis 12,0 Masseteilen CadmiumsulfidAselenid, Coforindex 77202:1 0,2 bis 1,0 Masseteilen Perylentetracarbonsäurediimid, Colorindex P. B. 31
besteht.
2. Einfärbung nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die verwendete Metalloxidmischung der Elemente Kobalt, Chrom, Zink und Titan, gelistet als Pigmentgrün 26, Colorindex 77344, im Wellenlängenbereich von 650 bis 680nm eine spektrale Eigenremission von maximal 5% aufweist.
DD33484989A 1989-11-24 1989-11-24 Visüll hellgrüne Einfärbung von Tarnfolien DD301586A7 (de)

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