DD301619A9 - Verfahren zur erzeugung definierter konzentrationen von chemischen kampfstoffen oder kampfstoffgemischen in fluessiger form in traegergasstroemen - Google Patents

Verfahren zur erzeugung definierter konzentrationen von chemischen kampfstoffen oder kampfstoffgemischen in fluessiger form in traegergasstroemen Download PDF

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DD301619A9
DD301619A9 DD32595689A DD32595689A DD301619A9 DD 301619 A9 DD301619 A9 DD 301619A9 DD 32595689 A DD32595689 A DD 32595689A DD 32595689 A DD32595689 A DD 32595689A DD 301619 A9 DD301619 A9 DD 301619A9
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warfare
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DD32595689A
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Heinz-Dieter Dr Rer Na Schmidt
Erich Dipl-Chem Richter
Klaus-Dieter Dr Rer Wehrstedt
Frank Dipl-Chem Krischok
Frank Dipl-Chem Mellor
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Militaertechnisches Inst Der Nva
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung definierter Kampfstoff-Trägergasgemische mit dem Ziel der dynamischen Prüfung und Untersuchung von Materialien. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein Kampfstoff oder ein Kampfstoffgemisch in flüssiger Form über einen Dosierkörper in ein Injektorsystem mit temperierbarem Verdampfer unter Zumischung eines Trägergases eingebracht und der Kampfstoff- bzw. Kampfstoffgemisch-Trägergasstrom in Kontakt mit dem zu untersuchenden Material gebracht und der Konzentrationsverlauf des Kampfstoffes ermittelt wird.{Kampfstoffe; Dosierkörper; Trägergas; Injektorsystem; Elektromotor; Thermostat; Detektor; definierte Konzentration; dynamische Prüfung; Sorptionsuntersuchungen}

Description

Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Es sind Verfahren zur Herstellung von Kampfstoff-Trägergas-Gemischen bekannt, die Bestandteil von Anlagen zur Adsoiptionsfilterprüfung sind.
Zur Herstellung von Kampfstoff-Trägergas-Gemischon wird das sogenannte Mitführungsverfahren realisiert.
Von den verschiedenen Modifikationen derartiger Verfahren abgesehen, erfolgt die Konzentrationseinstellung mittels mit relativ großen Kampfstoffmengen gefüllter Vorratsgefäße, wobei der Trägergasstrom durch oder über die Kampfstoffe strömt, eingebauter Schikanen zur Vergrößerung der Kontaktfläche zwischen flüssiger und gasförmiger Phase, Misch- und Beruhigungsstrecken und durch Zumischung definierter unbeladener Trägergasteilströme zu den mit Kampfstoffen beladenen Trägergasströmen.
Dabei treten folgende wesentliche Nachteile auf:
- Hoher Kampfstoffverbrauch, dddurch bedingt, daß erstens Vorratsgefäße mit relativ großen Kampfstoffmengen gefüllt werden müssen und zweitens bestimmte Kampfstoffe in den Vorratsgefäßen infolge ihrer Hydrolyseempfindlichkeit bei Kontakt mit Trägergasströmen, wie z. B. feuchter Luft, zersetzt werden.
- Variationen der Versuchsparameter (z. B. Feuchte, Temperatur der Trägergasströme) sind aufgrund o. g. Kampfstoffeigenschaften zum Teil enge Grenzen gesetzt.
- Schwierigkeiten bei der Erzeugung definierter und reproduzierbarer Kampfstoff-Trägergas-Konzentrationen.
- Ungenügende Regelbarkeit des Prozesses der Gemischerzeugung.
Darüber hinaus kommen Permeationspatronen mit Kampfstoffen bei Vorrichtungen zur Erzeugung von Kampfstoff-Tiägergas-Gemischen zum Einsatz. Dabei nehmen Trägergasströme die aus Permeationspatronen austretenden Kampfstoffdämpfe auf. Die Permeationsvorrichtungen mit Kampfstoffen sind im Hinblick auf die Erreichung ausreichend hoher Dampf-Trägergas-Konzentrationen (z.B. realer Gefechtskonzentrationen) und die notwendige Ermit', ung der Permeationsraten nur eingeschränkt anwendbar.
Ein Einsatz von Dosierpu.npen für Arbeiten mit chemischen Kampfstoffen ist gleichfalls problematisch. Die dynamischen Prüf- und Untersuchungsverfahren, bei denen verschiedene Materialien von dem erzeugten Kampfstoff bzw. Kampfstoff-Gemisch-Trägergas-Gemischen bestimmter Konzentrationen angoströmt bzw. durchströmt werrieh, um rtesistenzzeit-, Scrptions-, Diffusions- und andere Prüfungen und Untersuchungen durchführen zu können, setzen sich im wesentlichen aus folgenden Hauptverfahrensschritten zusammen:
1. Herstellung des Kampfstoff bzw. Kampfstoff-Gemisch-Trägergas-Gemisches bestimmter Konzentration.
2. Temperierbare Vorrichtung zur Aufnahme des zu prüfenden und zu untersuchenden Materials.
3. Kontakt des Materials in der temperierbaren Vorrichtung mit den Kampfstoff bzw. Kampfstoff-Gemisch-Trägergas-Gemischen.
4. Analyse der aus der Vorrichtung zur Aufnahme des zu prüfenden und zu untersuchenden Materials austretenden Kampfstoff bzw. Kampfstoff-Gemisch-Trägergas-Konzentrationen in Abhängigkeit von der Zeit.
Allen diesen dynamischen Verfahren ist, von den verschiedenen Modifikationen abgesehen, gemeinsam, daß die Verfahrensschritte apparativ gesondert und die Verfahrensbedingungen unabhängig voneinander realisiert werden Kommen Gaschromatographen zum Einsatz, dienen sie, wie auch alle anderen Analysengeräte, ausschließlich der Sicherstellung des unter 4. genannten Verfahrensschrittes
Daraus resultieren folgende wesentlichen Nachteile:
- Hoher apparativ-technischer Aufwand
- Hoher Aufwand für Entgiftung der benutzten Geräte und für Maßnahmen zum Schütze des Bedienungspersonals
- Ungenügende Regelbarkeit der Verfahrensschritte und deren Bedingungen
Es ist Ziel der Erfindung, definierte Konzentration von flüssigen Kampfstoffen oder Kampfstoffgemischen in Trägergasströmen zum Zweck der dynamischen Prüfung bzw. Untersuchung von Materialien mit minimalem Aufwand herzustellen und diese Prüfungen/Untersuchungen durchzuführen.
Darlegung des Wosens der Erfindung
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Erzeugung definierter Kampfstoff-Trägergas-Gemische vorzuschlagen. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß ein Kampfstoff oder ein Kampfstoffgemisch in flüssiger Form über einen Dosierkörper in ein Injektorsystem mit temperierbarem Verdampfer unter Zumischung eines Trägergases eingebracht und der Kampfstoff bzw. Kampfstoffgemisch-Trägergasstrom definierter Konzentration in Kontakt mit dem zu untersuchenden Material gebracht und die Restkonzentration des Kampfstoffes ermittelt wird.
Auäführungsbeisplel
Eine mit Soman gefüllte Mikroliterspritze — als Dosierkörper im einfachsten Fall —wird mit einer Haltevorrichtung, die den mechanischen Vorschub des Kolbens über einen elektronisch gesteuerten Elektromotor ermöglicht, so arretiert, daß die Spritzennadel ausreichend tief durch ein Septum hindurch in das Injektorsystem mit temperierbarem Verdampfer aus Edelstahl reicht.
Bei einem, eingestellten Kolbenvorschub von δμΙ/h und einem Luftstrom durch das Injektorsystem mit temperierbarem Verdampfer von 40 l/h und unt6r Berücksichtigung der Somandichte von 1,013g/ml wird eine kontinuierliche Soman-Luft-Konzentration von 0,15mg/l (dies entspricht etwa der Gefechtskonzentration) eingestellt und in den Thermostat eines Gaschromatographen geleitet.
Das zu untersuchende Material oder die zu prüfende gefüllte Adsorptionspatrone sowie die Zu- und Ableitungen werden im Thermostat derart angebracht, daß die Verbindung zwischen Probeneinführungssystem und FiD hergestellt ist. Es wird eine konstante Adsorptionstemperatur z. B. 303 K eingestellt; der FiD detektiert den Durchbruch bzw. das Ansteigen der Konzentration an chemischen Kampfstoffen durch ein kontinuierliches Ansteigen des Meßsignals.

Claims (1)

  1. Verfahren zur kontinuierlichen Erzeugung definierter Konzentrationen von Kampfstoffen oder Kampfstoffgemischen in flüssiger Form in Trägergasströmen zum Zweck der dynamischen Prüfung bzw. Untersuchung von Materialien sowie ihres Sorptionsvermögens in einem Gasstrom, gekennzeichnet dadurch, daß ein Kampfstoff oder Kampfstoffgemisch in flüssiger Form über einen Dosierkörper in ein Injektorsystem mit temperierbarem Verdampfer unter Zumischung eines Trägergases eingebracht jnd der Kampfstoff- bzw. Kampfstoffgemisch-Trägergasstrom definierter Konzentration in Kontakt mit dem zu untersuchenden Material gebracht und der Konzentrationsverlauf des Kampfstoffes ermittelt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung definierter Kampfstoff-Trägergas-Gemische zum Zweck der dynamischen Prüfung und Untersuchung von Materialien.
DD32595689A 1989-02-20 1989-02-20 Verfahren zur erzeugung definierter konzentrationen von chemischen kampfstoffen oder kampfstoffgemischen in fluessiger form in traegergasstroemen DD301619A9 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1918704A3 (de) * 2006-11-03 2010-09-22 Rheinmetall Landsysteme GmbH Luftspürsimulator für chemische Messsysteme

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